Alle Beiträge von Kathrin Lampe

Ich heiße Kathrin Lampe und bin im Bereich Branchenmanagement, Gase Europa, tätig. Ich bin seit September 2011 bei der Westfalen Gruppe. Neben dem Beruf studiere ich Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Marketing und Digitale Medien an der Hochschule für Ökonomie und Management in Münster.
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Ich backe mir … ein Gemisch!


Neue Wege bei der Gemisch-Fertigung

Die Westfalen Gruppe blickt in die Zukunft. Stetige Innovation und weitere Digitalisierung sind wichtige Schritte auf unserem Weg. Daher beschäftigt sich ein großes und spannendes Projekt im Bereich Gase Europa mit der Thematik der Einzelfertigung von Spezialgasen. Das Projekt IGKG (Integrierter Geschäftsprozess Kundeneinzelfertigung Gase) soll dafür sorgen, dass bisher manuell ablaufende Prozesse systematisch abgebildet und nochmals deutlich vereinfacht werden.

Auf diese Weise wollen wir den Anforderungen unserer Kunden auch in Zukunft mit möglichst hoher Qualität und Flexibilität begegnen. Denn neben vielen Standard-Produkten verkauft die Westfalen Gruppe auch individuelle Gasgemische.

Doch was genau kann ich mir unter einem Gasgemisch vorstellen?

Gasgemische werden für sehr viele Prozesse benötigt: als Prüfgase zum Beispiel in Laboren, als medizinische Gase im Krankenhaus, bei der Lebensmittelverarbeitung und in vielen anderen interessanten Bereichen mehr.  So vielfältig wie die Prozesse sind auch die Anforderungen unserer Kunden an das Gasgemisch. 

Eine Gemisch-Zusammensetzung ist wie ein gutes Backrezept. Es muss genau festgelegt werden, von welcher Zutat, wie viel gebraucht wird. Denn nur die korrekte Mischung ergibt ein zufriedenstellendes Ergebnis.

Jeder kennt es aus seiner eigenen Küche: Am besten lassen sich zuerst Eier, Milch und Butter zusammenmischen, bevor das Mehl folgt. Bei unseren Gasgemischen ist es ähnlich. Auch hier muss die Reihenfolge, in der die einzelnen Zutaten vermischt werden, genau festgelegt sein.

Ein bunter Topf voller Kombinationsmöglichkeiten …

Ein Gasgemisch kann aus zwei, drei oder bis zu zwanzig Komponenten bestehen. Zum Beispiel Kohlenmonoxid 10 %, Kohlendioxid 15% und Stickstoff Rest. Die Kombinationsmöglichkeiten sind allerdings nicht unbegrenzt, da es durchaus Komponenten gibt, deren Mischung unerwünschte Reaktionen ergeben würden. 

Der Prozess der Erstellung individueller Gasgemische ist sehr aufwändig und erfordert höchste Konzentration. Das beginnt schon beim Aufschreiben des korrekten Rezepts mit den exakten Mengenangaben. An dieser Stelle ist das Fachwissen  unserer Chemie-Experten gefragt.

Ist das passende Gemisch für den Kunden erst einmal erarbeitet worden, geht es ganz schnell weiter. Der Auftrag wird in das System eingepflegt und an unser Sondergasezentrum in Hörstel weitergeleitet, wo das Gemisch zeitintensiv mit größter Sorgfalt hergestellt und abgefüllt wird. 

Zusammenarbeit ist das A und O…

Das Projekt-Team von IGKG umfasst neben den Mitarbeitern der Westfalen Gruppe auch externe Dienstleister. Um das Projekt erfolgreich durchzuführen, müssen alle Mitglieder an einem Strang ziehen. Eine gute Zusammenarbeit im Team ist unverzichtbar.

Die IT-Dienstleister zum Beispiel sind bei der Überprüfung des neuen Systems hinsichtlich der Realisierbarkeit unserer Anforderungen beteiligt und versuchen, die bestmöglichen Ansätze   zu finden.

Aktuell befinden wir uns im Endspurt unseres Projektes IGKG: Das heißt testen, testen, testen – bis jeder mögliche Fehler beseitigt ist.

Wir freuen uns schon auf die Einführung der neuen Prozesse und das Go-Live des Programms!

Viele Grüße
Kathrin Lampe und Ann-Kathrin Biernath


Header-Bild: Fotolia #96430947 | © stockphoto-graf

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Nach der Messe ist vor der Messe!

Ich heiße Kathrin Lampe und bin im Bereich Produktmanagement Spezialgase unter anderem für die Vorbereitung und Standbetreuung der Messen in unserem Bereich zuständig.

In diesem Blog-Beitrag möchte ich Ihnen einen Eindruck davon geben, was sich vor einer Messe abspielt und woran alles gedacht werden muss.  Gerade erst liegt die Anuga Food Tec Messe hinter uns und schon geht es weiter mit der Vorbereitung der ACHEMA, die vom 15. – 19. Juni in Frankfurt am Main stattfindet – immer getreu dem Motto: Nach der Messe ist vor der Messe!

Übrigens: Die ACHEMA ist die Internationale Leitmesse der Prozessindustrie und Weltforum der chemischen Technik.  Natürlich fangen wir nicht erst jetzt mit der Vorbereitung an, die Messe-Planung beginnt immer schon lange im Voraus. Im Team mit der Unternehmenskommunikation, dem Marketing und den Spezialgase-Koordinatoren wird der Stand kreiert, das Messe-Motto entwickelt, die Einladungskarte entworfen, das Mailing gestartet und vieles mehr.

Start der Messe-Planung schon 1 Jahr im Voraus? Wieso das denn?

Messezeit ist die goldene Zeit für jede Messe-Stadt. Die Stadt boomt vor Besuchern aus aller Welt und dementsprechend sind auch die Hotelzimmer schnell ausgebucht. Daher kümmere ich mich schon mindestens ein Jahr im Voraus zu allererst um die Reservierung der Hotelzimmer für unser Standpersonal. Zudem wird das Standpersonal, bestehend aus unseren Spezialgase-Kundenberatern und dem jeweiligen Koordinator des Produktmanagement Spezialgase, festgelegt.

Eine Messe ohne ein Messe-Training? Nicht bei uns!

Schließlich wollen wir uns auf der Messe als Team von unserer besten Seite präsentieren – dafür müssen wir sowohl fachlich als auch in puncto Kundengespräche immer up to date sein. Also ran an die Organisation des 2-tägigen Trainings, welches von einer externen Trainerin geleitet wird, die uns mit zahlreichen Tipps optimal auf die Messe vorbereitet. 

Aber das ist längst noch nicht alles – wir wollen den Messebesuchern ja auch etwas zum Anschauen und/oder zum Anfassen bieten: 

Flüssiger Stickstoff, Trockeneis, Ballongas? Was hat das auf einer Messe zu suchen? 

Die Kollegen im Werk werden beauftragt, einige unserer schönsten Gasflaschen, Dewars und Behälter  herzurichten, Trockeneis muss bestellt werden, flüssiger Stickstoff und entsprechende Behälter werden für Vorführungen benötigt, Ballongas für unsere Westfalen-Luftballons, etc.
magnetschwebebahn
Da wir eine experimentierfreudige Truppe sind, präsentieren wir auf unseren Messen die sog. „Schwebebahn“: Durch das Befüllen eines besonders legierten Tiegels mit tiefkaltem flüssigen Stickstoff (- 196 Grad Celsius) schwebt dieser Tiegel über der Magnet-Bahn wie durch Zauberhand. Er widersteht Manipulationsversuchen von außen und bleibt sich im Kreis bewegend  in der Spur. Unsere Messe-Besucher sind hiervon stets fasziniert.

Erlenmeyerkolben

Auch das Blubbern in den Erlenmeyerkolben durch das Trockeneis lässt die Besucher an unserem Stand verweilen und oft entstehen daraus interessante Gespräche.

Und dann wären da noch einige Kleinigkeiten:

Bestellung von Prospektmaterial und von Werbematerialien für unsere Messebesucher; nicht zu vergessen die Organisation des Caterings für das leibliche Wohl der Besucher und Standbetreuer, die EDV Ausstattung zum Mailen der Messeberichte in die Hauptverwaltung und viele weitere einzelne Aspekte gehören dazu, damit die Messe ein Erfolg wird.

In unserem Büro stapeln sich dementsprechend vor und nach jeder Messe Kisten, Koffer und Kartons mit allen möglichen Utensilien. 😀

Und wenn ich dann am Vorabend der Messe endlich in Frankfurt, Düsseldorf oder München angekommen bin und sehe, dass alles pünktlich eingetroffen ist, fällt mir ein Stein vom Herzen.

Aber halt, bevor ich es vergesse! Ich muss noch einen Blumenstrauß besorgen! Wofür? Für ein weiteres unserer anschaulichen Experimente mit Flüssig-Stickstoff. Immer wieder sind die Besucher fasziniert, wenn vor ihren Augen eine in flüssigen Stickstoff getauchte Rose in Tausend Stücke zerbricht. Auch die Standbetreuung und ich selbst sind immer wieder zu beeindrucken, schließlich ist diese erst meine 4. Messe bei  Westfalen, aber ganz bestimmt nicht die letzte!

So gut gewappnet kann die Messe jetzt beginnen: Unser Team am Stand ist bestens vorbereitet und für alle Kundenfragen offen. Das Produktmanagement Spezialgase Team freut sich auf viele interessante Kontakte auf der ACHEMA 2015.

Danach einmal kurz durchatmen – und dann geht es mit Volldampf in die Vorbereitung der Medica Messe im November in Düsseldorf. – Denn wie gesagt: Nach der Messe ist vor der Messe!

Viele Grüße
Kathrin Lampe