Alle Beiträge von Alina Bertels

Ich mache eine Ausbildung zur Mediengestalterin. Mein Arbeitsplatz befindet sich in der Unternehmenskommunikation bei Westfalen.
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Catch the moment!

Guten Tage liebe Leser und Leserinnen,

meine eine erste Kamera war ein riesiger Apparat, bei dem man zum Weitertransport des Films ein Rädchen drehen musste. Pro Film standen damals allenfalls 36 Bilder zur Verfügung, das bedeutete, dass ich mir genau überlegen musste, was ich fotografiere. Zu Beginn waren meine Fotos oft verschwommen oder das Motiv war unglücklich gewählt. Aber bevor ich das feststellen konnte, musste ich die Filme entwickeln lassen und die Kosten dafür tragen. Da war jedes misslungene Bild ärgerlich.

Im Laufe der Jahre habe ich Erfahrung gesammelt und besitze mittlerweile eine Spiegelreflexkamera mit einer 32 GB Speicherkarte. So ausgerüstet kann ich tausende Fotos machen und – falls notwendig – problemlos löschen. :-)

Die Fotografie ist inzwischen eines meiner Hobbies geworden, endlos viele Aufnahmen sind entstanden: vom PortraitGrashalm über meine Katzen bis hin zur Portrait- und Eventfotografie. 

Nach und nach kamen dann die Anfragen von Freunden und Bekannten: ob ich denn nicht einmal auf der einen oder anderen Veranstaltung fotografieren möchte? Oder ein Portrait-Foto anfertigen könnte? So entwickelte sich mein Hobby immer weiter, mit den Anforderungen wuchsen auch meine Kenntnisse. 

Ich nahm am Fotowettbewerb der WN teil und gewann direkt. Das von mir eingesendete Bild wurde Sommerfoto der WN Kreis Coesfeld. Als ich das Foto mit unserem Jack Russel Benny in der Zeitung sah, habe ich mich „tierisch“ gefreut. 

Später, während meines Fachabiturs als Gestaltungstechnische Assistentin hatte ich die Möglichkeit, ein achtwöchiges Praktikum bei den Fotografen Johanna Schindler und Anastasia Kapluggin in Nottuln zu absolvieren. Portraitfotografie, Veranstaltungen, Familien und Babies, … – es war alles dabei und ich durfte alles lernen.

Eine Hochzeit dauert einen ganzen Tag von früh morgens bis spät nachts: da kommen schon einmal um die 3000 Fotos zusammen, die man am nächsten Tag erst einmal aussortieren darf.

Ein Highlight meines Praktikums war der Studiotag für mich. Einen halben Tag hatte ich das Studio für mich ganz allein. Ich durfte Freunde fotografieren und viele Dinge ausprobieren, sogar ein kleines Holi-Festival habe ich veranstaltet. :-)

Heute besitze ich meine Spiegelreflex Kamera, ein Stativ, zwei Objektive, Diffusor, Studiolicht Softbox und eine Menge mehr Erfahrung (lerne aber immer noch dazu). Das alles setze ich weiterhin für mein Hobby ein und fotografiere alles, was mir vor die Linse kommt. Ohne dass der Film voll ist – höchstens ist mal der Akku leer. :-) 

Viele Grüße 
Alina Bertels
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Aus dem Sattel auf den Bürostuhl

Kaum 16 Jahre jung und schon hatte ich für meine Zukunft eine ganz genaue Vorstellung: Als Pferdenärrin und -besitzerin wollte ich mein Geld unbedingt mit dem verdienen, was ich liebe. Also habe ich mich nach meinem Realschulabschluss für eine Ausbildung als Pferdewirtin bei einem erfolgreichen Reiterhof beworben. Kaum war die Zusage eingetroffen, polierte ich in meiner Begeisterung alle meine Reitutensilien auf und kaufte auch einiges neu :-) . 

ppic2 (3)Was Verantwortung und Disziplin bedeuten – das habe ich in dieser Ausbildung gelernt. Denn der Umgang mit Pferden erfordert beides. Mit dem Reitsport entscheidet man sich für einen ganz besonderen Teampartner. Einen, der mehrere hundert Kilo auf die Waage bringt, ein Fluchttier mit schnellen Reflexen. Wenn dieser Partner dem Menschen vertraut und ihn im besten Falle als „Leittier“ anerkennt, ist viel gewonnen. Bis es soweit ist, heißt es allerdings, Ängste zu überwinden und auch einmal Niederlagen einzustecken. 

Der Arbeitstag begann um 7:00 Uhr mit dem Füttern der 165 Pferde. Danach hieß es Ställe einstreuen, Pferde pflegen, Pferde satteln und trainieren. Besonders die Arbeit mit den jungen dreijährigen Hengsten war nicht immer leicht. Die meisten kannten weder ein Halfter am Kopf noch den wirklichen Kontakt zum Menschen und mit ihrem Respekt war es auch nicht weit her. Für mich bedeutete das: Vorsichtsmaßnahmen und Aufmerksamkeit hoch zehn. Schon das Herausführen aus der Box war oft ein Abenteuer. Die Gefahr, dass ein Pferd auch mal in der Box ausschlägt, oder dass man an die Wand gequetscht wird, ist doch einigermaßen hoch. Mit Stahlkappenschuhen und Reithandschuhen – die Boxentür immer einen Spalt weit geöffnet – begegnet man mit einem leicht nervösen Gefühl dem aufgewühlten Junghengst und bemüht sich, ihm mit viel Ruhe und Bestimmtheit, ein Halfter über den Kopf zu streifen. 

pIMG_1474Der Reiterhof bot aber auch Reitunterricht und  Ferienfreizeiten für Kinder. Der Reitunterricht auf Schulpferden fand nachmittags statt. Schulpferde sind etwas anderes als Junghengste :-) – meist etwas älter, brav und geduldig. Aber auch ein Schulpferd kann sich erschrecken und losgaloppieren oder zur Seite springen. Meine Aufgabe war es, den Kindern beim Vorbereiten der Pferde zu helfen, also aus der Box führen, putzen, Hufe auskratzen, satteln. Während dieser Vorbereitung für den Reitunterricht musste ich immer viele Fragen der Schüler beantworten: von pferdetypischem Verhalten, über das richtige Reiten bis hin zur Pferdeanatomie. Einige Mal durfte ich während meiner Ausbildung auch Reitunterricht geben. Das hat mir besonders viel Freude gemacht. Auch Ausritte in die Umgebung gehörten zum Programm und am allerliebsten bin ich natürlich selbst mitgeritten :-) 

Abends wurden Stallgassen und und Sattelkammern gefegt und aufgeräumt. Gegen 18 Uhr setzte ich mich dann auf mein Mofa und fuhr nach Hause. Oft fielen mir nach dem Abendessen die Augen zu: körperliche Arbeit macht doch sehr müde. Pferde müssen auch am Wochenende gefüttert und bewegt werden. Daher haben wir auch am Samstagen und Sonntagen gearbeitet, wobei während der Turniersaison diese Wochenendeinsätze schon einmal bis in den Abend dauerten. Im Winter war es natürlich oft sehr kalt und in Pferdeställen gibt es nun einmal keine Heizung. Da half nur: warmarbeiten! 

Irgendwann musste ich dann auf Grund der großen körperlichen Belastungen, die bereits erste Beschwerden mit sich brachten, einsehen, dass Pferdewirtin doch nicht mein endgültiger Beruf sein kann.

Daher entschied ich mich für meine zweite Leidenschaft, absolvierte mein Fachabitur als Gestaltungstechnische Assistentin und startete danach in meine Ausbildung als Mediengestalterin hier bei der Westfalen AG! Und ich muss sagen: es ist eine tolle Ausbildung, die mindestens so viel Spaß macht, wie die Ausbildung zur Pferdewirtin!
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Nach alter Gewohnheit sitze ich bereits gegen 7 Uhr an meinem Arbeitsplatz. So habe ich nachmittags Zeit für mein Hobby: das Reiten. Denn das Glück der Erde liegt nun einmal auf dem Rücken der Pferde. Wer das einmal erfahren hat, der kommt davon kaum wieder los. :-)

Viele Grüße
Alina Bertels

 

 

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Weiberfastnacht bei Westfalen

Die_Lustigen_Westfaeln_Druckdatei.inddAm 04.02.2016 habe ich das erste mal so richtig Weiberfastnacht erlebt, zumindest so, wie man ihn hier bei Westfalen feiert. Über die Karnevalsgesellschaft „Die Lustigen Westfalen“ war ich durch mein Projekt „Jubiläumszeitschrift 60 Jahre Lustige Westfalen“ ja bereits gut informiert. Auch hatte Frau Florath uns bei unserem Jour Fix  darüber aufgeklärt, wie Weiberfastnacht bei Westfalen gefeiert wird und was wann abläuft. Dass es so eine schöne Party werden würde, hatte ich allerdings nicht erwartet. :-) 

Wir Auszubildenden trafen uns zum selbstorganisierten gemeinsamen Frühstück im Raum Münster. Gute-Laune-Musik und lustige Verkleidungen sowie leckeres Essen stimmten uns auf den Tag ein. 

Nachdem wir aufgeräumt hatten, ging es um 12 Uhr weiter in das Westfalen Forum. Dort erwarteten uns schon viele Kollegen mit den unterschiedlichsten tollen Kostümen. Wer nicht verkleidet war fiel auf :-) ! Es gab sogar ganze Abteilungen, die sich ein Thema überlegt hatten und alle so gekleidet waren. Unter anderem bin ich den Ninja Turtles begegnet und einigen Piraten.

Den Durst konnte man an einem Bierwagen und einer Sektbar löschen, der Westfalen Grill sorgte für Manta-Platten :-) Gut das man sich Wertmarken holen musste, so konnte man seinen Konsum ein wenig unter Kontrolle halten ;).
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Ein DJ heizte der feierwütigen Menge mit jeder Menge toller Musik ein. Er hatte nicht nur Karnevalsmusik zu bieten sondern spielte auch viele moderne Stücke.  Im Laufe des Nachmittags gab es obendrein noch Programm! Unter anderem hatten die Männertanzgruppe ,,Wellenbrecher der NZA‘‘, das Jugendprinzenpaar Jule und Leon, die karnevalistische Stadtwache und Stadtprinz Bernard I. ihren Auftritt.
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Später wurden die ausgefallensten Kostüme prämiert – dazu gehörte der Westfalen Arztkoffer, eine männliche Magierin und ein Zinnsoldat. Diese drei Kostüme waren echte Hingucker!

Für mich hieß es allerdings um 18:30 Uhr ab nach Hause, denn am nächsten Tag rief die Arbeit wieder. Es gab aber noch zahlreiche Kollegen, die länger gefeiert haben und später mit der Leetze oder einem Taxi nach Hause fuhren. Die hatten sich allerdings in weiser Voraussicht für den Freitag einen Tag Urlaub genommen. Das wurde durch das weniger besetzte Betriebsrestaurant bestätigt. :-)

Es war toll, mit den Azubis und anderen Kollegen zusammen zu feiern. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht und im nächsten Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei!

Viele Grüße
Alina Bertels