Archiv der Kategorie: Ausbildung

Alles was dazu gehört

Hallo liebe Leserinnen und Leser, 

beim Einsortieren  unserer Prospekte stieß ich vor kurzem auf eine dicke Broschüre. Darin wimmelte es nur so von Gewindeschlauchtüllen, Reduzierstücken, Muffen,  Anschlussbögen und Eckventilen.

Gehört hatte ich das alles schon einmal, aber: was genau hat das mit Gasen zu tun?

Das Rundum-Programm für die Gasentnahme. 
Neugierig wie ich bin, fragte ich meine Kolleginnen und Kollegen im Verkaufsbüro.  Die Erklärung dazu war ganz simpel: diese Bauteile sind – neben vielen anderen – Bestandteile unseres Equipments für die Entnahme von Gas. Gasetechnik_003
Denn bei uns bekommt man nicht nur alle möglichen Gase, sondern auch alles, was rundherum dazu gehört. Seien es Druckminderer, Schläuche, Sicherheitsausstattung, Hochdruckregelstationen, Behälter oder Rohrleitungen und Armaturen. 

Was darf’s sein?
In unserem Verkaufsbüro haben wir eine feste Ansprechpartnerin, die sich um Angebote, Kundenanfragen und Bestellungen für das Gase-Equipment kümmert. Die meisten Anfragen ergeben sich durch Kundenbesuche unserer Kundenberater. Diese verteilen zudem fleißig unseren Hardware-Katalog, um auf unser Leistungsspektrum aufmerksam zu machen.

Doch auch per Telefon, Fax und E-Mail erhalten wir häufig Anfragen und Bestellungen für unser Entnahme-Equipment. Die Mehrheit der Anfragen erhalten wir von Hochschulen, Universitäten und Laboren. Unsere Ansprechpartnerin kann die meisten Fragen rund um Druckminderer und Co. selbst beantworten. Möchte ein Kunde beispielsweise wissen, welchen Druckminderer er für ein bestimmtes Gas benötigt, kann sie anhand der Eigenschaften der Gase zuordnen, welcher Druckminderer am besten geeignet ist. Wichtige Entscheidungskriterien sind hierfür zum Beispiel die Brennbarkeit eines Gases, der Flaschendruck oder die Art des Gases. Bei speziellen Fragen rund um unser Equipment und dessen Anwendung stehen Gasetechnik_006uns jederzeit unsere Experten aus der Gase-Technik in Münster zur Seite.

Und wie geht’s dann weiter?
Erhalten wir aufgrund eines Angebotes eine Bestellung, wird der Auftrag in unserem EDV-System angelegt. Den exakten Liefertermin teilt uns der technische Verkauf in Münster mit. Binnen weniger Tage erhält der Kunde das gewünschte Produkt. Für eventuell auftretende Fragen oder Probleme stehen unsere Kundenberater unseren Kunden jederzeit zur Verfügung und geben ihr Bestes, das Anliegen zu klären.  Nicht zuletzt deshalb können wir stolz auf unseren Erfolg blicken,  denn unser Verkaufsbüro ist beim Vertrieb der Hardware von allen Niederlassungen die umsatzstärkste in Deutschland.
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Wieder was gelernt!
Auch wenn ich bisher nicht viel mit unserem Hardware-Programm zu tun hatte war es super interessant, auch über diesen Bereich etwas zu erfahren. Und wer weiß, vielleicht ergibt sich ja für mich in Zukunft die Möglichkeit, in diesen Bereich näher einzusteigen!

Viele Grüße aus Bayern

Christina Sporer

Die Bilder habe ich aus unserem Katalog „Equipment für die Gasentnahme“

Erste Station: Finanzbuchhaltung

Hallo liebe Leser, 

mein Name ist Chiara Höggemann und ich habe im August 2014 meine Ausbildung als Industriekauffrau bei Westfalen angefangen.  Nach der Einführungswoche war meine erste Abteilung die Finanzbuchhaltung. Das Schlimmste kommt bei mir also zu erst?

Nein, ganz und gar nicht! Meine drei Monate in der Finanzbuchhaltung waren sehr interessant und abwechslungsreich!  Immerhin konnte ich mit dem Begriff „Rechnungswesen und Steuern“ schon mal mehr anfangen als zum Beispiel mit „Supply Chain Management“. 

Zu Beginn war ich bei den Rechnungsprüfern untergebracht, was mir einen angenehmen Einstieg verschaffte. Ich hatte keinerlei buchhalterisches Vorwissen und konnte dementsprechend auch keine Rechnungen prüfen, geschweige denn buchen. Schon allein mit den Begrifflichkeiten hatte ich so meine Probleme. Mir wurde viel erklärt, gezeigt und im Laufe der Zeit verstand ich auch was in der Abteilung eigentlich gemacht wird. Dachte ich.

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Anschließend war ich im Zahlungsverkehr untergebracht. Darunter konnte ich mir erstmal nichts vorstellen und in der Schule war auch noch nicht ausreichend passiert um mein Vorwissen zu unterstützen. Auf einmal ging es um SEPA Mandate (was ist das?), Datenfernübertragung (schon mal gehört, aber keine genauere Idee), buchen von Schecks (die kenn ich aus dem Fernsehen!), Zahlläufe (sagt mir gar nichts) und Debitoren (Debi..was?). Und über SAP möchte ich gar nicht erst reden.

Ich dachte ich hätte bei der Rechnungsprüfung schon einiges verstanden und gehört, aber da hatte ich mich getäuscht. Aller Anfang war schwer, aber als ich mit Hilfe von den lieben Kollegen (und auch Google)erstmal verstanden hatte was ich da mache, welche Auswirkungen die Zahlläufe haben, was im Hintergrund passiert und warum man nicht so ein Online Banking hat wie es zu Hause ist, da wurde die ganze Sache doch ganz interessant! Die Finanzbuchhaltung war doch gar nicht so langweilig, wie ich es mir vorgestellt habe.

Danach kam ich zu der Debitorenbuchhaltung. Wieder etwas ganz anderes, aber ich konnte mich schon deutlich schneller einfinden als zuvor. Und ich verstand auch was ich da tat. Ich konnte Spesenabrechnungen buchen (die Sache mit der Kontierung, den Buchungssätzen, Geschäftsbereichen usw. habe ich leider auch, trotz aller Bemühungen erst verstanden als es in der Schule Thema war) und zum Beispiel Zahlungseingänge den richtigen Kunden/ Rechnungen zuordnen. So hat sich der Kreis wieder um ein kleines Stückchen geschlossen.

Die letzte Verständnislücke schloss sich dann in der Kreditorenbuchhaltung. Da wusste ich dann schon, was Zahlläufe sind und ich habe verstanden wo die geprüften Rechnungen dann hin kommen und wer sie bezahlt. Auf einmal hatte ich auch die von mir gebuchten Spesen wieder auf dem Tisch liegen. Ich konnte neue Kreditoren anlegen und „Geld ausgeben, dass nicht mir gehört“.  Zu Beginn musste ich noch viele viele Fragen stellen, zum Programm und zu den einfachsten Dingen, bei denen dann oft mals auch die einfachsten Antworten kamen.

Am Ende hat es mir doch großen Spaß gemacht. Ich konnte mir gar nicht vorstellen was alles dahinter steckt und wie umfangreich die Buchhaltung in einem Unternehmen ist. Alles in Allem eine super interessante Abteilung in der sich am Ende der Kreis schließt und alles einen Sinn ergibt, auch für den (anfangs) Unwissenden.

Viele Grüße
Chiara Höggemann


Headerbild: Fotolia © megakunstfoto

„Wach, Vital und Nah“

Unter diesem Motto starteten am 1. August 2014 die 24 neuen Auszubildenden in 11 unterschiedlichen Ausbildungsberufen bei der Westfalen Gruppe.

Endlich geht es los!

Tag 1

Um 9:00 startete unser erster Tag im Technologiezentrum in Münster mit einer offiziellen Begrüßung durch unsere Ausbildungsleiterin Lena Florath. Namensspiele und Schnelligkeitsspiele in gemeinsamer Runde haben uns schnell aufgelockert, da wir doch etwas nervös waren.  


Für unser leibliches Wohl haben sich die netten Damen aus der Kantine gekümmert, sodass wir immer gut gestärkt für die nächste Aktivität waren.

Bevor es dann zu der Besichtigung des Werks I am Industrieweg ging, haben wir den Betriebsrat und unsere Jugend- und Auszubildendenvertretung kennengelernt, die uns voller Elan von Ihren Tätigkeiten erzählt haben.

Die Hauptverwaltung hat uns durch Ihre Größe und Vielfalt beeindruckt und uns das weite Spektrum an Aufgabenfeldern der Westfalen Gruppe einmal mehr vor Augen geführt.

Tag 2

Den zweiten Tag haben wir mit der Besichtigung des Werks II in Gremmendorf begonnen. Dort gab es vor allen Dingen für die gewerblich-technischen Auszubildenden, die dort ausgebildet werden, sehr viel zu sehen. Hier hatten sie die Möglichkeit, ihre Ausbilder zu treffen und die Werkstatt zu erkunden.
Die großen Propan-Kugeln auf dem Gelände des Werks waren das Highlight. Jeder, der sich traute, durfte einmal die Treppe bis zur Öffnung der Kugel hochlaufen und den Ausblick genießen.

Tag 3 

Die Luftzerlegungsanlage in Hörstel war an diesem Tag unser Ziel. Dort besuchten wir die Heliumabfüllung, wo das Helium in große Behälter abgefüllt wird. Bei dieser Gelegenheit haben wir zum ersten Mal flüssige Luft gesehen und auch anfassen können. Es war beeindruckend zu sehen, dass die Luft wie Wasser auf unsere Hand tropfte, aber unsere Hände trotzdem nicht nass, sondern nur kalt, wurden.
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Anschließend ging die heiß ersehnte Azubi-Rallye in der Hauptverwaltung am Industrieweg los. Eingeteilt in Gruppen machten wir uns auf den Weg zu den uns zugeteilten Abteilungen, um die Mitarbeiter mit Fragen rund um ihren Aufgabenbereich zu löchern. Viel zu schnell ging auch dieser ereignisreiche Tag zu Ende.


Tag 4

Der vierte Tag war ganz dem Thema Telefontraining und dem Umgang mit Kunden gewidmet. 

Zu Beginn erklärte uns Frau Rauterkus, die Leiterin für Personalentwicklung und Ausbildung, die Grundregeln zum richtigen Telefonieren und worauf es hierbei ankommt. So lernten wir beispielsweise, bei einem aufgebrachten Kunden am anderen Ende der Leitung Ruhe zu bewahren und strukturiert und gut überlegt an sein Anliegen heranzugehen. Um einen ersten Eindruck eines solchen Telefonates zu bekommen, durften wir paarweise ein frei erfundenes Telefonat mit unterschiedlichen Anliegen nachspielen. Zögerlich und noch etwas ängstlich trauten sich ein paar Mutige, vor den anderen Auszubildenden ein Telefonat vorzuspielen. Schnell merkten wir, dass dies am Anfang noch sehr ungewohnt und gar nicht so einfach war, in kurzer Zeit die richtige Entscheidung zu treffen, um dem Gesprächspartner bestmöglich weiterhelfen zu können. Doch Frau Rauterkus machte uns Mut und gab uns hilfreiche Tipps, wie wir auch bei einem realen Telefonat vorgehen können.

Natürlich wurde uns auch das Telefon mit allen Funktionen und Bedienungsmöglichkeiten ausführlich erklärt. Nun konnte einem echten Telefonat eigentlich gar nichts mehr im Wege stehen!


Tag 5

Der fünfte Tag der Einführungswoche stand unter dem Motto „Wach, Vital, Nah“.
Uns wurden die Kernwerte der Westfalen Gruppe näher erläutert und wie wir diese Werte auch mit Leben füllen sollen.
In kleinen Gruppen entwarfen wir Plakate zu diesem Thema. Die Gruppenarbeit hat viel Spaß gemacht und wir hatten die Möglichkeit, uns untereinander noch besser kennenzulernen.

Nach dem Mittagessen fand die „Pressekonferenz“ mit dem Vorstand statt. Herr und Frau Fritsch-Albert, sowie Herr Ropohl und Herr Dr. Wilken hießen uns Willkommen und stellten sich unseren Fragen.
Wir hatten viel Spaß dabei und haben viel Neues über das Unternehmen erfahren.

Tag 6

Mit der Besichtigung des Tanklagers in Gelmer begann der letzte Tag der Einführungswoche. Ein unheimlich interessanter Ort mit riesigen Kraftstofftanks. Wir erhielten viele spannende und informative Geschichten über das Tanklager. Unter anderem erfuhren wir, dass alle Gas-Pipelines in verschiedenen Farben gefärbt sind, damit sie besser zu unterscheiden sind. Zuletzt wurde uns noch der Verwaltungsraum gezeigt, in dem ganz viele blinkende Knöpfe zu sehen waren.

Wieder am Kesslerweg angekommen, zeigten wir unsere Präsentationen mit den Ergebnissen aus der Azubi-Rallye. Uns wurde vieles erzählt, was wir schon aus der Einführungswoche kennengelernt hatten, aber auch eine Menge Neues, wie z.B., dass technische Gase enorm vielfältig einsetzbar sind.

Anschließend haben wir in einer Feedback-Runde mit Frau Florath die Woche noch einmal Revue passieren lassen und sind zu dem Entschluss gekommen, dass dies der perfekte Einstieg in unsere Ausbildung ist/war.

So ging unsere Einführungswoche bei der Westfalen Gruppe zu Ende und wir waren schon gespannt auf das anstehende Team-Training in Oer-Erkenschwick und die Wochen in unserer ersten Abteilung.

Liebe Grüße
Doreen, Anna und Janis

Eine kleine Reise nach Bayern

Liebe Leserinnen und Leser,

mein Name ist Christina Sporer und ich mache bei der Westfalen Gruppe im Verkaufsbüro Regensburg meine Ausbildung zur Industriekauffrau.
Derzeit befinde ich mich im dritten Ausbildungsjahr.

Doch was machen wir hier im Verkaufsbüro Regensburg eigentlich?
Darüber möchte ich heute in meinem ersten Blog-Beitrag berichten.

Daten, Fakten, Zahlen

Vorab ein paar allgemeine Infos: das Büro wurde 1995 eröffnet und befand sich bis 2010 noch im Industriegebiet Haslbach in der Nähe von Regensburg. Vor 4 Jahren erfolgte schließlich der Umzug in das derzeitige Büro in der Frankenstraße im Norden Regensburgs. Mit fünf Mitarbeitern im Innendienst, inklusive mir als Auszubildende, sowie neun Außendienstmitarbeitern und einem Vertriebspartnerbetreuer ist das Arbeitsklima sehr harmonisch und familiär. Besonders der gute Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft unter den Kollegen sind hervorzuheben. Die Hauptprodukte, die wir hier in Regensburg verkaufen, sind Industriegase, wie zum Beispiel Argon, Stickstoff und Sauerstoff; Kältemittel aller Art; Medizinische Gase; Lebensmittelgase; Schweiß-, Schneid-, und Lasergase; sowie Sondergase, beispielsweise Stickstoff mit hoher Reinheit.  Um unserer Disposition im Werk Weißenhorn bei der Belieferung der rund 3.200 Kunden in unserem Verkaufsgebiet tatkräftig unter die Arme greifen zu können, haben wir Vertriebspartner vor Ort. Diese liefern nach unserer Vorgabe direkt zu Kunden, bieten aber selbstverständlich auch die Möglichkeit, sich das gewünschte Produkt vor Ort abzuholen.  Zu unseren Haupt- bzw. Großkunden gehören vor allem Hochschulen, Universitäten, Kliniken, Pharmaunternehmen, Klima- und Kältefachbetriebe, Automobilzulieferer, Metall- und Maschinenbauunternehmen, Laserkunden und Brauereien.  Diese beziehen hauptsächlich Stickstoff und Sauerstoff / medizinischen Sauerstoff in Tanks, aber auch Flaschen sind sehr gefragt. Ebenso werden Schweißgase und verschiedene Kältemittel von diesen Kunden häufig benötigt.

 

Langweilig wird‘s nie!


Mein Arbeitstag beginnt um 8:00 Uhr morgens. Täglich bearbeite ich Kundenanfragen und Kundenbestellungen, lege Kunden im System an, schreibe Angebote, schicke Nutzungsverträge zu Kunden, pflege Nutzungsverträge und Konditionen ins System ein, lege Nutzungsverträge ab, bearbeite verschiedene Listen, erstelle Gut- und Lastschriften und nehme Telefonate entgegen. Anfangs war es schwer für mich, die Welt der  Gase zu verstehen, da es ein komplett neuer Bereich war, den ich kennenlernen durfte. Doch mit jeder Anfrage, jedem Angebot, jeder Bestellung und jedem Telefonat mit Kunden konnte ich mehr über die Eigenschaften und den Anwendungsbereich von Gasen lernen.
Auch ein Tag im Außendienst mit unserem Kundenberater Herrn Booß trug viel zu meinem Verständnis für Gase und die Kundenbetreuung bei.  Mittlerweile finde ich mich in dem großen „Gase-Urwald“ ziemlich gut zurecht und kann einige Fragen von Kunden schon selbst beantworten. Für Fragen zu besonderen Gasen oder speziellen Anwendungsbereichen stehen mir meine Kollegen aus den jeweiligen Abteilungen in Münster zur Seite.  Selbstverständlich treten bei all den Aufgaben hin und wieder Schwierigkeiten auf, beispielsweise Lieferverzüge, nicht korrekte Mietberechnungen, Fehler beim Lieferscheinerfassen und falsche Bestände. Auch wenn solche Unklarheiten nicht immer durch uns im Verkaufsbüro, sondern ebenso durch Lieferstellen oder Kunden entstehen, liegt es letztendlich doch in unserer Hand, diese zu klären.

Nebenbei…

… fallen den Tag über noch kleinere Arbeiten an. So gießen wir abwechselnd die Blumen, räumen den Geschirrspüler ein und aus, kümmern uns um den Getränke-, Kaffee- und Teevorrat und holen Brotzeiten für Besprechungen mit unseren Kundenberatern. Auch das eigenständige Holen und Wegbringen der Post ist feste Aufgabe unseres Verkaufsbüros.

Eine tolle Erfahrung

Hierbei wird klar, dass sich der Arbeitsalltag in einer Niederlassung doch in einigen Punkten von dem der Hauptverwaltung in Münster unterscheidet. Erfreulicherweise durfte ich auch den Arbeitsalltag der Hauptverwaltung im Zuge eines mehrwöchigen Aufenthalts in Münster kennenlernen. Zusammen mit anderen Auszubildenden aus den Niederlassungen bewohnte ich eine der beiden Azubiwohnungen und durchlief die Abteilungen, die im Verkaufsbüro in Regensburg nicht vertreten sind. Durch diese großartige Erfahrung, die ich dank  Westfalen machen durfte, lernte ich viele neue Leute kennen und wurde selbstständiger und selbstbewusster.

Sicher wäre es auch für Azubis und Mitarbeiter aus Münster interessant, den Alltag in unserem Verkaufsbüro kennenzulernen. Zumal die Stadt Regensburg mit ihren vielen gemütlichen Lokalitäten und der wunderschönen Altstadt eine Reise wert wäre.

Ich hoffe, dass ich Ihnen und euch einen guten Eindruck über den Berufsalltag in unserem Verkaufsbüro vermitteln konnte.


Viele Grüße aus Bayern
Christina Sporer

„Dear Sir or Madame…“

….so oder so ähnlich fing die ganze Sache im Winter 2013 an. 
 Nach einer Infoveranstaltung der Schule war alles klar…

wir wollten nach Brighton, England!


Nach der Zustimmung, der Freistellung und einer finanziellen Unterstützung von Westfalen konnten die ersten Bewerbungen geschrieben werden.  Am Jahresanfang 2014 erhielten wir die Nachricht, dass wir – neben 20 Mitschülern – dabei sind.

Jetzt ging es darum, die zwei wichtigsten Fragen zu klären:
Wo werden wir wohnen und arbeiten?
Für Luisa ging es nach Hove und für Steffen nach Southwick – beides Vororte von Brighton.

Bei den Unternehmen wurde es dann etwas kompliziert.
Steffen hatte relativ schnell eine Antwort: Es ging in einen „Motorradladen“ – erstmal pure Begeisterung.

Bei Luisa  war es nicht so einfach: sie musste sich vorab einem Skype- Interview stellen.  Vor der Kamera saßen zwei junge Männer, die direkt anfingen zu erzählen. Sie hat zwar von  allem nur die Hälfte verstanden aber wusste anschließend , dass sie für ContractRecruit (ein Jobboard) arbeiten wird. Ihr Resümee sah vorerst so aus: 

– Coole Leute
– geile Stimmung
– sprachlich ? läuft!

In der Schule wurden uns das Land, die Leute und die Kultur etwas näher gebracht. Danach fühlten wir uns schon ein bisschen wie „native speaker“ 😀

Sommer 2014: Es geht los ! 

„Ich bin so froh wenn der ganze Mist hier rum ist!“
Das waren die letzten Worte auf deutschem Boden. Von wem diese Worte kamen, soll hier mal nicht weiter erwähnt werden.  

Mit einem Puls von 400 und ´nem Kloß im Hals kamen wir in unseren Gastfamilien an. Doch alles war halb so wild: Wir beiden wurden sofort herzlich aufgenommen. Luisa bei einer älteren Dame und Steffen bei einer noch älteren Dame und ihrem Partner.

#Weltmeister
#Weltmeister

Direkt nach der Ankuft machten wir uns allerdings  auf den Weg in einen Pub, um das Spiel Deutschland vs. Ghana zu gucken. 
Das erste englische Bier war schon etwas gewöhnungsbedürftig, doch das sollte sich mit der Zeit legen.

Wir haben nach einem so ereignisreichen Tag natürlich erstmal lange geschlafen und um ehrlich zu sein, trauten wir uns in den fremden Häusern beide nicht so recht aus den Zimmern.

Doch irgendwann musste man ja raus, denn wir hatten uns mit dem Rest der Gruppe in Brighton verabredet.
Das erste englische Frühstück war gar nicht mal so anders. Es gab Toast mit Nutella und Marmelade: Nix von wegen „Baked Beans“ oder „Fried Eggs“! Den Sonntag verbrachten wir dann in Brighton. In der Stadt, am Strand und im Park. 

Die Spannung steigt: Unser erster Arbeitstag!

Am Montagmorgen hieß es:  „Meeting at Stages at 10:00 o’clock“. Stages ist die Partnerorganisation für den Schüleraustausch in Brighton. Eigentlich wurde nicht viel gesagt. Nur: „If you have any problems do not hesitate to contact us”.

Danach ging es in die „Companys“

Luisa hatte leichte Probleme, die richtige Tür zu finden und stand erstmal im völlig falschen Gebäude. Steffen fand nur mit Hilfe von Google Maps den richtigen Weg .  
Luisa bekam einen Kaffee und dann hieß es: „See you tomorrow“.
Bei Steffen hieß es:  „Someone will pick you up tomorrow morning. Prepare to get really dirty” .
Nach diesen Statements war klar: Den ersten “Arbeitstag” verbringen wir am Strand. Da wir nicht die Einzigen waren denen es so ging, saßen wir um 15.00 Uhr und bei gefühlten 30 Grad mit allen Austauschschülern am Strand.

Die erste Woche

Natürlich waren die ersten Tage echt ungewohnt.  Aber wir haben uns recht schnell eingelebt. 
Steffen wurde zuerst im Lager der Firma Sinnis International eingesetzt. Eine kleine Spritztour auf einem der Bikes war natürlich auch drin. 😉


ContractRecruit – ein Start-Up – hat ein Jobboard online. Luisa half dabei, das Unternehmen bekannter zu machen. Dazu gehörte E-Mail Marketing und die Pflege des Jobboards. Die Maßnahmen waren so erfolgreich, dass in der vierten Woche 1000 contractors gefeiert werden konnten.  

Die Wochen Zwei und Drei…

… vergingen so unglaublich schnell, dass man eigentlich gar nicht mehr so genau weiß, was man alles gemacht hat. Man kann nur sagen: Brighton ist eine echt geile Stadt! Der Pier ist der Hammer.  Feiern ist auch machbar und der Strand ist ein echtes Highlight.

Die Wochenenden verbrachten wir teilweise in Brighton oder im nur 50 km entfernten London.

Die letzte Woche

Aus dem anfänglichen „Ich bin so froh, wenn der ganze Mist hier rum ist!“, wurde ein „Ich würde am liebsten hier bleiben.“
Wir waren mittlerweile ein fester Bestandteil des Kollegenkreises. Luisa, die tagsüber neue Jobs online stellte und abends mit den Kollegen in einen Pub ging und Steffen, der mittlerweile im Shop der Firma eingesetzt war und dort die tägliche Arbeit unterstützte.

Doch wie heißt es so schön: Alles hat ein Ende….

Der Abschied von Kollegen und Gastfamilien fiel uns schon schwer. Es wurden Daten und Adressen ausgetauscht, damit man sich nicht ganz aus den Augen verliert. 

Auf der einen Seite freuten wir uns auf Zuhause, auf der anderen Seite hatten  wir hier in Brighton eine neue „kleine Familie“ gefunden und Freunde gab es hier auch genügend. 

„Am liebsten wäre ich noch zwei Wochen hier geblieben“ so oder so ähnlich lauteten die letzten Worte auf englischem Boden.

So können sich die Meinungen ändern und aus anfänglicher Skepsis kann eine einmalige Erfahrung werden, die man auf keinen Fall missen möchte.

Fazit

Mit etwas Eigeninitiative, Motivation und der Unterstützung von Westfalen – für die wir uns noch einmal bedanken möchten – wurde uns dieses Praktikum ermöglicht. Diese Erfahrung gehört bis jetzt zu den besten, die wir in unseren noch jungen Jahren machen durften. Jeder, der die Chance bekommt einen Auslandsaufenthalt anzutreten, sollte diese nutzen. Es ist egal, ob es nach England, Japan oder in die Schweiz geht. 

Ein Auslandsaufenthalt ist immer eine Reise wert!

 
Viele Grüße

Luisa und Steffen