Archiv der Kategorie: Ausbildung

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Schule – und dann?

Hallo zusammen!

Mein Name ist Gina Kalverkamp. Ende Februar bin ich in mein Praktikum bei  Westfalen gestartet und unterstütze nun bis zum 19. Mai den Bereich Personalentwicklung/Ausbildung. So kommt es auch, dass ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, gerne von einer Veranstaltung erzählen möchte, die wir – das sind die Ausbildungsleiterin Lena Florath, die Auszubildenden und ich – kürzlich in unserem Hause ausgerichtet haben.

In Deutschland gibt es die Schulpflicht. Zur Schule geht also jeder und darüber macht man sich in der Regel auch keine großen Gedanken. Doch irgendwann rückt der Abschluss näher und die Frage drängt sich auf: Was mache ich nach der Schule? So ging es mir und vielen Auszubildenden vor ein paar Jahren auch. Damit Schülerinnen und Schüler nicht plötzlich mit dem Abschluss in der Hand da stehen und keine Pläne für ihr Berufsleben haben, wurde die Berufsinformationsveranstaltung „Schule  – und dann?“ durch die Wirtschaftsförderung Münster vor 12 Jahren ins Leben gerufen.

Seit 2011 ist die Westfalen Gruppe mit dabei und informiert jedes Jahr Schülerinnen und Schüler über die verschiedenen Möglichkeiten der Berufsausbildung bei Westfalen – in diesem Jahr allerdings mit neuem Konzept. Anstatt einzelner Vorträge durch unsere Auszubildenden zu ihren Ausbildungsberufen haben wir uns dieses Jahr für eine anschaulichere und interaktivere Variante entschieden. Dieses Mal konnten sich die Schülerinnen und Schüler direkt im persönlichen Gespräch mit  den Auszubildenden über die Ausbildungsberufe austauschen und auch selbst bei kleinen Aufgaben oder Anwendungsdemonstrationen aktiv werden.

An sechs verschiedenen Ständen hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit sich bei unseren Azubis zu den verschiedenen kaufmännischen und gewerblichen Ausbildungsberufen  aus erster Hand zu informieren. Bei der Vorbereitung und Gestaltung der Stände haben sich unsere Auszubildenden richtig ins Zeug gelegt: So konnten die Schülerinnen und Schüler beispielsweise ihre Speditions- und Logistikkenntnisse testen, indem sie Auslieferungen an verschiedene fiktive Kunden durch möglichst effiziente Routen verknüpfen oder ihren Faible für IT-Prozesse durch die Demonstration eines Mini-Netzwerkes mit zwei PCs und verschiedener Programmiersprachen entdecken.  

Frau Florath und ich hatten einen Stand vorbereitet, an dem sich die jungen Leute über das Bewerbungsverfahren bei uns informieren und Tipps und Tricks für eine erfolgreiche Bewerbung bekommen konnten. Ein Highlight war unter anderem auch der TKW auf dem Hof, den die Azubis bereitgestellt hatten, um einen Einblick in die Berufe des KFZ-Mechatronikers und Berufskraftfahrers zu geben. Dieser kam bei den Schülerinnen und Schülern natürlich besonders gut an!
tkwDie Schülerinnen und Schüler waren sehr interessiert und neugierig und konnten in den Gesprächen mit den Auszubildenden auch echte Insights z. B. im Hinblick auf Auslandsaufenthalte oder die persönlichen Erfahrungen aus dem Assessment Center gewinnen. Abgeschlossen wurde der Nachmittag dann mit einem Quiz zu verschiedenen Aspekten der Stände, bei dem drei glückliche Gewinner Karten für ein Spiel im Preußen Stadion erhielten.

Insgesamt war es eine rundum gelungene Veranstaltung, vor allem aufgrund des neuen Konzepts, das sowohl bei den Schülerinnen und Schülern als auch den Auszubildenden durch den lockeren und persönlichen Austausch super ankam. Daher steht für uns fest: Im nächsten Jahr wieder so :-)

Viele Grüße
Gina Kalverkamp

 

Man hand with pen writing on notebook.

PTP – was ist denn das?

Wir, die dualen Studenten, möchten Euch/Sie über unser Ausbildungssystem und im Speziellen die dazugehörigen Praxistransferprojekte („PTP“) informieren.

Das duale Studium

Das duale Studium zeichnet sich dadurch aus, dass zwei Lernorte – Hochschule und Betrieb – miteinander verknüpft werden, um das Berufsumfeld und die aufkommenden Probleme verstehen zu können.

Wir verbringen unsere Theoriephase an der Hochschule Osnabrück am Campus Lingen, unsere Praxisphasen hier im Unternehmen.

Eine Theoriephase geht über ca. zehn Wochen, danach wenden wir diese erlernten Theorien in der Westfalen Gruppe an. Dieser Rhythmus findet in stetem Wechsel statt, sodass wir insgesamt sechs Theorie- und sechs Praxisphasen durchlaufen.

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Die Praxistransferprojekte

Um die beiden Phasen optimal zu verknüpfen, fertigen wir während unserer Praxisphasen in jedem Modul (=Fach) aus den Kernbereichen Management, Finance, Accounting und Marketing ein Praxistransferprojekt an. Diese haben den Zweck, das gelernte theoretische Wissen im Betrieb zu erkennen und Impulse für Verbesserungen oder Veränderungen zu liefern. Dazu fertigen wir eine Ausarbeitung zu einem definierten Thema an.  

Zum Beispiel wird gerade an einem Praxistransferprojekt im Modul Marketingpolitiken unter dem Gesichtspunkt der Marke Westfalen gearbeitet. Hierbei werden die unterschiedlichen Aspekte wie Name, Logo, Bilder, Personifizierungen, Symbole und Slogan berücksichtigt. Der Schwerpunkt des PTP wird beim Slogan liegen, da dieser aktuell nicht vorhanden ist. Innerhalb dessen werden Vor- und Nachteile der Einführung eines möglichen Slogans abgewogen und mittels einer wissenschaftlichen Literaturrecherche fundiert.

Um Ausarbeitungen dieser Art mit Inhalt zu füllen, brauchen wir die Hilfe unserer Kollegen. Denn wir wollen mit unseren Ausarbeitungen einen Mehrwert für das Unternehmen schaffen.

Hilfe? Wie ist das zu verstehen?

Um Themen für die PTPe zu finden,  benötigen wir Informationen über aktuelle Arbeitsprozesse und mögliche Verbesserungsansätze, die wir dann mittels einer Literaturrecherche ausarbeiten.   

Grundgedanke ist es, durch Eure/Ihre Anregungen ein interessantes PTP schreiben zu können. Das hilft Euch/Ihnen und das hilft uns, denn Themen zu finden ist nicht immer leicht. Dazu fehlen uns oft ausreichende Einblicke in die Arbeit und Prozesse der verschiedenen Bereiche des Unternehmens.

Wir wissen um die Vertraulichkeit von Daten und es ist besonders im Interesse der Hochschule, diese entsprechend zu behandeln. Ohne Sperrvermerk wird kein PTP an die Dozenten weitergegeben.

Bei Interesse geben wir unsere Ausarbeitungen gerne an Euch/Sie weiter, denn sie sind auf Eure/Ihre Abteilung abgestimmt.

Wenn Ihr/Sie Fragen an uns habt/haben, freuen wir uns über Feedback. 

Viele Grüße
Eure dualen Studenten 

Christian Otto, Katharina Lensing, Jasmin Piosczyk, Simon Knapheide & Lukas Lesting

Header-Bild: Fotolia  #130194346 | Urheber: jcomp

Mobilna nawigacja GPS na tablecie.

Lieferstellen per App

Smartphones sind schon längst zum täglichen Begleiter der meisten Menschen geworden.

Allein Samsung hat im ersten Quartal dieses Jahres weltweit so viel Handys verkauft, wie Deutschland Einwohner hat. Viele Dinge des täglichen Lebens werden über Apps auf dem Smartphone abgewickelt, sei es eine Bestellung bei Amazon, ein Blick auf die Wettervorhersage, Busverbindungen oder die Verkehrslage. 

Mein Name ist Daniel Fischer, ich bin 22 Jahre alt und befinde mich aktuell im letzten Lehrjahr der Ausbildung zum Fachinformatiker in Anwendungsentwicklung. Nebenbei besuche ich seit meinem zweiten Ausbildungsjahr ein Abendstudium in Wirtschaftsinformatik an der FOM Hochschule.

Eine der Tochtergesellschaften der Westfalen Gruppe, die Westfalen Gassen Nederland BV,  wünschte die Entwicklung einer App zur Lieferstellensuche. Nutzer dieser App sollen die Möglichkeit haben, eine für sie geeignete Lieferstelle der Westfalen Gassen BV zu finden und dorthin zu navigieren. Funktional sollte sich die App an die Lieferstellensuche unserer Internetseiten anlehnen.
Des Weiteren soll die App so dynamisch gehalten werden, dass diese sich ohne Probleme international ausbreiten lässt. Dadurch werden auch Lieferstellen in Deutschland über die App zu finden sein.

Ich wurde damit beauftragt, die Entwicklung dieser App bei der Appdream AG in Hamburg zu begleiten. Die Appdream AG hat bereits einige Apps für die Westfalen Gruppe entwickelt. 

Mit Begeisterung nahm ich meine neue Aufgabe an. In der ersten Woche stand die Konzeptionierung und Entwicklung der Android-Version an und in der darauffolgenden die iOS-Version. Damit der Zeitplan eingehalten werden konnte, begann ich bereits vor dem Besuch in Hamburg, an dem Konzept zu arbeiten.

Wichtig war vor allem auch das Layout. Denn zukünftig sollen alle Westfalen Apps den Richtlinien unseres neuen Corporate Designs folgen. Für Apps muss die Umsetzung der Richtlinien noch erarbeitet werden. Die größte Problematik ist hier, dass wir nicht auf Standard-Vorgaben von Google oder Apple verzichten wollten. Beide Plattformen definieren nämlich entsprechende Design-Richtlinien für Apps und plädieren dafür, sich an dieses Standards zu halten.

Entwicklung für Android

Am Dienstag, den 13.12, begann die erste Entwicklungsphase bei der Appdream AG in Hamburg. Am Vortag bin ich abends in Hamburg angekommen und so die Gelegenheit ein wenig Hamburg bei Nacht zu erleben. :-)
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Aufgeregt und neugierig bin ich am nächsten Morgen mit der U-Bahn zur Appdream AG gefahren und wurde herzlich empfangen. Wir starteten mit einem Kick-Off Meeting. Mir wurde erklärt, worauf es bei der Entwicklung von Apps im Android-Umfeld ankommt.  Gemeinsam arbeiteten wir den ganzen Tag an den Funktionsmöglichkeiten, die die App haben sollte und erweiterten das bestehende Konzept.

Am darauffolgenden Tag wurde von morgens bis abends entwickelt. Das war ein extrem spannendes Erlebnis für mich! Ich erhielt tiefe Einblicke in die Vorgehensweise bei der App-Entwicklung. Diese Arbeitsweise war unglaublich bereichernd. Ich schlüpfte in die Rolle des Anwenders/Projektbegleiters und konnte mich mit dem Entwickler abstimmen. Das Ergebnis war überwältigend! Bis auf ein paar Layout Vorgaben hatten wir alle Anforderungen umgesetzt und ich saß abends im Zug nach Hause, halb lächelnd, halb erschöpft von diesem gewaltigen Input.

Im Laufe des nächsten Tages konnte ich mir, dank BitBucket (ein Tool, welches es mehreren Entwicklern ermöglicht, gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten), immer wieder aktuelle Versionen der App auf mein Smartphone ziehen und dem Entwickler bei AppDreams Feedback geben. Er hat nämlich fleißig in Hamburg weiter entwickelt.

Entwicklung für iOS

Mir war empfohlen worden, die iOS Human Interface Guidelines zu lesen, da ich selber kein Apple/Iphone-Benutzer bin und daher nicht wusste, worauf es beim Layout für iPhones ankommt. So war es mir z. B. nicht bewusst, dass ein Entwickler von  iOS-Apps die Back-Buttons einplanen muss. Bei Android sind diese standardmäßig vorhanden. 

Wir konnten vom bereits fertiggestellten Layout für Android profitieren und so wurde direkt damit begonnen dieses in XCODE (der Entwicklungsumgebung für iOS-Apps) umzusetzen. Die Vorgehensweise hier war komplett anders. Das komplette Konzept wurde zunächst mit dem von Apple zur Verfügung gestellten „Interface Builder“ in die Entwicklungsumgebung integriert. Mir wurde ausführlich erklärt, worauf es bei der Entwicklung für iOS ankommt und wieder einmal verließ ich Hamburg mit einem vollen Kopf von neuen Eindrücken und Erfahrungen. :-)

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Abschluss

Am 20.12.2016 fuhr ich ein letztes Mal nach Hamburg, um bei der Fertiggestellung der beiden Apps dabei zu sein. Durch die enge Zusammenarbeit mit AppDreams habe ich einen tollen Einblick  in die Entwicklung der App Plattformen Android und iOS bekommen.  Zum ersten Mal war ein Mitarbeiter der Westfalen Gruppe so eng in die Entwicklung einer App eingebunden und war so lange Zeit vor Ort in Hamburg. 

„Für uns war diese Form der Zusammenarbeit neu, von dem Verlauf der Projektwoche und dem Ergebnis sind wir begeistert. Herr Fischer hat einen Einblick in die Entwicklung der App Plattformen Android und iOS bekommen und kann nun Konzeption, Layout und Funktionen von App-Konzepten bewerten, optimieren und kreieren. Diese Eigenschaften kann er in Zukunft gewinnbringend in die Konzeption von Apps einbringen. Auf diese Weise spart man Aufwand in der Justierung von Konzepten und kommt schneller zum gewünschten Ergebnis.Insgesamt ein sehr gelungenes Projekt!“ (CEO der AppDream AG)

Abschließend kann ich mich immer wieder nur bei allen für die hervorragende Zusammenarbeit bedanken.  Das schnelle Feedback aus den Fachabteilungen und die Offenheit und Bereitwilligkeit, mir zu helfen, waren einfach überwältigend! Die Zeit in Hamburg war sehr lehrreich für mich. Überwältigt bin ich auch davon, dass mir diese Möglichkeit geboten wurde und dass so viel Vertrauen in mich gesetzt wurde. Vielen Dank dafür! :)

Aber halt! Noch ist es nicht vorbei. Die letzten Vorbereitungen für die Veröffentlichung der Apps laufen noch. Zunächst einmal planen wir nun unseren eigenen Auftritt im Playstore und Appstore. Da werden sich dann auch unsere bisherigen Apps (Tankstellen App und Schweiß App) wieder finden. Wir sind in den letzten Abstimmungen mit der Unternehmenskommunikation für das neue Design dieser und aller folgenden Apps. Wenn alles klappt wie geplant, dann können Sie in Kürze die Vertriebspartner App der Westfalen Gassen BV downloaden. Wenn es soweit ist, werde ich Sie das wissen lassen. :-) 

Viele Grüße,

Daniel Fischer

Header-Bild: Fotolia #132448169 | Urheber: Katarzyna

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Eltern – Azubis – Ausbilder.

Das war das Thema eines Elternnachmittags am 28. Oktober 2016. Für die kaufmännischen Auszubildenden fand er in der Hauptverwaltung in Münster und  für unsere Auszubildenden in technischen Berufen in Werk II in Gremmendorf statt.

Münster, Hauptverwaltung (es berichten die Organistorinnen)

Der komplette Tag wurde von Greta Pohlmann, Marie Honerpeick, Doreen Hoppe und Clarissa Schellhove organisiert. Um ca. 15:30 Uhr sind die Eltern der Azubis aus dem ersten und zweiten Lehrjahr bei Westfalen im Werk I angekommen und haben sich bei schönstem Ausblick über die Stadt im Raum Münster zusammengefunden. Gestartet sind wir Azubis in den Elternnachmittag mit einer Tasse Kaffee und selbstgebackenem Kuchen, der von unserem netten Bewirtungsteam liebevoll angerichtet wurde. Erster Programmpunkt war eine kurze Unternehmenspräsentation. Wir haben den Eltern die wichtigsten Fakten über das Unternehmen, die drei Geschäftsbereiche und natürlich über die Ausbildung näher bringen können. Anschließend kam der Höhepunkt der Veranstaltung: eine experimentelle Vorstellung unserer Gase von Herrn Dr. Frey.

Ganz entspannt und nichts ahnend, gingen die Eltern (von uns begleitet) in das Westfalen Forum, wo Herr Dr. Frey schon ganz experimentierfreudig darauf wartete, loslegen zu können. 

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Herr Dr. Frey eröffnete die Vorstellung direkt mit einem „Knallfrosch“.  Er ließ einen mit Wasserstoff gefüllten Ballon durch ein Feuerzeug platzen. Somit hatte er die Aufmerksamkeit der Eltern sicher 😉 . Weiter ging es mit flüssigem Stickstoff und Rosen, mit Sauerstoff und einer Zigarre, brennendem Propan sowie Helium. Die darauf folgenden Experimente endeten mit lautem Knall, riesiger blauer Stichflamme, hoher bzw. tiefer Stimme oder brodelnden flüssigen Gasen.   Um keinem den Verlauf so einer Vorstellung vorweg zu nehmen, führen wir die Experimente an dieser Stelle nicht weiter aus… :-)  Aber eins können wir noch dazu sagen: Herr Dr. Frey experimentierte leidenschaftlich und schaffte es nur schwer, seine Vorstellung pünktlich zu beenden (er hatte noch genügend Experimente parat, die er gerne noch gezeigt hätte, aber der Zeitplan hat es leider nicht erlaubt).

An dieser Stelle auch ein riesengroßes Dankeschön an Herrn Dr. Frey, dass er sich die Zeit genommen und die Mühe gemacht hat, diesen Tag mitzugestalten.

Nach Ende der Vorstellung wurden die Eltern in zwei Gruppen durch das Gebäude der Westfalen AG geführt. Frau Florath übernahm dabei die Vorstellung der Räumlichkeiten. Beginnend mit dem Betriebsrestaurant, den Schulungsräumen in Ebene 3 bis hin zu einer Offenen Bürowelt (Etage 9), bekamen die Eltern einen guten Eindruck wie Ihre Kinder ihre Arbeitszeit verbringen.

Im Anschluss trafen dann alle Eltern wieder im Raum Münster ein, wo sie noch einmal die Aussicht aus unserem Tower  genießen konnten. Dann begannen die Gespräche mit den verschiedenen Ausbildern, die ab 17:00 Uhr eingeladen waren und für Fragen und Antworten bereit standen. Auch die Azubis konnten ab  dem Zeitpunkt dazu stoßen und noch das ein oder andere Stück Kuchen „absahnen“.

Nachdem alle Fragen, die den Eltern auf der Zunge brannten, beantwortet wurden, löste sich die Veranstaltung gegen 18:00 Uhr auf und die Eltern traten langsam aber sicher den Heimweg an.

Insgesamt können wir Organisatoren sagen, dass es ein mit viel Aufwand verbundener aber trotzdem sehr gelungener Nachmittag war und es hoffentlich noch viele weitere Veranstaltungen dieser Art geben wird.

Ach, übrigens: Zuhause angekommen, haben unsere Eltern noch den ganzen Abend von  Herrn Dr. Freys Vorstellung und seiner humorvollen Art geschwärmt.

Werk II, Münster-Gremmendorf (es berichten die Organisatoren)

Als Patrik Kuhnert und mir, Janis Kleuter, diese Aufgabe übertragen wurde haben wir uns sehr gefreut. Zuerst musste natürlich festgestellt werden, wer überhaupt kommen wollen würde. Die Idee der Werksführung für die Eltern und/oder die Partner erhielt sehr positive Resonanz  und wurde gut angenommen. Danach musste ein Termin her. Zu diesem Zweck setzten wir uns mit unseren Ausbildungsbeauftragten zusammen, um einen passenden Termin zu finden. Nachdem ein Termin gefunden war musste natürlich noch geklärt werden wie der Tag genau ablaufen sollte. Mein Kollege und ich machten uns Gedanken und gingen damit wieder zu unseren Ausbildungsbeauftragten, mit denen wir noch Änderungen und weitere Ideen besprachen. Nachdem nun alles geklärt war konnte es los gehen.

Zur besprochenen Zeit waren alle Gäste angekommen und Frau Florath, unsere Ausbildungsbeauftragte, begrüßte uns und wir erhielten einen Überblick über die Ausbildungsberufe im Werk Gremmendorf. Unser Ausbilder informierten dann über den Ablauf einer solchen Ausbildung. Nachdem sich alle Azubis vorgestellt hatten brachen wir gemeinsam auf. um die Zentralwerkstatt zu besichtigen. Es war speziell für mich und Patrik sehr spannend, selbst die Führung zu übernehmen. Natürlich mit freundlicher Hilfestellung von unseren Ausbildern :-) .

Zuerst ging es darum, die Zentralwerkstatt grundsätzlich vorzustellen. Bedeutet: Was wo steht und welcher Raum welchen Zweck hat. Weiter ging es beim Bündelbau wobei wir erklärten, warum wir unsere Verteilerkränze selber bauen. Weiter ging es in die Dreherei zu den CNC-Maschinen und allem was zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfung Teil 1 und Teil 2 nötig ist. Wir konnten auch Werkstücke für ehemalige Zwischenprüfungen zeigen und wie sie funktionieren. Azubis aus den anderen Lehrjahren kamen zu Wort und durften erklären, was sie momentan alles machen. Als nächstes ging es in unser Flaschenprüfzentrum. Dort wurden die Arbeitsabläufe erklärt, warum die Flaschen geprüft werden und in welchen Intervallen, worauf geachtet werden muss und wann so eine Flasche verschrottet werden muss. Es wurde erklärt welche Gase in welche Flaschen gefüllt werden, warum die Flaschen unterschiedliche Farben tragen und wofür manche Gase da sind. Alles in allem war es eine sehr erfolgreiche Führung bei der alle Beteiligten viel Spaß hatten und einen guten Eindruck davon bekommen haben was ihre Kinder und/oder Partner alles so den ganzen Tag machen :-) .

Wir freuen uns schon darauf, wenn so etwas nochmal durchgeführt wird.


Financial reports and charts

Kostenstellenplanung for you!

Ich bin Lion Geßmann, Auszubildender Industriekaufmann im zweiten Lehrjahr. Von Anfang Mai bis Ende Juli 2016 war ich im Internen Rechnungswesen eingesetzt.

Bevor ich in die Abteilung Internes Rechnungswesen kam, habe ich von meiner Ausbildungsbeauftragten eine Terminanfrage mit dem Betreff „Projektauftakt Planungs-Tutorial“ geschickt bekommen. Mir gingen dann viele Gedanken durch den Kopf. „Was ist das für ein Tutorial?“, „Ich kenne Tutorials nur von Youtube und jetzt mach ich sowas auf der Arbeit?“ und viele ähnliche Fragen gingen mir durch den Kopf.

Der besagte Termin brachte dann Licht ins Dunkle. Mir wurde erklärt, dass ein Video-Tutorial über den Prozess der Kostenstellenplanung entstehen sollte. Es gab bestimmte Vorgaben für den Aufbau des Videos, aber ich durfte auch eigene Ideen einbringen. Die einzelnen Arbeitsschritte sollten mit einer geeigneten Software vom Bildschirm abgefilmt werden, dazu sollten erklärende Texte gesprochen werden. 

Zurück am Arbeitsplatz hieß es für mich dann erst einmal, den Prozess zu verstehen. Als Hilfsmittel bekam ich den Leitfaden, der den Kostenstellenplanern in den letzten Jahren zur Verfügung stand. Anhand dieser Unterlage habe ich mich in SAP durch den Prozess „geklickt“.  Ich machte mir Gedanken, worauf die Kostenstellenplaner vielleicht besonders achten sollten und wo besonders viel Hilfestellung notwendig sein könnte.

Der nächste große Schritt  war die Erarbeitung eines Drehbuches für das Tutorial. Diese Aufgabe nahm viel Zeit in Anspruch, da ich mir überlegen musste was genau ich an bestimmten Stellen zur Erklärung sprechen wollte. Ich musste nicht nur gucken, wann ich was sage, sondern mir auch überlegen, wann ich eine Pause mache, damit die Zuschauer das Erklärte direkt an ihrem Rechner üben können.  

Das Drehbuch war ein „lebendes“ Drehbuch :-) , denn es wurde – gleichgültig,  ob von Mitarbeitern des Internen Rechnungswesens oder von mir – immer wieder verändert. Außerdem bin ich das Drehbuch noch mit zwei Auszubildenden durchgegangen, um zu sehen, wo es eventuell Verständnisschwierigkeiten geben könnte. Irgendwann waren alle mit dem Ergebnis zufrieden. Nun konnte gedreht werden.

Einige Fragen waren allerdings noch zu klären. „An welchem Computer habe ich die nötige Ruhe damit möglichst keine Störgeräusche auf dem Video sind?“ und „Mit welchem Programm können wir das Video aufnehmen?“. Nach Rücksprache mit den Kollegen und einem Azubi aus der IT fanden wir schnell die gesuchten Lösungen. Das Tutorial wurde übrigens mit Snagit aufgenommen. 

Mitte Juni startete ich dann in die Realisierungsphase. Die Aufnahme der ersten Version hat einen ganzen Vormittag gedauert. Einige Stellen musste ich drei oder vier Mal sprechen, weil ich mich immer wieder versprochen oder verklickt habe, so entstand ein ca. 30 Minuten langes Video. Nachdem ich alle Versprecher und Verklicker herausgeschnitten hatte, war das Video nur noch 20 Minuten lang. :-)

Am Nachmittag schaute ich mir das Video zusammen mit meiner Ausbildungsbeauftragten an und es fielen uns weitere Verbesserungsmöglichkeiten auf. Es blieb daher nicht bei nur einer Aufnahme sondern ich habe das Tutorial drei Mal aufenommen,  bis wir zufrieden waren und es den Kollegen präsentieren konnten.

Ich bekam am nächsten Tag viel Lob dafür, aber auch so einige Verbesserungswünsche. Zum Beispiel sollte an einigen Stellen das Gesprochene zusätzlich mit eingeblendeten Texten betont werden.  Auch sollten aus dem langen Video vier kurze werden.

Dafür musste das Drehbuch nochmals verändert werden. Danach habe ich die vier Tutorials neu gedreht.  Auch hier blieb es nicht nur bei einem Drehtermin. Die geforderten Textbausteine fügte ich über das Programm Windows MovieMaker hinzu. Mit diesem Programm konnte ich auch einzelne Bausteine der Videos durch neue und bessere ersetzen.

Am letzten Tag in der Abteilung präsentierte ich den Kollegen die vier erstellten Tutorials. Alle fanden die Videos super, es fielen nur drei kleine Szenen auf die ich noch verbessern sollte. Drei Szenen neu drehen, in die vorhandenen Szenen hereinschneiden und ein letztes Mal speichern. Fertig waren die endgültigen Tutorials und ich konnte mich in den Urlaub verabschieden.

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht ein solches Projekt so selbständig zu erarbeiten und ich hoffe, dass ich den Prozess für die Kostenstellenplanung anschaulich erklärt habe.

Viele Grüße

Lion Geßmann

Header-Bild: #106630481 | Urheber: Minerva Studio