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Ein Motorsport Event der besonderen Art

Als Co-Pilot auf der atemberaubendsten Rennstrecke der Welt durften acht Mitarbeiter der Westfalen Gruppe am 30.10.2015 hautnah erleben, wie sich die grüne Hölle auf dem Nürburgring anfühlt. Die Karten stammten aus unserem Sponsorenkontingent und sind im Unternehmen verlost worden. Ich gehörte zu den Glücklichen :-) .

Um 13.30 Uhr wurden wir im Hotel am Tiergarten in Nürburg in Empfang genommen. Dann  ging es direkt zu Fuß zum Nürburgring. Wir durften das sehr sympathische Bonk Motorsportteam kennenlernen, zu dessen Sponsoren die Westfalen Gruppe seit vielen Jahren gehört.  
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Und dann wurde es wirklich aufregend! Wir erhielten feuerfeste Schutzkleidung und durften anschließend auf dem Beifahrersitz mit den professionellen Fahrern Marc Legel und Jürgen Nett eine „Runde“ über den Nürburgring drehen. Was sich hier recht unspektakulär anhört, war in Wirklichkeit Adrenalinschub pur!

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Mit ca. 250 km/h ging es über den extrem kurvigen und hügeligen 25 km langen Nürburgring. Neun Minuten Ausnahmezustand!  Der Opel Astra OPC klebte auf der Strecke. Wie in einer Achterbahn weiß man nicht, was einen hinter der nächsten Biegung oder der nächsten Steigung erwartet, denn die Strecke ist  während der Fahrt aus dem Wagen nicht immer einsehbar. Ganz anders als in einer Limousine befindet man sich sehr dicht am Boden und fühlt sich den Gewalten quasi ausgeliefert. Jede Bodenwelle ist zu spüren, besonders die  Curbs. Im „Karussel“ wird man aus dem Sitz hochgehoben und fliegt wahrhaftig in die Kurve! Ruhig geatmet habe ich erst wieder, nachdem wir das Ziel heil erreicht hatten :-) .

Nach diesem einzigartigen Abenteuer gab es noch einen spannenden Austausch mit den Fahrern und den Mechanikern, hier wurde jede Frage professionell beantwortet. Dann ging es zurück zum Hotel und in der sehr gefragten Pistenklause zum Abendessen. In gemütlicher Runde wurden die Erlebnisse des Tages ausgetauscht und verarbeitet.
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Am nächsten Morgen ging es dann wieder zur Rennstrecke zur Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring. Natürlich fieberten wir mit und feuerten wir das Bonk-Team und den Westfalen Opel an.

Die Aufregung und Hektik vor dem Rennen konnte wir hautnah in der Boxengasse miterleben. Das Wetter hatte in ganz Deutschland, nur leider nicht am Nürburgring, mitgespielt. Aufgrund des sehr dichten Nebels wurde das Rennen um eine Stunde verschoben. Jetzt wo wir wussten wie es sich in den Autos anfühlt, war auch das Gefühl neben der Rennstrecke für alle plötzlich ganz anders.

Wir möchten uns für die zwei aufregenden Tage und die tolle neue Erfahrung bei allen, die uns das Erlebnis ermöglicht haben, bedanken. Ganz besonders auch für die tolle Organisation und die nette Aufnahme im Bonk Motorsportteam. Wir wünschen dem gesamten Team vom Bonk Motorsport viel Erfolg für die weiteren Rennen. Man wird uns alle bestimmt bald wieder an einer Rennstrecke sehen. 


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Ganz großer Sport

Europa- und Weltmeisterschaften, spannende Titelkämpfe in der Bundesliga, atemberaubende Europapokalnächte mit Helden wie Lionel Messi, Cristiano Ronaldo oder Thomas Müller – Fußball begeistert  zigtausende jeden Tag.

Auch ich bin ein leidenschaftlicher Fußballfan und -spieler. Ich heiße Malte Höppner und bin Auszubildender zum Industriekaufmann im zweiten Lehrjahr.

In diesem Blog-Beitrag geht es nicht um die großen Fußballvereine der Welt oder die aktuelle Bundesligatabelle, sondern darum, dass es auch unter den Mitarbeitern der Westfalen Gruppe zahlreiche motivierte Fußballspieler gibt. Konkret geht es um die Fußballmannschaft des Betriebssportvereins der Westfalen Gruppe.

BSG Westfalen: ein offizieller Sportverein

Die Betriebssportgemeinschaft von Westfalen wurde im Jahr 2011 gegründet und ist seit dem 10. Juni 2013 ein echter Sportverein, der zum Betriebssportverband Münster gehört. Insgesamt hat die Betriebsportgemeinschaft rund 100 Mitglieder.

Jetzt aber zum eigentlichen Thema: Fußball! Die Betriebssportgruppe Fußball zählt mittlerweile stolze 50 Teilnehmer. Jeden Mittwoch von 17:30-19:00 Uhr treffen sich jeweils 8-15 Spieler zum Kicken in der Soccerhalle in Münster-Hiltrup. Die Kosten für die Platzmiete trägt die Westfalen Gruppe.

Auch ich bin Teil des Teams. Zwar spiele ich auch in einem Fußballverein aus Münster und bin deshalb nicht so oft beim Betriebssport, bei Turnieren unterstütze ich das Team aber immer gerne. Jedes Training mit den Arbeitskollegen macht großen Spaß und es bleibt natürlich jedem selbst überlassen, wie häufig er teilnimmt. Manch ein Kollege kommt wöchentlich, manch anderer eher unregelmäßig.

Freizeitfußballturnier in Roccos Soccerarena

Für besonderen Reiz sorgen Events wie ein unternehmensinternes Turnier oder sonstige Spiele, bei denen man sich mit anderen Hobby-Fußballmannschaften messen kann. Vor gut einer Woche nahmen wir als zweimaliger Titelverteidiger an einem in der Soccerhalle ausgerichteten Turnier mit 16 Mannschaften teil. 


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In der Gruppenphase setzten wir uns souverän als Gruppenerster durch und zeigten auch in der Zwischenrunde eine tolle Leistung, in der wir uns ebenfalls den ersten Platz erspielten.

Das Finale hielt dann, was es versprach. Wir verspielten eine 3:0 Führung und mussten nach dem 3:3 Ausgleich kurz vor Schluss die Entscheidung vom Siebenmeterpunkt aus finden. Der sechste Schuss brachte uns den Sieg, der Jubel fiel entsprechend ausgelassen aus. Wir konnten den Titel erneut verteidigen und damit das Triple perfekt machen. Für meinen Geschmack –  und ich denke ich spreche dabei auch für unsere beiden Trainer – hätte es auch etwas weniger dramatisch über die Bühne gehen können. Die besondere Stärke unserer Mannschaft liegt dabei vor allem im Teamgeist. Jeder ist motiviert, setzt sich für die Mitspieler ein und wird von allen akzeptiert. Ein hervorragender Zusammenhalt, Spaß und eine gemeinsame Leidenschaft – gerade das ist für mich ganz großer Sport.

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Trophäensammlung!

Westfalen Kickt

Auch das unternehmensinterne Turnier „Westfalen kickt“ war für mich ein Highlight. Hier spielten vier bunt zusammengewürfelte Mannschaften, bestehend aus Kollegen aus verschiedensten Bereichen, um den Sieg. Außendienstler, Informatiker, Auszubildende, Praktikanten: Kollegen aus allen Bereichen kickten mit. Bei einer tollen Atmosphäre stand der Spaß an erster Stelle. Das war eine gute Möglichkeit für mich, Kollegen kennenzulernen, mit denen ich bislang noch keinen Kontakt hatte. Die Veranstaltung endete mit einem gemeinsamen Pizzaessen. 

Wir bewegen Westfalen

Übrigens bietet die Westfalen Gruppe unter dem Motto „Wir bewegen Westfalen“ neben Fußball auch noch Badminton, Zumba und Laufen an. Was besonders toll ist: Wenn sich genügend Mitarbeiter zur Gründung einer neuen Sportgruppe zusammentun, dann kann jederzeit eine neue Sportart hinzukommen. Abhängig von der jeweiligen Sportart reichen schon vier oder fünf Mitglieder. Jedes neue Mitglied wird mit einem BSG-T-Shirt ausgestattet. Falls eine Halle oder eine andere Sportanlage benötigt wird, steht hier im Haus auch jederzeit Unterstützung bei der Suche zur Verfügung. Wer also Interesse hat, meldet sich ganz einfach beim Gesundheitsmanagement. Die Sportanlage des ESV Münster kann nach Absprache jederzeit genutzt werden.

Schlussendlich möchte ich festhalten, dass der Betriebssport bei Westfalen wirklich großen Spaß macht. Auch wenn ich leidenschaftlicher Fan der Bundesliga und des internationalen Spitzenfußballs bin: um großen Sport zu erleben, müssen es nicht immer Profis sein.  :-)

Sportliche Grüße
Malte Höppner
Nature sunny abstract summer background with sun and bokeh

Solarthermie in der Landwirtschaft

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

mein Name ist Rainer Oesterwind und ich bin seit 2007 bei der Westfalen Gruppe als Anwendungstechniker (AWT) im Bereich Energieversorgung tätig.
Mein Aufgabengebiet besteht unter anderem darin, unsere Kunden umfassend technisch zu beraten sowie den anschließenden Projektablauf zu unterstützen. Von der Planung und Antragsstellung über die Montage bis hin zur Inbetriebnahme stehe ich unseren Kunden mit Rat und Tat zur Seite. Aber auch nach der Inbetriebnahme stehe ich zuverlässig unterstützend zur Verfügung.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein langjähriger Flüssiggaskunde – ein Landwirt – wollte eine solarthermische Anlage installieren. Unser Kundenberater erfuhr davon und obwohl bereits das Angebot eines Wettbewerbers vorlag und obwohl unser Angebot preislich höher lag, erhielten wir den Zuschlag.

Diese Entscheidung fiel nicht nur aufgrund der langjährigen, generationsübergreifenden und erfolgreichen Zusammenarbeit. Auch die Referenzliste der Westfalen Gruppe und unsere Erfahrung in Sachen Planung und Realisierung solarthermischer Anlagen war ein großer Pluspunkt für uns.  

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Zur Anlage:

Eine 90 Quadratmeter große Flachkollektoranlage liefert Wärme zur Ferkelstallbeheizung und zur Milchtassenfütterung. Da auf dem Stalldach bereits eine Solarstromanlage installiert war, wurden die Kollektoren vor dem Stall auf einer speziellen Unterkonstruktion errichtet. 

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Die solare Wärme wird zum größten Teil in einem 500 Liter Trinkwasserspeicher gelagert. Dieser dient zur Milchtassenfütterung. Weitere solare Wärme gelangt dann in zwei Pufferspeicher mit je 1.500 Litern Kapazität. Aus diesen wird die Wärme zur Unterstützung der Stallheizung entnommen.

Die Anlage wird von Bund und Land gefördert und auch darum rechnet sie sich bereits nach ungefähr sechs bis acht Jahren. 

Um die Anlage auch aus der Ferne überwachen zu können, wurde ein Datenlogger mit Internetanschluss installiert. So können wir den Kunden frühzeitig auf Störungen aufmerksam machen und laufend den solaren Ertrag ermitteln.

schemaDie Anlage hat im Zeitraum vom 07.08.2014 bis zum 07.08.2015 einen Ertrag von 31.259 kWh erwirtschaftet, was eine Einsparung von ca. 4.751 Liter Flüssiggas ergibt.

Unser Kunde ist sehr zufrieden mit seiner neuen Solaranlage und hat uns bereits mehrfach weiter empfohlen. Außerdem hat er einem Bericht in der Fachzeitung „joule“ (Ausgabe Juli/August 2015) zugestimmt.

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal für die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten bedanken. 


Mit sonnigem Gruß

Rainer Oesterwind
Anwendungstechnik, Bereich Energieversorgung


Header-Bild: #79512492 | © karandaev – Fotolia.com
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Rentnertreff 2015

Der langersehnte Rentnertreff hat wieder stattgefunden!

Rund 150 ehemalige Mitarbeiter der Westfalen Gruppe sind am 29.10.2015 im Westfalen Forum am Industrieweg erschienen. Einige von ihnen gerade erst pensioniert, andere sind schon seit Jahren im Ruhestand. Der Älteste steht kurz vor seinem 94. Geburtstag! Es kamen Leute mit Rollatoren und im Rollstuhl – alle wollten dabei sein!

Ich war beeindruckt davon, wie sehr sich die Menschen mit der Westfalen Gruppe identifiziert haben bzw. immer noch identifizieren und wie groß das Interesse am Unternehmen nach all den Jahren noch ist.

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Um ca. 14:00 Uhr ging`s los. Bei Kaffee und Kuchen trafen sich die ehemaligen Kollegen wieder, die sich teilweise Jahre nicht gesehen hatten. Die Freude war groß!

Anschließend folgten Reden der Familie Fritsch-Albert, in der alle Anwesenden auf den neusten Stand gebracht und über aktuelle Themen informiert wurden. Hier wurde natürlich auch über den Neubau und das Betriebsrestaurant berichtet. Nach den vielen Informationen durften die Rentner sich endlich umschauen.

Die Auszubildenden der Westfalen Gruppe übernahmen die Führung der ehemaligen Kollegen durch das Unternehmen in 10er Gruppen. Auf dem Plan standen fünf Stopps: die neue Dachterrasse, das Mehrzweckgebäude, das Betriebsrestaurant, der Turm, in dem viele offene Bürowelten entstanden sind und der neue Besprechungsraum „Münster“. An den jeweiligen Stationen stand immer ein Mitarbeiter, der kurz etwas über das jeweilige Gebäude oder den Raum erzählt hat. Auch die Azubis wurden mit Fragen gelöchert. Alle waren wahnsinnig interessiert und wissbegierig.

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Schnell stellte sich heraus, dass es gar nicht so einfach war die älteren Herrschaften in ihren jeweiligen Gruppen beisammen zu halten – alle trafen ehemalige Kollegen und Kolleginnen in den Gängen und Büroräumen. Die Stimmung war super und alle waren begeistert von den Umbauten.
Gegen 17:00 Uhr fuhren dann alle Gäste zusammen mit Bussen zum Sudmühlenhof,  wo sie gemeinsam zu Abend aßen. Ein herrlicher Ausklang für einen so tollen Tag.

Was mich besonders beeindruckt hat war, wie viel Bedeutung das Unternehmen für die ehemaligen Mitarbeiter hat, obwohl sie bereits zum Teil seit Jahren nicht mehr dort arbeiten. Es war toll zu sehen, dass die Menschen, die die Westfalen Gruppe zu dem gemacht haben, was sie heute ist, sich immer noch damit auseinander setzen möchten und so viel Freude daran haben. Auch habe ich erfahren, dass es zum Teil Familien gibt, von denen bereits die dritte Generation im Unternehmen arbeitet. Die Westfalen Gruppe  ist ein Familienunternehmen in jeglicher Hinsicht!

Viele Grüße

Rebecca Ost
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Praktikum bei Westfalen France S. a. r. l.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir, Angela Rul und Clarissa Schellhove, sind im zweiten Ausbildungsjahr zur Kauffrau für Büromanagement bei der Westfalen Gruppe in Münster. Heute berichten  wir von unserem zweiwöchigen Auslandsaufenthalt bei unserer Tochtergesellschaft in Frankreich. Angela war im Sommer dort und Clarissa in den Herbstferien.

Angefangen hat alles schon vor ca. einem Jahr: Zu Beginn unserer Ausbildung erfuhren wir von der Möglichkeit, für mehrere Wochen in einer unserer ausländischen Tochtergesellschaften arbeiten zu können. Da wir in der Schule ein paar Jahre Französisch hatten und uns die Sprache vertraut war, interessierte uns besonders die Tochtergesellschaft in Frankreich (Rosselange). Wir wollten aber nicht nur unsere Französischkenntnisse verbessern, sondern auch jede Menge Erfahrungen in Bezug auf das Arbeiten im Ausland sammeln und Kultur und Alltag besser kennenlernen.
Pourqoui pas?  :-) 

Nachdem wir dann die Bestätigung aus Frankreich erhielten, dass wir dort für zwei Wochen willkommen sind, fingen wir an unseren Aufenthalt  zu planen. Wie kommen wir überhaupt nach Frankreich und wo sollen wir  wohnen?

Wie wir dorthin kommen, war schnell klar: Natürlich mit einem unserer Pool-Fahrzeuge. Netterweise haben wir auch ein paar Unterkunftstipps aus Frankreich bekommen. Als wir unser Hotel buchten, mussten wir unsere Französischkenntnisse das erste Mal unter Beweis stellen.
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Der erste Tag in der Firma begann, wie dann an jedem Morgen, um halb neun mit einem Bisou (Küsschen). Das war bereits die erste kulturelle Umstellung für uns, denn wer in Frankreich in ein Büro kommt und nicht die bereits anwesenden Kollegen mit einem Küsschen links und einem Küsschen rechts begrüßt, gilt als unhöflich. Auch zur Verabschiedung gehört ein Bisou zu den festen Ritualen des französischen Alltags. Anfangs war es für uns sehr ungewohnt unsere Vorgesetzten und Kollegen morgens und abends mit Küsschen zu grüßen, aber dadurch hat man sich doch irgendwie direkt als Teil der Gruppe gefühlt. Außerdem duzen sich dort alle, was ebenfalls ein angenehm familiäres Klima schafft.

Was auch ganz anders in Frankreich gehandhabt wird als bei uns, ist die Mittagspause. Bei uns in Deutschland dient sie  dazu, kurz etwas zu Essen und einige Minuten zu entspannen, aber die Franzosen nehmen sich täglich zwei Stunden Zeit (von ca. 12:00 bis 14:00 Uhr), um ganz in Ruhe Essen zu können. Viele fahren mittags nach Hause zu ihrer Familie oder gehen in ein Restaurant. Dafür wird dann aber auch bis 18:00  Uhr gearbeitet. 

Insgesamt arbeiten um die 20 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der französischen Niederlassung. In unserem Büro saßen wir zu viert. Da in dem Zeitraum (jeweils) eine Kollegin im Urlaub war, konnten wir deren Schreibtische nutzen. Weil die Niederlassung in Frankreich wesentlich kleiner ist als die Muttergesellschaft in Münster, kannten wir schnell alle Kollegen mit Namen.

Viele  Aufgabenfelder sehen ganz anders aus, als in der Hauptverwaltung in Münster. Beispielsweise gibt es dort keine zentrale Poststelle, sondern jeder kümmert sich selbst darum. Die Post wegzubringen war dementsprechend auch eine unserer Aufgaben. Auch Recherche, die Kontrolle von Lieferscheinen und das Prüfen von Rechnungen gehörte zu unseren Aufgaben. 
Französische Vokabeln
Da wir nur über Schulfranzösisch verfügten, gab es viele neue Vokabeln, die wir gelernt haben. Lieferschein auf Französisch? Klar, dass wir solche Begriffe nicht kannten. Schnell musste ein Vokabelheft her! Neben dem Wort Lieferschein (Bon de Livraison) gab es noch unzählige weitere typische „Geschäftsvokabeln“, wie z. B. Rechnung (Facture), die wir schnell verinnerlichten. Aber auch Begrifflichkeiten und Redewendungen aus dem Alltag lernten wir in kürzester Zeit. Allein in den zwei Wochen in Frankreich haben sich unser Sprachverständnis und unser Vokabelschatz enorm verbessert. Allerdings hat unser Französisch noch nicht ganz gereicht, um beispielsweise Kundengespräche am Telefon zu führen. 

Das Wochenende verbrachte Angela mit einer Kollegin in Metz, die ihr alle wichtigen Sehenswürdigkeiten dieser wunderschönen Stadt zeigte. Zeit für eine Shoppingtour war aber trotzdem noch genügend :-).

Die Kollegen waren aller super nett und es herrschte eine lockere und lustige Atmosphäre. Da konnte es auch schon einmal vorkommen, dass einer der Kollegen den Schreibtischstuhl verstellt während man drauf sitzt oder die Maus stibitzt wird, wenn man gerade nicht hinguckt. Auch waren die Franzosen sehr interessiert daran ein bisschen Deutsch zu lernen. Die zwei Wochen vergingen durch den regelmäßigen Tagesablauf und das harmonische Arbeiten schnell. Nun hieß es: Verabschieden, Koffer packen und wieder in Richtung Deutschland aufbrechen. Kontakt zu den französischen Kollegen halten wir immer noch!

Insgesamt können wir sagen, dass sich „der Sprung ins kalte Wasser“ auf jeden Fall gelohnt hat und dass das Arbeiten mit den französischen Kollegen sehr viel Spaß gemacht hat.
Würden wir so eine Chance noch einmal nutzen?
Auf jeden Fall!! Denn wer hat schon die Möglichkeit im Rahmen seiner Ausbildung für einige Wochen mit Unterstützung der Firma ins Ausland zu gehen?

Liebe Grüße,
Angela und Clarissa


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