Alle Beiträge von Evelin Stusek

Seit dem 14. Dezember 2015 bin ich in der Unternehmenskommunikation bei Westfalen tätig. Mein Aufgabenbereich ist sehr vielfältig und macht mir sehr viel Spaß.
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Ich war ein Kältemittel

Liebe Leserinnen und Leser,

beim letzten Mal konnte ich von meinen Erfahrungen bei der Organisation und Durchführung eines Fotoshootings berichten. Dieses Mal gebe ich Ihnen einen Einblick in die Position vor der Kamera.

Im Mai erhielt ich einen Anruf aus dem Bereich Gase und wurde selbst als Model für eine Kampagne zur Messe Chillventa – eine Fachmesse für Kälte, Klima, Lüftung und Wärmepumpen – angefragt. Da musste ich in der ersten Sekunde etwas schmunzeln, da ich mich bisher eher hinter der Kamera, neben dem Fotografen, als vor der Kamera gesehen hatte. Nach einer kurzen Beschreibung der Kampagne und begeistert von dem Key Visual für die Messe, habe ich gleich zugesagt. Nach zwei Kostümanproben und einem Briefing zu den Motiven und dem gesamten Ablauf war es ein paar Tage später auch schon so weit.

Die Aufnahmen fanden im Fotostudio Heller in Telgte statt. Neben mir wurden noch eine Westfalen Mitarbeiterin sowie ein professionelles Model abgelichtet. Kaum angekommen musste ich mich durch ein stockdunkles Fotostudio kämpfen, durfte dann direkt ins Kostüm schlüpfen und mich in die Maske setzen. Während ich also Farbe ins Gesicht gemalt bekam, lief das Shooting bereits auf Hochtouren. 

Aus dem Augenwinkel konnte ich die Aufnahmen beobachten und war begeistert von dem, was ich aus der Ferne und dem Augenwinkel so sehen konnte! Nach ca. 45 Minuten waren mein Gesicht und meine Hände fertig bemalt und ich konnte einen ersten Blick in den Spiegel werfen: Ich sah aus wie ein Schmetterling 😀 Der Clou: die Farben waren fluoreszierend, das heißt sie leuchteten im Schwarzlicht! Neben den leuchtenden Farben waren nur die Umrisse des Gesichts und des Körpers zu sehen.

schwarzlicht

Jeder Gang aus dem „normal“ beleuchteten Raum der Maske in das durch Schwarzlicht beleuchtete Studio war eine Überraschung. Die Bemalung leuchtete in Neonfarben und wir waren einfach geflasht! Die Farben und die gesamte Bemalung wirkten im Schwarzlicht völlig anders. Daher musste ich zunächst noch einmal etwas umgeschminkt werden, da das Ergebnis noch nicht ganz überzeugte. 

Das Thema der Kampagne für die Messe Chillventa ist: „Innovision – Innovative und visionäre Kältemittellösungen von Westfalen“. Wir Models waren personifizierte Kältemittel, die durch die verschiedenen leuchtenden Farben deren Eigenschaften darstellen. 

Neben Ganzkörperaufnahmen mit im Schwarzlicht, leuchtenden Fellwesten, Fellmützen und Fellboots, wurden auch Nahaufnahmen von Händen und Füßen gemacht. So entstanden viele verschiedene Fotos für Anzeigen, Flyer, Broschüren und andere Medien. Dabei ist das gebuchte Model das Hauptmotiv.  Sie darf mit ihrem Gesicht die Messewand auf der Chillventa zieren.
chillventa
Nebenher wurde  ein Making-of-Video gedreht, das die Entstehung des Kältemittelgesichtes bzw. des personifizierten Kältemittels darstellt.

Nach meinem ersten Model-Einsatz und den verschiedensten auch zum Teil skurrilen Posen, durfte ich noch einmal in die Maske. Dieses Mal bekam ich auch reichlich blaue Farbe in meine Haare. 
Das gesamte Shooting dauerte etwas länger als geplant, aber die leuchtenden Farben haben mich so in ihren Bann gezogen, dass ich noch Stunden in dem dunklen Fotostudio hätte verbringen können.

Mit der Zeit machte das Modeln echt Spaß und ich kann sagen, dass der Job wirklich anstrengend sein kann. Vor allem wenn man in den skurrilsten Posen die Körperspannung halten und dabei noch mit einem bestimmten Gesichtsausdruck in die Kamera schauen muss.

Nach meinem zweiten Model-Einsatz war das Shooting dann beendet. Das ganze Team war mehr als zufrieden mit den Ergebnissen und der tollen Zusammenarbeit. So fuhr ich also nach einem tollen Tag mit vielen Endrücken und blauen Haaren nach Hause :-)

Viele Grüße

Evelin Stusek

Fotostudio

Planung ist das A und O – oder doch nicht?

Liebe Leserinnen und Leser,

in der vergangenen Zeit durfte ich drei Fotoshootings organisieren und betreuen:  ein Fotoshooting mit unseren Mitarbeitern für die neue Vollversorgerborschüre, ein neues Imagemotiv für die Personalabteilung, sowie neue Azubi-Fotos.

Die Planung eines Shootings ist echt umfangreich: Von der Locationsuche über die Modelsuche bis zur Koordination und zum Briefing der Models und des Fotografen muss alles genau geplant werden. Dabei zuzuschauen, wie die Motive in die Realität umgesetzt wurden und einem professionellen Fotografen über die Schulter zu blicken, hat wirklich sehr viel Spaß gemacht und ist eine schöne Abwechslung zum Büroalltag 😉 .

Das Shooting für die Vollversorgerbroschüre war eine größere Herausforderung. Aber ich habe mich sehr gefreut, dass ich das Projekt betreuen durfte. Die Texte befanden sich noch in Abstimmung, Layout und Bildmotive standen schon fest. Fünf Motive sollten mit Westfalen Mitarbeitern, die für bestimmte Bereiche stehen, geshootet werden. Die Mitarbeiter mussten aber noch zusagen, denn sie wussten noch nichts von ihrem Glück :-) .

Nach ein paar Telefonaten mit möglichen Models und Aussagen wie: „Sind Sie sich sicher, dass Sie mich ablichten wollen?“ und „Also ich habe ja alles andere als ein Modelgesicht!“ haben alle angesprochenen Models zugesagt – obwohl sie durchweg sehr eingebunden waren –  und freuten sich auf die bevorstehenden Shootings.

Der nächste Schritt war die Suche nach geeigneten Locations und die Genehmigung für die Shootings vor Ort. Schwierig gestaltete sich die Suche nach einer Location für das Thema Gase-Technik. Hier sollte in einer Lebensmittelproduktion fotografiert werden.
Genau: Lebensmittelproduktion und fotografieren: ein heikles Thema!
Nach etlichen Telefonaten und Absagen habe ich mit Hilfe zweier Kollegen aus dem Bereich Gase die Genehmigung für die Fotoaufnahmen bei einem unserer Kunden (einem Getränkeabfüller) erhalten. YES!

Nach den Location-Besichtigungen mit dem Fotografen Sven Marquardt und einem Mitarbeiter der Agentur, die die Broschüre konzeptionell begleitet hat, war es dann soweit: das Shooting konnte beginnen.

WAG28636Das Büro-Shooting mit der Kollegin aus dem Vertriebs-innendienst, verlief relativ glatt. Die Kollegen im Umfeld konnten sich zwar zwischenzeitlich nicht ganz so frei in der offenen Bürowelt bewegen, aber alles halb so wild. Schließlich durften Sie live bei einem professionellen Shooting dabei sein! :-)

Bei dem Shooting in der Flaschenabfüllung  bei unserem Kunden hingegen konnten wir nicht zum geplanten Zeitpunkt starten, da die Produktion noch lief. Wir mussten also den Wechsel des Getränkes abwarten, da die Abfüllanlagen nach jedem Produktwechsel ca. 30 Minuten gereinigt werden und wir sonst mitten im Shooting hätten abbrechen und das ganze Shooting-Equipment abbauen müssen. So warteten wir. Aber es lohnte sich, da die Flaschenverschlüsse des neuen Getränks farblich perfekt in die Broschüre passten :-) ! Ganz einfach gestaltete sich das Shooting nicht, da die Produktionsbänder nicht kontinuierlich vollständig mit Flaschen bestückt waren, so dass wir zwischendurch immer abbrechen und auf Flaschennachschub warten mussten. Alles in allem hat das Shooting mit Vorbereitungen daher fast doppelt so lange gedauert, wie geplant . Unser Model hat aber bis zum Schluss super durchgehalten!

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Das Shooting für das Motiv „Regenerative Energien“  in Lohne, kann mit zwei Worten zusammengefasst werden: Höhe und Kälte. Was man auf dem Bild nicht sieht: Unser Kollege steht auf einem 2,5 Meter hohen Malergerüst, das trotz angemessener Sicherung beim Hochsteigen und Positionswechsel – mal mehr, mal weniger – wackelte.
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Zudem war es an dem Tag leider sehr kalt, was auf den Bildern zum Glück ebenfalls nicht sichtbar ist. Den ersten Shooting-Termin mussten wir aufgrund des frostigen Wetters sogar kurzfristig verschieben.

WAG28730Das Shooting für das Motiv vor der Westfalen Tankstelle in Münster-Amelsbüren verlief super, nur,  dass Petrus sich an diesem Tag wohl etwas gelangweilt hat und wir gefühlt jede Minute einen anderen Himmel hatten: von strahlend blau, fast schwarz bis hin zu Regen war alles drin. Der Kollege ließ sich davon aber nicht beirren und zeigte seine Modelqualitäten durchgehend souverän.

Nach langen, aber sehr tollen Shooting-Tagen waren die Motive also im Kasten, jetzt mussten aus den insgesamt 500 Bildern nur noch DIE  Motive für die Broschüre rausgesucht werden. Keine leichte Entscheidung.

Abschließend kann ich sagen, dass man trotz genauer Planung und Vorbereitung, bei einem Shooting auf alles gefasst sein muss: da muss man schon mal zu Baumarktklammern greifen, um ein Jackett zu befestigen, damit dieses nicht vom Winde verweht wird (man darf sich dann aber nicht über komische Blicke von vorbeifahrenden Autofahrern wundern). 

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich auf weitere spannende Aufgaben. 

Viele Grüße
Evelin Stusek

Header-Foto: Fotolia  #42008894 | Urheber: A_Bruno