Archiv der Kategorie: Ausbildung

Schule mal anders

Liebe Leser/-innen ,

bald ist es wieder soweit!

Für viele Schüler/-innen steht die heiße Phase der Bewerbung an. Auch für die SchülerInnen der Realschule Wolbeck – mit der Westfalen eine Kooperation unterhält –  geht es in den Endspurt.

Mit dem Ziel vor Augen, den Schülern den Absprung von der Schule in das Berufsleben zu  erleichtern, haben wir – vier Auszubildende von Westfalen  (mit Unterstützung einer Praktikantin aus dem Personalwesen) den Schülern der Realschule Wolbeck ein Knigge- sowie ein Bewerbertraining gegeben.

Knigge Training am 08.03.2017

Knigge ?! Wer ist denn das?! So lautete das Motto unseres ersten Trainingstages.

Nach einer freundlichen Begrüßung durch einen der Lehrer und einer kurzen Absprache zum Tagesverlauf konnten wir direkt starten. Einmal auf der anderen Seite des Klassenraumes stehen 🙂 . Na, dann mal los!

Nachdem die ersten Fragen am Morgen zum Thema
„Knigge ?! Wer ist das?! Was möchte er uns auch heute noch vermitteln?!“ geklärt waren, konnten die SchülerInnen gemeinsam mit uns hilfreiche Informationen und Übungen, die für ein gelungenes Auftreten im Praktikum wichtig sind, erarbeiten.

Know the Rules / Wrfel mit Symbole
Zum Einstieg in den Tag sprachen wir zum Beispiel über die Bereiche Begrüßung, Handschlag und das Duzen bzw. Siezen. Für die SchülerInnen sind diese Informationen und Übungen eine wertvolle Stütze für den ersten Praktikumstag und unsere Tipps können hoffentlich vor dem einen oder anderen Fettnäpfchen bewahren 🙂 . 

Für den zweiten Teil des Trainings hatten wir uns eine Übung überlegt, bei der alle schnell gemerkt haben, wie wichtig nicht nur Körperhaltung und Körpersprache, sondern auch die Gestik, Mimik und Sprache im Berufsleben und im Alltag sind. Denn die ersten drei bis vier Sekunden sind entscheidend, um ein gutes Erscheinungsbild zu vermitteln.

Zum Abschluss gingen wir auf das wohl derzeit wichtigste Thema der Jugend  – die Handynutzung – ein. Über den ganzen Tag konnten wir dieses immer wieder gut in den drei Klassen beobachten. Daher gaben wir den SchülerInnen noch ein paar wichtige Informationen bezüglich der Nutzung am Arbeitsplatz und die Wirkung auf andere Personen mit auf den Weg.

Beendet haben wir das Training in jeder der drei Klassen mit einer offenen Fragerunde, in der interessante Fragen gestellt wurden und wir die einen oder anderen Befürchtungen ausräumen konnten.

Bewerbertraining am 26.04.2017

Zusammen mit den SchülerInnen erstellten wir eine Mindmap zum Thema „Bewerbung“.

Über die Suche und den Weg zum passenden Ausbildungsberuf konnten wir unsere eigenen Erfahrungen bezüglich Jobmessen, Agentur für Arbeit usw. weitergeben. 

Anschließend ging es dann ans „Eingemachte“. Die SchülerInnen waren aufgefordert, ihre Kenntnisse im Zusammenhang mit der Erstellung von Bewerbungsunterlagen unter Beweis zustellen.

Wir präsentierten den SchülerInnen ein Negativ-Beispiel eines  Anschreibens und eines Lebenslaufs und begaben uns zusammen mit ihnen auf die Fehlersuche. Im Zuge dessen konnten wir den Schülern auch gleich die wichtigsten Dos und Don’ts rund um das Anfertigen einer überzeugenden Bewerbung aufzeigen.

Als nächstes sollten die SchülerInnen das Erlernte direkt umsetzen, indem sie in Kleingruppen eine Reihe von Papierschnipseln zu einem perfekten Anschreiben und Lebenslauf zusammensetzten. Da die SchülerInnen zuvor sehr gut aufgepasst hatten, lief die anschließende Besprechung der Ergebnisse zur Freude aller Beteiligten wie am Schnürchen.

Den letzten Teil des Trainings bildeten Informationen, Tipps und Tricks zum klassischen Vorstellungsgespräch und dem  Assessment Center, welches mittlerweile immer häufiger zum Einsatz kommt. Auch in der Westfalen Gruppe werden unsere Auszubildenden zunächst in einem Assessment Center ausgewählt. 

Mit Hilfe von kleinen Übungen konnten wir den SchülerInnen die Aufgabentypen und das Ziel des Assessment Centers auf praktische und spaßige Weise vermitteln. Dass es vorteilhaft ist, authentisch zu sein und sich mit Individualität abzuheben, war vielen SchülerInnen vorher gar nicht bewusst.

Zum Schluss durften alle ihre eigenen Fragen loswerden, uns Feedback geben und unsere extra für die SchülerInnen gestaltete Mappe mit allen Materialien rund um das Thema „Bewerbung“ entgegen nehmen.

Unser Fazit

Es waren zwei schöne Tage, an denen wir die Möglichkeit hatten, einmal auf der anderen Seite des Klassenzimmers zu stehen.

Da wir vier vor nicht all zu langer Zeit selbst in dieser Situation waren, konnten wir uns gut in die Schüler hineinversetzen und Ihnen hilfreiche Tipps geben.

Wir hoffen, dass die Schüler viel mitnehmen konnten und wir einige Gesichter hier bei  Westfalen wiedersehen dürfen! 🙂

Viele Grüße
Sven Benger, Nane Stohldreier, Maike Schwering und Kathalina Kirchhoff


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Aus dem Sattel auf den Bürostuhl

Kaum 16 Jahre jung und schon hatte ich für meine Zukunft eine ganz genaue Vorstellung: Als Pferdenärrin und -besitzerin wollte ich mein Geld unbedingt mit dem verdienen, was ich liebe. Also habe ich mich nach meinem Realschulabschluss für eine Ausbildung als Pferdewirtin bei einem erfolgreichen Reiterhof beworben. Kaum war die Zusage eingetroffen, polierte ich in meiner Begeisterung alle meine Reitutensilien auf und kaufte auch einiges neu 🙂 . 

ppic2 (3)Was Verantwortung und Disziplin bedeuten – das habe ich in dieser Ausbildung gelernt. Denn der Umgang mit Pferden erfordert beides. Mit dem Reitsport entscheidet man sich für einen ganz besonderen Teampartner. Einen, der mehrere hundert Kilo auf die Waage bringt, ein Fluchttier mit schnellen Reflexen. Wenn dieser Partner dem Menschen vertraut und ihn im besten Falle als „Leittier“ anerkennt, ist viel gewonnen. Bis es soweit ist, heißt es allerdings, Ängste zu überwinden und auch einmal Niederlagen einzustecken. 

Der Arbeitstag begann um 7:00 Uhr mit dem Füttern der 165 Pferde. Danach hieß es Ställe einstreuen, Pferde pflegen, Pferde satteln und trainieren. Besonders die Arbeit mit den jungen dreijährigen Hengsten war nicht immer leicht. Die meisten kannten weder ein Halfter am Kopf noch den wirklichen Kontakt zum Menschen und mit ihrem Respekt war es auch nicht weit her. Für mich bedeutete das: Vorsichtsmaßnahmen und Aufmerksamkeit hoch zehn. Schon das Herausführen aus der Box war oft ein Abenteuer. Die Gefahr, dass ein Pferd auch mal in der Box ausschlägt, oder dass man an die Wand gequetscht wird, ist doch einigermaßen hoch. Mit Stahlkappenschuhen und Reithandschuhen – die Boxentür immer einen Spalt weit geöffnet – begegnet man mit einem leicht nervösen Gefühl dem aufgewühlten Junghengst und bemüht sich, ihm mit viel Ruhe und Bestimmtheit, ein Halfter über den Kopf zu streifen. 

pIMG_1474Der Reiterhof bot aber auch Reitunterricht und  Ferienfreizeiten für Kinder. Der Reitunterricht auf Schulpferden fand nachmittags statt. Schulpferde sind etwas anderes als Junghengste 🙂 – meist etwas älter, brav und geduldig. Aber auch ein Schulpferd kann sich erschrecken und losgaloppieren oder zur Seite springen. Meine Aufgabe war es, den Kindern beim Vorbereiten der Pferde zu helfen, also aus der Box führen, putzen, Hufe auskratzen, satteln. Während dieser Vorbereitung für den Reitunterricht musste ich immer viele Fragen der Schüler beantworten: von pferdetypischem Verhalten, über das richtige Reiten bis hin zur Pferdeanatomie. Einige Mal durfte ich während meiner Ausbildung auch Reitunterricht geben. Das hat mir besonders viel Freude gemacht. Auch Ausritte in die Umgebung gehörten zum Programm und am allerliebsten bin ich natürlich selbst mitgeritten 🙂 

Abends wurden Stallgassen und und Sattelkammern gefegt und aufgeräumt. Gegen 18 Uhr setzte ich mich dann auf mein Mofa und fuhr nach Hause. Oft fielen mir nach dem Abendessen die Augen zu: körperliche Arbeit macht doch sehr müde. Pferde müssen auch am Wochenende gefüttert und bewegt werden. Daher haben wir auch am Samstagen und Sonntagen gearbeitet, wobei während der Turniersaison diese Wochenendeinsätze schon einmal bis in den Abend dauerten. Im Winter war es natürlich oft sehr kalt und in Pferdeställen gibt es nun einmal keine Heizung. Da half nur: warmarbeiten! 

Irgendwann musste ich dann auf Grund der großen körperlichen Belastungen, die bereits erste Beschwerden mit sich brachten, einsehen, dass Pferdewirtin doch nicht mein endgültiger Beruf sein kann.

Daher entschied ich mich für meine zweite Leidenschaft, absolvierte mein Fachabitur als Gestaltungstechnische Assistentin und startete danach in meine Ausbildung als Mediengestalterin hier bei der Westfalen AG! Und ich muss sagen: es ist eine tolle Ausbildung, die mindestens so viel Spaß macht, wie die Ausbildung zur Pferdewirtin!
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Nach alter Gewohnheit sitze ich bereits gegen 7 Uhr an meinem Arbeitsplatz. So habe ich nachmittags Zeit für mein Hobby: das Reiten. Denn das Glück der Erde liegt nun einmal auf dem Rücken der Pferde. Wer das einmal erfahren hat, der kommt davon kaum wieder los. 🙂

Viele Grüße
Alina Bertels

 

 

Schule – und dann?

Hallo zusammen!

Mein Name ist Gina Kalverkamp. Ende Februar bin ich in mein Praktikum bei  Westfalen gestartet und unterstütze nun bis zum 19. Mai den Bereich Personalentwicklung/Ausbildung. So kommt es auch, dass ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, gerne von einer Veranstaltung erzählen möchte, die wir – das sind die Ausbildungsleiterin Lena Florath, die Auszubildenden und ich – kürzlich in unserem Hause ausgerichtet haben.

In Deutschland gibt es die Schulpflicht. Zur Schule geht also jeder und darüber macht man sich in der Regel auch keine großen Gedanken. Doch irgendwann rückt der Abschluss näher und die Frage drängt sich auf: Was mache ich nach der Schule? So ging es mir und vielen Auszubildenden vor ein paar Jahren auch. Damit Schülerinnen und Schüler nicht plötzlich mit dem Abschluss in der Hand da stehen und keine Pläne für ihr Berufsleben haben, wurde die Berufsinformationsveranstaltung „Schule  – und dann?“ durch die Wirtschaftsförderung Münster vor 12 Jahren ins Leben gerufen.

Seit 2011 ist die Westfalen Gruppe mit dabei und informiert jedes Jahr Schülerinnen und Schüler über die verschiedenen Möglichkeiten der Berufsausbildung bei Westfalen – in diesem Jahr allerdings mit neuem Konzept. Anstatt einzelner Vorträge durch unsere Auszubildenden zu ihren Ausbildungsberufen haben wir uns dieses Jahr für eine anschaulichere und interaktivere Variante entschieden. Dieses Mal konnten sich die Schülerinnen und Schüler direkt im persönlichen Gespräch mit  den Auszubildenden über die Ausbildungsberufe austauschen und auch selbst bei kleinen Aufgaben oder Anwendungsdemonstrationen aktiv werden.

An sechs verschiedenen Ständen hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit sich bei unseren Azubis zu den verschiedenen kaufmännischen und gewerblichen Ausbildungsberufen  aus erster Hand zu informieren. Bei der Vorbereitung und Gestaltung der Stände haben sich unsere Auszubildenden richtig ins Zeug gelegt: So konnten die Schülerinnen und Schüler beispielsweise ihre Speditions- und Logistikkenntnisse testen, indem sie Auslieferungen an verschiedene fiktive Kunden durch möglichst effiziente Routen verknüpfen oder ihren Faible für IT-Prozesse durch die Demonstration eines Mini-Netzwerkes mit zwei PCs und verschiedener Programmiersprachen entdecken.  

Frau Florath und ich hatten einen Stand vorbereitet, an dem sich die jungen Leute über das Bewerbungsverfahren bei uns informieren und Tipps und Tricks für eine erfolgreiche Bewerbung bekommen konnten. Ein Highlight war unter anderem auch der TKW auf dem Hof, den die Azubis bereitgestellt hatten, um einen Einblick in die Berufe des KFZ-Mechatronikers und Berufskraftfahrers zu geben. Dieser kam bei den Schülerinnen und Schülern natürlich besonders gut an!
tkwDie Schülerinnen und Schüler waren sehr interessiert und neugierig und konnten in den Gesprächen mit den Auszubildenden auch echte Insights z. B. im Hinblick auf Auslandsaufenthalte oder die persönlichen Erfahrungen aus dem Assessment Center gewinnen. Abgeschlossen wurde der Nachmittag dann mit einem Quiz zu verschiedenen Aspekten der Stände, bei dem drei glückliche Gewinner Karten für ein Spiel im Preußen Stadion erhielten.

Insgesamt war es eine rundum gelungene Veranstaltung, vor allem aufgrund des neuen Konzepts, das sowohl bei den Schülerinnen und Schülern als auch den Auszubildenden durch den lockeren und persönlichen Austausch super ankam. Daher steht für uns fest: Im nächsten Jahr wieder so 🙂

Viele Grüße
Gina Kalverkamp

 

PTP – was ist denn das?

Wir, die dualen Studenten, möchten Euch/Sie über unser Ausbildungssystem und im Speziellen die dazugehörigen Praxistransferprojekte („PTP“) informieren.

Das duale Studium

Das duale Studium zeichnet sich dadurch aus, dass zwei Lernorte – Hochschule und Betrieb – miteinander verknüpft werden, um das Berufsumfeld und die aufkommenden Probleme verstehen zu können.

Wir verbringen unsere Theoriephase an der Hochschule Osnabrück am Campus Lingen, unsere Praxisphasen hier im Unternehmen.

Eine Theoriephase geht über ca. zehn Wochen, danach wenden wir diese erlernten Theorien in der Westfalen Gruppe an. Dieser Rhythmus findet in stetem Wechsel statt, sodass wir insgesamt sechs Theorie- und sechs Praxisphasen durchlaufen.

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Die Praxistransferprojekte

Um die beiden Phasen optimal zu verknüpfen, fertigen wir während unserer Praxisphasen in jedem Modul (=Fach) aus den Kernbereichen Management, Finance, Accounting und Marketing ein Praxistransferprojekt an. Diese haben den Zweck, das gelernte theoretische Wissen im Betrieb zu erkennen und Impulse für Verbesserungen oder Veränderungen zu liefern. Dazu fertigen wir eine Ausarbeitung zu einem definierten Thema an.  

Zum Beispiel wird gerade an einem Praxistransferprojekt im Modul Marketingpolitiken unter dem Gesichtspunkt der Marke Westfalen gearbeitet. Hierbei werden die unterschiedlichen Aspekte wie Name, Logo, Bilder, Personifizierungen, Symbole und Slogan berücksichtigt. Der Schwerpunkt des PTP wird beim Slogan liegen, da dieser aktuell nicht vorhanden ist. Innerhalb dessen werden Vor- und Nachteile der Einführung eines möglichen Slogans abgewogen und mittels einer wissenschaftlichen Literaturrecherche fundiert.

Um Ausarbeitungen dieser Art mit Inhalt zu füllen, brauchen wir die Hilfe unserer Kollegen. Denn wir wollen mit unseren Ausarbeitungen einen Mehrwert für das Unternehmen schaffen.

Hilfe? Wie ist das zu verstehen?

Um Themen für die PTPe zu finden,  benötigen wir Informationen über aktuelle Arbeitsprozesse und mögliche Verbesserungsansätze, die wir dann mittels einer Literaturrecherche ausarbeiten.   

Grundgedanke ist es, durch Eure/Ihre Anregungen ein interessantes PTP schreiben zu können. Das hilft Euch/Ihnen und das hilft uns, denn Themen zu finden ist nicht immer leicht. Dazu fehlen uns oft ausreichende Einblicke in die Arbeit und Prozesse der verschiedenen Bereiche des Unternehmens.

Wir wissen um die Vertraulichkeit von Daten und es ist besonders im Interesse der Hochschule, diese entsprechend zu behandeln. Ohne Sperrvermerk wird kein PTP an die Dozenten weitergegeben.

Bei Interesse geben wir unsere Ausarbeitungen gerne an Euch/Sie weiter, denn sie sind auf Eure/Ihre Abteilung abgestimmt.

Wenn Ihr/Sie Fragen an uns habt/haben, freuen wir uns über Feedback. 

Viele Grüße
Eure dualen Studenten 

Christian Otto, Katharina Lensing, Jasmin Piosczyk, Simon Knapheide & Lukas Lesting

Header-Bild: Fotolia  #130194346 | Urheber: jcomp

Lieferstellen per App

Smartphones sind schon längst zum täglichen Begleiter der meisten Menschen geworden.

Allein Samsung hat im ersten Quartal dieses Jahres weltweit so viel Handys verkauft, wie Deutschland Einwohner hat. Viele Dinge des täglichen Lebens werden über Apps auf dem Smartphone abgewickelt, sei es eine Bestellung bei Amazon, ein Blick auf die Wettervorhersage, Busverbindungen oder die Verkehrslage. 

Mein Name ist Daniel Fischer, ich bin 22 Jahre alt und befinde mich aktuell im letzten Lehrjahr der Ausbildung zum Fachinformatiker in Anwendungsentwicklung. Nebenbei besuche ich seit meinem zweiten Ausbildungsjahr ein Abendstudium in Wirtschaftsinformatik an der FOM Hochschule.

Eine der Tochtergesellschaften der Westfalen Gruppe, die Westfalen Gassen Nederland BV,  wünschte die Entwicklung einer App zur Lieferstellensuche. Nutzer dieser App sollen die Möglichkeit haben, eine für sie geeignete Lieferstelle der Westfalen Gassen BV zu finden und dorthin zu navigieren. Funktional sollte sich die App an die Lieferstellensuche unserer Internetseiten anlehnen.
Des Weiteren soll die App so dynamisch gehalten werden, dass diese sich ohne Probleme international ausbreiten lässt. Dadurch werden auch Lieferstellen in Deutschland über die App zu finden sein.

Ich wurde damit beauftragt, die Entwicklung dieser App bei der Appdream AG in Hamburg zu begleiten. Die Appdream AG hat bereits einige Apps für die Westfalen Gruppe entwickelt. 

Mit Begeisterung nahm ich meine neue Aufgabe an. In der ersten Woche stand die Konzeptionierung und Entwicklung der Android-Version an und in der darauffolgenden die iOS-Version. Damit der Zeitplan eingehalten werden konnte, begann ich bereits vor dem Besuch in Hamburg, an dem Konzept zu arbeiten.

Wichtig war vor allem auch das Layout. Denn zukünftig sollen alle Westfalen Apps den Richtlinien unseres neuen Corporate Designs folgen. Für Apps muss die Umsetzung der Richtlinien noch erarbeitet werden. Die größte Problematik ist hier, dass wir nicht auf Standard-Vorgaben von Google oder Apple verzichten wollten. Beide Plattformen definieren nämlich entsprechende Design-Richtlinien für Apps und plädieren dafür, sich an dieses Standards zu halten.

Entwicklung für Android

Am Dienstag, den 13.12, begann die erste Entwicklungsphase bei der Appdream AG in Hamburg. Am Vortag bin ich abends in Hamburg angekommen und so die Gelegenheit ein wenig Hamburg bei Nacht zu erleben. 🙂
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Aufgeregt und neugierig bin ich am nächsten Morgen mit der U-Bahn zur Appdream AG gefahren und wurde herzlich empfangen. Wir starteten mit einem Kick-Off Meeting. Mir wurde erklärt, worauf es bei der Entwicklung von Apps im Android-Umfeld ankommt.  Gemeinsam arbeiteten wir den ganzen Tag an den Funktionsmöglichkeiten, die die App haben sollte und erweiterten das bestehende Konzept.

Am darauffolgenden Tag wurde von morgens bis abends entwickelt. Das war ein extrem spannendes Erlebnis für mich! Ich erhielt tiefe Einblicke in die Vorgehensweise bei der App-Entwicklung. Diese Arbeitsweise war unglaublich bereichernd. Ich schlüpfte in die Rolle des Anwenders/Projektbegleiters und konnte mich mit dem Entwickler abstimmen. Das Ergebnis war überwältigend! Bis auf ein paar Layout Vorgaben hatten wir alle Anforderungen umgesetzt und ich saß abends im Zug nach Hause, halb lächelnd, halb erschöpft von diesem gewaltigen Input.

Im Laufe des nächsten Tages konnte ich mir, dank BitBucket (ein Tool, welches es mehreren Entwicklern ermöglicht, gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten), immer wieder aktuelle Versionen der App auf mein Smartphone ziehen und dem Entwickler bei AppDreams Feedback geben. Er hat nämlich fleißig in Hamburg weiter entwickelt.

Entwicklung für iOS

Mir war empfohlen worden, die iOS Human Interface Guidelines zu lesen, da ich selber kein Apple/Iphone-Benutzer bin und daher nicht wusste, worauf es beim Layout für iPhones ankommt. So war es mir z. B. nicht bewusst, dass ein Entwickler von  iOS-Apps die Back-Buttons einplanen muss. Bei Android sind diese standardmäßig vorhanden. 

Wir konnten vom bereits fertiggestellten Layout für Android profitieren und so wurde direkt damit begonnen dieses in XCODE (der Entwicklungsumgebung für iOS-Apps) umzusetzen. Die Vorgehensweise hier war komplett anders. Das komplette Konzept wurde zunächst mit dem von Apple zur Verfügung gestellten „Interface Builder“ in die Entwicklungsumgebung integriert. Mir wurde ausführlich erklärt, worauf es bei der Entwicklung für iOS ankommt und wieder einmal verließ ich Hamburg mit einem vollen Kopf von neuen Eindrücken und Erfahrungen. 🙂

pcs

Abschluss

Am 20.12.2016 fuhr ich ein letztes Mal nach Hamburg, um bei der Fertiggestellung der beiden Apps dabei zu sein. Durch die enge Zusammenarbeit mit AppDreams habe ich einen tollen Einblick  in die Entwicklung der App Plattformen Android und iOS bekommen.  Zum ersten Mal war ein Mitarbeiter der Westfalen Gruppe so eng in die Entwicklung einer App eingebunden und war so lange Zeit vor Ort in Hamburg. 

„Für uns war diese Form der Zusammenarbeit neu, von dem Verlauf der Projektwoche und dem Ergebnis sind wir begeistert. Herr Fischer hat einen Einblick in die Entwicklung der App Plattformen Android und iOS bekommen und kann nun Konzeption, Layout und Funktionen von App-Konzepten bewerten, optimieren und kreieren. Diese Eigenschaften kann er in Zukunft gewinnbringend in die Konzeption von Apps einbringen. Auf diese Weise spart man Aufwand in der Justierung von Konzepten und kommt schneller zum gewünschten Ergebnis.Insgesamt ein sehr gelungenes Projekt!“ (CEO der AppDream AG)

Abschließend kann ich mich immer wieder nur bei allen für die hervorragende Zusammenarbeit bedanken.  Das schnelle Feedback aus den Fachabteilungen und die Offenheit und Bereitwilligkeit, mir zu helfen, waren einfach überwältigend! Die Zeit in Hamburg war sehr lehrreich für mich. Überwältigt bin ich auch davon, dass mir diese Möglichkeit geboten wurde und dass so viel Vertrauen in mich gesetzt wurde. Vielen Dank dafür! 🙂

Aber halt! Noch ist es nicht vorbei. Die letzten Vorbereitungen für die Veröffentlichung der Apps laufen noch. Zunächst einmal planen wir nun unseren eigenen Auftritt im Playstore und Appstore. Da werden sich dann auch unsere bisherigen Apps (Tankstellen App und Schweiß App) wieder finden. Wir sind in den letzten Abstimmungen mit der Unternehmenskommunikation für das neue Design dieser und aller folgenden Apps. Wenn alles klappt wie geplant, dann können Sie in Kürze die Vertriebspartner App der Westfalen Gassen BV downloaden. Wenn es soweit ist, werde ich Sie das wissen lassen. 🙂 

Viele Grüße,

Daniel Fischer

Header-Bild: Fotolia #132448169 | Urheber: Katarzyna