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Aus dem Sattel auf den Bürostuhl

Kaum 16 Jahre jung und schon hatte ich für meine Zukunft eine ganz genaue Vorstellung: Als Pferdenärrin und -besitzerin wollte ich mein Geld unbedingt mit dem verdienen, was ich liebe. Also habe ich mich nach meinem Realschulabschluss für eine Ausbildung als Pferdewirtin bei einem erfolgreichen Reiterhof beworben. Kaum war die Zusage eingetroffen, polierte ich in meiner Begeisterung alle meine Reitutensilien auf und kaufte auch einiges neu :-) . 

ppic2 (3)Was Verantwortung und Disziplin bedeuten – das habe ich in dieser Ausbildung gelernt. Denn der Umgang mit Pferden erfordert beides. Mit dem Reitsport entscheidet man sich für einen ganz besonderen Teampartner. Einen, der mehrere hundert Kilo auf die Waage bringt, ein Fluchttier mit schnellen Reflexen. Wenn dieser Partner dem Menschen vertraut und ihn im besten Falle als „Leittier“ anerkennt, ist viel gewonnen. Bis es soweit ist, heißt es allerdings, Ängste zu überwinden und auch einmal Niederlagen einzustecken. 

Der Arbeitstag begann um 7:00 Uhr mit dem Füttern der 165 Pferde. Danach hieß es Ställe einstreuen, Pferde pflegen, Pferde satteln und trainieren. Besonders die Arbeit mit den jungen dreijährigen Hengsten war nicht immer leicht. Die meisten kannten weder ein Halfter am Kopf noch den wirklichen Kontakt zum Menschen und mit ihrem Respekt war es auch nicht weit her. Für mich bedeutete das: Vorsichtsmaßnahmen und Aufmerksamkeit hoch zehn. Schon das Herausführen aus der Box war oft ein Abenteuer. Die Gefahr, dass ein Pferd auch mal in der Box ausschlägt, oder dass man an die Wand gequetscht wird, ist doch einigermaßen hoch. Mit Stahlkappenschuhen und Reithandschuhen – die Boxentür immer einen Spalt weit geöffnet – begegnet man mit einem leicht nervösen Gefühl dem aufgewühlten Junghengst und bemüht sich, ihm mit viel Ruhe und Bestimmtheit, ein Halfter über den Kopf zu streifen. 

pIMG_1474Der Reiterhof bot aber auch Reitunterricht und  Ferienfreizeiten für Kinder. Der Reitunterricht auf Schulpferden fand nachmittags statt. Schulpferde sind etwas anderes als Junghengste :-) – meist etwas älter, brav und geduldig. Aber auch ein Schulpferd kann sich erschrecken und losgaloppieren oder zur Seite springen. Meine Aufgabe war es, den Kindern beim Vorbereiten der Pferde zu helfen, also aus der Box führen, putzen, Hufe auskratzen, satteln. Während dieser Vorbereitung für den Reitunterricht musste ich immer viele Fragen der Schüler beantworten: von pferdetypischem Verhalten, über das richtige Reiten bis hin zur Pferdeanatomie. Einige Mal durfte ich während meiner Ausbildung auch Reitunterricht geben. Das hat mir besonders viel Freude gemacht. Auch Ausritte in die Umgebung gehörten zum Programm und am allerliebsten bin ich natürlich selbst mitgeritten :-) 

Abends wurden Stallgassen und und Sattelkammern gefegt und aufgeräumt. Gegen 18 Uhr setzte ich mich dann auf mein Mofa und fuhr nach Hause. Oft fielen mir nach dem Abendessen die Augen zu: körperliche Arbeit macht doch sehr müde. Pferde müssen auch am Wochenende gefüttert und bewegt werden. Daher haben wir auch am Samstagen und Sonntagen gearbeitet, wobei während der Turniersaison diese Wochenendeinsätze schon einmal bis in den Abend dauerten. Im Winter war es natürlich oft sehr kalt und in Pferdeställen gibt es nun einmal keine Heizung. Da half nur: warmarbeiten! 

Irgendwann musste ich dann auf Grund der großen körperlichen Belastungen, die bereits erste Beschwerden mit sich brachten, einsehen, dass Pferdewirtin doch nicht mein endgültiger Beruf sein kann.

Daher entschied ich mich für meine zweite Leidenschaft, absolvierte mein Fachabitur als Gestaltungstechnische Assistentin und startete danach in meine Ausbildung als Mediengestalterin hier bei der Westfalen AG! Und ich muss sagen: es ist eine tolle Ausbildung, die mindestens so viel Spaß macht, wie die Ausbildung zur Pferdewirtin!
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Nach alter Gewohnheit sitze ich bereits gegen 7 Uhr an meinem Arbeitsplatz. So habe ich nachmittags Zeit für mein Hobby: das Reiten. Denn das Glück der Erde liegt nun einmal auf dem Rücken der Pferde. Wer das einmal erfahren hat, der kommt davon kaum wieder los. :-)

Viele Grüße
Alina Bertels

 

 

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Der schnellste Boxenstopp der Welt

Mein Name ist Marie-Christin Bergmann und seit Anfang Februar bin ich Praktikantin im Bereich Marketing Energieversorgung. Schon im Vorstellungsgespräch wurde mir versprochen, dass das Praktikum ganz bestimmt nicht langweilig wird. Und so ist es! Gestern noch auf der Messe der Agrar Unternehmertage in Münster und heute schon am Set für die neuen Folder der Conneo Flasche.

Meine Kollegin nahm mich mit zum Fotoshooting für die neuen Werbemittel für die Conneo-Treibgasflasche. Die Conneo-Flasche zeichnet sich durch ein  Click-on-System aus (einen Adapter, der zu allen handelsüblichen Staplern passt und in Sekundenschnelle auf das Flaschenventil gesteckt wird). Der Wechsel der Conneo-Treibgasflasche kann in kürzester Zeit erfolgen. Das spart Zeit und Kosten.

Im Vorfeld wurden bereits Konzept, Layout und die einzelnen Motive mit unserer Agentur Frese & Wolff aus Oldenburg sowie dem Fotografen Markus Heller abgestimmt.

Als sie mir sagte, dass wir einen kompletten Tag für das Shooting einplanen, war ich zuerst überrascht. Einen ganzen Tag für ein paar Bilder?

Wir trafen uns morgens an der Harkortstraße, wo in der Lagerhalle die Fotos gemacht werden sollten. Markus Heller kam mit reichlich Equipment und auch unsere Models (Auszubildene, die eine Menge Spaß an dieser Aktion hatten) waren bestens gelaunt.

Unter dem Motto „Der schnellste Boxenstopp der Welt“ sollte ein Formel 1 Boxenstopp inszeniert werden. Anstatt des Rennwagens gab es bei uns jedoch einen Treibgas-Stapler, der zusammen mit der Conneo-Flasche und unseren Azubis ins rechte Licht gerückt wurde. Während der Fotograf die Lichter richtig positionierte und die ersten Probeaufnahmen machte, zogen die Azubis sich ihre Montur bestehend aus Overall, Schuhen, Helm und Handschuhen an. Dann endlich konnte es losgehen.

EV_17005_Basisausstattung_Treibgas_158Die Azubis mussten immer wieder verschiedene Positionen einnehmen, da das endgültige Bild aus mehreren Aufnahmen zusammengesetzt wurde. Damit das Bild später authentisch wirkt, wurde zusätzlich Werkzeug eingesetzt. Auch unser erfahrener Gabelstaplerfahrer durfte auf dem Foto nicht fehlen. Prüfend beobachtet er den Boxenstopp von seiner Fahrerkabine aus, damit auch ja alles richtig gemacht wird.
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Jedes Motiv erforderte eine andere Kameraeinstellung und für authentische Bilder mussten sich die Azubis zudem sportlich betätigen. Die einzelnen Motive wurden zig Mal wiederholt, bis das perfekte Bild dabei war.

Nach unzähligen Aufnahmen und der Siegerehrung für unsere schnellsten Monteure der Welt, war es bereits Nachmittag und wir hatten es endlich geschafft.

Zum krönenden Abschluss wurde noch der Platz in einem Ford Ka (das Auto einer Auszubildenden) voll ausgenutzt um ein letztes Erinnerungsbild zu machen.
IMG_0921Nach dem Abbau und einem langen Tag am Set wusste ich, wie aufwändig ein Fotoshooting ist.

Eine großer Dank an die mitwirkenden Azubis, ohne die so tolle Bilder wohl kaum entstanden wären.

Viele Grüße 
Marie-Christin Bergmann

Header-Bild: : fotolia #93200134 | Urheber: fotofuerst

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Yes! Westfalen Gassen im neuen Design!

Am 15.2. war es so weit. Die Website www.westfalengassen.nl wurde umgestellt auf das neue Corporate Design. Aber das war nicht das Einzige. Es wurden verschiedene Neuerungen insbesondere in Hinblick auf das Google Ranking durchgeführt. Was sich noch mehr geändert hat? Lese weiter und finde unser geheimes Rezept zum Erfolg heraus. :-)

Im September 2016 bekamen wir aus dem Marketing Gase „grünes Licht“, für den Relaunch unserer Internetseiten. Wir haben uns an die Arbeit gemacht und die komplette Struktur unserer Seiten noch einmal angeschaut. Ergebnis? Die Seiten passten so nicht mehr zu unserer Online-Strategie. Auch passten sie nicht mehr zur Suchstrategie unserer Interessenten. Mit dem frischen und modernen Look and Feel unserer neuen Corporate Website wollten wir auch für unsere Seiten einen neuen Weg einschlagen.  

Es wurde ein sehr intensives Projekt. Eine Einführung in die neue Version von Typo3  war nur der Anfang.  Alle Datenbanken mussten neu verknüpft werden, News und Termine neu erstellt werden. 

Wir haben die Struktur unserer Internetseiten auf Grundlage einer Suchwort-Untersuchung unseres Online-Partners neu erstellt. Alle Texte wurde mit frischem Blick neu geschrieben. Ein SEO-Experte hat unsere Texte nach SEO-Kriterien umgeschrieben, damit unsere Seiten für potentielle Kunden und Interessenten in Google gut auffindbar sind. Dazu gehörten natürlich auch die passenden Metaangaben. 

Dann haben wir neue Bilder ausgewählt und die Verknüpfung zu unseren Social Media Kanälen eingebaut.  Auch das Wichtigste, das Einstellen der Redirects von den alten Seiten zu den neuen ist gut gelaufen. Dies sind alle wichtige Punkte für ein gute Internetauftritt mit als Resultat auch ein Ranking auf Seite 1 bei Google.

Auch haben wir ein SSL-Sicherheitszertifikat der höchste Stufe installiert. 

Projekt fertig? Der Umbauin das neue Design und die neue Struktur? Ja.  Aber das Projekt lauft natürlich immer weiter. Die Internetseite wird fortlaufend gepflegt und angepasst. 

Gern bedanke ich mich bei unserem Team im Hause Westfalen Gassen Nederland und bei den Kollegen von Westfalen AG für die Unterstützung. 

Möchten Sie uns folgen? Kein Problem, like uns auf Twitter, Facebook und Linkedin! :-)

Groeten,
Gerianne

Fuel Cell Vehicle and Hydrogen Station

Wasser(stoff) marsch!

Ich erinnere mich noch gut an den Moment, in dem ich meinen gerade einmal zwei Tage alten Führerschein in den Händen hielt und mein Vater sagte: „Wer fährt kann auch tanken“. Meine Begeisterung hielt sich nicht nur aus finanzieller Sicht in Grenzen, denn bis ich eine Tankroutine entwickelte und nicht im Sekundentakt panisch prüfend auf die Zapfsäule blickte, ob ich wirklich den richtigen Kraftstoff tanke, dauerte es Wochen. Rückblickend schmunzele ich darüber.  Aber genau daran musste ich denken, als ich mir in Münster-Amelsbüren zum ersten Mal die Betankung eines Wasserstoffautos anschaute. 

Im Rahmen meines Praktikums in der Unternehmenskommunikation begleitete ich meine Kolleginnen zu einem Videodreh zum Thema Wasserstoffbetankung. Jürgen Löchte, Leiter Tankstellen-Versorgungstechnik, nahm uns an der Westfalen Tankstelle in Amelsbüren in Empfang. Nach einer kurzen Besprechung zum Drehablauf fuhr auch schon das Fahrzeug an die Wasserstofftanksäule. Ich erwartete Motorgeräusche, hörte aber…nichts. Der Hyundai wird mit Wasserstoff betrieben und bietet daher leisen und umweltschonenden Fahrspaß – für jedermann. Das Fahrzeug kann nämlich für 1 Euro/Std. gemietet werden – das lohnt sich! 

In Amelsbüren gibt es zwei Tanksäulen für Wasserstoff mit unterschiedlichen Druckstufen: eine für Busse und Pkw mit 350 bar, eine für Pkw mit 700 bar. Herr Löchte war an diesem Tag nicht nur der Mann mit dem nötigen Know-how, sondern auch unser Mann vor der Kamera. Er erzählte ein paar Fakten über die neue Tankstelle, bevor er sich dem eigentlichen Tankvorgang widmete. Erklären, Tanken und dabei nett in die Kamera schauen – Multitasking war gefragt.

Ein erster wesentlicher Unterschied wird schon bei der Betrachtung der Zapfsäulen sichtbar: Direkt daneben steht ein Tankautomat, der mich stark an einen Geldautomaten erinnert. Nur mit der CEP-Card ist der Tankvorgang autorisiert und die ausgewählte Zapfsäule freigeschaltet.

Die CEP (Clean Energy Partnership) ist ein Zusammenschluss von 20 führenden Unternehmen und hat sich zur Aufgabe gemacht, Wasserstoff als „Kraftstoff der Zukunft“ zu etablieren. Beteiligt sind Technologie-, Mineralöl- und Energiekonzerne sowie die Mehrzahl der größten Automobilhersteller und führende Betriebe des öffentlichen Nahverkehrs. Die Westfalen Gruppe ist seit November 2014 Mitglied der CEP und trägt durch die Eröffnung der Wasserstoffstation in Amelsbüren einen wichtigen Schritt zum Ausbau der bundesweiten Wasserstoffinfrastruktur bei.

Der sonstige Tankablauf ist überraschenderweise unspektakulär, sodass man sich kaum umgewöhnen muss: Tankdeckel auf, Zapfpistole aufsetzen, tanken…

„Und gleich gibt es einen dumpfen Knall, nicht erschrecken!“ Einen Knall an einer Tankstelle?! In meinen Augen nicht die beste Kombination. Doch dafür gibt es eine simple Erklärung: Der Knall ist ein Druckstoß, welcher Temperatur und Druck im Fahrzeugtank überprüft. Der Wasserstoff wird gasförmig in stark verdichteter Form getankt, daher ist es wichtig, den Tankstutzen richtig anzusetzen und den festen Sitz zu prüfen. Der Griffhebel wird bis zur Verriegelung gezogen, bevor es heißt „Wasserstoff marsch!“.

Unsere Dreharbeiten erregten auch bei den Tankstellengästen Aufmerksamkeit. Sie stellten zahlreiche Fragen: „Fährt das Auto mit Wasserstoff?“; „Und? Ist das viel billiger?“ und vor allem „Wo gibt es weitere Wasserstofftankstellen?“. Wasserstoff als alternative Energie scheint definitiv bei vielen Autofahrern in den Köpfen präsent zu sein, dennoch hatte ich das Gefühl, dass ich nicht die Einzige bin, die mit Halbwissen bei diesem Thema glänzt.

Nach etwa vier Minuten war das Auto vollgetankt. Jetzt noch einen knackigen Abschlusssatz und der Clip ist im Kasten: „Und dann gehen wir zur Kasse und bezahlen…(Stille)…Ach ne, das stimmt ja so überhaupt nicht“, lachte Herr Löchte in die Kamera. Der Mensch ist einfach ein Gewohnheitstier – diese Szene drehten wir daher nochmal. Abgerechnet wird nämlich über die CEP-Card, sodass das Bezahlen im Tankstellenshop entfällt.

Für mich war der Tag in zweierlei Hinsicht spannend: Einerseits konnte ich während der Dreharbeiten eine Vielzahl an praktischen Tipps für mein Studium mitnehmen. Andererseits habe ich erfahren, wie sich das Wasserstofftanken vom „normalen“ Tanken unterscheidet – und das beruhigt mich: Es ist definitiv kein Hexenwerk und man muss sich kaum umgewöhnen!

Viele Grüße

Vanessa Steingröver

Header-Bild: Datei: #79328371 | Urheber: chombosan