Alle Beiträge von Rebecca Ost

Praktikantin Unternehmenskommunikation (Oktober-Dezember 2015)
Imamzadeh Saleh Teheran

Vom Fliehen und Ankommen

Hasnain Kazim, Korrespondent von SPIEGEL ONLINE, schrieb in einem seiner Artikel „Wir singen an Weihnachten zwar alle „Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all“, aber in Wahrheit sollen die uns bloß vom Leib bleiben“. Mit „die“ sind Flüchtlinge gemeint. In seinem Bericht über die „besorgten Bürger“ erklärt er, dass die Argumentation vieler widersprüchlich sei, weil sie sich einfach nicht trauen zu sagen, was sie eigentlich denken.

Es gibt zurzeit in Deutschland wohl kaum ein so kontrovers diskutiertes Thema wie die Flüchtlingskrise.
Dies ist meine letzte Woche als Praktikantin bei der Westfalen Gruppe und dies ist damit mein letzter Blog-Beitrag. Auch wenn mittlerweile alle bereits im Weihnachtsstress sind, hoffe ich, dass Sie trotzdem die Zeit finden, sich etwas intensiver mit dem Thema zu beschäftigen.

Die Westfalen Gruppe hat zwei Flüchtlingsfamilien Wohnraum zur Verfügung gestellt. Eine dieser Familien habe ich vor Kurzem besucht. Ihre Geschichte möchte ich gerne mit Ihnen teilen.

Zuerst gibt’s aber noch ein paar Zahlen, Daten und Fakten, die veranschaulichen sollen, dass die anhaltenden politischen Diskussionen eigentlich nur unnötige Verunsicherung in der Bevölkerung auslösen. Natürlich stellen die vielen Menschen eine Herausforderung für Deutschland dar, das möchte ich auch nicht abstreiten. Aber es ist keine, die so groß und unüberwindbar ist, wie sie häufig dargestellt wird. Oft hört man dramatische Fragen, wie z. B. „Wie sieht es in Deutschland wohl in 10 Jahren aus?“. Mit Sicherheit anders. Aber mal ehrlich: Damit haben die Flüchtlinge wenig zu tun.

Derzeit befinden sich weltweit über 60 Millionen Menschen auf der Flucht. In 2014 flohen im Durchschnitt 42.500 Menschen pro Tag.

Bis Dezember wurden in Deutschland rund 965.000 Flüchtlinge von den Behörden registriert. 425.035 haben bereits einen Asylantrag gestellt. 55,6 % der Asylantragssteller sind jünger als 25 und 70,9 % sind jünger als 30 Jahre. Diese Zahlen zeigen deutlich, dass mit den hohen Flüchtlingszahlen nicht nur potentielle Sozialhilfeempfänger, sondern auch Arbeitskräfte nach Deutschland kommen.

2015 waren in Deutschland folgende Herkunftsländer am stärksten unter den Schutzsuchenden vertreten: Syrien, Albanien und Kosovo. Von den 22 Millionen Einwohnern Syriens in 2013 befindet sich mittlerweile fast die Hälfte auf der Flucht – sie bilden die größte Flüchtlingsgruppe. Danach folgen Flüchtlinge vom afrikanischen Kontinent. Sie bevorzugen die Flucht in die Nachbarstaaten (sogenannte Binnenflüchtlinge) und hoffen, bald wieder zurück in ihr Heimatland zu können.

Die Vielzahl der Flüchtlinge ist in Deutschland kein neues Phänomen. Anfang der 1990er Jahre kamen auch Hunderttausende aus Kriegs- und Krisengebieten zu uns. Es war Bürgerkrieg in Burundi, der Republik Kongo, Simbabwe und im Senegal. Außerdem gab es Grenzstreitigkeiten zwischen Eritrea und Äthiopien und auch zwischen Mali und Burkina Faso. Auch auf dem Balkan herrschte Krieg.

Schon damals hieß es in den Zeitungen, dass solch ein Flüchtlingsstrom kaum noch zu bewältigen sei. 1990 wurden 193.063 Asylanträge in Deutschland gestellt, im darauf folgenden Jahr stieg die Zahl auf 256.112 und 1992 waren es ca. 438.191.  Auch damals gab es heftige Diskussionen, gegenseitige Schuldzuweisungen und Debatten um ein neues Asylgesetz.

„Alle kommen nach Deutschland“

Auch wenn viele das Gefühl haben, dass dem so sei, stimmt es nicht. Die Hauptlast schultern die Nachbarländer. Laut Statistiken von UNHCR (2014) sind die sechs größten Flüchtlings-Aufnahmeländer die Türkei mit 1,59 Millionen, Pakistan mit 1,51 Millionen, Libanon mit 1,15 Millionen, Iran mit 982.300, Äthiopien mit 659.500 und Jordanien mit 654.100. Und 2015 sind die Zahlen noch einmal gestiegen: Inzwischen hat die Türkei z. B. bereits über 1,8 Millionen Menschen aufgenommen.

Neun von zehn Flüchtlingen leben in Entwicklungsländern. Aber auch, wenn man sich innereuropäisch die Asylanträge in 2014 pro 1000 Einwohner anschaut, wird schnell klar, dass Deutschland erst an fünfter Stelle nach Schweden, Ungarn, Österreich und Dänemark folgt. In absoluten Zahlen aber steht Deutschland im europäischen Vergleich an Platz eins.

Was veranlasst diese vielen Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen? In eine andere Kultur zukommen, in der man kaum oder gar nicht die Sprache spricht? Sich auf eine Reise zu begeben, wo man nicht einmal weiß, ob man sie überhaupt überleben wird? Freunde und Familie zurückzulassen? Um dann mit Tausenden von Menschen Wochen, wenn nicht Monate, in Containern oder Zelten zu leben. Was veranlasst diese Menschen, das alles auf sich zu nehmen?

Natürlich fliehen nicht alle wegen Bürgerkriegen, Naturkatastrophen, politischer Verfolgung oder aus religiösen Gründen, sondern auch die sogenannten „Wirtschaftsflüchtlinge“ kommen nach Deutschland. Diese haben allerdings kaum eine Chance auf Bleiberecht. Beispielsweise durften in diesem Jahr von 20.864 Serben nur etwa 21 in Deutschland bleiben.

Ein Beispiel aus dem wahren Leben

Den Versuch zu begreifen, welches Schicksal vielen widerfährt, kann man nur unternehmen, wenn man mit den Menschen spricht und ihnen zuhört.

Die Familie, die ich besucht habe, kommt aus dem Iran. Mehr als 99 % der 78 Millionen Iraner sind Muslime. Im Islam gibt es verschiedene Gruppen, die sich im Laufe der Zeit etabliert haben. Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer religiösen und politischen Lehren. Die beiden größten Richtungen sind das Sunnitentum und die Schia. Im Iran sind über 90 % Schiiten und nur ca. 8 % Sunniten vertreten. In der Islamischen Republik Iran gibt es noch die Todesstrafe. Alleine in der ersten Hälfte von 2015 gab es fast 700 Hinrichtungen. Das entspricht mehr als drei Hinrichtungen pro Tag.

Als ich in der neuen Wohnung der Familie ankomme, empfängt mich eine hübsche Frau mit kurzen Haaren. Wie fast alle Iraner, sind auch sie Schiiten. Sie berichten, dass viele Menschen im Iran gar nicht streng gläubig sind. Es sei wie bei den meisten Sachen, die die erzwungen werden: Wenn man keine Wahl hat, dann macht man eine Sache nicht mit Herz. Sie spricht gut Englisch und Deutsch. Ihr Mann versteht inzwischen auch fast alles auf Deutsch, nur das Sprechen fällt ihm noch etwas schwerer.

Nachdem wir alle mit Getränken versorgt wurden, fangen wir an uns zu unterhalten. Die Familie kommt aus der Nähe von Teheran, der Hauptstadt des Irans. Das Ehepaar ist gut gebildet und konnte ein gut situiertes Leben dort führen. Die Frau war Anwältin und er Architekt. Nachdem sie genügend Geld gespart hatten, haben sie sich in der Nähe von Teheran ein großes Stück Land gekauft und wollten davon viele kleinere Grundstücken wieder verkaufen.

Alles lief wunderbar, bis Regierungsmitarbeiter sie erpresst haben. Zuerst dachten sie, sie könnten die Schutzgeldjäger ignorieren. Die würden schon weggehen. Sie kamen aber immer häufiger und haben gedroht, die Felder und die auf dem Land gebauten Häuser zu zerstören, wenn sie kein Schutzgeld zahlen. Abgesehen davon, dass dies illegal war, hatte die Familie ihr Erspartes für die Grundstücke ausgegeben und nicht mehr genügend Geld, um die Erpresser zu bezahlen. Eines Tages machten sie ihre Drohungen wahr und zerstörten alle Felder, Bauten und auch ihr Wohnhaus. Alles war verwüstet. Der Vater der Frau hatte einen schweren Herzfehler. Bei dem Einbruch erlitt er vor Stress einen Herzinfarkt, an dessen Folgen er später starb. Der Ehemann wurde verhaftet. Nun saß die Frau alleine mit einem kleinen Kind und hochschwanger auf einem Haufen Schutt.

Die Geldeintreiber kamen weiter vorbei. Als sie eines Tages erfuhr, dass auch ihr die Verhaftung droht, entschied sie kurzum, alle Grundstücke, einschließlich ihres Wohnhauses, zu verkaufen. Das meiste Geld investierte sie in die Freilassung ihres Ehemanns. Mit dem Rest bezahlte sie jemanden, der alle Unterlagen für die Flucht zusammenstellen sollte. Sobald ihr Mann aus dem Gefängnis kam, nahmen sie alles Notwendige mit und machten sich zur Flucht bereit. Bei der Ausreise hatten sie große Angst, denn eigentlich war ihnen das Verlassen des Landes verboten. Mit ihrer Flucht hatte der Staat aber nicht gerechnet und sie haben es nach Italien geschafft. Von dort ging es weiter nach Frankreich und dann nach Belgien. Sie wollten weiter nach England, aber in Brüssel steckten sie fest. Der Organisator, der im Iran für die Planung der Flucht und die Unterlagen bezahlt wurde, konnte auch keine klare Auskunft geben. Wochenlang hieß es, es würde bestimmt bald weiter gehen. Mitten im Winter ohne entsprechende Kleidung und die Frau – immer noch hochschwanger – entschied die Familie kurzerhand weiter nach Deutschland zu fahren. Dort kannten sie noch eine alte Freundin. Sie riefen sie an und baten um Hilfe. Also ging es weiter: Mit einem Zug fuhren sie von Brüssel nach Deutschland.

Dort wurden sie versorgt und in eine Aufnahmestation für Flüchtlinge gebracht. Registriert wurde die Familie bereits in Italien. Nach einigen Monaten in der Aufnahmestelle ging es weiter in die nächste Flüchtlingsunterkunft. Insgesamt gab es drei verschiedene Stationen, bevor das Wohnungsamt ihnen endlich eine Wohnung anbieten konnte: eine Wohnung der Westfalen Gruppe. Jetzt hat die Familie endlich ein sicheres Zuhause. Das ältere Kind kann nun zur Kita gehen und auch dem Neugeborenen fehlt es an nichts.

Momentan sind sie in Deutschland allerdings nur „geduldet“. Sie haben einen Antrag auf Asyl gestellt, aber bisher gibt es noch nicht viel Neues. Das kann auch noch gut ein Jahr dauern. So lange dürfen sie aber auf jeden Fall in Deutschland bleiben. Eine Arbeitserlaubnis haben sie aber noch nicht bekommen. Im Moment steht sowieso ganz klar in Fokus: Deutsch lernen und die Emotionalen Wunden verarbeiten. Davon gibt es reichlich. Mit therapeutischer Behandlung wird es langsam etwas besser.

Vermissen sie etwas aus ihrer Heimat? Außer Freunden und Familie nichts. Sie sind so glücklich, endlich in Deutschland zu sein und sie wollen sich hier ein neues Leben aufbauen. Zurück in den Iran zu gehen wäre keine Option: Sie würden sofort verhaftet und im Gefängnis landen.

Ich bin sicher, dass manche „besorgte Bürger“ ihre Einstellungen änderten, setzten sie sich einmal wirklich mit Einzelfällen auseinander. Außerdem sollten wir alle nicht vergessen, dass vor nicht allzu vielen Jahren auch tausende Deutsche mal Flüchtlinge waren.

Ich wünsche Ihnen allen ein besinnliches Fest und ein glückliches neues Jahr.

Viele Grüße

Rebecca Ost

 

Quellen:

Amnesty International. (2015). Todesstrafe. Hinrichtungsserie im Iran: Fast 700 Todesurteile vollstreckt. Retrieved from: https://www.amnesty.de/2015/7/24/hinrichtungsserie-im-iran-fast-700-todesurteile-vollstreckt

Auswertiges Amt. (2015). Innenpolitik. Retrieved from: http://www.auswaertiges-amt.de/sid_40E0556A29A2ACD944CA1B1925687E5D/DE/Aussenpolitik/Laender/Laenderinfos/Iran/Innenpolitik_node.html

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. (2015). Aktuelle Zahlen zu Asyl. Ausgabe: November 2015. Retrieved from: https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Downloads/Infothek/Statistik/Asyl/statistik-anlage-teil-4-aktuelle-zahlen-zu-asyl.pdf?__blob=publicationFile

Kazim, H. (2015) Flüchtlinge: Was „besorgte Bürger“ sagen wollen. SPIEGEL ONLINE. Retrieved from: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-die-argumente-der-besorgten-buerger-kommentar-a-1062324.html on 04.12.2015

Steiner, A. (2015). Das sind Deutschlands Flüchtlinge. Frankfurter Allgemeine Zeitung. Retrieved from: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/deutschlands-fluechtlinge-in-grafiken-13867210.html

UNO-Flüchtlingshilfe. (2014). Flüchtlinge weltweit. Zahlen 6 Fakten. Retrieved from: https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/fluechtlinge/zahlen-fakten.html










Header-Bild: Fotolia Imamzadeh Saleh Teheran © Kaputtknie
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Rentnertreff 2015

Der langersehnte Rentnertreff hat wieder stattgefunden!

Rund 150 ehemalige Mitarbeiter der Westfalen Gruppe sind am 29.10.2015 im Westfalen Forum am Industrieweg erschienen. Einige von ihnen gerade erst pensioniert, andere sind schon seit Jahren im Ruhestand. Der Älteste steht kurz vor seinem 94. Geburtstag! Es kamen Leute mit Rollatoren und im Rollstuhl – alle wollten dabei sein!

Ich war beeindruckt davon, wie sehr sich die Menschen mit der Westfalen Gruppe identifiziert haben bzw. immer noch identifizieren und wie groß das Interesse am Unternehmen nach all den Jahren noch ist.

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Um ca. 14:00 Uhr ging`s los. Bei Kaffee und Kuchen trafen sich die ehemaligen Kollegen wieder, die sich teilweise Jahre nicht gesehen hatten. Die Freude war groß!

Anschließend folgten Reden der Familie Fritsch-Albert, in der alle Anwesenden auf den neusten Stand gebracht und über aktuelle Themen informiert wurden. Hier wurde natürlich auch über den Neubau und das Betriebsrestaurant berichtet. Nach den vielen Informationen durften die Rentner sich endlich umschauen.

Die Auszubildenden der Westfalen Gruppe übernahmen die Führung der ehemaligen Kollegen durch das Unternehmen in 10er Gruppen. Auf dem Plan standen fünf Stopps: die neue Dachterrasse, das Mehrzweckgebäude, das Betriebsrestaurant, der Turm, in dem viele offene Bürowelten entstanden sind und der neue Besprechungsraum „Münster“. An den jeweiligen Stationen stand immer ein Mitarbeiter, der kurz etwas über das jeweilige Gebäude oder den Raum erzählt hat. Auch die Azubis wurden mit Fragen gelöchert. Alle waren wahnsinnig interessiert und wissbegierig.

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Schnell stellte sich heraus, dass es gar nicht so einfach war die älteren Herrschaften in ihren jeweiligen Gruppen beisammen zu halten – alle trafen ehemalige Kollegen und Kolleginnen in den Gängen und Büroräumen. Die Stimmung war super und alle waren begeistert von den Umbauten.
Gegen 17:00 Uhr fuhren dann alle Gäste zusammen mit Bussen zum Sudmühlenhof,  wo sie gemeinsam zu Abend aßen. Ein herrlicher Ausklang für einen so tollen Tag.

Was mich besonders beeindruckt hat war, wie viel Bedeutung das Unternehmen für die ehemaligen Mitarbeiter hat, obwohl sie bereits zum Teil seit Jahren nicht mehr dort arbeiten. Es war toll zu sehen, dass die Menschen, die die Westfalen Gruppe zu dem gemacht haben, was sie heute ist, sich immer noch damit auseinander setzen möchten und so viel Freude daran haben. Auch habe ich erfahren, dass es zum Teil Familien gibt, von denen bereits die dritte Generation im Unternehmen arbeitet. Die Westfalen Gruppe  ist ein Familienunternehmen in jeglicher Hinsicht!

Viele Grüße

Rebecca Ost
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Rent-a-Dienstwagen

Hallo liebe Leser/innen,

zurzeit mache ich ein Praktikum bei der Westfalen Gruppe. Meine erste Arbeitswoche war noch nicht einmal ganz rum und schon durfte ich mit zu einem Termin bei einer Agentur in Köln. Zu dritt machten wir uns in einem Pool-Fahrzeug der Westfalen Gruppe auf den Weg. Da ein Kollege noch einen Anschlusstermin hatte, sind wir dann zu zweit mit dem Zug zurück nach Münster gefahren. Die Tickets für eine Fahrt von Köln nach Münster – keine 150 km – kosteten 27 € pro Person (Sparpreis mit Zugbindung!). Verspätung war natürlich inklusive.

Die Idee der Pool-Fahrzeuge erschien mir auf einmal nicht nur total praktisch, sondern auch aus Kostengründen sinnvoll. Aber, stimmt das auch? Wie viele Autos stehen im Pool überhaupt zur Verfügung? Und wie funktioniert das genau? 

poolfahrzeug
Insgesamt stehen derzeit fünf Fahrzeuge zur Verfügung. Alle sind Mercedes Benz C-Klasse Limousinen mit 6-Gang-Schaltgetriebe und haben die gleiche Ausstattung (u. a. Navigationsgerät und Bluetooth-Freisprecheinrichtung). Jeder Mitarbeiter der Westfalen Gruppe, der einen gültigen Führerschein besitzt, hat die Möglichkeit, sich für Dienstfahrten ein Auto aus dem Fahrzeug-Pool zu leihen.

Und wie lange darf man es nutzen? So lange, wie man es benötigt – von einer Stunde bis zu mehreren Tagen.

Wie läuft das denn so mit den Autos aus dem Fahrzeug-Pool?

Also, erst einmal muss geprüft werden, ob zu dem jeweiligen Zeitpunkt noch Autos zur Verfügung stehen. Da fragt man am besten die netten Damen am Empfang, die kurz in ihrem Administrations-Programm nachgucken. Sie verwalten auch die Schlüssel, die Fahrtenbücher und Tankkarten.
administration
Falls zum gewünschten Zeitpunkt ein Auto frei ist, sollte man bei Erstnutzung 15 Minuten vor Abfahrt zum Empfang gehen, um eine Einweisung zu erhalten. Hier geht es vor allem um Sicherheitshinweise, Betriebsanweisungen und andere wichtige Zusatzinformationen. Auch die Führerscheindaten, wie Ausstellungsdatum und Nummer, werden aufgenommen. Der Führerschein muss allerdings jedes Mal vorgezeigt werden, um sicherzugehen, dass aktuell ein gültiger vorliegt. Sobald alle Zettel gelesen und unterschrieben sind, kann’s losgehen. Auf einem kleinen Post-it, der auf dem Autoschlüssel klebt, steht genau, wo auf dem Mitarbeiter-Parkplatz das Auto gerade steht.

unterlagen

Wie ist die Auslastung der Fahrzeuge?

Klare Antwort: über 100 %. Alle Autos sind so gut wie immer verliehen. Viele Mitarbeiter, die des Öfteren Auswärtstermine haben, reservieren mindestens ein bis zwei Wochen im Voraus. In Extremfällen sogar schon mal einen Monat. Von einigen werden die Autos wöchentlich genutzt. Insbesondere die Flexibilität ist Grund für die Nutzung. Bis vor einem Jahr gab es nur die Möglichkeit, Fahrzeuge von einer Autovermietung zu leihen oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Die Option, sich jederzeit ein Auto vom Parkplatz nehmen zu können, um flexibel und mobil zu sein, wird gerne angenommen. Demnächst sollen die derzeitigen Fahrzeuge gegen mehrere neue Mercedes-Benz C-Klasse Kombis ausgetauscht werden. Diese haben dann alle ein fest verbautes Navigationsgerät.  

Um Engpässe zu überbrücken, besteht immer noch die Möglichkeit, sich bei einer Autovermietung (Sixt oder Enterprise) einen Mietwagen zu nehmen. Dies wird auch über die Mitarbeiterinnen des Empfangs abgewickelt. Auch bei dem Transport von größeren Gegenständen empfiehlt sich ein anderes Fahrzeug, da in die C-Klasse nur bedingt viel Stauraum bietet. Die Pool-Fahrzeuge sollen allerdings vorrangig zum Einsatz kommen, da es nicht nur für die Mitarbeiter komfortabler sondern auch für die Westfalen Gruppe wirtschaftlicher ist.

innen

Eine kurz zusammengefasste To Do-Liste für erfolgreiches Ausleihen:

  • sich frühzeitig beim Empfang erkundigen, ob es zum gewünschten Zeitpunkt noch Fahrzeuge gibt
  • Einweisung, Führerscheinkontrolle und los geht’s 
  • bei Abgabe den aktuellen km-Stand in das Fahrtenbuch eintragen
  • das Auto nach der Nutzung wieder volltanken
  • bei Bedarf Auto waschen, aussaugen und Müll rausnehmen
  • Tankbeleg aufheben und mit dem Schlüssel und dem Fahrtenbuch wieder abgeben
  • Kostenstelle bereithalten 
  • Beschädigung oder ähnliches dem Fuhrparkmanagement melden

Also, als Fazit wird festgehalten: tolle Sache!

Es ist für die Mitarbeiter unheimlich praktisch, rechnet sich für das Unternehmen und bietet neben Mobilität auch große Flexibilität. 

Bis Weihnachten läuft mein Praktikum noch und ich freue mich auf die kommenden Wochen bei der Westfalen Gruppe.

Liebe Grüße,
 
Rebecca Ost
Praktikantin