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Größer, höher und präzise!

Aus hauptsächlich zwei Gründen musste das Westfalen Messestand-Konzept aktualisiert werden: Optisch wurde es dem neuen Corporate Design angepasst, bautechnisch den zur Zeit üblichen Bauhöhen in den Messehallen. Also war der Beschluss umzusetzen, standardmäßig bis fünf Meter Höhe zu bauen.

Das war eine echte Herausforderung für unsere Grafik, für mich,  als Messe- und Veranstaltungskoordinator und in besonderem Maße auch für unseren Messebauer,  Flick Messebau, Senden.

Die Idee: Im Prinzip werden bedruckte Stoffbahnen in bis zu vier mal fünf Meter große Rahmen gespannt und an einer Traverse hängend positioniert.

Da ein Messestand nicht nur aus einer Wand besteht, sondern aus mehreren Segmenten, einer eingebauten Tür und – zum Beispiel bei der UNITI expo – zusätzlich noch mit einem bündig eingebauten Großbildschirm bestückt werden muss, sind absolut präzise Vorarbeit und präzise Montage gefordert.
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Das liest sich recht einfach, aber wie so oft, bedarf es dazu vieler Überlegungen, Telefonate, Gespräche, Computer-Animationen und Probeaufbauten. Die daraus resultierenden Optimierungs-Anpassungen müssen umgesetzt werden, immer mal wieder müssen Änderungswünsche berücksichtigt werden, bis das Ergebnis perfekt ist und die endgültige Vermaßung definiert ist.

Daher war für mich der spannendste Moment, als ich am letzten Aufbautag der UNITI expo in Stuttgart die Messehalle betrat. Passte alles zueinander – die Theorie und die Praxis?

Ja, wie die Fotos zeigen. Überall dort, wo die Rahmen und Ausschnitte aneinanderstoßen, lief das Motiv ohne Unterbrechung oder Versatz weiter. Super!

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Das Ergebnis war überwältigend.  Wie exakt in diesen Dimensionen mit in Rahmen gespannten Stoffen gearbeitet werden kann!

Der Schlüssel zum Erfolg ist die fachlich perfekte Zusammenarbeit zwischen Messekoordination, Grafik und Messebau.  

Martin Englert,
Unternehmenskommunikation
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Benvenuto in Sicilia

 Buon Giorno, liebe Leserinnen und liebe Leser,

wussten Sie, dass der Ätna in der Landessprache die Etna heißt und wie jede Mama in Italien als Ursprung allen Lebens hoch verehrt wird? Ich wusste es nicht, bis ich vom 23. bis 26. April 2016 mit den Gewinnern der Teamoffensive 2015 unvergesslicheTage auf einer der schönsten Inseln Italiens erleben durfte. Im Rahmen der Teamoffensive werden besondere Leistungen der Vertriebsteams mit tollen Gewinnen belohnt :-) Und in diesem Jahr hieß das Reiseziel Sizilien!

Gut gelaunt und voller Vorfreude trafen wir uns am 23. April 2016 am Flughafen in Düsseldorf, starteten gegen Mittag (deutsche Tageseinteilung) mit kleiner Verspätung und landeten gegen Mittag (italienische Tageseinteilung) sicher in Catania. Mit dem Bus ging es weiter in nördlicher Richtung nach Taormina, wo wir nach einem typisch italienischen Vier-Gänge-Menü im Ristorante Pizzichella direkt am Meer zu unserem Hotel Villa Diodoro gebracht wurden.
P1040074Den Abend ließen wir nach einem Spaziergang durch Taormina im Ristorante Piazetta ausklingen und nach dem zweiten Vier-Gänge-Menü des Tages wussten wir endgültig, was „La dolce vita“ bedeutet.
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Der zweite Tag stand ganz im Zeichen des Feuers. Nach dem Frühstück starteten wir in Begleitung von Boris Behncke (deutscher Vulkanologe am Nationalen Institut für Geophysik und Vulkanologie in Catania) mit PS-starken Jeeps, an deren Steuer motivierte und fröhliche Sizilianer saßen, in Richtung Ätna.

Alle Fahrzeuge waren über Funk miteinander verbunden und so konnten wir bereits auf der Fahrt zum Vulkan den interessanten Ausführungen von Boris Behncke  folgen.

Auf geteerten Straßen, durch Wälder und über unbefestigtes Gelände fuhren wir mit Zwischenstopps an Lavaströmen und an der „Straße nach nirgendwo“ auf eine Höhe etwa 1 600 Metern, von wo aus wir zu einer Wanderung in Richtung Monti Sartorius (benannt nach dem Wissenschaftler Sartorius von Waltershausen, der wichtige Ausbrüche des Ätna unter den Ersten katalogisierte) aufbrachen.
P1030040Hierbei konnten wir auch einen Blick in ein Kraterloch werfen.P1030090
Mit staubigen Wanderschuhen, neuem Wissen über Vulkanologie und um viele Eindrücke reicher fuhren wir nach einem ausgiebigen Mittagessen zurück nach Toarmina, um am Abend im Ristorante Lo Zucchero den Pizzaköchen zu helfen und unsere eigenen Pizzakreationen gegenseitig zu verkosten – übrigens haben alle unbeschadet überlebt.

Und eines haben wir an diesem Tag auch noch erfahren: der Ätna hat neben Kratern auch noch Kegel und zwar mehrere!

Der dritte Tag begann nass – mit kleinen Bussen fuhren wir zur Alcantara-Schlucht. Eingekleidet in Neoprenanzüge, Schwimmwesten und Schutzhelme begann unser awentura grande: aufgeteilt in zwei Gruppen (ganz Mutige und Mutige) trekkten wir durch die wildromantische Schlucht des Alcantara-Flusses.
Ob das an der Gruppendynamik lag oder am Adrenalin, weiß ich nicht – jedenfalls hat mir das Baden im 8 Grad Celsius kalten Wasser richtig Spaß gemacht. Und eines ist mir bei diesem Abenteuer auch wieder ganz bewusst geworden: das Westfalen -Team funktioniert, wenn`s drauf ankommt und gemeinsam nehmen wir jede Klippe und sind stark genug, dem Gegenstrom zu trotzen – eben echte Gewinner!
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Nach heißer Dusche und Stärkung an einem italienischen Büfett auf der sonnigen Hotelterrasse starteten wir am Nachmittag in einem von anderen Verkehrsteilnehmern und Passanten immer wieder bejubelten Corso mit Cinquecentos, die zum Teil älter waren, als wir selbst, in das wunderschön gelegene Bergdorf Savoca, Schauplatz des Filmes „Der Pate“.
20160425_153743In der Bar Vitelli bestaunten wir Filmfotos, unsere sizilianische Reiseleiterin Elfie fesselte die ganze Gruppe mit ihrer Erzählung über die Geschichten rund um die Produktion des Films und die Geschichte des Ortes.
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Auf dem Rückweg nach Toarmina standen wir dann mehrere Stunden im Stau und zwei der alten Autos machten dabei schlapp. Unsere Stimmung wurde dadurch jedoch nicht getrübt, denn schließlich verlängerte das unser Erlebnis „Cinquecento-Feeling“ und Erinnerungen an Urlaubsreisen in der Kindheit (mit dem Käfer über die Alpen!) wurden beim ein oder anderen wieder wach.
P1040204Sehr spät aber nach italienischer Tageseinteilung genau richtig genossen wir an diesem Abend nochmals kulinarisch und musikalisch „La dolce vita“ im Ristorante Orologio, einer typischen Trattoria, natürlich wieder mit dem üblichen Vier-Gänge-Menü.

Am vierten und letzten Tag unserer Reise fuhren wir nach dem Frühstück mit dem Bus nach Catania. Begleitet wurden wir hier wieder von unserer Reiseleiterin Elfie, die uns während der einstündigen Fahrt noch einiges über die Geschichte von Sizilien vermittelte und auf einer anschließenden Stadtrundfahrt durch Catania Interessantes zur Stadt und zur Umgebung erzählte. Im Stadtzentrum angekommen ging es mit Elfie zu Fuß weiter zu einer Stippvisite auf dem großen Fischmarkt von Catania.
ZSC_0544In einer Bar direkt neben dem Fischmarkt gab es nochmals feine Happen und Dolci. Und dann hieß es auch schon Abschied nehmen. Arrivederci amici! Unser Bus brachte uns zum Flughafen: Gepäck aufgeben und einchecken und los ging´s bei 24 Grad Celsius in Richtung Düsseldorf, wo wir pünktlich um 17.20 Uhr bei 6 Grad Celsius geerdet und auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurden.

Mein ganz persönlicher Eindruck dieser Reise: es war gigantisch. Die Gruppe war einfach super, die Stimmung äußerst angenehm und alle haben gezeigt, dass sie sich als Teil vom Ganzen fühlen. Das Programm war ansprechend und abwechslungsreich, ein Highlight hat das andere abgelöst, die Organisation war top. Bella Sicilia ist wunderschön, der Lavaboden bringt eine unheimlich üppige Vegetation hervor, die im Frühjahr in tollen Farben beeindruckt, dazu der Sonnenschein und die Temperaturen – einfach traumhaft.

alla prossima

Antje Müller

 

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Westfalen Truck Wash: Wasser marsch!

Westfalen…. was?“ – wird sich sicherlich der ein oder andere fragen. “Genau …Westfalen Truck Wash!“-, denn wir werden ab Juli 2016 LKWs zum Glänzen bringen. Mit unserer ersten LKW-Waschanlage in Kerpen-Türnich.

Aus diesem Anlass, habe ich mir eine Woche lang das Geschäft an einer LKW-Waschanlage in Herford aus nächster Nähe angeschaut. In diesem Blogbeitrag möchte ich gerne meine Erlebnisse und Erfahrungen dieser Woche mit Ihnen/Euch teilen.

Aber alles von Anfang an

Seit dem 01.04.2016 bin ich im Bereich Marketing und Produktmanagement der SGE Tankstellen tätig. Kurz darauf wurde ich beauftragt das Projekt LKW-Waschanlage in Kerpen zu begleiten. Mein erster Gedanke war, eine LKW-Waschanlage unterscheidet sich nicht großartig von einer normalen PKW-Waschanlage, sie ist halt nur deutlich größer. Soviel kann ich bereits schon vorwegnehmen – Fehlanzeige!

Intensiv befasste ich mich nun mit der LKW-Wäsche. Schnell merkte ich, dass dieses Thema vielschichtiger und technischer ist als vermutet. Eines Tages wurde ich gefragt, ob ich bereit wäre mir das Geschäft einer LKW-Waschanlage aus nächster Nähe anzuschauen. Wichtige Tipps und Hinweise sollte ich bei dem Besuch mitnehmen, um diese entsprechend bei unserem Projekt umsetzen zu können. Im Vordergrund sollten betriebswirtschaftliche Aspekte aber auch die Prozesse des Waschvorganges selbst stehen. Und natürlich sollte ich bei der Wäsche auch mal selber Hand anlegen. Ich willigte natürlich sofort ein, da ich wusste, dass ich hierdurch auch auf dem für uns neuen Geschäftsfeld mir Fachwissen aneignen kann.  Schon bald telefonierte ich mit dem Eigentümer einer LKW-Waschanlage in Herford zur Terminabstimmung. Eine Woche LKWs waschen war somit fix.

Auf zu den Ostwestfalen!

Es war soweit – ich reiste also ins eher beschauliche Herford. An der Anlage angekommen, betrat ich den Verkaufsraum des Waschparks. Sofort fielen mir die Bilder von zig LKWs und PKWs auf, die überall an den Wänden hingen. Beim näheren Hinsehen, erkannte ich diverse Luxuskarossen und besondere LKWs wie z. B. den bekannten Coca Cola Weihnachtstruck.IMG_2950 Alle diese Fahrzeuge wurden in diesem Waschpark gewaschen. Schon bevor ich mit den Mitarbeitern sprach hatte ich bereits das Gefühl, dass Fahrzeuge und deren Pflege nicht nur ein Geschäft sondern eine Leidenschaft ist – wie sich später herausstellte täuschte ich mich nicht. Freundlich wurde ich von den Mitarbeitern der Anlage im Empfang genommen. Nach einem kurzen Smalltalk, ging es dann mit dem Eigentümer zur Betriebsbesichtigung.

Modernste Technik und die gute alte Handarbeit

Trotz schlechten Wetters war in den beiden Waschhallen früh morgens schon ordentlich Betrieb. Perfekt um die Kärcher-Maschine im Einsatz zu sehen. Während die Maschine lief wurde mir erklärt wie die Unterbodenwäsche und die Spinnerdüsen ihre Arbeit verrichten. Wie durch den Auftrag durch Reinigungschemie hartnäckigste Verschmutzungen gelöst und durch die Bürsten abgetragen werden.truck-wash_1 Oder aber wie die Osmosespülung (Spülung mit demineralisiertem Wasser) eine fleckenfreie Trocknung zulässt. Trotz dieser technischen Einrichtungen kommt man aber an der Handwäsche nicht drum rum. Es gibt immer noch viele Stellen, wie z. B. die Felgen oder den Raum zwischen Fahrerhaus und Anhänger, die noch durch Mitarbeiter mit Bürsten und Hochdruckreiniger gereinigt werden müssen. Der hohe Anteil der Handwäsche wunderte mich sehr. Ich ging davon aus, dass die Maschine, wie bei einer PKW-Waschanlage, mithilfe von Sensoren den Aufbau des Fahrzeuges selbstständig erkennt und nach dem Einschalten alles alleine macht. Die Mitarbeiter der Anlage müssen jedoch jedes einzelne Fahrzeug genau begutachten. Handelt es sich um einen PKW, Kleintransporter, Wohnwagen, Bus, Tankwagen, Kipper, Autotransporter, eine Sattzugmaschine oder einen ganzen Sattelzug? Sind irgendwelche Besonderheiten wie Dachspoiler, Antennen, Satelliten, Rückspiegel, Klimaanlagen, Ladebordkanten verbaut bzw. vorhanden? Diese müssen bei den Maschineneinstellungen berücksichtigt werden, anderenfalls sind Schäden am Fahrzeug vorprogrammiert. 

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Man sagte mir, dass die Anlage in solchen Fällen gnadenlos ist und sogar Türen aus ihrer Verankerung reißen kann. Ich merkte so langsam, dass das LKW-Waschgeschäft nicht mit dem PKW-Waschgeschäft zu vergleichen ist, denn gut geschultes Personal spielt eine existenzielle Rolle. Nach der intensiven Begutachtung der Anlage und einem qualmenden Kopf durch die vielen neuen Eindrücke, ging es nun in den Technikraum. Im lautstarken Getöse etlicher Pumpen sprachen wir über die Prozesse, die im Hintergrund ablaufen, wenn eine Wäsche gestartet wird. Die Funktionsweise der Wasseraufbereitungs-Anlage, der Chemiezumischung oder die des Ionenaustauschers für die Osmose-Spülung wurde im Detail besprochen. Die perfekte Abstimmung der einzelnen Komponenten und regelmäßige Kontrollen der Wasserqualität sind Vorausetzung für ein gutes Waschergebnis. Ich weiß, viel Fachchinesisch, aber genau deshalb war es so wichtig das Geschäftsfeld mal Live zu erleben, um etwas Licht ins Dunkle zu bringen.  Nach den technischen Grundlagen ging es in das Büro des Eigentümers, um die betriebswirtschaftlichen Aspekte zu beleuchten. Ich war begeistert, dass ich in die Bücher des Waschparks schauen durfte, denn dies ist genau mein Metier. Neben den hard facts haben wir auch über Arbeitsschutz, Marketing, Personal und Unternehmensführung gesprochen und diskutiert.

Dann war es soweit – ich durfte selber ran. In voller Montur wurde mir von den Mitarbeitern gezeigt, wie man mit den Bürsten und dem Hochdruckreiniger vorgeht, um das Fahrzeug gründlich aber auch schnell zu reinigen. Ich sah sofort, dass die Mitarbeiter ihr Handwerk verstanden. M421-SGETS2015_040 Jeder Handgriff saß und wirkte routiniert. Ich war verblüfft wie schnell sie die Felgen mit der eher sperrigen Bürste zum Glänzen brachten. Ich selber hatte leichte Schwierigkeiten da mitzuhalten. Der erste Tag verging wie im Flug. Mit vielen neuen Eindrücken, Erkenntnisse und dem Hinweis, dass es für mich morgen richtig losginge, fuhr ich zurück zu meiner Unterkunft. Ich war gespannt was mich die nächsten Tage erwartete.

Voller Elan zog ich am nächsten Morgen meine Arbeitskleidung an, um den anderen zur Hand zu gehen. Nach einer Stunde Akkordarbeit merkte ich, dass mir die Arbeitsabläufe immer leichter von der Hand gingen. Aber auch, dass der Job eines LKW-Wäschers körperlich sehr anstrengend sein kann. Die geschlossenen Hallentore und die steigenden Temperaturen sorgten für ein tropisches Klima wie in einem Gewächshaus, welches die Arbeit noch zusätzlich erschwert. In den Zeiten, wo gerade keine LKWs zum Waschen da waren, konnte ich mich mit den Mitarbeitern auch privat austauschen. Alle haben ein Faible für motorisierte Vehikel. In ihrer Freizeit dreht sich alles rund ums Auto. Es wird geschraubt, verschönert und regelmäßig an Veranstaltungen der Szene teilgenommen. Dies spiegelte sich auch in Ihrer Arbeitsweise wieder. Ich hatte das Gefühl, dass wirklich jeder den Job gerne macht. Am Ende des Tages waren ca. 40 LKWs gewaschen. An guten Tagen können es dann auch mal gerne 60-70 werden, wurde mir berichtet. Abends war ich ziemlich müde und ging ungewöhnlich früh schlafen…

Der Kunde ist König

In der restlichen Woche habe ich noch einige Fahrzeuge gewaschen und führte etliche Gespräche mit dem Eigentümer, der Belegschaft aber auch mit vielen Kunden. Egal welchen Kunden ich ansprach, jeder war von der Leistung überzeugt. Denn auch wenn vereinzelt Kunden nach langer Suche eine nicht ganz saubere Stelle am Fahrzeug gefunden haben, wurde sofort nachgebessert. Am Ende der Woche wurde ich freundlich von dem Eigentümer und der Belegschaft verabschiedet und fuhr wieder Richtung Münster.

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Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Woche in Herford sehr abwechslungs- und erkenntnisreich war. Im Gegensatz zu meinem alltäglichen Bürojob war dies wirklich mal was völlig anderes. Nun gilt es die gemachten Erfahrungen umzusetzen, sodass auch unsere Kunden von unserer LKW-Waschanlage schwärmen. Ich freue mich auf die Eröffnung wenn es ab Juli in Kerpen heißt-

Westfalen Truck Wash: Wasser marsch!
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Vom Rasenmäher hin zu Gasen

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

mein Name ist Dennis Kohn.
Seit Dezember 2015 bin ich als kaufmännischer Mitarbeiter im Vertriebsinnendienst bei der Westfalen Gruppe in der Niederlassung Ulm für den Bereich Gase Inland beschäftigt. Anfangs dachte ich: „Das kann was werden!“ Wenn man bedenkt, dass mein vorheriger Arbeitgeber überhaupt nichts mit Gasen zu tun hatte, stand mir so Einiges an Einarbeitung bevor. Ich hatte ganz schön Respekt vor dem Thema  Gase, vor all den Produkten und Leistungen, die die Westfalen Gruppe anbietet und vor dem Fachwissen, das dazugehört. Ich konnte erklären, wie ein Rasenmäher aufgebaut ist, doch aus welchen Inhaltsstoffen sich die einzelnen Gase zusammensetzen und für welche Bereiche diese Gase verwendet werden, musste ich noch lernen. Aber relativ schnell stellte ich fest: das macht richtig Spaß!

Die ersten Tage vergingen Schlag auf Schlag. Meinen ersten Arbeitstag hatte ich am 01. Dezember 2015 um 09:00 Uhr. Treffpunkt war die Niederlassung Weißenhorn. Nach kurzer Begrüßung durch meinen Vorgesetzten, wurde ich auch schon meiner Patin übergeben. Sie machte mich mit den ersten administrativen  „Basics“ vertraut und stellte mich meinen Kollegen vor. Sofort stellte ich fest: ein sehr nettes Team!

Nach der Besichtigung der Niederlassung und dem Rundgang durch die Produktionswerke richtete ich meinen Arbeitsplatz mit allen notwendigen Büromaterialien und – selbstverständlich – auch Naschereien ein :-) Es folgten die ersten Schritte der fachlichen Einarbeitung. So lernte ich „step by step“ die einzelnen Programme, wie zum Beispiel das speziell entwickelte AIS und VPS kennen. Da ich in meiner bisherigen beruflichen Laufbahn bereits fundierte Kenntnisse in SAP erworben habe, konnte ich nach Erstellung meines  Benutzermenüs sogar schon die ersten Aufgaben, wie zum Beispiel die Korrektur erfasster Lieferscheine selbstständig erledigen.

Täglich kommen neue interessante Kenntnisse und spannende Aufgaben hinzu. Auch habe ich nach und nach die einzelnen Abteilungen und weitere Kollegen und Kolleginnen kennengelernt. Ein Höhepunkt war die Fahrt mit einem unserer Kundenberater. Hier konnte ich bei Konditionsverhandlungen „live“ dabei sein. Als Neuling in der Gase-Branche war es sehr hilfreich und zugleich auch interessant für mich, herausfinden zu können, für welchen Zweck genau die Gase eingesetzt werden.  Ich habe jetzt ein besseres Verständnis für das Thema Gaseanwendungen, welches ich in telefonischen Kundengesprächen anwenden kann.

Zu Besuch in Münster.. ..
war ich Anfang Januar dieses Jahres. Auch wenn 1,80 m nicht gerade klein sind, kommt man sich plötzlich selbst sehr klein vor, wenn man vor dem durchaus beeindruckenden „Tower“ steht.

In Münster hatte ich, gemeinsam mit weiteren Teilnehmern, eine SAP- und AIS-Schulung bekommen. Gemeinsam in der Gruppe haben wir die uns gestellten Schulungsaufgaben souverän gemeistert :-) Selbstverständlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, nach Feierabend noch die beschauliche Altstadt von Münster und deren Einkaufmöglichkeiten zu begutachten!

Rückblickend betrachtet habe ich in den paar Monaten „Westfalen“ schon so einiges Neue und Schöne erleben dürfen, wofür ich mich hiermit auch herzlichst bei meinen Kolleginnen und Kollegen bedanken möchte. Sehr positiv zu erwähnen ist die absolute Hilfsbereitschaft, welche ohne Murren und Meckern angeboten wird. 

Ich freue mich schon auf die weiteren Aufgaben, neue Herausforderungen sowie auch auf ein Wiedersehen mit all den netten Kollegen/Kolleginnen aus Münster :-)

Viele Grüße aus Ulm
Dennis Kohn
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Westfalen statt Weltreise

Moin Moin, hieß es jeden Morgen wenn ich aus meiner Kajüte hoch auf die Brücke oder runter in die Maschine ging. Mein Name ist Christian Otto, 22Jahre jung, gebürtig aus Celle nahe Hannover, aufgewachsen mit Schwester, Mutter, Vater, Hund – Eine ganz normale Jugend.

Was mich damals bewegte, vor meinem dualen Studium zum Wirtschaftsingenieur bei der Westfalen AG, eine Ausbildung zum „Schiffsmechaniker“, oder klassischer zum „Seemann“, zu absolvieren? Neben dem technischen Reiz eines Schiffes wollte ich nach 12 Jahren Schule und 18 Jahren Elternhaus einfach mal was erleben. Fremde Kulturen kennen lernen und die Welt bereisen mit Sonne, Strand und Meer.

Mein erster Einsatz führte mich per Flieger, zusammen mit sieben anderen Auszubildenden, direkt in die chinesische Metropole Hongkong. Kaum angekommen und von der stickigen, trüben Luft, bei der die Sonne nur noch schemenhaft erkennbar war, überrascht, ging es nach einer kurzen Nacht ohne Umwege an Bord der „Monte Tamaro“. Das ca. 270m lange Containerschiff war extra als Ausbildungsschiff für die neuen „Leichtmatrosen“ umgerüstet worden. In einer eigenen Werkstatt lernten wir Schweißen, Feilen und Schrauben. So vergingen die ersten Wochen und Monate, trotz nerviger Seekrankheit, aber mit spannenden Landgängen wie im Flug. Nachdem wir in Busan (Südkorea), als letztem Hafen an der asiatischen Küste, abgelegt hatten, ging es auf unsere erste Ozeanüberfahrt Richtung Mexico.

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Da auch für Reeder der Kraftstoff teuer ist, „tuckerten“ wir knapp 18 Tage lang übers Meer. Angenehme Unterbrechung zum Alltagstrott in dieser Zeit war das traditionelle Grillen, welches auf nahezu allen Schiffen der Reederei während der Überfahrt stattfand. Angekommen und kaum an der Pier angelegt, drängten wir uns auch schon von Bord ab in die Hafenstadt Manzanillo (Urlaubstipp!). Neben leckerem Seafood und Caipis hatte ich endlich meine fremde Kultur am gefühlt anderen Ende der Welt mit Sonne, Strand und Meer gefunden.

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Leider ging es schnell wieder weiter über die südamerikanische Küste bis nach Valparaiso (Chile) als südlichstem Punkt zurück nach China. Dort fuhren wir für 12 Tage in Guangzhou in die Werft ein. Hier sahen wir das Schiff zum ersten Mal in seinen ganzen Ausmaßen. Besonders die riesige Schiffsschraube ist mir in Erinnerung geblieben. 

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Die Reise endete nach einer weiteren Rundfahrt und insgesamt 5 Monaten in Südkorea. Von Seoul flogen wir unserem ersehnten Urlaub entgegen.  Auf der zweiten, dritten und vierten Reise, bei denen ich auf knapp 18 Monate reine Seefahrtszeit kam, ging es auf die Europa- Südamerika Route, auf die Süd- Mittel- und Nordamerika Route sowie ein weiteres Mal auf die pazifische Route des ersten Einsatzes.  Damit ich aber in diesem Blogbeitrag nicht in nostalgischen Auswüchsen aufgehe, möchte ich nur noch auf einige Highlights eingehen. :-)   Eines davon war mit Sicherheit die auf dem ersten Einsatz versäumte, berühmt-berüchtigte Äquatortaufe. Ein scharfer Blick auf den Horizont durch mit Salzwasser gefüllte Flaschen, Fischaugensandwichs auf der Speisekarte und so einiges mehr gehörten zu unseren zu absolvierenden Prüfungen, um von Neptun höchstpersönlich – ganz dem Ritual entsprechend- vom nordischen Schmutz gereinigt zu werden.

Ein anderes war die Konstruktion und Umsetzung einer Hollywoodschaukel zusammen mit meinem Azubi- Kollegen. Nach kreativer, selbstständiger Planung der verstellbaren Rückenlehne, des selbst genähten Sonnenschutzes sowie des Gerüstes per se, schweißten, flexten und hämmerten wir bis die Schaukel endlich stand. – Bei starkem Seegang ein großer Spaß!

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Neben all diesen schönen Erlebnissen hat die Seefahrt natürlich auch ihre Schattenseiten. 62 Stunden Wochen, kurze Schlafzyklen zwischen den Häfen und besonders die lange Zeit fern der Heimat ließen mich den Entschluss fassen, diesen Beruf zukünftig nicht weiter auszuüben.

Dennoch weiter technisch und wirtschaftlich interessiert, bewarb ich mich bereits vor Beginn meines letzten Einsatzes bei der Westfalen AG zum dualen Studium des Wirtschaftsingenieurswesens. Nach nun cirka 10 Monaten im Betrieb kann ich sagen: Es gefällt mir sehr gut!

Bereits nach kurzer Zeit im Unternehmen ging es für mich in die Hochschule Osnabrück mit Standort Lingen. Das 10 wöchige- Semester war zwar anstrengend und zeitintensiv, jedoch vergingen die Wochen, motiviert vom großen Pensum an neuen Lerninhalten und der Zusammenarbeit mit den Kommilitonen, rasch. Auch in der folgenden Praxisphase in der Gase- Technik bei Westfalen ging es mir ähnlich.

Durch hilfsbereite und engagierte Kollegen lernte ich viel über betriebliche Vorgänge und Strukturen. Selbstständige Aufgaben und einige Tage auf Montage rundeten die 12 Wochen Praxis perfekt ab.  Inzwischen – nach absolviertem zweiten Semester und einigen Abteilungen mehr – gefällt es mir noch immer gleich gut!

Angenehme Betriebsatmosphäre und freundlicher Umgang unter den Kollegen erleichtern morgens das Aufstehen und den Gang zur Arbeit. Besonders aber gefallen mir die überwiegend selbstständige Arbeit sowie die Erfahrungen, welche ich im Zuge der sogenannten Praxistransferprojekte (kurze, schriftliche Ausarbeitungen eines Praxis- Theorie Bezuges), im Gespräch mit den jeweiligen betrieblichen Ansprechpartners sammeln kann. 

In dem Sinne bin ich guter Dinge, dass die verbleibenden zwei Jahre des dualen Studiums genauso gut und lehrreich verlaufen werden.

Freundliche Grüße und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel
Christian Otto