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Mitten drin und nah am Gast: Westfalen Tankstelle heißt nicht nur tanken!

Mein Name ist Benjamin Edeler. Ich arbeite an der Westfalen Tankstelle Karsten Höcker in Bottrop Boy. Hier mache ich seit dem 01. August 2015 eine Ausbildung zum Verkäufer.

Auf diese Ausbildungsstelle bin ich durch Zufall bei der Suche nach einer Arbeitsstelle aufmerksam geworden. Zu meinem Glück kam schon nach kurzer Zeit eine Antwort auf meine Bewerbung. Es folgte eine Einladung zum Probearbeiten. Für mich wurde sehr schnell klar, dass mir das „Gesamtpaket Tankstelle“ sehr gefällt und zu meiner Freude konnte ich anschließend meine Ausbildung beginnen.

Ich arbeite im Schichtdienst (Früh- und Spätschicht).  Arbeitsanfang für die Frühschicht ist 6 Uhr. An das frühe Aufstehen gewöhnt man sich mit der Zeit.  Allerdings kann ich mich erinnern, dass ich beim ersten Mal nicht nur drei Wecker gestellt habe sondern obendrein meinen Fernseher, der mich dann mit lauter Musik aus dem Bett warf. :-)

kassenbereichMein Tagesablauf beginnt mit dem Schichtwechsel und der Übergabe. Kurz darauf begrüße ich bereits die ersten Gäste, während ich das Bistro  mit frischer Ware auffülle und das Monatsangebot platziere! Unter anderem fülle ich die Regale um die Kassenzone und das Regal für die Tabakwaren auf.
Der Kassenbereich muss gewischt werden, damit auch der Boden sauber und ordentlich aussieht. Wenn ich an der Nebenkasse eingesetzt bin, fülle ich neben der Kassentätigkeit unsere Shop -Ware auf, wenn ich an der Hauptkasse eingesetzt bin, ist dafür allerdings keine Zeit. 

getraenkeautomat
Auch auf dem  Außengelände gibt es immer etwas zu tun. Wir wollen unseren Gästen das Beste bieten und sie so zu Stammgästen werden lassen. Bei vielen ist uns das bereits gelungen. Meine Tätigkeit rund um alles, was an einer Tankstelle anfällt, ist sehr vielfältig, das macht mir – neben dem Kontakt zu unseren Gästen – besonders großen Spaß.

Unsere Tankstelle in Bottrop bietet eine Menge. Ich möchte hier nur ein paar Punkte nennen:

  • Neben den Standardtreibstoffen wie Benzin und Diesel bieten wir Erdgas und Autogas LPG (Liquefied Petroleum Gas ) sowie AdBlue® (Harnstofflösung zur Reduzierung von Abgasen bei Dieselmotoren) 
  • Fünf  Sauger  für die Innenreinigung der Fahrzeuge stehen auf unserem Gelände zur Verfügung. 
  • Die Autowaschanlage bietet vier Waschprogramme, zusätzlich eine Vorwaschlanze und einen Hochdruckreiniger. Die Reinigungswalzen in unserer Anlage sind mit Textilbürsten ausgestattet, wodurch die Reinigung besonders schonend für den Fahrzeuglack ist. Zusätzlich gibt es eine Unterbodenwäsche. Bei der „Lotuspflege“ wird durch einen Extra Waschvorgang eine Chemie aufgetragen welche von den Textilbürsten einmassiert wird dabei entsteht ein Effekt, der den Wasserfilm auf dem Lack bricht und dafür sorgt, das nachhaltig Verschmutzungen wie (Flugstaub und Matsch) regelrecht vom Fahrzeuglack abgleiten.  
aussen

Besonders gefällt mir die Zusammenarbeit in unserem Team, in dem ich mich sehr wohlfühle. Ich finde, Offenheit und Hilfsbereitschaft sind sehr wichtige Grundsteine für ein gut funktionierendes Miteinander. Keiner ist perfekt und Fehler sind menschlich. 

Sehr an meiner Arbeit gefällt mir vor allem,  dass ich  sehr schnell die Möglichkeit bekommen habe,  mich eigenständig um meine Aufgaben zu kümmern und diese zu erledigen. So konnte ich mich selbst mal von einer ganz neuen Seite sehen und habe gelernt, dass man sich vor Neuem nicht zu verstecken braucht. Täglich lerne ich mehr und werde um Erfahrung reicher und das fühlt sich sehr gut an.

Meine Zukunft hat für mich ein Ziel bekommen, das ich erreichen möchte. Schritt für Schritt nach vorn! Ich möchte die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann abschließen und kann mir sehr gut vorstellen sogar selbst einmal Tankstellen Partner von Westfalen  zu werden!   

Ich freue mich, wenn Sie mich einmal an meinem Arbeitsplatz besuchen.

Viele Grüße
Ben Edeler


Header-Bild: #100570812 | Urheber: BillionPhotos.com
Blue Carabiner between Orange Ropes on Sky Background, Symbolizing the Cooperation. Selective Focus.

Ein Tag als Vertriebspartnerbetreuer

Hallo zusammen,

zu Beginn meines Blogbeitrages möchte ich mich kurz vorstellen: Ich bin 49 Jahre alt, seit 1992  bei der Westfalen Gruppe tätig.  Mein Büroarbeitsplatz befindet sich in der Niederlassung in Worms. Von hier aus arbeite ich als Vertriebspartnerbetreuer.

Wie sieht so ein Tag als Vertriebspartnerbetreuer eigentlich aus? Davon möchte ich am Beispiel eines ganz normalen Arbeitstages berichten. 

Vertriebspartner gesucht

vertriebspartnerAls erstes stand  ein gemeinsamer Termin mit einem Kollegen aus dem Außendienst auf dem Plan. Wir waren verabredet bei einem Unternehmen, das interessiert ist, Vertriebspartner für unsere Produkte zu werden.  Für uns ist die Kooperation mit dieser Firma sehr interessant, da der Standort in einem großen Gewerbegebiet liegt und über einen guten Anschluss an das Autobahnnetz verfügt. 

Am Gespräch nahmen der Firmeninhaber und sein Sohn teil. Zu erst einmal stellten wir das Unternehmen Westfalen vor und zeigten auf, wie  eine Tätigkeit als Vertriebspartner aussehen kann. Welches sind die Aufgaben eines Vertriebspartners und welche Voraussetzungen sollten für eine erfolgreiche Zusammenarbeit gegeben sein? Wir nannten wichtige Eckpunkte, wie zum Beispiel 
 

  • die Anzeige einer Nutzungsänderung,
  • Meldung des Flaschenlagers an die Versicherung, 
  • geregelte Öffnungszeiten,
  • geeignete Fahrzeuge zur Auslieferung
  • sowie ausreichend Freifläche für die Lagerung der Gasflaschen. 
Natürlich sprechen wir auch über finanzielle Themen wie Frachtvergütung, Provisionen und so weiter. 

Damit sich unsere Gesprächspartner noch einmal ganz in Ruhe Gedanken machen können,  übergaben wir eine Mappe mit Infobroschüren, Vorschriften, einem Mustervertrag und weiteren Unterlagen.

Wir verließen den Termin mit dem guten Gefühl, das Interesse an einer Zusammenarbeit gefestigt zu haben und freuen uns auf eine positive Rückmeldung.

Vertriebspartner geschult

Als nächstes stand ein  Schulungstermin bei unserem Vertriebspartner in Wasserliesch an. 
Hier wurde zum 01.08.2015 ein neuer Mitarbeiter eingestellt. Unsere Aufgabe ist heute, ihn bezüglich ADR, verschiedener unternehmensinterner Software und zum Thema Scannen der Flaschen zu schulen. Ebenfalls geschult wird eine Mitarbeiterin, die ihren Aufgabenbereich gewechselt hat sowie zwei weitere Mitarbeiter die diesen Termin für eine Wiederholungsschulung nutzen.
Unsere Schulungen richten sich nach den Anforderungen der Vertriebspartner. Die allgemeinen Gefahrgutvorschriften, Ladungssicherung und das Erstellen von Beförderungspapieren sind dabei immer ein wichtiges Thema. 

Zusätzlich werden die einzelnen Flaschenarten (Größen, Mietflaschen, Pfandflaschen, Nutzungsflaschen) Entnahmemöglichkeiten (Gasentnahme, Flüssigentnahme) sowie die Paletten der Westfalen Gruppe vorgestellt. Ebenfalls wichtig sind Produkteigenschaften, Gefahren und Schutz vor Verletzungen. 

Dem theoretischen Teil folgt dann die praktische Übung im Vertriebspartnersystem: Anlegen von Lieferscheinen,  Bestellungen, Scannen der Flaschen.

Die Schulung machte besonders viel Freude, da wir sehr aufmerksame und freundliche „Schüler“ hatten. Wir lernten die Mitarbeiter unseres Vertriebspartners besser kennen, was die zukünftige Zusammenarbeit sicher noch erfreulicher machen wird. 

Auch nach den vielen Jahren, in denen ich schon Schulungen bei unseren Vertriebspartnern durchführe, sind das für mich immer wieder Highlights im Arbeitsalltag. 

Vertriebspartner gewürdigt

Jetzt aber schnell weiter:  der nächste und letzte Termin heute steht bevor.  Gemeinsam mit unserem Außendienstmitarbeiter möchte ich unbedingt einen langjährigen Vertriebspartner in Mayen überraschen. 

vertriebspartnerDieser Vertriebspartner benötigt unsere Gase für sein Geschäft auch selbst. Daher haben wir uns für die Übergabe der Urkunde zur 25 jährigen Partnerschaft folgendes ausgedacht:  In einem Fastnachtsgeschäft haben wir eine riesige Schleife ergattert und diese an einem Sauerstoffbündel befestigt. Somit konnten wir die Übergabe der Urkunde mit einem kleinen  Gag untermalen. Die Überraschung ist gut angekommen, dies konnte man an den strahlenden Augen erkennen.  :-)

Ganz sicher können wir uns hier auch in Zukunft auf eine gute partnerschaftliche Zusammenarbeit verlassen.

Wenn wir dann noch eine staufreie Rückreise haben, war es ein erfolgreicher Tag.

Ich freue mich, wenn ich Ihnen mit meinem Beitrag einen kleinen Einblick in meine Arbeitswelt verschaffen konnte. 

Viele Grüße
Bernd Werle


Header-Bild:  #97694872 | © tashatuvango – Fotolia.com

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Frittieren mit Westfalengas

Bei dieser Überschrift hat jeder direkt die Fritteuse, die sich in fast jedem Haushalt befindet, oder vielleicht die Fritteuse in der „Pommesbude“ vor Augen.

Die Fritteuse aber,  über die wir heute berichten möchten, ist größer, viel größer. Ungefähr 1.700-mal so groß wie eine haushaltsübliche Fritteuse. Mit einer Anschlussleistung von 2.500 kW (2,5 MW) gehört diese Fritteuse zu einem Betrieb der Lebensmittelindustrie in Süddeutschland.

Um ein solches Energiemonster mit Futter zu versorgen ist Spezialwissen gefragt. Ganz klar ein Fall für unsere Anwendungstechniker im Bereich Energieversorgung.

Bild 1_Behälter am KranNach einigen technischen Berechnungen und der Information des späteren Auftraggebers, eventuell noch eine zweite Fritteuse dieser Größenordnung anschließen zu wollen, entschlossen wir uns für den Einsatz eines Flüssiggaslagerbehälters mit einem Füllvolumen von 60.000 Litern.
Dieser Behälter würde ausreichen um rund 25 Einfamilienhäuser für ein Jahr mit Energie zu versorgen. Er ist 13,5 m lang und hat einen Durchmesser von 2,5 m.

Solch einen großen Behälter kann man natürlich nicht einfach irgendwo eingraben. Es ist ein aufwändiger Erlaubnisantrag notwendig, der durch die Anwendungstechniker erstellt, bei den zuständigen Behörden eingereicht und durch uns begleitet werden muss.
Erst wenn das „OK“ der Behörden vorliegt kann mit dem Projekt in der Praxis begonnen werden.Bild 2_offener Domschacht

Auch ein Flüssiggaslager-behälter dieser Größenordnung kann eine solch gewaltige Anschlussleistung aus eigener Kraft nicht versorgen. Er würde nach relativ kurzer Zeit in der Erde einfrieren. Die Kälte entsteht bei der Verdampfung des Gases. Also bei dem Übergang vom flüssigen in den gasförmigen Zustand. Ohne weitere Maßnahmen würden die Fritteusen nicht zuverlässig mit Flüssiggas versorgt.

Um die Versorgung auf „sichere Beine“ zu stellen wird ein sogenannter Verdampfer benötigt.
Bild 3_ Container mit VerdampferanlageVom Funktionsprinzip kann ein Verdampfer mit einer E-Zigarette verglichen werden. Auf der einen Seite  befindet sich Flüssigkeit, Energie in Form von Wärme wird hinzugegeben,  auf der anderen Seite entsteht Dampf. 
Auf unsere Fritteuse übertragen heißt das: dem Lagerbehälter wird Flüssiggas aus der Flüssigphase entnommen und dem Verdampfer zugeführt. Dort wird das Gas erwärmt und so vom flüssigen in den gasförmigen Zustand überführt.

Bild 4_Innenanlage mit Warmwassererzeuger_Rohre und SchaltkastenSo werden aus einem Liter flüssigen Gases rund 260 Liter Gasphase. Die Energie die zum Verdampfen notwendig ist, wird extern über eine Warmwassertherme mit einer Heizleistung von 90 kW bereitgestellt.
Auf diese Weise kann ein Flüssiggasmassenstrom
von 400 kg/h vom flüssigen in den gasförmigen Zustand überführt werden. Das entspricht einer möglichen Anschlussleistung von 5.150 kW (5,15 MW), die mit Hilfe des Verdampfers versorgt werden können.

Oder einer äquivalenten Leistung von 515.000 Stück E-Zigaretten.

Also noch genügend Potential für eine zweite Fritteuse mit identischen Daten.
Bild 5_Frittierölerwärmungsanlage_FritteuseDie Flüssiggasanlage arbeitet seit Juli 2014 störungsfrei und hat einen Jahresverbrauch von gut 214.500 Litern. 

Anlagen dieser Größenordnung sind für Kunden immer dann von Interesse, wenn in Industriegebieten keine Erdgasversorgung vorhanden ist, oder wenn die vorhandene Erdgasversorgung die zusätzliche Leistung nicht, oder nur mit sehr hohem technischen Aufwand versorgen kann.

Viele Grüße
Josef Fohrmann, Friederich Schöll


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