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Was ist eigentlich ein Lastgang?

Dass mich die Beantwortung dieser Frage einmal Geld kosten wird, hätte ich vor Beginn meiner Tätigkeit im Bereich Gewerbestrom auch nicht gedacht. Abgesehen davon wusste ich natürlich nicht, was ein Lastgang ist. Doch dazu später mehr…

Mein Name ist Julian Janocha und ich bin mittlerweile seit 4 Jahren im Unternehmen tätig.
Während meiner Ausbildung durfte ich in den verschiedenen Abteilungen der Westfalen AG schon einige spannende Projekte begleiten. 
Nach der bestandenen Prüfung zum Betriebswirt VWA startete zum 01. Januar 2015 mein größtes Projekt : die  Einführung des Produktes „Gewerbestrom“ im Bereich Energieversorgung.

Zusammen mit dem Produktmanager Erdgas/Strom  definierten wir zunächst die Ausprägungen unsere Kernwerte „Transparent Persönlich Fair“ für das neue Produkt und setzten diese Definitionen in Angeboten, Verträgen und Broschüren um. Letztendlich haben wir ein echt klasse Produkt entwickelt, mit dem wir uns vor allem gegenüber lokalen Anbietern sehr gut im Markt behaupten.

Wir sind TOP-Lokalversorger
Wir sind TOP-Lokalversorger
Unsere transparente Vertragsgestaltung, die sauber definierten Energiepreise und vor allem die individuelle Kundenberatung kommt sehr gut bei den Gewerbekunden an.

Die Pilotphase eines Projektes bringt grundsätzlich viel Neues mit sich. Auch in diesem Fall war die Einführungsphase für mich herausfordernd, doch nach kurzer Zeit fand ich mich – vor allem auch dank der guten Unterstützung der Kollegen in das Thema Strom ein. Schon bald konnte ich Interessenten über unser neues Produkt beraten und diese in vielen Fällen auch als Kunden akquirieren.

Im Laufe der Zeit konnte ich mein Arbeitsgebiet ausweiten, heute beschränken sich meine Tätigkeiten nicht mehr auf vertriebliche Aktivitäten. Auch der Aufbau von Prozessen, Schulungen für Mitarbeiter sowie die Produktmitgestaltung und der Austausch mit Marktpartnern gehören zu meinem Aufgaben. Aufgrund der Vielzahl der anfallenden Aufgaben und des schnellen Wachstums werden wir  seit  Frühjahr 2015 durch einen neuen Kollegen unterstützt. Wiederkehrende Aufgaben werden mehr und mehr zur Routine, Abläufe wiederholten sich, sodass bereits viele Prozesse standardisiert werden konnten.
Unser Energiesparschwein Hinnerk
Unser Energiesparschwein Hinnerk

Es liegt in der Natur der Sache, dass sich bei Beratungsgesrpächen immer wieder die gleichen Fragen seitens der Interessenten ergeben.  So zum Beispiel die Frage, was ein Lastgang ist.
Mein Kollege und ich listeten daraufhin einige Sätze auf, die sich oft wiederholen.  Jedes Mal wenn einer dieser Sätze im Kundengespräch fällt, werfen wir  50 Cent in unser Energiesparschwein „Hinnerk“. Vom gesammelten Geld gehen wir dann gemeinsam aus :-)

Spaß bei der Arbeit gehört eben meines Erachtens genauso dazu, wie eine sorgfältige und zielgerichtete Arbeitsweise. Denn die gesammelten Erfahrungen verhelfen uns dazu,  Prozesse deutlich effizienter zu gestalten und die vertriebliche Vorgehensweise auf bestimmte Zielgruppen auszurichten, was sich auch in spürbar steigenden Kundenzahlen widerspiegelt. Das Produkt trägt inzwischen mit einem nicht ganz unwesentlichen Anteil zum Ergebnis bei. Klasse, wenn man sieht, dass sich die investierte Arbeit auszahlt.

Mittlerweile arbeite ich im Produktmanagement der Energieversorgung, das heißt: mein Arbeitsgebiet ist noch vielfältiger geworden und hat sich zum Beispiel um Flüssiggas, Erdgas, Solarthermie oder auch Abwärmenutzung erweitert.  Spannend bleibt es also in jedem Fall.

Auch hinsichtlich der Fragen, welche Projekte als nächstes auf mich warten und aufgrund welcher wiederkehrenden Fragen sich unser Pott zukünftig füllen wird. :-)

Viele Grüße 
Julian Janocha

Übrigens:
Ein Lastgang ist eine viertelstündliche Verbrauchsauflistung einer Entnahmestelle (hier: Stromzähler) in Form einer Excel-Tabelle.
Für die Erstellung eines Gewerbestromangebots ist ein Lastgang grundsätzlich erforderlich. Denn die dort abgebildeten historischen Verbrauchswerte liefern eine optimale Basis, um die Verbrauchsprognose für einen Gewerbekunden zu erstellen. Auf Grundlage dieser Daten kann ein individueller und verbrauchsabhängiger Angebotspreis kalkuliert werden.

Beautiful bouquet of pink and white peonies in a vase is not a white background

40 Jahre und Azubi.

Als ich gefragt wurde, ob ich einen Blogbreitrag schreiben möchte und meine ersten Stunden in der Westfalenfamilie schildern könne, war ich ganz begeistert. Plötzlich stieg jedoch der klassische Gedanke: „Aus dem Vorstandssekretariat sollte vielleicht so ein Beitrag nicht kommen“  in mir hoch. Doch mein Chef beruhigte mich diesbezüglich und überhaupt: wenn ich auf die letzten sechs Wochen zurückblicke, kann ich nur Positives berichten (und das schreibe ich jetzt nicht, weil ich Assistentin des Vorstandes bin 😉 ).

Mein Name ist Melanie Nigge. Ich bin 40 Jahre alt und Mutter von  zwei Jungs im pubertierenden Alter von 15 und 17 Jahren. Diese Aufgabe allein ist schon manchmal ein Vollzeitjob.

Vor zwei Jahren bin ich nach Münster gezogen und habe dann beschlossen, mich auch beruflich nach Münster zu orientieren. Immerhin will der Nachwuchs im Auge behalten werden und da sind kurze Wege zur Arbeit hilfreich.

Mein erster Arbeitstag fühlte sich an, wie eine Einschulung – nur ohne Schultüte! Nachdem ich die morgendliche Aufregung hinter mir gelassen und meine Kleiderwahl getroffen hatte, stand ich am 01.06.2016 vor dem doch recht eindrucksvollen Tower der Westfalen AG.
Ich wurde ganz herzlich mit Blumen empfangen. Ich war total gerührt. Eine solche Begrüßung ist nicht selbstverständlich.

Es folgte ein Gespräch mit Herrn Ropohl, der mir einen detaillierten Einarbeitungsplan übergab. Dann schnell die Handtasche auf meinen neuen Schreibtisch geworfen und schon ging es los! Es folgte der Beginn meiner Vorstellungsrunde, die sich über  zwei Wochen hinziehen sollte. 

In der Personalabteilung bekam ich meinen Schlüssel. Zu meiner Überraschung musste ich auch gleich für ein Foto posieren. Dieses Bild wird für meinen E-Mail-Account verwendet. Damit sich jeder Kollege ein Bild von mir machen kann :-) . Großartige Technik, aber daran musste ich mich erst gewöhnen. 

In liebevollen, homöopathischen Häppchen hat sich jeder der Geschäftsführer für mich Zeit genommen und mir erklärt, was die eigentliche Aufgabe der entsprechenden Abteilung ist. Und auch jede Assistentin hat sich die Zeit genommen, meine Fragen zu beantworten und mir die Kollegen vorgestellt. Dazu eine komplette Hausführung durch alle Gebäudeteile. Viel Input in zwei Wochen für mich, die fachfremd ist und für die zum Beispiel die Produkte der Westfalen Gruppe  völliges Neuland sind.

Und auch wenn ich mich nach sechs Wochen nicht mehr im Gebäude verlaufe, habe ich immer noch ein wenig „Azubi-Gefühl“.
Ich lerne jeden Tag etwas Neues und freue mich auf all das, was da noch kommt. Es ist spannend und aufregend und macht Spaß, jeden Tag hierher zu kommen.

Danke für das „herzliche Willkommen“ bei Westfalen.

Viele Grüße
Melanie Nigge

Header-Bild: Fotolia #84687962 | IEVTIEIEV OLEKSANDR
Fotostudio

Planung ist das A und O – oder doch nicht?

Liebe Leserinnen und Leser,

in der vergangenen Zeit durfte ich drei Fotoshootings organisieren und betreuen:  ein Fotoshooting mit unseren Mitarbeitern für die neue Vollversorgerborschüre, ein neues Imagemotiv für die Personalabteilung, sowie neue Azubi-Fotos.

Die Planung eines Shootings ist echt umfangreich: Von der Locationsuche über die Modelsuche bis zur Koordination und zum Briefing der Models und des Fotografen muss alles genau geplant werden. Dabei zuzuschauen, wie die Motive in die Realität umgesetzt wurden und einem professionellen Fotografen über die Schulter zu blicken, hat wirklich sehr viel Spaß gemacht und ist eine schöne Abwechslung zum Büroalltag 😉 .

Das Shooting für die Vollversorgerbroschüre war eine größere Herausforderung. Aber ich habe mich sehr gefreut, dass ich das Projekt betreuen durfte. Die Texte befanden sich noch in Abstimmung, Layout und Bildmotive standen schon fest. Fünf Motive sollten mit Westfalen Mitarbeitern, die für bestimmte Bereiche stehen, geshootet werden. Die Mitarbeiter mussten aber noch zusagen, denn sie wussten noch nichts von ihrem Glück :-) .

Nach ein paar Telefonaten mit möglichen Models und Aussagen wie: „Sind Sie sich sicher, dass Sie mich ablichten wollen?“ und „Also ich habe ja alles andere als ein Modelgesicht!“ haben alle angesprochenen Models zugesagt – obwohl sie durchweg sehr eingebunden waren –  und freuten sich auf die bevorstehenden Shootings.

Der nächste Schritt war die Suche nach geeigneten Locations und die Genehmigung für die Shootings vor Ort. Schwierig gestaltete sich die Suche nach einer Location für das Thema Gase-Technik. Hier sollte in einer Lebensmittelproduktion fotografiert werden.
Genau: Lebensmittelproduktion und fotografieren: ein heikles Thema!
Nach etlichen Telefonaten und Absagen habe ich mit Hilfe zweier Kollegen aus dem Bereich Gase die Genehmigung für die Fotoaufnahmen bei einem unserer Kunden (einem Getränkeabfüller) erhalten. YES!

Nach den Location-Besichtigungen mit dem Fotografen Sven Marquardt und einem Mitarbeiter der Agentur, die die Broschüre konzeptionell begleitet hat, war es dann soweit: das Shooting konnte beginnen.

WAG28636Das Büro-Shooting mit der Kollegin aus dem Vertriebs-innendienst, verlief relativ glatt. Die Kollegen im Umfeld konnten sich zwar zwischenzeitlich nicht ganz so frei in der offenen Bürowelt bewegen, aber alles halb so wild. Schließlich durften Sie live bei einem professionellen Shooting dabei sein! :-)

Bei dem Shooting in der Flaschenabfüllung  bei unserem Kunden hingegen konnten wir nicht zum geplanten Zeitpunkt starten, da die Produktion noch lief. Wir mussten also den Wechsel des Getränkes abwarten, da die Abfüllanlagen nach jedem Produktwechsel ca. 30 Minuten gereinigt werden und wir sonst mitten im Shooting hätten abbrechen und das ganze Shooting-Equipment abbauen müssen. So warteten wir. Aber es lohnte sich, da die Flaschenverschlüsse des neuen Getränks farblich perfekt in die Broschüre passten :-) ! Ganz einfach gestaltete sich das Shooting nicht, da die Produktionsbänder nicht kontinuierlich vollständig mit Flaschen bestückt waren, so dass wir zwischendurch immer abbrechen und auf Flaschennachschub warten mussten. Alles in allem hat das Shooting mit Vorbereitungen daher fast doppelt so lange gedauert, wie geplant . Unser Model hat aber bis zum Schluss super durchgehalten!

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Das Shooting für das Motiv „Regenerative Energien“  in Lohne, kann mit zwei Worten zusammengefasst werden: Höhe und Kälte. Was man auf dem Bild nicht sieht: Unser Kollege steht auf einem 2,5 Meter hohen Malergerüst, das trotz angemessener Sicherung beim Hochsteigen und Positionswechsel – mal mehr, mal weniger – wackelte.
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Zudem war es an dem Tag leider sehr kalt, was auf den Bildern zum Glück ebenfalls nicht sichtbar ist. Den ersten Shooting-Termin mussten wir aufgrund des frostigen Wetters sogar kurzfristig verschieben.

WAG28730Das Shooting für das Motiv vor der Westfalen Tankstelle in Münster-Amelsbüren verlief super, nur,  dass Petrus sich an diesem Tag wohl etwas gelangweilt hat und wir gefühlt jede Minute einen anderen Himmel hatten: von strahlend blau, fast schwarz bis hin zu Regen war alles drin. Der Kollege ließ sich davon aber nicht beirren und zeigte seine Modelqualitäten durchgehend souverän.

Nach langen, aber sehr tollen Shooting-Tagen waren die Motive also im Kasten, jetzt mussten aus den insgesamt 500 Bildern nur noch DIE  Motive für die Broschüre rausgesucht werden. Keine leichte Entscheidung.

Abschließend kann ich sagen, dass man trotz genauer Planung und Vorbereitung, bei einem Shooting auf alles gefasst sein muss: da muss man schon mal zu Baumarktklammern greifen, um ein Jackett zu befestigen, damit dieses nicht vom Winde verweht wird (man darf sich dann aber nicht über komische Blicke von vorbeifahrenden Autofahrern wundern). 

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich auf weitere spannende Aufgaben. 

Viele Grüße
Evelin Stusek

Header-Foto: Fotolia  #42008894 | Urheber: A_Bruno

Violence

Aktion Noteingang

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

heute möchte ich Euch / Ihnen ein Netzwerk vorstellen, das mich sehr beeindruckt hat und für das ich inzwischen auch eintrete.

Mein Sportverein in Münster,  Tus Saxonia, ist dem Netzwerk „Gewaltprävention und Konfliktregelung“ der Stadt Münster beigetreten. So lernte ich die „Aktion NOTEINGANG“ kennen, die gewalttätigen, antisemitischen, rassistischen, diskriminierenden Angriffen entgegentritt und zudem vorbeugend handeln möchte.

Bei Gefahrensituationen signalisiert der Aufkleber „Noteingang“ Bereitschaft zur Hilfe. So wird Haltung gegen Gewalt sowie Solidarität mit den Betroffenen gezeigt und so werden Unterstützungsmöglichkeiten für mögliche Opfer geschaffen.
Aktion_Noteingang
Mit dem Aufkleber sollen alle Menschen angesprochen werden, die in Bedrohungs- oder Gewaltsituationen Schutz benötigen. Jeder Mensch kann in eine Situation geraten, in der er Hilfe benötigt. Gut ist es dann, zu wissen, wo man Hilfe bekommt. Hilfeleistung für Menschen in Not ist Bürgerpflicht und eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

Oft gerät dies in Vergessenheit.

Die Aktion NOTEINGANG sucht ständig neue Bündnispartner, um an Haus-, Laden-,  Werks-, Dienststellentüren usw. den DIN A 5 Aufkleber anzubringen.

Ich bin 2. Vorsitzender des Sportvereins TUS Saxonia Münster, mein Sportverein an der August-Schepers-Straße ist seit dem 05. März 2016 ein „Noteingang“.  Sowohl in der Umgebung als auch direkt auf unserer Sportanlage bieten wir unsere Hilfe an. 

Das bedeutet auch: zahlreiche Ehrenamtliche, darunter Spieler*innen, Trainer*innen, Betreuer*innen, Abteilungsleiter und Vorstand, haben sich professionell zur Gewaltprävention und in der Betreuung von Opfern von Konflikten und Gewalt schulen lassen. In den Schulungen lernt man, selbstbewusst mit Gewalt- und Konfliktsituationen umzugehen. Unter anderem wurde uns vermittelt, wie klassische Kommunikationskanäle – zum Beispiel Körpersprache und/oder Stimme – in Stress- und Konfliktsituationen wirksam eingesetzt werden und  so Menschen in ihren Handlungen beeinflusst werden können.

Dieses Handwerkszeug hat uns , den Sportverein „Tus Saxonia Münster“, ermutigt, ein klares Bekenntnis abzugeben, Menschen in Not zu helfen und uns klar gegen Gewalt zu positionieren.  Geschult wurden unsere Vereinsmitglieder durch Michael Geringhoff und Kirsten Rolf vom Netzwerk Gewaltprävention und Konfliktregelung, Münster.

Bei allen Emotionen: Gewalt hat auf dem Sportplatz nichts verloren!

NoteingangAuf unserem, direkt am Kanal gelegenen Sportgelände, bieten wir jederzeit Schutzsuchenden eine sichere Zuflucht. 

Wir sind der Meinung, dass hinter der Aktion mehr als eine offene Tür und ein Aufkleber am Eingang stehen sollte. Bei dieser Aktion geht es darum,  deeskalierende Strategien einzuüben, Zivilcourage und Solidarität zu entwickeln, zu stabilisieren und öffentlich zu machen.

In Münster gibt es inzwischen 68 Institutionen mit einem „Noteingang“, der durch einen Aufkleber am Eingang kenntlich gemacht wird.

Sportvereine gehören allerdings noch selten dazu. Mein und das Bestreben des Vereins ist es, der Jugend des Tus Saxonia Münster und allen anderen eine gewaltfreie Zukunft vorzuleben.

Mein Wunsch wäre es, das nicht nur mein Verein sondern auch mein Arbeitgeber mit vielleicht einigen Standorten ein „Noteingang“ wird und dieses Netzwerk unterstützt.

Ich danke Euch/Ihnen für das Interesse.

Ralf Feldhaus

Header-Bild: #101769713 | © Jonathan Stutz – Fotolia.com