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Ein Tag an der Tankstelle

Das Tankstellen-Experiment

Kann man mehrere Stunden an der Tankstelle verbringen ohne sich zu langweilen?

Tankstelle – das war für mich bisher nicht unbedingt ein Lieblingsort, sondern eher ein zweckmäßiger Haltepunkt im Fall der „Tanknadel auf null“-Fälle. Da fährt man maximal noch hin, wenn man Durst auf eine kühle Cola hat oder die Rauchwaren zu Ende gehen. Kurz zur Kasse, zahlen und nach maximal 5 Minuten sitzt man wieder im Autositz, bereit für die nächsten Kilometer.

Seitdem ich bei Westfalen bin, sehe ich Tankstellen aber mit anderen Augen. Vielleicht nehme ich sie auch zum ersten Mal überhaupt wahr, zumindest in ihrer Unterschiedlichkeit. Kleine und große Tankstellen, welche mit einem besonders vielfältigen Sortiment von Gemüse bis Kuchen, einige mit Drive-in oder Kaffee-Lounge, andere sind sogar wahre Shoppingcenter.  Wenn ich in Begleitung tanken fahre, ergeben sich damit plötzlich auch neue Gesprächsinhalte. Gespräche, die uns Westfalen vielleicht vom Rest des eigenen Freundeskreises unterscheiden.  „Das ist aber wirklich eine sehr schöne Tankstelle!“ Verständnisloser Blick… “Hm…findest Du?“  „Ja, guck doch mal, das riesige Weinsortiment und die Zeitschriftenauswahl und die Smoothies. Und diese gemütliche Kaffee-Bar…  Möchtest Du einen Alvore?“  Noch verständnisloserer Blick… “Es ist 23 Uhr!“  „Man könnte glatt einen ganzen Tag hier verbringen…“  Kopfschütteln…  Warum eigentlich nicht?

Selbstversuche sind ja gerade journalistisch sehr in und eine Undercover-Reportage mit dem Titel „Einen Tag an der Tankstelle“ habe ich bisher noch nirgendwo gesehen. Also beschließe ich, diese mediale Berichtslücke zu schließen und auch für mich persönlich zu gucken, ob die normale Verweildauer von 5-10 Minuten sich tatsächlich gefahrlos auf einige Stunden ausdehnen lässt…

Westfalen Tankstelle an der Steinfurter Straße 166 in Münster:
Eine große Tankstelle, rund um die Uhr geöffnet. Neben Benzin und Diesel gibt es hier auch Erdgas, Autogas, eine AdBlue-LKW-Tanksäule und Strom für Elektroautos. Aber das interessiert mich gerade weniger. Tanken an Tankstellen kann ja jeder. Interessanter ist gerade für mich eher, was die Tankstelle für ein Serviceangebot hat. Von A wie Auto waschen über G wie Geld oder Pakete abholen bis hin zu R wie Reinigungsservice für Klamotten. Und E wie Essen! Schließlich gibt es hier die Chopstix Noodle Bar, also frisch gekochtes China-Food to go. Doch erstmal ist Frühstückszeit. Also rein in den Verkaufsraum mit Compact Markt und Lounge-Ecke. Ledersessel und Hocker in braun und orange, Blümchen auf dem Tisch, trendige Lampen.

broetchen
Die Auswahl an belegten Brötchen, Croissants, Kuchen und Snacks ist groß. Ich genehmige mir ein Mozzarella-Tomaten-Brötchen, einen Cappuccino, eine Tageszeitung und fühle mich fast wie im Cafè. Neben mir sitzen zwei LKW-Fahrer, frühstücken ebenfalls ausgiebig und surfen mit ihren Smartphones im Internet. Denn einen WLAN-Hotspot gibt es hier auch. 

Nach einer halben Stunde und erstmal satt nehme ich meine zweite Aufgabe im Rahmen des Tankstellen-Experiments in Angriff. Konkret: Mein Auto ist schon länger so dreckig, dass Passanten sich immer wieder berufen fühlen, ketzerische Slogans auf meinen Kofferraum zu schreiben. Gut, dass ich gerade Zeit habe. Also ab durch die Waschanlage, Programm mit Lotuspflege, man gönnt sich ja sonst nichts… Die Vorwäsche übernehmen die Jungs von Westfalen, Schaum an den Scheiben, das Wasser perlt ab… Keine fünf Minuten später und das Auto glänzt wieder, zumindest im Rahmen seiner Möglichkeiten.
saugstation

Die Brötchenkrümel sauge ich hoch motiviert dann auch noch weg…  Da es sehr viele Brötchenkrümel sind, ist wieder eine halbe Stunde rum. Da ich schon mal hier bin, könnte ich beim Autoservice nochmal kurz nach dem Ölstand gucken lassen.

service
Der Mann im Westfalen-Poloshirt ist hilfsbereit und lobt mich sogar: „Der Ölstand ist perfekt! Sehr gut!“ Er fragt nach, ob er mir bzw. meinem Auto sonst noch irgendwie helfen kann. Glühlampe auswechseln, Scheibenwischwasser auffüllen? Nein danke, alles gut.  Zeit, sich mal genauer bei den Produkten im Compactmarkt umzuschauen. Erstaunlich, was es hier alles gibt: Zeitschriften en masse, Blumen, Bücher und Hörbücher, Kuscheltiere, Playmobil, Bilderbücher, Handyhüllen, vieles, was man nicht unbedingt an einer Tanke erwartet. Und auch in puncto Lebensmittel könnte ich hier fast meinen Wocheneinkauf absolvieren.  Nutella, Pizza, Aufschnitt, Joghurt, Eier… allein die Chips-Auswahl überfordert mich.

reinigung

Was mich aber wirklich sehr überrascht ist, dass man seine Klamotten hier in die Reinigung bringen kann. Eine Kooperation mit einer Reinigung macht es möglich. Hosenanzug in die Tüte, einwerfen und drei Tage später wieder sauber abholen. Verrückte Tankstellenwelt …

Ein Blick auf die Uhr – Ich bin schon seit fast 3 Stunden hier…  Mittagszeit – schon wieder Hunger. Eben noch Geld ziehen am Geldautomaten, der auch hier zu finden ist. Und dann stelle ich mich an der Theke der neuen Chopstix Noodle Bar an. Der Flyer verspricht asiatische Gerichte von süßsauer bis Thai-Curry ohne Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe. Die Gerichte in der Theke sehen vielversprechend aus. Ich entscheide mich für Chicken mit Austern Sauce und Nudeln. Vorbei ist die Zeit der „Heißen Hexe“, die man als wabbeliges Fastfood in den 80ern an Tankstellen als eine der wenigen warmen Mahlzeiten zu sich nehmen konnte. Das hier ist richtig gut: knackiges Gemüse, knuspriges Hähnchen und nicht der typische Asia-Glutamat-Geschmack.
chopsticks_bar

Die Gerichte werden hier vor Ort frisch gekocht und das schmeckt man auch. Wenn jetzt noch ein Pflaumenschnaps gereicht würde, wäre es wie in einem Chinarestaurant. Ich bin preislich mit 4,50 Euro dabei und nach dem Genuss pappsatt. 

Meine Uhr sagt: Ich bin seit 3,5 Stunden an der Tankstelle. Und damit habe ich meine übliche Verweildauer locker um das zwanzigfache gesteigert. Und das ohne größere Langeweile. Ich habe gegessen, Auto gewaschen, Kaffee getrunken, im Netz gesurft, gechillt, geshoppt und wieder gegessen … und gemerkt, wie sehr Tankstellen sich verändert haben. Vom reinen Tankhalt geht es immer mehr Richtung Service- und „Fresstempel“. Praktisch ist das und wahrscheinlich auch ein Weg Richtung Zukunft, wo man möglichst viel an einem Ort gleichzeitig erledigen möchte und kann.  Mein Tag an der Tanke neigt sich dem Ende zu. Und vielleicht, wenn mal wieder nix im Kühlschrank ist, das Paket schon ewig aufs Wegbringen wartet oder der Lesestoff ausgeht … treffen wir uns an der Tanke.

Warum nicht?

Viele Grüße
Simone Kötter
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Rennfietsentour – Das Münsterland hilft notleidenden Kindern

Nach einer unruhigen Nacht höre ich meinen Wecker klingeln, aber eigentlich bin ich schon wach. Die Knochen sind müde, einige Muskeln machen sich bemerkbar und mein Nacken bemängelt die Qualität meiner Schlafstätte. Neben meinem Kopf sehe ich Füße, deren Besitzer in Flip Flops oder Badelatschen, einen Kulturbeutel unter dem Arm, Richtung Umkleide laufen…..

Die Szenerie beschreibt das Aufwachen an einem beliebigen Tag der Rennfietsentour.

Rennfietsentour_Turnhalle1

Bei der Rennfietsentour fahren 50 Teilnehmer am langen Wochenende über Christi Himmelfahrt eine Strecke von 600 km, um Spenden für Kinder zu sammeln. Das Ziel: jeden gefahrenen Kilometer für 1,-€ zu „verkaufen“. Das Spendenziel liegt also bei 600,- € pro Teilnehmer. Aus Erfahrung sei gesagt: Es gibt Jahre, da ist dieser Betrag erreichbar. Es gibt Jahre, da ist dieser Betrag nicht erreichbar. Aber der Wille ist ungebrochen und das Wissen, dass sich die Mühe immer wieder lohnt, spornen uns an :-) .

Gesammelt wird für die Agapedia Stiftung von Jürgen Klinsmann und für den Roten Keil aus Senden. 

Als ich vor sechs Jahren zum ersten Mal an einer Rennfietsentour teilnahm, reizte mich die Strecke. 600 km in vier Tagen schien mir ein perfektes Grundlagentraining für die Wettkämpfe im Sommer und Herbst zu sein. Wenn man dabei auch noch mit anderen radbegeisterten Menschen unterwegs ist: um so besser. Klar habe ich auch damals schon Spenden gesammelt, aber im Nachhinein muss ich mir eingestehen, es wäre mehr möglich gewesen.

Rennfietsentour_Etappenstart1

Und dann kam Christi Himmelfahrt 2017. Check-in am Flughafen Münster Osnabrück, Aufstellen in vier Gruppen mit Guides.  Mir brachte das zwei Erkenntnisse. Erstens: Die Organisation, um die Menge an Rennradfahrern versorgen zu können, ist gigantisch und bedarf eines eingespielten Teams (Verpflegung für die Pausen, Besenwagen inkl. Reparaturmöglichkeit bei Defekten, Leitfahrzeug, Straßensperren, um dem „Feld“ eine Überquerung zu ermöglichen, und vieles mehr).

Zweitens: Die Teilnehmer, die bereits mehrfach dabei waren, sind eine verschworene Gemeinschaft, die aber jeden Neuen gerne in ihre Reihen aufnimmt. Jeder von ihnen brennt für die Sache „Rennfietsentour“. Nach dem Losfahren ging es unter den alten Hasen fast nur um ein Thema: Was hast Du im letzten Jahr gemacht, um Spenden zu sammeln? Von „Waffeln backen für die Nachbarschaft“ bis zur Betreuung eines wöchentlichen Lauftreffs reichten die Projekte.

Die folgenden vier Tage waren geprägt vom Motto „Back to the basics“. Übernachtet haben wir in Turnhallen, die uns die jeweiligen Gemeinden oder Städte kostenlos zur Verfügung stellten. Auch die Abendverpflegung wurde zumeist von einzelnen Teilnehmern mit Hilfe der lokalen Geschäfte und Vereine organisiert. Der örtliche Metzger spendete Hackfleisch, der Supermarkt stellte Nudeln zur Verfügung. Wir erfuhren täglich viel Unterstützung  und alle Teilnehmer sind immer satt geworden.

Ob man abends das Glück hat, eine freie Steckdose für seinen Fahrradcomputer und/oder sein Handy zu erwischen, hängt stark vom Timing ab. Ähnlich verhält es sich beim Versuch, mit warmem Wasser zu duschen. Die meisten Turnhallen sind nicht darauf eingerichtet, dass 50 Rennradler zeitgleich warm duschen wollen. So bleiben zwei Alternativen: zu den Ersten zu gehören oder „Back to the basics“ – mal mit kaltem Wasser duschen.

Wenn so viele Menschen in einer Halle schlafen, dann leidet die Schlafqualität enorm. Irgendwer muss immer mal auf Toilette, schnarcht oder läuft auf und ab. Ein nicht auf stumm gestelltes Handy findet sich in jeder Nacht 😉 Die persönliche Komfortzone wird ziemlich klein. Aber nur so kann man am eigenen Leib miterleben, wie es Menschen geht, die Dinge nicht haben, die man selbst für selbstverständlich erachtet.

Die Idee „Rennfietsentour“ hat in mir ein Feuer entfacht. Und wie steht es so schön auf dem Westfalen Plakat gegenüber meinem Büro: „In Dir muss brennen, was Du in anderen entfachen willst“.

Auch für das kommende Jahr habe ich mir vorgenommen, an der Rennfietsentour teil zu nehmen und Spenden zu sammeln. Die Herausforderung besteht für das kommende Jahr somit aus zwei Teilen: Ich muss körperlich fit genug sein, um die Strecke zu bewältigen (aber das sollte eine gute Motivation für Trainingsfahrten an kalten und dunklen Wintertagen werden) und ich möchte viele Spenden einsammeln.

spendenboxDafür werde ich mir einiges einfallen lassen müssen. Falls Sie mich dabei unterstützen möchten, freue ich mich sehr.  Eine Spendenbox* findet sich an meinem Arbeitsplatz :-)

Viele Grüße
Chriss Witte

*Bei Spendenbeträgen ab 50,-€ ist die Ausstellung einer Spendenbescheinigung möglich.

veranstaltung

Ausbildung Marketing

Hallo zusammen,
mein Name ist Mona Hummelt, ich bin 20 Jahre alt und seit dem 01.08.2017 absolviere ich die Ausbildung zur Industriekauffrau.

Von Anfang an war ich im Bereich Marketing Gase eingesetzt, und schon jetzt, nach acht Wochen kann ich sagen, dass meine Entscheidung richtig war, bei Westfalen meine Ausbildung zu absolvieren.

Ich wurde mit offenen Armen empfangen und mir wurde alles Notwendige ausführlich erklärt und gezeigt. Meine netten Kolleginnen nahmen mich gleich mit an Bord und ich durfte schon bald eigene Ideen einbringen.

Das Spannende am Marketing ist, dass es immer wieder neue Projekte gibt und der Alltag nie eintönig wird. Für mich ist das sehr abwechslungsreich und kreativ.

Bei einigen Projekten liegt der Schwerpunkt auf der Gestaltung und/oder Überarbeitung verschiedendster Kommunikationsmittel,  wie zum Beispiel Flyer und Prospekte. Weitere Aufgabengebiete sind  zum Beispiel on- und offline Schaltungen von Anzeigen oder auch die Auswertung von Kundenbefragungen. Des Weiteren darf man die Organisation und Durchführung von Messen und Events nicht unterschätzen.

Involviert war ich in die Veranstaltungsreihe  „Innovision on Tour“
Hier bieten die Kältemittel- Experten von Westfalen zusammen mit den Kältemittel-Herstellern Honeywell und Chemours auf insgesamt fünf Veranstaltungen wissenswerte Informationen zum Thema Kältemittel: von der Wiederaufbereitung über neue Kältemittel und die F-Gas-Verordnung.  

Also war meine Hauptaufgabe schnell klar- die Unterstützung der Verantwortlichen für die  Roadshow „Innovision on Tour“.

Am Anfang hätte ich nicht gedacht, dass hinter der Organisation einer Veranstaltung von der Terminplanung bis hin zur Durchführung so viele Aufgaben stecken.

Wer liefert Blumengestecke? Wie sollen diese aussehen? Wie groß ist der Veranstaltungsraum? Gibt es vor Ort die benötigte technische Ausstattung? Wer übernimmt vor Ort das Catering? Welche Parkmöglichkeiten gibt es? Dieses und vieles mehr sind  Dinge, die man bedenken muss. 

Um uns zu vergewissern, dass alle Vorbereitungen getroffen werden, schauen wir uns den Veranstaltungsort vorher an. 

Ich durfte meine Kollegin Lisa zu der Vorbesichtigung nach Gelnhausen begleiten. Morgens um 7.45 Uhr ging es mit dem Pool Auto los Richtung Frankfurt. Nach drei Stunden Fahrt machten wir uns als erstes auf den Weg zum Parkhaus, um abzuklären,  wie die Parkmöglichkeiten für 120 Personen sind, ob die Teilnehmer ohne Probleme den Veranstaltungsort finden können, welche Wegbeschreibungen notwendig sind und wer für die rechtlichen Aspekte im öffentlichen Raum zuständig ist, wenn es um die Anbringung der Beschilderungen geht.

Dann nahmen wir den Veranstaltungsraum unter die Lupe: wir haben den Raum ausgemessen, die Bestuhlung geplant, die technische Ausstattung gecheckt, Notausgänge gesichtet, die Belichtung und Beschallung geprüft und vieles mehr.
Danach haben wir uns mit dem Catering-Unternehmen getroffen, um alles Schritt für Schritt durchzugehen. Wo soll das Buffet am besten aufgebaut werden und wie viele Servicekräfte werden voraussichtlich benötigt?

Wichtig ist natürlich für alles und jedes der berühmte „Plan B“ :-) , um gewappnet zu sein gegen Personal- oder Technikausfall und weitere Unvorhersehrbarkeiten.   Auch  das Hotel und das gebuchte Restaurant haben wir uns angesehen und Qualität und Service bewertet. 
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Schon in drei Wochen findet die nächste Veranstaltung der Reihe statt, in Gelnhausen. Über unsere Landingpage unter www.innovision-westfalen.de  oder auch telefonisch erreichen mich Anmeldungen die ich erfasse und die Bestätigungen verschicke. Ich erstelle Gästelisten und Namensschilder, plane und entwerfe die notwendigen Beschilderungen für den Veranstaltungsort wie zum Beispiel Roll-Ups, Aufsteller und Beachflags.

Das schönste an der Organisation der Roadshow ist, dass man am Ende sieht, wofür man es macht. Dass man am Ende stolz drauf sein kann, wenn es super gelaufen ist. Es ist nie langweilig und man kann jeden Tag kreativ sein. Ich hoffe, vielleicht selber in Springe und Hamburg dabei sein zu dürfen, um das Team zu unterstützen.

Viele Grüße aus dem Marketing,
Mona Hummelt
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Veranstaltungsmanagement: vom Kaffee bis zum Event

Bei vielen von Euch/Ihnen brauche ich mich wohl nicht mehr vorzustellen – für all jene, die mich noch nicht kennen:

Mein Name ist Tobias Gehre, 29 Jahre alt, gelernter Hotelfachmann und tätig für Apetito Catering hier im Hause der Westfalen Gruppe am Industrieweg in Münster.

01.06.2014: das war der Stichtag, an dem nicht nur auf mich viel Neues zukam. Auch für die Mitarbeiter_innen, Geschäftsleitung und den Vorstand der Westfalen Gruppe brachen neue Zeiten an. 

Hatten bis dahin die Assistent_innen und Mitarbeiter_innen die Verpflegung für Besprechungen selbst vorbereitet – also  Kaffee gekocht,  Gebäck und Geschirr bereit gestellt und die Räume hergerichtet – wurden diese Aufgaben nun in meine Hände und die meiner Kolleg_innen gelegt.  

Wir starteten in einer provisorisch eingerichteten Serviceküche, einem ehemaligen Büro in der 2. Etage. Von hier aus sollten nun also die täglich anfallenden Bewirtungswünsche erfüllt werden. 

Soweit so gut, allerdings mangelte es uns anfänglich doch ab und zu am notwendigen Equipment. Eine Herausforderung, die ich gerne angenommen habe und so  habe ich in Laufe der Zeit einen ausreichend großen Bestand an Tassen, Besteck, Gläsern, etc. zusammen stellen können.

Dann war da noch dieser PC :-) , über diesen sollten alle Bewirtungsanfragen eingehen. Anfänglich lief das doch eher etwas holprig, aber schließlich war es auch für alle Mitarbeiter_innen hier im Haus ein neuer Ablauf, an den sie sich erst einmal gewöhnen mussten. Von Mal zu Mal wurde es besser und die Abläufe somit reibungsloser und effizienter.
Gebäck
Schon in den ersten Tagen war zu spüren, wie sehr unsere Arbeit geschätzt wurde und wieviel „Besprechungsstress“ wir unseren Kolleg_innen damit abnahmen.  Auf den Fluren begnete uns immer wieder ein freundliches „Guten Tag“ und „Vielen Dank“.

Allein bei Besprechungen sollte es aber nicht bleiben. Denn bereits im Dezember 2014 fand zum ersten Mal  eine große interne Veranstaltung bei uns am Industrieweg statt. Das Westfalen Forum (eine eigens für  Events und Veranstaltungen umgebaute ehemalige Maschinenhalle) bot den passenden Rahmen.  In den Jahren zuvor hatte diese Veranstaltung in den großen Hotels in Münster stattgefunden.

Nun mussten wir –  das Team von apetito Catering – zeigen, dass wir diese Feuertaufe bestehen können. 

So ging es also in die Planungen für das Event: es wurden Gespräche geführt mit den unterschiedlichsten Abteilungen, mit Getränkelieferanten, Equipmentlieferanten, Zeltbauern und natürlich mit uns als Catering Team.

Für mich war das eine herausfordernde aber auch sehr interessante Zeit. Mir liegt es sehr am Herzen, dass am Ende einer Veranstaltung alle Gäste, aber auch alle an den Planungen beteiligten Personen zutiefst zufrieden sind.

Durch meine über zehnjährige Erfahrung in der Gastronomie sind mir Veranstaltungen dieser Größenordnung vertraut. Aus solchen Events nimmt man natürlich immer Ideen mit. Aber auch der Alltag kann eine Inspirationsquelle sein, wenn man die Augen öffnet für die schönen Dinge. Solche Eindrücke kann man dann kreativ verwerten und in solche Veranstaltungen einfließen lassen.

Natürlich geht es nicht darum, seinen persönlichen Geschmack umzusetzen, denn jede Veranstaltung ist so einzigartig wie die Gastgeber. Und am Ende gilt immer noch das alte Sprichwort:  „Der Gastgeber ist König“ 😀 .

Aktuell befinden wir uns wieder in den Planungen für eine weitere große Veranstaltung im Westfalen Forum. Ich freue mich jetzt schon darauf, allen Anwesenden zusammen mit meinem Team einen schönen Abend zu bereiten.

Ich hoffe ich konnte Euch/Ihnen einen kleinen Einblick in meine Arbeit hier im Hause der Westfalen Gruppe für Apetito Catering geben.

Bis wir uns das nächste Mal auf dem Flur, im Besprechungsraum oder bei einer der nächsten Veranstaltungen sehen, wünsche ich Euch/Ihnen alles Gute.

Euer/Ihr Tobias Gehre
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