Alle Beiträge von Kristina Schmidt

Ich arbeite in der Stabsstelle Strategisches Controlling und bin seit Dezember 2013 bei der Westfalen Gruppe tätig.
piano keys on black piano

Westfalen Nachwuchskräfte: Neue Töne im Repertoire

„Mit Vollgas in Ihre berufliche Zukunft!“ – so lautet der Slogan für das Nachwuchskräfteprogramm der Westfalen Gruppe. Klingt vielversprechend. Ist es auch. Das können wir als Teilnehmer auf der Zielgeraden bestätigen.

Doch was haben Nachwuchskräfte mit einem Klavier zu tun? Zurück zum Anfang: Wir, zwölf junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Westfalen Gruppe, sind motiviert.

Wir haben uns entschieden. Wollen weiterkommen, beruflich, persönlich. Bei Westfalen. Wir bewerben uns für das Nachwuchskräfteprogramm. Bestehen das Assessment Center. Werden Teilnehmer des Programms.

Zum Start stehen viele Fragen im Raum: Welche Stärken habe ich? Welche Schwächen? Wo will ich hin? Was motiviert mich? Nicht alle Antworten liegen auf der Hand. Nicht jede Antwort wird später noch gleich lauten.

Sinnbildlich sind wir Pianisten – mit individuellen Klaviaturen: unseren Fähigkeiten. Welche Tasten nutzen wir regelmäßig? Welche nur selten? Welche könnten wir nutzen?

fingers click on the piano keys as if the legs are walking

Wir fangen an, uns auszuprobieren. Spielen mal links und mal rechts der gewohnten Tasten. In Modulen werden uns Methoden vermittelt: Selbstmanagement, Präsentations-Skills, Konfliktmanagement. Jedes Thema wird mit versierten Trainern vertieft und anschließend im Tagesgeschäft erprobt:

  • Wie trenne und priorisiere ich wichtige und dringliche Aufgaben? Vielleicht nach dem Eisenhower-Prinzip.
  • Wie begeistere ich Zuhörer für meine Präsentation? Vielleicht, indem ich meine Sheets wie Steve Jobs auf ein Minimum reduziere: starke Bilder zeigen, starke Geschichten erzählen.
  • Wieso reagiert mein Gegenüber so merkwürdig? Vielleicht liegen die Ursachen in der Macht der Verletzlichkeit oder im limbischen System.
Schrittweise erweitern wir unsere Klaviatur. Der Austausch im Team macht uns neugierig. Wir schlagen neue Töne an. Das regelmäßige Team-Coaching ist der entscheidende Faktor für unsere Entwicklung. Das Gelernte wird zum Selbstläufer:

  • Wir analysieren Praxisfälle in der kollegialen Fallberatung. Erarbeiten Lösungsansätze. Generieren neue Impulse.
  • Wir geben uns Feedback: ob zu zweit oder in der Gruppe, ob zur Sache oder zur Person. Reflexion bringt uns voran.
  • Wir tauschen Wissen aus: ob als Experte für ein Themengebiet oder als kritischer Gegenpart.
Nachwuchskraefte
So wachsen wir zusammen. Aus einer Gruppe wird ein Team. Über verschiedenste Organisationseinheiten hinweg. Mit direktem Draht zum Management: Der Finanzvorstand der Westfalen Gruppe „stellt sich“ unserer Pressekonferenz, Mitglieder der Geschäftsleitung unserem World Café.

Brennend interessiert uns: Wie wird sich die Westfalen Gruppe entwickeln? Welche neuen Geschäftsfelder sind in Zukunft relevant? Welchen Beitrag können wir als Nachwuchskräfte leisten? Wir nehmen spannende Erkenntnisse mit.

Unser Fazit: Das Nachwuchskräfteprogramm der Westfalen Gruppe bietet vielfältige Möglichkeiten zur beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung. Und vor allem macht es Spaß, miteinander und voneinander zu lernen; in einem Team, das so vielfältig ist wie Westfalen selbst.

Welche neuen Herausforderungen erwarten uns morgen?
Wir sind gespannt und gewappnet – mit neuen Tönen im Repertoire.

Kristina Schmidt und Dirk Glücksberg

Header-Foto: Fotolia #80632005 | Urheber: imoooun
F
oto Klaviatur:  Fotolia #93643304 | Urheber: koldunova
A person holding a globe on wooden background.

Westfalen nicht nur in Westfalen

WESTFALEN, ein typisch westfälisches Unternehmen? Ja, so sehen wir uns. Trotzdem sind wir lange nicht mehr nur in Westfalen tätig. Bereits in den 1930er Jahren expandierte der Sauerstoffhandel über die Grenzen des Münsterlandes hinaus. In den folgenden Jahren wuchs nicht nur unser Produktspektrum, sondern auch der Markt.

Mit Gründung der Westfalen Gassen Nederland B.V. begann Ende der 1980er Jahre die Internationalisierung. Mittlerweile sind wir in sechs Nachbarländern mit eigenen Gesellschaften vertreten (Geschichte der Westfalen Gruppe). Wir sind heute also nicht nur in verschiedenen Geschäftsfeldern tätig, sondern auch in einer Vielzahl von Märkten mit landesspezifischen und kulturellen Besonderheiten.

Wie schaffen wir es, unsere westfälische Identität zu bewahren und dennoch unseren internationalen Kunden – mit Ihren kulturellen und charakterlichen Besonderheiten – bestmöglich zu begegnen? Wie können wir die Fähigkeiten und Erfahrungen aller Landesgesellschaften noch besser vernetzen und uns so zum Nutzen unserer Kunden besser aufstellen?

Zu Beginn des Jahres wurde ein Projekt ins Leben gerufen, das genau dieser Fragestellung nachgehen sollte. Ich bekam die Möglichkeit, die Leitung dieses Projekts zu übernehmen. Ich muss zugeben, zu Beginn hatte ich gemischte Gefühle. Auf der einen Seite waren da viele Fragezeichen: Welche Themen sind genau zu bearbeiten? Wie wird die Zusammenarbeit im interkulturellen Team verlaufen? Auf der anderen Seite freute ich mich auf diese tolle Gelegenheit, ein so wichtiges Projekt zu leiten und dadurch auch die Organisation noch besser kennenlernen zu können.

Die erste Herausforderung lag in der Zusammenstellung des Projektteams. Zusammen mit dem Projektpaten gelang es, ein schlagkräftiges Team zusammen zu stellen, in dem neben den verschiedenen Fachbereichen auch die einzelnen Landesgesellschaften vertreten waren.

© Rido - Fotolia.com
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Mitte Februar war es dann endlich soweit. Das Projektteam kam erstmalig zum Kick-off Meeting in Münster zusammen.  Bereits unser erstes Treffen war ein voller Erfolg. Wir hatten die Gelegenheit uns kennenzulernen, unsere Erwartungen auszutauschen und schafften es auf Anhieb die Kernthemen des Projektes zu definieren. In den folgenden Wochen und Monaten arbeiteten wir in  Arbeitsgruppen an den verschiedenen Themen.

Besonders positiv empfand ich die Zusammenarbeit im Team. Die Projektarbeit profitierte gleichermaßen von unseren Gemeinsamkeiten und Unterschieden. Große Übereinstimmungen zeigten sich in unserem gemeinsamen Miteinander und der gegenseitigen Wertschätzung. Die Diversität in Bezug auf die fachlichen und landesspezifischen Erfahrungen jedes Einzelnen trugen dazu bei, dass die behandelten Themen differenziert und aus verschiedenen Perspektiven  beleuchtet wurden. Durch diese sehr gute Zusammenarbeit im Team und das hohe Engagement jedes Einzelnen wurden fundierte und praxistaugliche Konzepte erarbeitet.

Um auf die Ausgangsfrage zurück zu kommen: Ist es möglich, sich den unterschiedlichen Märkten und damit den kulturellen Unterschieden gegenüber zu öffnen und gleichzeitig die westfälische Identität zu bewahren?  Klare Antwort: Ja!

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Unsere gemeinsamen Werte haben uns dorthin geführt, wo wir heute stehen. Sie bilden die Basis unserer täglichen Arbeit. Darauf aufbauend findet eine stetige Anpassung an internationale Besonderheiten im täglichen Austausch mit unseren Kunden und Geschäftspartnern statt. Das Projekt hat gezeigt, wie wertvoll kulturelle Unterschiede sein können. Mit dieser Vielfalt können wir nicht nur den heterogenen und spezifischen Anforderungen unserer Kunden gerecht werden, sondern wir ALLE partizipieren von diesem geballten internationalen Wissen. Ziel ist es also nicht, den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden, sondern den internationalen Austausch zu fördern und so voneinander lernen und profitieren zu können.

Viele Grüße
Kristina Schmidt


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