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Berufsausbildung: Melken, Schweine füttern, Trecker fahren, Spargel pflücken und Erdbeeren stechen - alles selbst beigebracht. Vor knapp über 40 Jahren: Hochzeit mit Erna vom Nachbarhof. Fremdsprachen: Deutsch, Plattdeutsch und über andere Leute. Hobbys: Trecker fahren, Hochleistungsmelken, Sammeln von Güllefässern, Karaoke-Singen zur allgemeinen Gefahrenabwehr. Besondere Fähigkeiten: Amtierender Kreismeister im Wett-Buchstabieren, Vize-Landesmeister im Freistil-Benehmen.
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Ein Westfale bei Westfalen: Heinrich macht ein Praktikum

Wie  ja sicherlich alle meine Kollegen inzwischen wissen, absolviere ich seit einiger Zeit ein Langzeitpraktikum bei Westfalen.

Gestatten? Bauer Heinrich Schulte-Brömmelkamp aus Kattenvenne. Weil es mit meinem Bauernhof nicht mehr so richtig „läuft“, suchte ich dauerhaft nach einer neuen Betätigung. Als waschechter Westfale habe ich gedacht, dass ich bei der Westfalen Gruppe in Münster bestimmt richtig bin. Also: Ab mit dem Ford Granada nach Münster und gleich einen guten Parkplatz gesichert !

grandada
Der Personalchef persönlich hat mich als Praktikant eingestellt. Eigentlich hatte ich mir für’s erste einen Arbeitsplatz irgendwo in der Geschäftsführung vorgestellt, aber mein Gegenüber im Vorstellungsgespräch meinte, ein Praktikum sei hierfür die ideale Basis.
bewerbung
Zwecks späterer Beweissicherung sollte alles gefilmt werden. Bitte wundert Euch daher nicht, liebe Westfalen-Kollegen, wenn ich auf dem Betriebsgelände ständig ein Kamerateam im Schlepptau habe!

Kennen gelernt habe ich bereits das Schweißtechnikum. Zwar hätte ich bei dieser Gelegenheit gern noch mein Auto geschweißt, aber ich war auch vom Erhitzen der Heißwürstchen in der Dose mithilfe des Acetylenbrenners begeistert. Ansonsten habe ich so einiges gelernt über Schutzgasschweißen über Schneiden und so weiter.  Ich durfte sogar selbst schweißen. Meine Schweißnaht ist gar nicht mal so übel ausgefallen. 
schweisstechnikum
Im Callcenter „Strom“ habe ich „an der Strippe“ geholfen, Kunden zu kontaktieren. Telefonieren kann ich ja schließlich! Durch Zufall – man sollte nicht auf der Telefontastatur rumspielen – habe ich auch im Vorstand angerufen. Wer hätte gedacht, dass auch Herr Ropohl Kunde der Westfalen Gruppe ist? 

Paradox eigentlich, dass ich ausgerechnet bei der Abfüllung der Kältemittel in Gremmendorf ganz fürchterlich ins Schwitzen gekommen bin … Es war anstrengend aber auch interessant. Bis so eine Kältemittelflasche zum Kunden auf den Weg geht, ist doch allerhand zu tun und zu beachten. Da musste ich mich danach erstmal in der Kantine… Entschuldigung … im Betriebsrestaurant am Industrieweg stärken! Das hat geschmeckt! Ich werde das Restaurant empfehlen! Wann feiert mein Nachbar noch gleich seine silberne Hochzeit?!

Nach drei durchlaufenen Abteilungen im Hause Westfalen konnte ich endlich meine erste Dienstreise durchsetzen. Ich hatte mir eigentlich etwas in der Richtung Ausland vorgestellt, da, wo es auch im Herbst noch kuschelig warm ist … das Rheuma … wenn Sie verstehen … Aber der Mariä Geburtsmarkt in Telgte – besser bekannt als „Telgter Markt“ – war für den Anfang auch akzeptabel. Ich musste meiner Frau nur versprechen, diesmal dort kein Pferd zu kaufen.

Am 15. September war es schließlich soweit. Unter dem Motto „Vier gewinnt – Sparen mit Westfalen“ habe ich mit den Besuchern des Marktes am Stand von Westfalen das bekannte Spiel aus dem Kinderzimmer gespielt … Ich habe in den meisten Spielen einen hervorragenden zweiten Platz belegt, während meine Herausforderer nur Vorletzte wurden …

Ja, ich habe verloren!
.. Nun, ja…

So ganz nebenbei konnten sich die Marktbesucher an unserem Stand auch noch informieren über die „vier“, mit denen die Westfalen-Kunden „gewinnen“ können. Solarthermie, Flüssiggas, Strom und Erdgas … wie gut, dass ich hier mein fundiertes Wissen, das ich mir im Callcenter angeeignet hatte, anbringen konnte … 

Solar nutze ich übrigens schon seit ein paar Jahren zu Haus. Die Anlage hab‘ ich mir damals günstig gekauft (… vom Anhänger gefallen …). Die ganze Südseite meiner Scheune ist voll mit Solarplatten, sogar auf der Nordseite habe ich einige angebracht. Nachts wird ja schließlich auch Strom gebraucht. Den Strom speise ich nicht ins öffentliche Netz ein – ich nutze ihn selbst. Damit treibe ich meine Windräder an.

selfieIch gebe zu, das Wetter hätte zum „Telgter Markt“ besser sein können, aber auch trotz gelegentlicher Regenschauer besuchten uns viele Menschen am Westfalen-Stand. Zwischendurch blieb sogar noch genug Zeit für ein „Selfie“ mit Hinnerk, dem Sparschwein

Als wir den Feierabend eingeläutet hatten, hatten auch die Pferde nebenan ihre Käufer gefunden, kein Grund zur Aufregung also für meine Frau!

Bevor es mit dem Ford Granada zurück auf den heimischen Hof ging, konnte ich jedoch nicht widerstehen… eine Fahrt im Autoscooter auf der Kirmes war das fulminante Finale meiner ersten Dienstreise für Westfalen!

Fortsetzung folgt!

Euer Heinrich

Anmerkung: Es stimmt, der Heinrich wird gefilmt. Und die ersten dieser Filme finden Sie ab November auf unserem You-Tube-Kanal
unter „Die Bewerbung“ und „Praktikum im Schweißtechnikum“.