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Girls’Day 2015. Gewerblich-technische Berufe – nicht nur was für Jungs?

Mein Name ist Maren Lensing,  ich bin Mitarbeiterin im Bereich Personalentwicklung/Ausbildung bei der Westfalen Gruppe. 

Jedes Jahr auf’s Neue legen wir uns am Girls‘Day für weibliche Azubis von morgen ins Zeug.

„Traut euch, in Jobs reinzuschauen, die ihr bisher eher durch eure Väter kennt!“ – „Habt Mut, Fragen zu stellen, um zu erfahren, was hinter den Ausbildungsberufen ‚für Jungs‘ steckt!“ – „Stellt euer handwerkliches Geschick unter Beweis!“

Mit diesen Botschaften im Kopf erkundeten wir mit sechs Mädchen der Klassen 7 bis 9 am 23. April 2015 unser Werk II in Gremmendorf. 

Aktiv mit Spaß

Beim Girls’Day sollen die Schülerinnen den Fachkräften nicht nur passiv über die Schultern schauen. Praxisbezug ist angesagt und wichtig: Die Mädchen sollen sich Dinge zeigen und erklären lassen, das Gesehene aber auch aktiv ausprobieren können und so einen ersten Einblick in Aufgaben bekommen, die für Frauen bislang eher untypisch sind. Dies ist der Grundgedanke des bundesweiten Zukunftstages.

Girls’Day bei Westfalen

Um 8 Uhr hießen wir die Schülerinnen herzlich willkommen. Wir – das waren die Ausbilder Heinz Bätker und Frank Heiermeier, der stellvertretende Leiter unserer Kfz-Werkstatt Johannes Hölscher, der Auszubildende Patrick Kuhnert, unsere Praktikantin Dorothea Donges und ich.

Direkt im Anschluss folgte die Sicherheitsunterweisung, ohne die man sich im Werk gar nicht erst bewegen darf. (Hier wurde die wohl schlimmste Nachricht des Tages überbracht: die Handys müssen ausgeschaltet werden und in der Tasche bleiben 😉 ).

Nachdem die Mädchen mit Sicherheitsbrille und Schutzhelm ausgestattet waren, ging es los: Zusammen mit Herrn Bätker wurde das Werk mit all seinen unterschiedlichen Bereichen erst einmal genau unter die Lupe genommen. Dabei konnten die Schülerinnen sich erste Einblicke in die verschiedenen gewerblich-technischen Berufe verschaffen.

Und ganz ohne Zweifel: hier arbeiten mehr Männer als Frauen! Das Highlight der Werksführung war das Besteigen der Kugel (Propanlager). Mutig erklommen die Sechs die „durchsichtigen“ Stahlgitter-Stufen und genossen den Ausblick über die Dächer von Münster.

Als alle wieder festen Boden unter den Füßen hatten, wurden bei einem gemeinsamen Frühstück  erste Kontakte geknüpft. Themen wie „Und, welche Stunden fallen bei dir heute so aus?“ oder auch „In welchem Unternehmen ist denn deine beste Freundin heute?“  standen hoch im Kurs.

Souveniers, selbst entgratet und gekörnt

Weiter ging es zur Lehr- und Kfz-Werkstatt. Hier schnupperten die Schülerinnen in zwei Gruppen á drei Mädchen in den Arbeitsalltag der Ausbildungsberufe Industriemechanikerin, Maschinen- und Anlagenführerin, Berufskraftfahrerin sowie Kfz-Mechatronikerin. 

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Patrick Kuhnert, angehender Industriemechaniker im zweiten Lehrjahr, schnappte sich die eine Gruppe und führte sie durch die Lehrwerkstatt. Nachdem sich die Mädels eine Übersicht über die Werkstatt inklusive Schweißraum und über die Tätigkeiten während und nach der Ausbildung verschafft hatten, durften sie ihre ganz persönlichen Metallplatten bearbeiten. Zuerst hieß es, die scharfen Kanten zu entgraten (dem ein oder anderen von uns sagt vielleicht eher „abrunden“ mehr :-) ). Anschließend war Körnen angesagt, wobei die Schülerinnen die Platte unter anderem mit ihrem Namen versehen haben (laienhaft würde ich die Tätigkeit als „lochen“ bezeichnen :-) ).

Klasse, ein ganz individuelles Erinnerungsstück,  um den Lieben zu zeigen, wie sehr man handwerklich begabt ist, war geschaffen!

Jede Menge PS für die Königin der Straßen

Zeitgleich, eine Werkstatt weiter, erklärte Johannes Hölscher, Kfz-Meister, der zweiten Gruppe interessante Tätigkeiten rund um den LKW und zeigte auf, mit welchen Problemen ein KFZti sich tagtäglich befasst. Die Mädchen griffen Herrn Hölscher tatkräftig beim Zusammenbauen eines PKW-Motors unter die Arme.

Anschließend konnten sie in der Fahrerkabine eines Tankwagens bei einer kleinen Rundfahrt über das Werksgelände für einen Moment das Gefühl genießen, Königin der Straße zu sein.
Fahrerkabine
Nach ca. zwei Stunden schwirrte allen dann ganz schön der Kopf, und es wurde Zeit für das Mittagessen.

Ein bisschen k. o., aber frisch gestärkt ging es danach wieder Richtung Werkstätten, um dort die beiden Gruppen zu tauschen. Denn am Ende des Tages sollten ja alle Sechs auf demselben Stand sein. Für Johannes Hölscher und Patrick Kuhnert hieß es also: auf in die nächste Runde!

Die Zeit verging wie im Flug, und schon war es kurz nach zwei Uhr. Wir versammelten uns im Besprechungsraum, um uns über den Tag und die damit verbundene Informationsflut auszutauschen. 

Entscheidungshilfe 

Bei der Antwort auf die Frage, wer sich von ihnen denn nun eine Ausbildung im gewerblich-technischen Bereich vorstellen könne, waren sich alle Sechs einig: Keine.

Trotzdem waren die Rückmeldungen der Mädchen zu dem Tag durchweg positiv. Wir hatten den Schülerinnen bereits bei der Begrüßung und mehrmals im Laufe des Tages zu verstehen gegeben, dass auch eine Entscheidung gegen einen bestimmten Ausbildungsberuf oder -bereich eine wichtige Erkenntnis und Erfahrung ist. Wie soll man sich auch sonst in dem großen Dschungel der Ausbildungsberufe zurechtfinden? 

In diesem Jahr haben wir also wohl nicht unsere vierte weibliche Auszubildende im gewerblich-technischen Bereich gefunden, aber wir geben die Hoffnung nicht auf! Denn letztes Jahr hatten wir eine Schülerin bei unserem Girls’Day dabei,  die uns mit den Worten „Ich möchte auf jeden Fall wiederkommen. Den Beruf der Kfz-Mechatronikerin finde ich super!“ verlassen hat.

Ein schöneres Feedback kann ich mir für unseren Mädchen-Zukunftstag nicht wünschen.
Ich freue mich schon jetzt auf den Girls’Day 2016 und bin gespannt, wie die Mädels im nächsten Jahr drauf sein werden. :-)

Viele Grüße
Maren Lensing
Biological and science background

Isotope – was ist das denn..?

Wenn man – wie ich – im Bereich der Spezialgase arbeitet, gehören Kundenanfragen rund um gasförmige Isotope oder Isotopengemische zum Alltag. Im Sondergasezentrum der Westfalen Gruppe händeln wir verschiedenste gasförmige Isotope und stellen Gemische nach individuellen Kundenwünschen her.

Aber was ist denn nun genau ein Isotop? 

Fotolia_38517257_MDie uns umgebende Materie besteht aus fast 100 verschiedenen Elementen. Zu welchem dieser Elemente ein Atom gehört, ergibt sich aus der Anzahl der Protonen (positiv geladene Teilchen) und Neutronen (ungeladene Teilchen) im Atomkern. Die Zahl der Protonen bestimmt die Ordnungszahl des Elementes im Periodensystem, die Zahl der Neutronen die Massenzahl.

Wenn zwei Atome gleich viele Protonen haben, also dem gleichen Element zugehören, aber eine unterschiedliche Zahl von Neutronen aufweisen, handelt es sich um Isotope.

Ein Atom des Elements Kohlenstoff hat immer sechs Protonen im Kern (sonst wäre es kein Kohlenstoff), kann aber statt sechs auch sieben oder acht Neutronen enthalten. Dann spricht man von Kohlenstoffisotopen. Ganz einfach ausgedrückt: Zwei Isotope eines Elementes sind wie Zwillinge, von denen einer ein wenig Übergewicht hat. :-)

kohlenstoffisotope
Die stabilen Kohlenstoff-Isotope 12C und 13C

Die Schale des Atoms enthält übrigens immer genau so viele Elektronen wie sich Protonen im Kern befinden (sonst wäre es ein Ion, ein geladenes Teilchen).

Und so werden Isotope gekennzeichnet

Kohlenstoff hat – wie wir eben schon gesehen haben – zwei stabile Isotope, 12C und 13C. In der Natur findet man jedoch fast nur das Isotop mit der Massenzahl 12. 

Um verschiedene Isotope eines Elementes eindeutig zu kennzeichnen, wird die Massenzahl links oben am Elementsymbol ergänzt, z.B.:

12CO2 : Kohlenstoffdioxid mit sechs Neutronen im Kohlenstoff-Atomkern
13CO2 : Kohlenstoffdioxid mit sieben Neutronen im Kohlenstoff-Atomkern

Stabil und instabil

Fast jedes natürlich vorkommende Element verfügt über mindestens ein stabiles Isotop. Kohlenstoff verfügt über zwei stabile Isotope. Neben diesen beiden stabilen Kohlenstoffisotopen gibt es zudem zwei instabile Isotope: 14C mit einer Halbwertszeit von 5.730 Jahren und 15C mit einer Halbwertszeit von 2,45 Sekunden. 15C kommt allerdings in der Natur nicht vor sondern kann nur künstlich hergestellt werden.

Instabile Atomkerne besitzen die Eigenschaft, sich spontan in andere Atomkerne umzuwandeln und dabei ionisierende Strahlung auszusenden. Die Atomkerne zerfallen.  Es gibt nur einige wenige Elemente mit ausschliesslich instabilen – also radioaktiven – Atomkernsorten (zum Beispiel Plutonium oder Uran).

Zu chemisch? Zu theoretisch? Schon abgeschaltet?

Dann mal Praxis.

Isotope werden unter anderem eingesetzt, um zwei Atome gleicher Art zu unterscheiden. Beispielsweise tauscht man ein Atom gezielt gegen eins seiner Isotope aus. In der Analyse kann dann das „markierte“ Molekül in Produkten und Stoffen nachgewiesen werden.

Viele diagnostische oder analytische Verfahren sind erst durch den Einsatz verschiedener Isotope möglich.  Isotope helfen beispielsweise, den Zeitraum der Entstehung von archäologischen, paläontologischen und geologischen Gegenständen zu bestimmen.
Radiokarbonmethode
Das Verfahren der Radiokohlenstoffdatierung oder Radiokarbonmethode beruht darauf, dass in abgestorbenen Organismen die Menge an gebundenen radioaktiven 14C gemäß Zerfallsgesetz abnimmt. Lebende Organismen sind von diesem Effekt nicht betroffen, da sie ständig neuen Kohlenstoff aus der Umwelt aufnehmen, der den normalen Anteil an 14C-Isotopen nahezu konstant hält.

Affenschädel am Voodoo Fetisch Markt, Togo, AfrikaNach 5.730 Jahren (Halbwertszeit) ist nur noch die Hälfte an 14C vorhanden, während der Anteil an 12C unverändert bleibt. Aus dem Verhältnis von 12C und 14C lässt sich nun das Alter des Fundes bestimmen.  Allerdings darf der Fund nicht älter als 50.000 Jahre alt sein – dann ist die Menge an 14C zu klein, um sie noch verlässlich bestimmen zu können.

Auf der Suche nach Helicobacter pylori
Der bakterielle Erreger Helicobacter pylori gilt als Indikator für Magenkrebs. Zum Nachweis musste bislang eine Magenspiegelung oder gar ein aufwendiger Eingriff vorgenommen werden. Durch den Einsatz bestimmter Isotopengemische kann die Diagnose nun einfach über den Atem des Patienten erfolgen: Der Erreger wandelt im Harnstoff enthaltenen Kohlenstoff in Kohlendioxid um. Durch den Stoffwechsel wird aus einem 13C-Isotop stabiles 13CO2, das über die Atmung ausgeschieden wird.

Helicobacter pylori
Helicobacter pylori


Spezielle Gemische aus 12CO2 und 13CO2 dienen als Null- und Referenzgase für das zur Diagnose verwendete massenspektroskopische Verfahren. Auch können Isotope Aussagen zur geografischen Herkunft, zu nicht deklarierten Zusatzstoffen und zur Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen von Lebensmitteln geben.

Und…? War doch ganz interessant, oder..? :-)

Unser Arbeitsgebiet bietet eine Fülle von weiteren spannenden Themen. In diesem Sinne: wir lesen uns. :-)

Schönen Gruß aus dem Produktmanagement Spezialgase!

Lena Niehues

Header-Bild © lily – Fotolia.com
Three lemons with leaves

Von Zitronen, Papierfliegern und altem Eisen – ein etwas anderer Blick auf Personalentwicklung

Mein Name ist Kerstin Rauterkus. Ich bin Leiterin Personalentwicklung/Ausbildung bei der Westfalen Gruppe.

Und ja, Sie haben richtig gelesen… es geht um Zitronen, Papierflieger und altes Eisen. Dass diese Dinge etwas mit systematischer, nachhaltiger Personalentwicklung zu tun haben sollen, erschließt sich nicht wirklich auf den ersten Blick. Ok: auch auf den zweiten nicht … Sie haben es aber.

Es geht um den Praxisbezug beim Lernen. 

Und der ist unser wichtigstes Ziel bei allem, was wir bei Westfalen an Seminaren, Trainings und anderen Weiterbildungsmaßnahmen anbieten. Denn sind wir mal ehrlich: Wer von uns hat nicht schon mal in einer Powerpoint-Schlacht gesessen und verzweifelt nach einem Anhaltspunkt gesucht, wie er das ganze schön dargestellte theoretische Wissen in seinen Arbeitsalltag übertragen soll – ohne dabei müde von den Kollegen belächelt zu werden? So läuft es bei uns nicht!

Personalentwicklung bei Westfalen ist bunt, unterhaltsam und nachhaltig. 

Das gilt für unser Angebot: jährlich aktualisierter Weiterbildungskatalog, zielgruppenspezifische Trainingsprogramme, Coachings, Online-Trainings, individuelle Förderung bei berufsbegleitenden Weiterbildungen, Beratung in allen Themen der Zusammenarbeit und Weiterentwicklung und, und, und….
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Und das gilt auch für die Inhalte der Fortbildungsmaßnahmen. Praxisbezug und Spaß bei der Weiterbildung werden bei uns großgeschrieben. Unsere Überzeugung ist: Nur so kann das Lernen von Neuem, der Transfer in den Alltag und das Ändern von eingefahrenen Gewohnheiten gelingen.  Oder haben Sie als Kind etwa das Binden von Schnürsenkeln gelernt, indem Ihre Eltern Ihnen einen theoretischen Vortrag gehalten haben? Genau!

Und versuchen Sie doch einmal, einem Freund diesen simplen Vorgang – das Schnüren von Schuhen – zu erklären: mit Worten, nicht durch das Zeigen und Vormachen. Und? Funktioniert´s? 

Das gilt auch für alle Themen des beruflichen Alltags, in denen Sie besser werden wollen oder sollen. Oder wie meine Oma sagen würde:

Probieren geht über Studieren

 lemons © atoss - Fotolia.comNehmen wir mal unsere Zitrone. Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten für ein großes Pharmaunternehmen. Dieses Unternehmen ist das einzige, das ein bestimmtes, die Welt vor dem Untergang rettendes Insektizid herstellen kann, das aus dem Saft der seltenen Kauai-Zitrone gewonnen wird. Sie haben die Aufgabe, dringend die komplette Ernte dieser Zitrone aufzukaufen. So weit so gut. Leider haben Sie aber einen Konkurrenten, der aus ganz anderen Gründen ebenfalls die Ernte der Kauai-Zitrone benötigt. Jetzt gilt es zu verhandeln und die bestmögliche Lösung zu finden – möglichst für Sie natürlich, aber der andere soll am besten auch nicht sein Ansehen verlieren. 

An der Zitrone lernen unsere Nachwuchskräfte das Verhandeln. Und was mit Übung dann mit den Zitronen gelingt, übertragen sie dann relativ einfach auch in ihre Lieferantengespräche

Ob es die Kauai-Zitrone wirklich gibt, weiß ich übrigens nicht. Sollten Sie eine Vorstellung haben, wie sie aussieht und schmeckt, schreiben Sie mir gerne einen Kommentar :-) .

Bei den Papierfliegern ist es ein bisschen anders. Hier geht es um das Leiten von Projekten. Na klar, denken Sie jetzt, was hat denn ein einfacher Papierflieger mit meinem hochkomplexen Projekt zur Neueinführung von Produkten oder Prozessen zu tun? Nun ja, einiges!

Einen Papierflieger unter Zeitdruck im Team zu konstruieren, der dann auch noch eine Last trägt und dazu noch weiter, höher, schneller fliegt als der des Gegnerteams – dazu braucht es Planung, Strategie und gutes Zusammenarbeiten. Erkennen Sie nun einen Zusammenhang mit Ihrem Projekt?  Ich kann Ihnen sagen, dass das Lernen so Spaß macht und im Kopf bleibt – ich habe selbst einen Flieger mitgebaut (Und auch zuerst gedacht: ich bin doch nicht im Kindergarten…). 
© Helder Sousa - Fotolia.com
Das Geheimnis bei Zitrone und Papierflieger ist, Theorie einfach und anschaulich verstehbar zu machen und so ganz automatisch zu lernen und anschließend die Inhalte auch umsetzen zu können.

Und so oder so ähnlich funktionieren alle unsere Trainings:  Ob Sie beim Seminar zum Stressmanagement verschiedene Entspannungsübungen vor Ort ausprobieren oder im Trainingsprogramm für Führungskräfte eigene „Fälle“ mitbringen und durchsprechen oder auch -spielen. Ob Sie im Kommunikationstraining einfach mal nur zuhören (das ist gar nicht so einfach) oder im Training für Nachwuchskräfte eine Brücke bauen, um Teamprozesse zu verstehen und sie steuern und verändern lernen. Der Praxisbezug macht´s erst eingängig! 

Gern gesehen: die Best Ager 

© Gina Sanders - Fotolia.comUnd das Schöne ist: Das funktioniert für alle Altersstufen!  Womit wir beim vermeintlich alten Eisen wären… So herzlos werden an einigen Stellen ja gerne die Mitarbeiter der Generation 50+ betitelt. Auch hier gilt: Bei uns nicht!  Während die Angehörigen dieser Generation sich woanders wohl fragen, ob das Ende der Karriere langsam naht, werden sie bei uns als wertvolle Mitarbeiter mit dem größten Erfahrungsschatz gesehen.

Und da wären wir ja dumm, würden wir diesen gerade im Bereich der Personalentwicklung nicht nutzen und nicht für einen regen Wissenstransfer sorgen. So gibt es bei uns keine Ü50-Lernprogramme, sondern durchweg altersgemischte Gruppen. In den oben beschriebenen Praxisübungen tauschen sich die Generationen X, Y und neuerdings auch Z ganz automatisch untereinander und mit den erfahrenen Best Agern aus. Das sorgt für gegenseitiges Verständnis und Wissenserweiterung – nicht anhand von grauer Theorie, sondern von anschaulichen Beispielen aus dem jeweils eigenen Berufsleben.
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Ok, und manchmal spielen eben auch Zitronen und Papierflieger eine bedeutende Rolle – denn mit denen kann jeder etwas anfangen, gleichgültig ob alt oder jung.

Wenn Sie mehr über die Personalentwicklung bei Westfalen wissen möchten, rufen Sie gerne an, kommen Sie vorbei oder schreiben Sie eine E-Mail. Wir freuen uns!

Viele Grüße
Ihre Kerstin Rauterkus

Headerbild: © alexlukin – Fotolia.com
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Autowäsche: Mit dem Cabrio durch die Waschanlage

Mein Name ist Nicole Lohkamp und ich bin als Assistentin des Leiters unseres Bereichs Tankstellen tätig.

In diesem Blog-Beitrag möchte ich einmal dokumentieren, wie aus meinem schmutzigen Cabrio ein strahlend sauberes Cabrio geworden ist.

Das schmutzige Cabrio Das miese Wetter hat nämlich ziemliche Spuren hinterlassen.  Feuchtigkeit, Salz und Splitt haben meinem Auto stark zugesetzt. Unser Tankstellenpartner Frank Wadlinger aus Münster-Amelsbüren hat sich freundlicherweise bereit erklärt, mir für meinen Blog-Beitrag Schritt für Schritt zu erklären, wie ich mein Fahrzeug so richtig strahlend sauber bekomme. Obendrein hat er mir  ein paar ungewöhnliche Einblicke gewährt, die ich hier gerne weitergeben möchte. 

Erster Schritt – Die Vorreinigung

Bei besonders starker Verschmutzung, wie es bei meinem Fahrzeug der Fall ist, empfiehlt es sich eine Vorreinigung vorzunehmen. Denn der grobe Schmutz wirkt ohne Vorbehandlung beim Waschvorgang sonst wie Schmirgelpapier zwischen Bürsten und Lack.

An vielen Tankstellen befinden sich Hochdruckgeräte, mit der sich die Vorbehandlung gut durchführen lässt. So auch an der Westfalen Tankstelle von Herrn Wadlinger.
Ganz schön anstrengend so eine Vorreinigung…
Ganz schön anstrengend so eine Vorreinigung…

Zweiter Schritt – Der Waschvorgang 

Bei dem nächsten Schritt kann ich mich getrost zurück lehnen, denn die Reinigung meines Fahrzeuges übernimmt die Waschanlage ganz von selbst.  

Wagenwäsche
Wichtig ist die Wahl des Waschprogramms. In meinem Bekanntenkreis wurde ich schon häufiger gefragt, ob ich mein Cabrio mit Stoffdach überhaupt in die Waschanlage fahre.
Herr Wadlinger erklärt mir, dass in den Waschanlagen der Westfalen Gruppe grundsätzlich nur Waschchemie eingesetzt wird, die zur Reinigung und Pflege von Kunststoff- und Textildächern geeignet ist.

Vor der Einfahrt in die Waschanlage habe ich die Antenne abmontiert. Ansonsten muss ich mir keine Sorgen um mein Auto machen, die Waschanlage arbeitet mit Lichtschranken und weiß ganz genau, wie groß mein Auto ist. 

Aber ich muss prüfen, ob das Dach und die Gummidichtungen in Ordnung sind, damit diese dem Wasserdruck und dem Trockengebläse standhalten können.
Vorsichtshalber bin ich während der Wäsche in meinem Auto sitzengeblieben, um die  Dichtheit des Cabrio-Daches im Auge behalten zu können. Den Waschvorgang hätte ich im übrigen jederzeit durch Hupen unterbrechen können. Die Waschanlage „hört“ nämlich mit und stoppt dann sofort. 

Auf Empfehlung von Herrn Wadlinger wählte ich die Lotuspflege für mein Fahrzeug. Diese ist durch die Nano-Konservierung besonders geeignet für mein Stoffdach. Während des Waschvorgangs werden zwei Waschvorgänge inklusive der Reinigung des Unterbodens durchgeführt. Ganz zum Schluss wird noch eine besondere Lotuspolitur in den Lack einmassiert, diese lässt mein schönes Auto besonders lange strahlen :-)

Lotuspflege
Ganz schön viel Wasser, was für einen Waschvorgang verbraucht wird, denkt man da.  Aber: Es sind nur 25 Liter pro Waschgang. (Zum Vergleich: Eine Waschmaschine benötigt im Schnitt ca. 50 Liter pro Waschgang).

Das schmutzige Wasser wird nach dem Waschvorgang in einer biologischen Wasseraufbereitung gereinigt und dem Waschkreislauf erneut zugeführt. Es geht also nur das Wasser verloren, das nach dem Waschvorgang am Fahrzeug bleibt, das sogenannte Schleppwasser (ca. 8- 10 Liter).

technik
Das sieht man nicht alle Tage: Herr Wadlinger hat die Säulen der Waschanlage für mich geöffnet. In der linken Säule befindet sich die Technik.
waschmittel
Rechts findet sich die Waschchemie, die je nach gewähltem Waschprogramm zum Einsatz kommt.



Dritter Schritt – Die Nachbehandlung

Nachdem die Waschanlage die Reinigung, Konservierung und Trocknung in 10 Minuten erfolgreich für mich übernommen hat, reinige ich noch einige versteckte Stellen, wie zum Beispiel den Türeinstieg.
wagen_sauberVon außen sieht der Wagen doch jetzt schon wieder ziemlich passabel aus, oder?




Vierter Schritt – Die Innenreinigung

Damit ich mich auch im Innenraum wohl fühle, folgt jetzt noch die Innenreinigung. Auch hier soll alles blitzen und blinken. Mit den Staubsaugern vor Ort lassen sich die unerwünschten Steinchen, Krümel und anderer Schmutz schnell und leicht beseitigen. Mattenklopfer und Mülleimer befindet sich praktischerweise auch direkt vor Ort.
DSC_0203Dann ist das Werk vollbracht – Jetzt kann der Frühling kommen! 

Ein herzliches Dankeschön an unseren Tankstellenpartner Frank Wadlinger, der mich bei der Fahrzeugpflege unterstützt und kompetent beraten hat. 

Viele Grüße
Nicole Lohkamp
Liquid Nitrogen bank containing suspension of  cells.

Stickstoff flüssig mit mobilem Service: Ein kalter Tag in München

„Zieh dich warm an!“ haben meine Kollegen mir geraten.


Dienstag früh morgens startete ich gemeinsam mit Herrn Merl, unserem Gebietsverkaufsleiter, zu unserem Vertriebspartner Demmel Gase in München. Statt den Tag im warmen Büro zu verbringen, durfte ich mit Robert (einem Mitarbeiter von Demmel Gase) tiefkalt verflüssigten Stickstoff im mobilen Behälter ausliefern. Dieses Angebot der Westfalen Gruppe nennt sich LIN-Service
Hier wird ein mobiler Behälter mit tiefkalt verflüssigtem Stickstoff befüllt.
Hier wird ein mobiler Behälter mit tiefkalt verflüssigtem Stickstoff befüllt.

LIN – was ist das?

LIN (Liquefied Nitrogen) ist tiefkalt verflüssigter Stickstoff.  Er wird für zahlreiche Prozesse in der Industrie, im Labor und in der Medizin verwendet. Der mobile Kälteservice der Westfalen Gruppe eignet sich speziell für die Bereitstellung kleinerer Mengen von tiefkaltem Flüssigstickstoff. 

Ausgeliefert wird das minus 196 Grad Celsius kalte flüssige Gas mit einem Servicefahrzeug. Befüllen können wir mit dem Servicefahrzeug mobile Behälter bis 350 Liter und stationäre Tanks bis 1.000 Liter.

In  unserem Vertriebsbereich bieten aktuell zwei unserer Vertriebspartner (in Nürnberg und  in München) diesen Service  an.  Aktuell bereiten wir die Zusammenarbeit mit einem weiteren Vertriebspartner für die mobile Stickstoffversorgung in Regensburg und Umgebung vor. 

Und los geht’s!

Ausgestattet mit Sicherheitsschuhen, -brille und -handschuhen machten Robert und ich uns auf den Weg zu unserer ersten Station, einem Automobilzulieferer in München. Bei der Befüllung des mobilen  Behälters des Kunden zeigte Robert mir, wie dabei vorgegangen wird und auf was geachtet werden muss.

Das Befüllen funktioniert im Prinzip bei allen Tanks gleicherweise: zuerst das Absperrventil Gasphase des zu befüllenden Tanks öffnen, um den Druck abzulassen, dann den Schlauch anschließen, befüllen, die Gasphase beim zu befüllenden Tank wieder schließen, den Haupttank zudrehen und zum Schluss den zu befüllenden Tank zudrehen.

Weiter ging es nach Freising zu einem Kunden mit einem stationären Tank. „Wichtig ist, große Tanks anfangs zu beliefern, damit bei der Befüllung genügend Druck aufgebaut wird. Denn hat unser LIN-Service-Behälter nur noch wenig Inhalt, wird dies nicht mehr richtig gewährleistet“, erklärte Robert.

Mit gekonnten Handgriffen schloss er den Tank an und nun hieß es
Befüllung einer Kryokanne mit tiefkalt verflüssigtem Stickstoff
Befüllung einer Kryokanne mit tiefkalt verflüssigtem Stickstoff
 warten…
Nach etwa einer halben Stunde war der Tank voll und wir fuhren weiter zu unserem nächsten Kunden, ebenfalls in Freising.

Dort warteten bereits viele mobile Lager- und Einfrierbehälter auf eine Befüllung mit Stickstoff. So viele, dass der Inhalt unseres 1.000 Liter LIN-Service-Tanks zum Befüllen aller Behälter nicht mehr ausreichte. Das hieß nachfüllen! Befüllt wird das Servicefahrzeug direkt an dem stationären 10.000-Litertank bei der Demmel Gase, welcher einmal in der Woche von unserer TKW-Disposition in Hörstel beliefert wird. 

„Hauptsächlich versorgen wir Labore, Kinderwunschzentren, Universitäten, Hochschulen sowie Metall- und Maschinenbauunternehmen im Großraum München. Natürlich fahren wir auf Anfrage auch weitere Strecken“, informierte mich Robert auf dem Weg zurück nach München. 

Und für was brauchen unsere Kunden den Stickstoff?  Zu den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten zählen unter anderem das Einfrieren und Lagern von Zellmaterial, Pilzkulturen und Umweltproben, die Kryochirurgie, -therapie und -biologie, das Rohrfrosten, Kaltdehnen, Entlacken und Entschichten, sowie die Trennung von Gummi- und Metallverbindungen.

Da der Stickstoffbedarf bei manchen Anwendungen dauerhaft gering ist, sich auf mehrere Arbeitsplätze verteilt, oder nur unregelmäßig entsteht, eignet sich unser mobiler Kälteservice optimal.

Endspurt!

Mit dem vollen Tank tourten wir noch einmal los nach Freising, um die restlichen Behälter zu befüllen. Unser letzter Stopp an diesem Tag war Schweitenkirchen. Dort hatten wir mehrere Kryokannen eines Kunden zu befüllen.
Ziemlich beeindruckend, wie viele Behälterarten wir mit dem Servicefahrzeug befüllen können! Anders als bei geschlossenen Behältern wurde der Füllschlauch  hier aber nicht angeschlossen, sondern lediglich in die Kannen gehängt. Als Robert den Tank aufdrehte, sprudelte und spritzte der Stickstoff nur so in die Kannen. Genau deshalb hatten wir auch die Sicherheitsausrüstung an. „Wichtig ist ein gesunder Respekt vor dem Produkt, Angst darfst du aber nicht haben“, zwinkerte Robert mir zu. 

Abschließend kann ich sagen, dass ich an diesem Tag in München viele neue und interessante Erfahrungen machen durfte und wieder einiges dazulernen konnte.

Viele Grüße aus Bayern
Christina Sporer



Header-Bild: © sola_sola – Fotolia