Archiv der Kategorie: Ausbildung

Kreuzfahrtschiff

Was haben 40-Tonner und Kreuzfahrtschiffe gemeinsam?

Hallo zusammen,

mein Name ist Anna-Katharina Dirkmann und ich befinde mich im ersten Ausbildungsjahr zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung. Seit Beginn meiner Ausbildung bin ich nun im Supply Chain Management Cylinder (SCM Cylinder) eingesetzt. Jetzt möchte ich hier die Gelegenheit nutzen, diesen Bereich einmal vorzustellen.

Für viele ist die Dispo Münster das „Kellerkind“ (kurze Erklärung für alle, die sich in Münster nicht so auskennen: Man findet die Dispo in der untersten Etage des Westfalen Towers :-) ). Hier kümmern sich insgesamt 19 Mitarbeiter/innen und in der Regel zwei Azubis um viele unterschiedliche und vor allem spannende Dinge.

Wie der Name schon sagt, wird im Dispo-Team disponiert, es werden also Einsatz und die Beladung der LKWs geplant. Aber so einfach und so schnell, wie manch einer es sich vorstellt, ist dieser Vorgang nicht abgeschlossen.

Zunächst bestellt ein Kunde ein Produkt. (Wenn es nur ein Kunde wäre, wäre das natürlich schlecht für Westfalen, aber entspannt für die Disponenten 😀 .)

Täglich werden hier unzählige Aufträge angenommen, eingegeben und weiterverarbeitet. Sie können sich vorstellen, dass es da manchmal turbulent zugeht und der Termindruck sowie der Lärmpegel steigen.

Es ist nämlich so, dass hier ein Zahnrad in das andere greift: Sobald der Auftrag angelegt ist, wird er weiterverarbeitet und einer Tour, die am nächsten Tag gefahren wird, zugeordnet. Hört sich auch erst mal ganz einfach an. Aber auch hier sind wieder gaaaanz viele Dinge zu beachten:

Welcher LKW soll genutzt werden?  Den roten, den gelben oder doch lieber den grünen? Aber es sind natürlich alle LKW, die für uns fahren, blau und gemäß Spezifikation in der Farbe RAL 5013 lackiert.
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Es kommt auf andere Dinge an:

  • Wie hoch ist die Zuladung?
  • Bekomme ich alle meine Produkte auf einen Motorwagen oder brauche ich doch einen LKW mit Anhänger?
  • Wie sieht es beim Kunden vor Ort aus? Brauche ich ein kleines oder großes Fahrzeug?

Eine Flaschenanlieferung in der Innenstadt mit einem 40-Tonner wäre nämlich doch nicht die richtige Lösung. 

Sie können sich natürlich selbst ausmalen, dass es für Gefahrguttransporte sehr viele Regeln, Beschränkungen und Verbote gibt. All das wird durch die Mitarbeiter in der Dispo berücksichtigt und geplant.

Sobald die Tour steht, die Kommissionierung beauftragt wurde, alle Produkte zu packen, die Lieferscheine und Beförderungspapiere gedruckt sind, finden die Kollegen dann auch mal Zeit für ihr Disponentenwasser (Kaffee).

Zwischendurch hat man sich natürlich um die vielen kleinen und großen Probleme der Fahrer, die gerade auf Tour sind, gekümmert. Da hilft ein Disponent natürlich telefonisch schon mal gerne aus, wenn der Fahrer die richtige Ausfahrt des Kreisverkehrs nicht findet und eine Runde nach der anderen fährt (in der Praxis wirklich passiert :-) ).

Das zweite große Team ist das „Team Versorgung Werke/Handelsware“. Hier wird die Bezeichnung den vielfältigen Aufgaben gar nicht gerecht. Das Team ist für die ausreichende Produktversorgung unserer Werke und ausländischen Tochtergesellschaften zuständig. Kunden im europäischen Ausland werden in Einzelfällen ebenfalls direkt von Münster aus beliefert.

Haben Sie gewusst, dass von Münster aus auch die Belieferungen vieler großer europäischer Seehäfen koordiniert werden? Stichwort: „Gase im Koffer“. Große Kreuzfahrtschiffe (z. B. Aida Mare) benötigen Prüfgase zur Kalibrierung ihrer Geräte für Abgasuntersuchungen. Diese verpacken wir in einen extra dafür gefertigten Koffer, der dann zu den entsprechenden Hafenspediteuren geliefert wird. Die Zollabwicklung wird ebenfalls durch die Kollegen begleitet.

Wie heißt es so schön? Andere Länder, andere Sitten. Nahezu jede Lieferung macht so ihre kleinen „Problemchen“, die aber bisher immer prima gelöst werden konnten.

Weiterhin kommt die Beschaffung von Produkten wie Ammoniak in Flaschen und Fässern, Wasserstoff, Antifrogen und Trockeneis hinzu, die wir bei diversen Lieferanten zukaufen. Auch in diesem Bereich werden Aufträge angelegt, Touren geplant etc.

Ich könnte noch endlos weitere Aufgaben des SCM Cylinder aufzählen wie z. B. Notdienstübernahme. Dann würde mein Blogbeitrag aber sicherlich einen Umfang von über zehn Seiten haben und Sie wären vielleicht am Ende dann doch etwas genervt :-) .

Ich möchte an dieser Stelle noch mal kurz auf meine Aufgaben als Azubi in diesem spannenden Bereich zurückkommen. Mir und auch den anderen Azubis werden verantwortungsvolle und wichtige Aufgaben übertragen und wir haben das Gefühl, ein Teil der Abteilung zu sein. Man ist auf unsere Hilfe angewiesen und wir kommen uns nicht vor wie ein „Klotz am Bein“. Eine unserer Aufgaben ist zum Beispiel die Rückerfassung der Lieferscheine. Nun könnte man sagen: „Na prima… Rückerfassung, was ist das schon??“ Das sehe ich ganz anders: Falsche Rückerfassung, falsche Rechnung, falsche Bestandsführung und das Schlimmste: Unstimmigkeiten und Aufwand für unsere Kunden. 

Ich hoffe, mein kleiner Einblick in diesen so vielfältigen Bereich hat Ihnen gefallen.

Ach ja… ich bin Ihnen die Auflösung aus der Überschrift noch schuldig:

Was haben 40-Tonner und Kreuzfahrtschiffe gemeinsam? Zum einen ist es sicherlich die regelmäßig erforderliche Abgasuntersuchung, zum anderen ein tolles Dispoteam, auf das man sich in jeder Situation verlassen kann!

An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, um mich bei meiner Abteilung für die spannende Zeit zu bedanken.

Ihre Anna-Katharina Dirkmann

Header-Bild: Fotolia #84589134 | Urheber: Marco2811

Juli 2011 Teenager vor der Htte

Schule mal anders

Liebe Leser/-innen ,

bald ist es wieder soweit!

Für viele Schüler/-innen steht die heiße Phase der Bewerbung an. Auch für die SchülerInnen der Realschule Wolbeck – mit der Westfalen eine Kooperation unterhält –  geht es in den Endspurt.

Mit dem Ziel vor Augen, den Schülern den Absprung von der Schule in das Berufsleben zu  erleichtern, haben wir – vier Auszubildende von Westfalen  (mit Unterstützung einer Praktikantin aus dem Personalwesen) den Schülern der Realschule Wolbeck ein Knigge- sowie ein Bewerbertraining gegeben.

Knigge Training am 08.03.2017

Knigge ?! Wer ist denn das?! So lautete das Motto unseres ersten Trainingstages.

Nach einer freundlichen Begrüßung durch einen der Lehrer und einer kurzen Absprache zum Tagesverlauf konnten wir direkt starten. Einmal auf der anderen Seite des Klassenraumes stehen :-) . Na, dann mal los!

Nachdem die ersten Fragen am Morgen zum Thema
„Knigge ?! Wer ist das?! Was möchte er uns auch heute noch vermitteln?!“ geklärt waren, konnten die SchülerInnen gemeinsam mit uns hilfreiche Informationen und Übungen, die für ein gelungenes Auftreten im Praktikum wichtig sind, erarbeiten.

Know the Rules / Wrfel mit Symbole
Zum Einstieg in den Tag sprachen wir zum Beispiel über die Bereiche Begrüßung, Handschlag und das Duzen bzw. Siezen. Für die SchülerInnen sind diese Informationen und Übungen eine wertvolle Stütze für den ersten Praktikumstag und unsere Tipps können hoffentlich vor dem einen oder anderen Fettnäpfchen bewahren :-)

Für den zweiten Teil des Trainings hatten wir uns eine Übung überlegt, bei der alle schnell gemerkt haben, wie wichtig nicht nur Körperhaltung und Körpersprache, sondern auch die Gestik, Mimik und Sprache im Berufsleben und im Alltag sind. Denn die ersten drei bis vier Sekunden sind entscheidend, um ein gutes Erscheinungsbild zu vermitteln.

Zum Abschluss gingen wir auf das wohl derzeit wichtigste Thema der Jugend  – die Handynutzung – ein. Über den ganzen Tag konnten wir dieses immer wieder gut in den drei Klassen beobachten. Daher gaben wir den SchülerInnen noch ein paar wichtige Informationen bezüglich der Nutzung am Arbeitsplatz und die Wirkung auf andere Personen mit auf den Weg.

Beendet haben wir das Training in jeder der drei Klassen mit einer offenen Fragerunde, in der interessante Fragen gestellt wurden und wir die einen oder anderen Befürchtungen ausräumen konnten.

Bewerbertraining am 26.04.2017

Zusammen mit den SchülerInnen erstellten wir eine Mindmap zum Thema „Bewerbung“.

Über die Suche und den Weg zum passenden Ausbildungsberuf konnten wir unsere eigenen Erfahrungen bezüglich Jobmessen, Agentur für Arbeit usw. weitergeben. 

Anschließend ging es dann ans „Eingemachte“. Die SchülerInnen waren aufgefordert, ihre Kenntnisse im Zusammenhang mit der Erstellung von Bewerbungsunterlagen unter Beweis zustellen.

Wir präsentierten den SchülerInnen ein Negativ-Beispiel eines  Anschreibens und eines Lebenslaufs und begaben uns zusammen mit ihnen auf die Fehlersuche. Im Zuge dessen konnten wir den Schülern auch gleich die wichtigsten Dos und Don’ts rund um das Anfertigen einer überzeugenden Bewerbung aufzeigen.

Als nächstes sollten die SchülerInnen das Erlernte direkt umsetzen, indem sie in Kleingruppen eine Reihe von Papierschnipseln zu einem perfekten Anschreiben und Lebenslauf zusammensetzten. Da die SchülerInnen zuvor sehr gut aufgepasst hatten, lief die anschließende Besprechung der Ergebnisse zur Freude aller Beteiligten wie am Schnürchen.

Den letzten Teil des Trainings bildeten Informationen, Tipps und Tricks zum klassischen Vorstellungsgespräch und dem  Assessment Center, welches mittlerweile immer häufiger zum Einsatz kommt. Auch in der Westfalen Gruppe werden unsere Auszubildenden zunächst in einem Assessment Center ausgewählt. 

Mit Hilfe von kleinen Übungen konnten wir den SchülerInnen die Aufgabentypen und das Ziel des Assessment Centers auf praktische und spaßige Weise vermitteln. Dass es vorteilhaft ist, authentisch zu sein und sich mit Individualität abzuheben, war vielen SchülerInnen vorher gar nicht bewusst.

Zum Schluss durften alle ihre eigenen Fragen loswerden, uns Feedback geben und unsere extra für die SchülerInnen gestaltete Mappe mit allen Materialien rund um das Thema „Bewerbung“ entgegen nehmen.

Unser Fazit

Es waren zwei schöne Tage, an denen wir die Möglichkeit hatten, einmal auf der anderen Seite des Klassenzimmers zu stehen.

Da wir vier vor nicht all zu langer Zeit selbst in dieser Situation waren, konnten wir uns gut in die Schüler hineinversetzen und Ihnen hilfreiche Tipps geben.

Wir hoffen, dass die Schüler viel mitnehmen konnten und wir einige Gesichter hier bei  Westfalen wiedersehen dürfen! :-)

Viele Grüße
Sven Benger, Nane Stohldreier, Maike Schwering und Kathalina Kirchhoff


Header-Bild: Fotolia #38763651 | Urheber: shootingankauf

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Aus dem Sattel auf den Bürostuhl

Kaum 16 Jahre jung und schon hatte ich für meine Zukunft eine ganz genaue Vorstellung: Als Pferdenärrin und -besitzerin wollte ich mein Geld unbedingt mit dem verdienen, was ich liebe. Also habe ich mich nach meinem Realschulabschluss für eine Ausbildung als Pferdewirtin bei einem erfolgreichen Reiterhof beworben. Kaum war die Zusage eingetroffen, polierte ich in meiner Begeisterung alle meine Reitutensilien auf und kaufte auch einiges neu :-) . 

ppic2 (3)Was Verantwortung und Disziplin bedeuten – das habe ich in dieser Ausbildung gelernt. Denn der Umgang mit Pferden erfordert beides. Mit dem Reitsport entscheidet man sich für einen ganz besonderen Teampartner. Einen, der mehrere hundert Kilo auf die Waage bringt, ein Fluchttier mit schnellen Reflexen. Wenn dieser Partner dem Menschen vertraut und ihn im besten Falle als „Leittier“ anerkennt, ist viel gewonnen. Bis es soweit ist, heißt es allerdings, Ängste zu überwinden und auch einmal Niederlagen einzustecken. 

Der Arbeitstag begann um 7:00 Uhr mit dem Füttern der 165 Pferde. Danach hieß es Ställe einstreuen, Pferde pflegen, Pferde satteln und trainieren. Besonders die Arbeit mit den jungen dreijährigen Hengsten war nicht immer leicht. Die meisten kannten weder ein Halfter am Kopf noch den wirklichen Kontakt zum Menschen und mit ihrem Respekt war es auch nicht weit her. Für mich bedeutete das: Vorsichtsmaßnahmen und Aufmerksamkeit hoch zehn. Schon das Herausführen aus der Box war oft ein Abenteuer. Die Gefahr, dass ein Pferd auch mal in der Box ausschlägt, oder dass man an die Wand gequetscht wird, ist doch einigermaßen hoch. Mit Stahlkappenschuhen und Reithandschuhen – die Boxentür immer einen Spalt weit geöffnet – begegnet man mit einem leicht nervösen Gefühl dem aufgewühlten Junghengst und bemüht sich, ihm mit viel Ruhe und Bestimmtheit, ein Halfter über den Kopf zu streifen. 

pIMG_1474Der Reiterhof bot aber auch Reitunterricht und  Ferienfreizeiten für Kinder. Der Reitunterricht auf Schulpferden fand nachmittags statt. Schulpferde sind etwas anderes als Junghengste :-) – meist etwas älter, brav und geduldig. Aber auch ein Schulpferd kann sich erschrecken und losgaloppieren oder zur Seite springen. Meine Aufgabe war es, den Kindern beim Vorbereiten der Pferde zu helfen, also aus der Box führen, putzen, Hufe auskratzen, satteln. Während dieser Vorbereitung für den Reitunterricht musste ich immer viele Fragen der Schüler beantworten: von pferdetypischem Verhalten, über das richtige Reiten bis hin zur Pferdeanatomie. Einige Mal durfte ich während meiner Ausbildung auch Reitunterricht geben. Das hat mir besonders viel Freude gemacht. Auch Ausritte in die Umgebung gehörten zum Programm und am allerliebsten bin ich natürlich selbst mitgeritten :-) 

Abends wurden Stallgassen und und Sattelkammern gefegt und aufgeräumt. Gegen 18 Uhr setzte ich mich dann auf mein Mofa und fuhr nach Hause. Oft fielen mir nach dem Abendessen die Augen zu: körperliche Arbeit macht doch sehr müde. Pferde müssen auch am Wochenende gefüttert und bewegt werden. Daher haben wir auch am Samstagen und Sonntagen gearbeitet, wobei während der Turniersaison diese Wochenendeinsätze schon einmal bis in den Abend dauerten. Im Winter war es natürlich oft sehr kalt und in Pferdeställen gibt es nun einmal keine Heizung. Da half nur: warmarbeiten! 

Irgendwann musste ich dann auf Grund der großen körperlichen Belastungen, die bereits erste Beschwerden mit sich brachten, einsehen, dass Pferdewirtin doch nicht mein endgültiger Beruf sein kann.

Daher entschied ich mich für meine zweite Leidenschaft, absolvierte mein Fachabitur als Gestaltungstechnische Assistentin und startete danach in meine Ausbildung als Mediengestalterin hier bei der Westfalen AG! Und ich muss sagen: es ist eine tolle Ausbildung, die mindestens so viel Spaß macht, wie die Ausbildung zur Pferdewirtin!
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Nach alter Gewohnheit sitze ich bereits gegen 7 Uhr an meinem Arbeitsplatz. So habe ich nachmittags Zeit für mein Hobby: das Reiten. Denn das Glück der Erde liegt nun einmal auf dem Rücken der Pferde. Wer das einmal erfahren hat, der kommt davon kaum wieder los. :-)

Viele Grüße
Alina Bertels

 

 

gespraech

Schule – und dann?

Hallo zusammen!

Mein Name ist Gina Kalverkamp. Ende Februar bin ich in mein Praktikum bei  Westfalen gestartet und unterstütze nun bis zum 19. Mai den Bereich Personalentwicklung/Ausbildung. So kommt es auch, dass ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, gerne von einer Veranstaltung erzählen möchte, die wir – das sind die Ausbildungsleiterin Lena Florath, die Auszubildenden und ich – kürzlich in unserem Hause ausgerichtet haben.

In Deutschland gibt es die Schulpflicht. Zur Schule geht also jeder und darüber macht man sich in der Regel auch keine großen Gedanken. Doch irgendwann rückt der Abschluss näher und die Frage drängt sich auf: Was mache ich nach der Schule? So ging es mir und vielen Auszubildenden vor ein paar Jahren auch. Damit Schülerinnen und Schüler nicht plötzlich mit dem Abschluss in der Hand da stehen und keine Pläne für ihr Berufsleben haben, wurde die Berufsinformationsveranstaltung „Schule  – und dann?“ durch die Wirtschaftsförderung Münster vor 12 Jahren ins Leben gerufen.

Seit 2011 ist die Westfalen Gruppe mit dabei und informiert jedes Jahr Schülerinnen und Schüler über die verschiedenen Möglichkeiten der Berufsausbildung bei Westfalen – in diesem Jahr allerdings mit neuem Konzept. Anstatt einzelner Vorträge durch unsere Auszubildenden zu ihren Ausbildungsberufen haben wir uns dieses Jahr für eine anschaulichere und interaktivere Variante entschieden. Dieses Mal konnten sich die Schülerinnen und Schüler direkt im persönlichen Gespräch mit  den Auszubildenden über die Ausbildungsberufe austauschen und auch selbst bei kleinen Aufgaben oder Anwendungsdemonstrationen aktiv werden.

An sechs verschiedenen Ständen hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit sich bei unseren Azubis zu den verschiedenen kaufmännischen und gewerblichen Ausbildungsberufen  aus erster Hand zu informieren. Bei der Vorbereitung und Gestaltung der Stände haben sich unsere Auszubildenden richtig ins Zeug gelegt: So konnten die Schülerinnen und Schüler beispielsweise ihre Speditions- und Logistikkenntnisse testen, indem sie Auslieferungen an verschiedene fiktive Kunden durch möglichst effiziente Routen verknüpfen oder ihren Faible für IT-Prozesse durch die Demonstration eines Mini-Netzwerkes mit zwei PCs und verschiedener Programmiersprachen entdecken.  

Frau Florath und ich hatten einen Stand vorbereitet, an dem sich die jungen Leute über das Bewerbungsverfahren bei uns informieren und Tipps und Tricks für eine erfolgreiche Bewerbung bekommen konnten. Ein Highlight war unter anderem auch der TKW auf dem Hof, den die Azubis bereitgestellt hatten, um einen Einblick in die Berufe des KFZ-Mechatronikers und Berufskraftfahrers zu geben. Dieser kam bei den Schülerinnen und Schülern natürlich besonders gut an!
tkwDie Schülerinnen und Schüler waren sehr interessiert und neugierig und konnten in den Gesprächen mit den Auszubildenden auch echte Insights z. B. im Hinblick auf Auslandsaufenthalte oder die persönlichen Erfahrungen aus dem Assessment Center gewinnen. Abgeschlossen wurde der Nachmittag dann mit einem Quiz zu verschiedenen Aspekten der Stände, bei dem drei glückliche Gewinner Karten für ein Spiel im Preußen Stadion erhielten.

Insgesamt war es eine rundum gelungene Veranstaltung, vor allem aufgrund des neuen Konzepts, das sowohl bei den Schülerinnen und Schülern als auch den Auszubildenden durch den lockeren und persönlichen Austausch super ankam. Daher steht für uns fest: Im nächsten Jahr wieder so :-)

Viele Grüße
Gina Kalverkamp

 

Man hand with pen writing on notebook.

PTP – was ist denn das?

Wir, die dualen Studenten, möchten Euch/Sie über unser Ausbildungssystem und im Speziellen die dazugehörigen Praxistransferprojekte („PTP“) informieren.

Das duale Studium

Das duale Studium zeichnet sich dadurch aus, dass zwei Lernorte – Hochschule und Betrieb – miteinander verknüpft werden, um das Berufsumfeld und die aufkommenden Probleme verstehen zu können.

Wir verbringen unsere Theoriephase an der Hochschule Osnabrück am Campus Lingen, unsere Praxisphasen hier im Unternehmen.

Eine Theoriephase geht über ca. zehn Wochen, danach wenden wir diese erlernten Theorien in der Westfalen Gruppe an. Dieser Rhythmus findet in stetem Wechsel statt, sodass wir insgesamt sechs Theorie- und sechs Praxisphasen durchlaufen.

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Die Praxistransferprojekte

Um die beiden Phasen optimal zu verknüpfen, fertigen wir während unserer Praxisphasen in jedem Modul (=Fach) aus den Kernbereichen Management, Finance, Accounting und Marketing ein Praxistransferprojekt an. Diese haben den Zweck, das gelernte theoretische Wissen im Betrieb zu erkennen und Impulse für Verbesserungen oder Veränderungen zu liefern. Dazu fertigen wir eine Ausarbeitung zu einem definierten Thema an.  

Zum Beispiel wird gerade an einem Praxistransferprojekt im Modul Marketingpolitiken unter dem Gesichtspunkt der Marke Westfalen gearbeitet. Hierbei werden die unterschiedlichen Aspekte wie Name, Logo, Bilder, Personifizierungen, Symbole und Slogan berücksichtigt. Der Schwerpunkt des PTP wird beim Slogan liegen, da dieser aktuell nicht vorhanden ist. Innerhalb dessen werden Vor- und Nachteile der Einführung eines möglichen Slogans abgewogen und mittels einer wissenschaftlichen Literaturrecherche fundiert.

Um Ausarbeitungen dieser Art mit Inhalt zu füllen, brauchen wir die Hilfe unserer Kollegen. Denn wir wollen mit unseren Ausarbeitungen einen Mehrwert für das Unternehmen schaffen.

Hilfe? Wie ist das zu verstehen?

Um Themen für die PTPe zu finden,  benötigen wir Informationen über aktuelle Arbeitsprozesse und mögliche Verbesserungsansätze, die wir dann mittels einer Literaturrecherche ausarbeiten.   

Grundgedanke ist es, durch Eure/Ihre Anregungen ein interessantes PTP schreiben zu können. Das hilft Euch/Ihnen und das hilft uns, denn Themen zu finden ist nicht immer leicht. Dazu fehlen uns oft ausreichende Einblicke in die Arbeit und Prozesse der verschiedenen Bereiche des Unternehmens.

Wir wissen um die Vertraulichkeit von Daten und es ist besonders im Interesse der Hochschule, diese entsprechend zu behandeln. Ohne Sperrvermerk wird kein PTP an die Dozenten weitergegeben.

Bei Interesse geben wir unsere Ausarbeitungen gerne an Euch/Sie weiter, denn sie sind auf Eure/Ihre Abteilung abgestimmt.

Wenn Ihr/Sie Fragen an uns habt/haben, freuen wir uns über Feedback. 

Viele Grüße
Eure dualen Studenten 

Christian Otto, Katharina Lensing, Jasmin Piosczyk, Simon Knapheide & Lukas Lesting

Header-Bild: Fotolia  #130194346 | Urheber: jcomp