kollegen

Winkel-, Schott- und Einschraubverschraubung

Liebe Leser,

seit dem  3. August 2015 arbeite ich bei Westfalen in der Marketingabteilung Gase. Schon am vierten Tag nahm mich meine Kollegin Jana Rickard zum Fotoshooting mit.
Es ging um den sogenannten Hardware-Katalog für die Gasentnahme. Auf dem Gelände der Gase-Technik am Kesslerweg sollten die neuen Motive für insgesamt sechs Kapitel entstehen.
Unser Fotograf Markus Heller kam mit umfassendem Lichtequipment an und begrüßte uns gut gelaunt. Unser Model sollte mit verschiedenen Armaturen, z.B. einer Hochdruckregelstation und Behältern für flüssigen Stickstoff abgebildet werden, um dem Leser direkt einen Einblick in das jeweilige Kapitel zu ermöglichen. Die Motive waren nach einem halben Tag „im Kasten“. Meine Kollegen und ich waren mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

In der folgenden Zeit wurde von meiner Kollegin Claudia Hermes aus der Gase-Technik der Inhalt der Kapitel zusammengestellt, so dass wir im Frühjahr 2016 mit der grafischen Umsetzung starten konnten.
Frank Beckwermert, Grafik-Designer in der Unternehmenskommunikation, berichtete bei einem unserer ersten Meetings, dass er große Freude daran habe, dieses Projekt mit zu gestalten. Denn Broschüren werden hier im Hause viele erstellt, aber ein Bestellkatalog, der um die 100 Seiten stark ist, ist dann doch eine besondere Herausforderung. 

Um den zeitlichen Ablauf im Auge behalten zu können, wurde ein detailliertes Timing erstellt, denn neben dem sechsfachen  Kapiteldesign aus der Grafik waren zwischendurch auch Korrekturen der Fachabteilung und von Marketing-Seite notwendig. Es war nicht immer einfach, den Plan auch einzuhalten, da natürlich viele Menschen in den ihnen zugeteilten und abgesprochenen Zeiträumen Korrekturen und Design- sowie Fotobearbeitung liefern mussten.

Von den Hardwarekomponenten existierten bereits eine Menge Fotos, die auf Grund des blauen Hintergrundes nicht mehr in unser neues CD passten. Diese Fotos wurden allesamt von einer externen Agentur bearbeitet.
Das läuft natürlich nicht von selbst: ich sichtete zunächst das komplette Bildmaterial und markierte die Stellen, die aufgebessert werden sollten. Bei knapp 450 Bildern ist das schon ein ziemlicher Aufwand.

Ich habe das Gefühl, dass ich vor allem Armaturen wie zum Beispiel Einschraubverschraubungen oder Überwurfmuttern, die ich vorher gar nicht kannte und die mir zuerst alle sehr ähnlich vorkamen, nun ziemlich gut auseinander halten kann.

Nachdem das Layout der Kapitel mit Bild, Text und Tabellen feststand – diese Phase allein dauerte knapp ein halbes Jahr – wurde das Gesamtwerk noch von mehreren Stellen final geprüft, bis es in die grafische Reinzeichnung ging.

Parallel dazu sollten auch noch einige Werbemittel erstellt werden.

Auch Werbung gehört dazu
Das Werbepaket umfasste ein Mailing, ein Online-Banner, das vier Wochen geschaltet wurde, eine Pressemitteilung und eine Landingpage.

Über die Landingpage equipment.westfalen-ag.de können Kunden und Interessenten den Katalog bestellen. Für die telefonische Bestellung wurde eigens eine Service-Nummer eingerichtet.
Natürlich ist der Katalog auch als pdf online herunterzuladen.
shooting-9_bearb
Für mich waren einige Aspekte des Werbepaketes ganz neu. Ein Mailing hatte ich noch nie konzipiert, konnte mich dabei aber glücklicherweise auf Vorlagen aus dem Bereich Energieversorgung stützen und bekam von den Kollegen auch Tipps zu der zu wählenden Grammatur.
Das Online-Banner wurde auf Basis meines Entwurfs von einer externen Agentur programmiert.
Das Motiv für Banner und Mailing musste ganz neu geshootet werden. Ein Kollege, wiederum aus der Gase-Technik, stellte sich netterweise als Model zu Verfügung.
Da er während der Fotosession einen riesigen Bücherstapel balancieren musste, war das ganze schon recht anstrengend für ihn. Aber Spaß gemacht hat es trotzdem.

katalog_technisches_equipment
Das Projekt „Katalog Technisches Equipment für die Gasentnahme“ hat sich lange hingezogen und viel Ausdauer erfordert.  Deshalb bin ich richtig stolz, dass alles so gut geklappt hat und der Katalog endlich fertig ist!

Viele Grüße,
Daniela Fritze

Übrigens: Wenn Sie Lust haben, als Model bei einem Fotoshooting mitzumachen, melden Sie sich gerne bei uns im Marketingteam Gase! Wir sind immer auf der Suche nach netten Kollegen, die zusammen mit unseren Produkten auf ein Foto möchten.

imagine_this_facebook

Stell es Dir vor.

Es freut mich sehr, dass Sie sich/Ihr euch die Zeit nehmt, meinen Blog-Beitrag zu lesen. Ich möchte heute aber nicht von meiner Arbeit im IT-Support der Westfalen Gruppe erzählen, sondern von meinem Hobby.

Dazu müssen wir zurück gehen in das Jahr 2012. Das Jahr, in dem Vladimir Putin erneut zum Präsidenten gewählt wurde, Obama die USA erneut für sich gewinnen konnte und Nordkorea eine Rakete in den Orbit schoss.

Für mich ganz persönlich haben sich in diesem Jahr bedeutende Weichen gestellt. Zu dem Zeitpunkt war ich noch Auszubildender zum IT-Systemkaufmann und wurde abends auf eine Party mitgenommen. Dort gab es – für mich zum ersten Mal – einen Karaoke Floor.  Und ja: ich habe mich getraut,  auf der kleinen Bühne zu singen. Zu Hause hatte ich  immer mal wieder gesungen aber nie vor Publikum und das war ein riesiger Schritt raus aus meiner Komfortzone.

Als ich also das kleine Podest herabsteige um wieder in der Masse zu verschwinden, werde ich von der Seite von zwei Mädchen angesprochen, die in einem Musicalverein sind und finden, dass ich auf jeden Fall mal an einem Mittwoch zu einer Probe erscheinen sollte. 

Ich war völlig perplex. Es gab wirklich Leute, die etwas darauf hielten, was ich da gesungen hatte! Natürlich war ich nicht nur perplex, sondern auch geschmeichelt :-) . Und so ging ich eine Woche später zu einer der Proben. Das war der Beginn meiner Mitgliedschaft im Freien Musical Ensemble Münster. Kurz FME genannt.

Jedem dem ich begegne und dem ich erzähle was ich mache, verdreht es die Augen. Oder es entlockt den Leuten ein müdes „Aha“. Vor dem geistigen Auge meiner Gesprächspartner entsteht dann wohl gerade das Bild eines vor sich hin dilletierenden Ensembles, das mit Ach und Krach eine Vorstellung über die Bühne bringt. Fremdschämfaktor inklusive. 

Davon jedoch sind wir meilenweit entfernt.  Einen kleinen Eindruck geben die beiden Videos zum 15jährigen Bestehen des FME Münster und der Trailer zu unserem letztjährigen Programm:

Gerne lasse ich hier die Gründer des FME zu Wort kommen und zitiere eine Passage aus dem Internetauftritt :

„Das Freie Musical-Ensemble Münster (FME) widmet sich der Erarbeitung von anspruchsvoller Musiktheater-Literatur. In jeder unserer Produktionen kommen 60 bis 100 Menschen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen, aber mit einer gemeinsamen Liebe und Leidenschaft für Musik und Theater zusammen, die sich über das normale Maß eines „Hobbys“ hinaus engagieren, um in Eigenregie eine rundum stimmige und harmonische Produktion auf die Bühne zu bringen.

Insgesamt zehn Produktionen haben wir bislang auf die Bühne gebracht und in mehr als 100 Aufführungen über 40.000 Zuschauer begeistert. Mit unseren aufwändigen und anspruchsvollen Produktionen haben wir aber nicht nur unser Publikum in den Bann gezogen, sondern auch Kritiker und Musikverlage von uns überzeugt. So hatten wir schon mehrfach die Ehre, auch deutsche Erstaufführungen auf die Bühne bringen zu dürfen.“

Willkommen ist bei uns jeder, der/die Teil eines Musicals sein möchte. Schauspieler, Musiker, Sänger, Schneider, Tontechniker, Pyrotechniker, Beleuchter und viele Berufe und Talente mehr finden sich im Ensemble des FME. 

Jeder kann mit seinen Fähigkeiten etwas beisteuern. So ziemlich jede Profession – auch Handwerker und Köche – hat sich bereits im FME wiedergefunden. Jeder darf hier sein, wie er ist und das macht das FME für mich so einzigartig und besonders. Es ist nicht mehr selbstverständlich in Zeiten von Pegida, Flüchtlingskrise, Syrienkrieg und dem Streit von Großmächten, man selbst sein zu können, ohne Vorurteile willkommen zu sein und zusammen an etwas Besonderem zu arbeiten.

Durch beständige und auch oft sehr anstrengende Arbeit ist das FME über die Jahre sehr gewachsen. Mittlerweile steht uns als professionelle Spielstätte der Waldorf Konzertsaal zur Verfügung, haben wir ein 40 Mann_Innen ( :-) ) starkes symphonisches Orchester (in dem meine/Eure Kollegin Annette Sommerhage übrigens als Hornistin mitspielt) und bis zu 50 Darsteller auf der Bühne. Eine perfekte Beleuchtung und meisterlich eingepegelter Ton sind das I-Tüpfelchen unserer Produktionen. Für die Produktionen findet kein Casting statt: Solisten, Akteure, Musiker und auch alle anderen Beteiligten sind Mitglieder des FME Münster. 

Um am Ende eines Jahres zwölf Vorstellungen spielen zu können, wird das ganze Jahr lang geprobt. Erst beginnt es mittwochs abends mit Chorproben aber schon nach kurzer Zeit kommen die Proben am Dienstagabend hinzu, bei denen meist die Choreographie mit einstudiert wird. Für die Solisten kommen Einzelproben hinzu. 

Alle für die Produktion notwendigen Arbeiten werden von uns durchgeführt. Dazu gehören das Nähen der Kostüme, das Einleuchten, das Ton pegeln, die Proben mit dem Orchester, der Bühnenbau, die Herstellung von Requisiten und noch viele, viele weitere Aufgaben, die ich hier gar nicht alle aufzählen kann.

Bei unserer aktuellen Produktion bin ich einer der Solisten, darf daher eine etwas größere Rolle spielen, singen und tanzen. Es fordert mir – wie allen anderen auch – oftmals ein Höchstmaß an Konzentration und Ausdauer ab, die harten Proben durchzuhalten.

Einige Male habe ich mich schon gefragt, warum ich mir das seit 2012 in jedem Jahr erneut „antue“. Aber im Endeffekt ist es ganz klar. Mich macht es unglaublich stolz, wenn das, was ich auf der Bühne tue, jemanden im Publikum berührt und inspiriert. Ich glaube das ist eine der schönsten Erfahrungen, die man als Mensch machen kann.

Imagine this.

plakatIn diesem Jahr haben wir uns für das Stück „Imagine This“ entschieden, das aus London kommt und am West End gespielt wurde.  Unsere Produktion ist die deutsche Uraufführung. Das Stück handelt von einer jüdische Schauspielerfamilie im Warschauer Ghetto um 1942. Sie führen das Stück „Masada“ auf, um Hoffnung in die hungernden Seelen der jüdischen Gemeinschaft zu bringen. Dabei werden sie von einem Widerstandskämpfer überrascht, der ihnen verrät, wohin die Züge aus Warschau fahren. Als die Nazis dies mitbekommen, wird den Schauspielern ein Pakt angeboten und das Stück „Masada“ wird zu einem Kampf um Hoffnung und Integrität. Ihre Geschichte damals ist, in Teilen, unsere Geschichte heute.

Das FME will sie erzählen, mit all Ihren Farben und Facetten, mit allen hellen und dunklen Seiten. Wir möchten die Menschen berühren, sie in dieses Stück eintauchen lassen.  Es ist sicher nicht leicht, sich unbefangen auf ein solches Thema einzulassen. Wir möchten zum Dialog und zum Nachdenken anregen und vielleicht fragt sich der eine oder die andere „Was hätte ich getan?“

Die wesentliche Aussage des zentralen Musikstücks “Stell es dir vor“ ist, dass auch in Zeiten von großer Not und Verzweiflung unser Wille und unsere Vorstellung die Lichtblicke sein können, die wir brauchen.

Imagine this. Stell es Dir vor.

Viele Grüße
Ricardo Santos


composing_chillventa

Ich war ein Kältemittel

Liebe Leserinnen und Leser,

beim letzten Mal konnte ich von meinen Erfahrungen bei der Organisation und Durchführung eines Fotoshootings berichten. Dieses Mal gebe ich Ihnen einen Einblick in die Position vor der Kamera.

Im Mai erhielt ich einen Anruf aus dem Bereich Gase und wurde selbst als Model für eine Kampagne zur Messe Chillventa – eine Fachmesse für Kälte, Klima, Lüftung und Wärmepumpen – angefragt. Da musste ich in der ersten Sekunde etwas schmunzeln, da ich mich bisher eher hinter der Kamera, neben dem Fotografen, als vor der Kamera gesehen hatte. Nach einer kurzen Beschreibung der Kampagne und begeistert von dem Key Visual für die Messe, habe ich gleich zugesagt. Nach zwei Kostümanproben und einem Briefing zu den Motiven und dem gesamten Ablauf war es ein paar Tage später auch schon so weit.

Die Aufnahmen fanden im Fotostudio Heller in Telgte statt. Neben mir wurden noch eine Westfalen Mitarbeiterin sowie ein professionelles Model abgelichtet. Kaum angekommen musste ich mich durch ein stockdunkles Fotostudio kämpfen, durfte dann direkt ins Kostüm schlüpfen und mich in die Maske setzen. Während ich also Farbe ins Gesicht gemalt bekam, lief das Shooting bereits auf Hochtouren. 

Aus dem Augenwinkel konnte ich die Aufnahmen beobachten und war begeistert von dem, was ich aus der Ferne und dem Augenwinkel so sehen konnte! Nach ca. 45 Minuten waren mein Gesicht und meine Hände fertig bemalt und ich konnte einen ersten Blick in den Spiegel werfen: Ich sah aus wie ein Schmetterling 😀 Der Clou: die Farben waren fluoreszierend, das heißt sie leuchteten im Schwarzlicht! Neben den leuchtenden Farben waren nur die Umrisse des Gesichts und des Körpers zu sehen.

schwarzlicht

Jeder Gang aus dem „normal“ beleuchteten Raum der Maske in das durch Schwarzlicht beleuchtete Studio war eine Überraschung. Die Bemalung leuchtete in Neonfarben und wir waren einfach geflasht! Die Farben und die gesamte Bemalung wirkten im Schwarzlicht völlig anders. Daher musste ich zunächst noch einmal etwas umgeschminkt werden, da das Ergebnis noch nicht ganz überzeugte. 

Das Thema der Kampagne für die Messe Chillventa ist: „Innovision – Innovative und visionäre Kältemittellösungen von Westfalen“. Wir Models waren personifizierte Kältemittel, die durch die verschiedenen leuchtenden Farben deren Eigenschaften darstellen. 

Neben Ganzkörperaufnahmen mit im Schwarzlicht, leuchtenden Fellwesten, Fellmützen und Fellboots, wurden auch Nahaufnahmen von Händen und Füßen gemacht. So entstanden viele verschiedene Fotos für Anzeigen, Flyer, Broschüren und andere Medien. Dabei ist das gebuchte Model das Hauptmotiv.  Sie darf mit ihrem Gesicht die Messewand auf der Chillventa zieren.
chillventa
Nebenher wurde  ein Making-of-Video gedreht, das die Entstehung des Kältemittelgesichtes bzw. des personifizierten Kältemittels darstellt.

Nach meinem ersten Model-Einsatz und den verschiedensten auch zum Teil skurrilen Posen, durfte ich noch einmal in die Maske. Dieses Mal bekam ich auch reichlich blaue Farbe in meine Haare. 
Das gesamte Shooting dauerte etwas länger als geplant, aber die leuchtenden Farben haben mich so in ihren Bann gezogen, dass ich noch Stunden in dem dunklen Fotostudio hätte verbringen können.

Mit der Zeit machte das Modeln echt Spaß und ich kann sagen, dass der Job wirklich anstrengend sein kann. Vor allem wenn man in den skurrilsten Posen die Körperspannung halten und dabei noch mit einem bestimmten Gesichtsausdruck in die Kamera schauen muss.

Nach meinem zweiten Model-Einsatz war das Shooting dann beendet. Das ganze Team war mehr als zufrieden mit den Ergebnissen und der tollen Zusammenarbeit. So fuhr ich also nach einem tollen Tag mit vielen Endrücken und blauen Haaren nach Hause :-)

Viele Grüße

Evelin Stusek

Financial reports and charts

Kostenstellenplanung for you!

Ich bin Lion Geßmann, Auszubildender Industriekaufmann im zweiten Lehrjahr. Von Anfang Mai bis Ende Juli 2016 war ich im Internen Rechnungswesen eingesetzt.

Bevor ich in die Abteilung Internes Rechnungswesen kam, habe ich von meiner Ausbildungsbeauftragten eine Terminanfrage mit dem Betreff „Projektauftakt Planungs-Tutorial“ geschickt bekommen. Mir gingen dann viele Gedanken durch den Kopf. „Was ist das für ein Tutorial?“, „Ich kenne Tutorials nur von Youtube und jetzt mach ich sowas auf der Arbeit?“ und viele ähnliche Fragen gingen mir durch den Kopf.

Der besagte Termin brachte dann Licht ins Dunkle. Mir wurde erklärt, dass ein Video-Tutorial über den Prozess der Kostenstellenplanung entstehen sollte. Es gab bestimmte Vorgaben für den Aufbau des Videos, aber ich durfte auch eigene Ideen einbringen. Die einzelnen Arbeitsschritte sollten mit einer geeigneten Software vom Bildschirm abgefilmt werden, dazu sollten erklärende Texte gesprochen werden. 

Zurück am Arbeitsplatz hieß es für mich dann erst einmal, den Prozess zu verstehen. Als Hilfsmittel bekam ich den Leitfaden, der den Kostenstellenplanern in den letzten Jahren zur Verfügung stand. Anhand dieser Unterlage habe ich mich in SAP durch den Prozess „geklickt“.  Ich machte mir Gedanken, worauf die Kostenstellenplaner vielleicht besonders achten sollten und wo besonders viel Hilfestellung notwendig sein könnte.

Der nächste große Schritt  war die Erarbeitung eines Drehbuches für das Tutorial. Diese Aufgabe nahm viel Zeit in Anspruch, da ich mir überlegen musste was genau ich an bestimmten Stellen zur Erklärung sprechen wollte. Ich musste nicht nur gucken, wann ich was sage, sondern mir auch überlegen, wann ich eine Pause mache, damit die Zuschauer das Erklärte direkt an ihrem Rechner üben können.  

Das Drehbuch war ein „lebendes“ Drehbuch :-) , denn es wurde – gleichgültig,  ob von Mitarbeitern des Internen Rechnungswesens oder von mir – immer wieder verändert. Außerdem bin ich das Drehbuch noch mit zwei Auszubildenden durchgegangen, um zu sehen, wo es eventuell Verständnisschwierigkeiten geben könnte. Irgendwann waren alle mit dem Ergebnis zufrieden. Nun konnte gedreht werden.

Einige Fragen waren allerdings noch zu klären. „An welchem Computer habe ich die nötige Ruhe damit möglichst keine Störgeräusche auf dem Video sind?“ und „Mit welchem Programm können wir das Video aufnehmen?“. Nach Rücksprache mit den Kollegen und einem Azubi aus der IT fanden wir schnell die gesuchten Lösungen. Das Tutorial wurde übrigens mit Snagit aufgenommen. 

Mitte Juni startete ich dann in die Realisierungsphase. Die Aufnahme der ersten Version hat einen ganzen Vormittag gedauert. Einige Stellen musste ich drei oder vier Mal sprechen, weil ich mich immer wieder versprochen oder verklickt habe, so entstand ein ca. 30 Minuten langes Video. Nachdem ich alle Versprecher und Verklicker herausgeschnitten hatte, war das Video nur noch 20 Minuten lang. :-)

Am Nachmittag schaute ich mir das Video zusammen mit meiner Ausbildungsbeauftragten an und es fielen uns weitere Verbesserungsmöglichkeiten auf. Es blieb daher nicht bei nur einer Aufnahme sondern ich habe das Tutorial drei Mal aufenommen,  bis wir zufrieden waren und es den Kollegen präsentieren konnten.

Ich bekam am nächsten Tag viel Lob dafür, aber auch so einige Verbesserungswünsche. Zum Beispiel sollte an einigen Stellen das Gesprochene zusätzlich mit eingeblendeten Texten betont werden.  Auch sollten aus dem langen Video vier kurze werden.

Dafür musste das Drehbuch nochmals verändert werden. Danach habe ich die vier Tutorials neu gedreht.  Auch hier blieb es nicht nur bei einem Drehtermin. Die geforderten Textbausteine fügte ich über das Programm Windows MovieMaker hinzu. Mit diesem Programm konnte ich auch einzelne Bausteine der Videos durch neue und bessere ersetzen.

Am letzten Tag in der Abteilung präsentierte ich den Kollegen die vier erstellten Tutorials. Alle fanden die Videos super, es fielen nur drei kleine Szenen auf die ich noch verbessern sollte. Drei Szenen neu drehen, in die vorhandenen Szenen hereinschneiden und ein letztes Mal speichern. Fertig waren die endgültigen Tutorials und ich konnte mich in den Urlaub verabschieden.

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht ein solches Projekt so selbständig zu erarbeiten und ich hoffe, dass ich den Prozess für die Kostenstellenplanung anschaulich erklärt habe.

Viele Grüße

Lion Geßmann

Header-Bild: #106630481 | Urheber: Minerva Studio