Archiv der Kategorie: Veranstaltungen

kaeltemittelflaschen

Die neue F-Gas-Verordnung

Als am 06. August der Westfalen Blog online ging, dachte ich: „Das ist die ideale Plattform, um über meine Arbeit bei der Westfalen Gruppe zu berichten“. 

Mein Name ist André Knabke. Ich bin seit 2008 bei der Westfalen Gruppe beschäftigt. Im Jahre 2013 wechselte ich als Techniker von der Abteilung „Technische Dienste Gaseproduktion“ ins Produktmanagement Kältemittel in die Hauptverwaltung nach Münster. Insbesondere die Entwicklung und Zukunft des Kältemittelmarktes fällt nun in mein Arbeitsgebiet. Zu meinen ersten Tätigkeiten gehörte die Ausarbeitung, Interpretation sowie die Publizierung von Informationsmaterial zur neuen F-Gas-Verordnung (EU) Nr. 517/2014. Diese Verordnung löst ab 2015 die alte F-Gas-Verordnung (EG) Nr. 842/2006 ab. In dieser Verordnung werden u.a. die teilfluorierten Kohlenwasserstoffe H-FKW geregelt. H-FKW sind beispielsweise die Kältemittel R-134a, R-404A, R-507, R-407A/C/F und R-410A. Ziel der EU-Direktive ist es, die Emission bestimmter fluorierter Treibhausgase zu reduzieren.

Wissen weitergeben

Für unsere Kunden und deren Anlagenbetreiber, die teilfluorierte Kohlenwasserstoffe in ihren Systemen einsetzen, habe ich European Union flags in front of the Berlaymont building (Europezusammen mit Kollegen auf unserer Internetseite „Revision der F-Gas-Verordnung“ alle wichtigen Fakten zusammengefasst. Darüber hinaus haben wir vom Produktmanagement Kältemittel einen Flyer erstellt. Die Informationen, die wir auf unserer Internetseite publizieren, stießen in der Kälte- und Klimabranche auf großes Interesse. Bei der Suchmaschine Google erscheint unsere Internetseite unter dem Suchbegriff „ F-Gas-Verordnung 2014“ unter den ersten fünf Ergebnissen. Das ist für uns ein Zeichen, dass unsere Internetseiten umfangreiche und wichtige Informationen für die ganze Branche bieten. Darauf sind wir natürlich besonders stolz.

Wohin geht die Reise?

In naher Zukunft werden einige vielfach eingesetzte Kältemittel reglementiert und durch neue Kältemittel ersetzt. Darüber werde ich in diesem Blog noch ausführlich berichten.  Mein Augenmerk ist derzeit auf die Messe Chillventa (Internationale Fachmesse für Kälte, Klima, Lüftung und Wärmepumpen vom 14. – 16. Oktober 2014 in Nürnberg) gerichtet. Die Kältemittelbranche wird sich hier mit der neuen F-Gas-Verordnung befassen. Wir als Westfalen Gruppe präsentieren uns unter dem Motto „Leitfaden für die Kältemittelauswahl“ am Stand 5-207. Rund 950 Aussteller sind auf der Chillventa vertreten und bis zu 30.000 Besucher werden erwartet. Verschiedene Fachforen und Symposien zu aktuellen Themen ergänzen das Ausstellerangebot . Von der Chillventa aus werde ich meine ersten Tweets auf Twitter absetzen und Ihnen direkt von der Veranstaltung berichten. Ich freue mich, wenn Sie mir auf dem Twitter-Kanal der  Westfalen Gruppe  folgen . Meine Beiträge erkennen Sie am Kürzel /ak

Viele Grüße
André Knabke
27_08_14 Realschule Wolbeck Luftballon

Martin Krude erklärt Schülern die Gasewelt

Hallo liebe Blogleser,

mein Name ist Silke Hoferichter. Ich bin seit nunmehr fast 26 Jahren bei der Westfalen Gruppe beschäftigt. Im Laufe der Jahre habe ich mehrere Abteilungen durchlaufen. Seit 2001 arbeite ich in der Schweißtechnik als Sachbearbeiterin für die Bereiche Schweißen & Schneiden und EKONOR. Und ich kann sagen: Hier ist immer was los. Wir sind insgesamt elf Menschen, die sich tagtäglich den Herausforderungen unserer Kunden stellen.

Feuer und Flamme!

Als ich davon hörte, dass ein Mitarbeiter-Blog ins Leben gerufen werden soll, war ich sogleich Feuer und Flamme. Ich finde neue Medien spannend, habe auch schon aktiv an der Gestaltung unserer Internetseiten mitgewirkt und nach einigen Überlegungen den Entschluss gefasst, über die Tätigkeiten meiner Kollegen zu berichten.

Hier im Schweißtechnikum arbeiten Schweißfachingenieure, Lehrschweißer und Techniker, die sich tagtäglich praktisch mit dem Thema Schweißen, Schneiden, Lasern und vielem anderen mehr beschäftigen. Wenn sie dann zum Beispiel von ihren Einsätzen  bei unseren Kunden berichten, denke ich so oft: Das ist echt spannend!

Beginnen möchte ich mit einem Artikel über eine Schulung, die mein Kollege Martin Krude durchgeführt hat. Er arbeitet in unserem Bereich seit mehr als einem Vierteljahrhundert als Lehrschweißer und gilt somit als „Bewahrer“ der alten und bewährten Traditionen und Fähigkeiten.

Kooperation mit der Realschule Wolbeck

27_08_14 Realschule Wolbeck Seit 2010 kooperiert die Westfalen Gruppe mit der Realschule Wolbeck. Jährlich finden gemeinsame Veranstaltungen sowohl in der Realschule als auch bei uns im Hause statt. Mehr als 30 Schüler der Realschule Wolbeck waren an diesem Tag bei uns zu Gast. Martin hat sein Equipment im vorderen Bereich des Technikums aufgebaut. Er zeigt immer eine Vielzahl von Versuchsanordnungen und Experimenten, ich werde mich in diesem Blog-Beitrag auf das Kaltschrumpfen konzentrieren.

Das Schöne am Blogschreiben ist , dass ich aktiv an den Geschehnissen teilhaben kann. Es ist  anschaulicher, wenn ein Bericht durch Bilder oder Videos ergänzt wird . Also habe ich mich mit einer Kamera bewaffnet und fotografiert, um das Kaltdehnen/Kaltschrumpfen  zu dokumentieren.

Tiefkalter Stickstoff: Was kann man damit tun?

Zu allererst wurden die Schüler darauf hingewiesen, dass es jahrelanger Erfahrung im Umgang mit Gasen bedarf, um diese Versuche und Experimente durchführen zu können, und diese Dinge auf keinen Fall nachgeahmt werden sollten.  (Hier finden Sie die Sicherheitshinweise des Industriegaseverband e.V. zum Umgang mit tiefkalt verflüssigten Gasen)

Der tiefkalte Stickstoff (hat eine Temperatur von -196°C) wurde in einen dafür geeigneten Behälter gegossen. Das sieht immer sehr spektakulär aus, weil der Stickstoff verdampft.  Danach legte Martin einen Luftballon in die Schale. Der mit Luft gefüllte Ballon zieht sich im flüssigen Stickstoff zusammen.

Luft enthält zu 20,95 % Sauerstoff und zu 78,09 % Stickstoff. Sauerstoff kondensiert bei -182,962°C . Die Luft im Ballon wird im Stickstoff also verflüssigt. Sobald der Ballon aus dem Stickstoff herausgenommen wird, geht der Sauerstoff in den ursprünglichen gasförmigen Aggregatzustand über und der Ballon dehnt sich wieder aus. 

Bananen, Rosen und Erdbeeren wurden ebenfalls in den Stickstoff getaucht, alles war innerhalb kürzester Zeit tiefgefroren. Die Rosen und die Früchte sind in gefrorenem Zustand sehr zerbrechlich und zerfallen in viele kleine Stückchen, wenn sie auf harte Gegenstände treffen.

Physikalische Gesetzmäßigkeit

Durch diese Vorführung wurde anschaulich dargestellt, wie sich Materialien in tiefkaltem Stickstoff verhalten. Das Verfahren ist einfach, denn es basiert auf der physikalischen Gesetzmäßigkeit, nach der Materialien bei Kälte schrumpfen und sich bei Wärme ausdehnen.

Anwendung in der Industrie

In der Industrie wird dieses Verfahren zum Beispiel als schnelle und wirtschaftliche Methode zur Herstellung hochfester Passverbindungen für Wellen, Kugellager, Buchsen oder Bolzen genutzt. Mittels Kaltdehnen können lösbare und nicht lösbare Schrumpfverbindungen montiert werden. Es wird immer das innenliegende Bauteil abgekühlt. Durch die Schrumpfung des Bauteils aufgrund der tiefen Temperatur wird die für die Montage notwendige Größenreduzierung erreicht.

Martin zeigte den Schülern eine Passung, die sich im zimmerwarmen Zustand nicht ineinander schieben ließ. Der Zapfen wurde in tiefkaltem Stickstoff geschrumpft  und die beiden Teile konnten ineinandergeschoben werden. 

Soweit mein Beitrag zum Thema „Schrumpfen mit tiefkalt verflüssigtem Stickstoff“.

In nächster Zukunft stehen viele interessante Projekte bei uns an – ich nenne hier stellvertretend unser EKONOR-Projekt in Singapur – von denen ich berichten möchte. Freuen Sie sich also auf spannende Einblicke in die Schweißtechnik. 

Ihre Silke Hoferichter

Die Westfalen Azubis geben Gas

Am 19. Juli 2014 fand bei sommerlichen 35°C der erste WestfalenSlam in Lippstadt statt. Den ganzen Tag jagte ein Wettbewerb den anderen und unsere Azubis waren mittendrin.

Neben weiteren namhaften Unternehmen aus der Region durfte die Westfalen Gruppe natürlich nicht fehlen und war mit vielen Facetten auf dem Großevent vertreten. Mitglieder der Betriebssportgruppe überzeugten trotz der Hitze beim LaufSlam und vier unserer Azubis gaben Alles, um beim RacingSlam mit der selbstgebauten Seifenkiste zu gewinnen.

Von 11:00 – 13:30 Uhr hatten die Azubis Zeit, den vorgefertigten Bausatz zusammenzufügen. Da die Zeit auf den letzten Metern knapp wurde, haben der Leiter unserer Unternehmenskommunikation, Helge Wego, und ich noch schnell beim Dekorieren der Seifenkiste mit angepackt – schließlich gab es auch einen Pokal für das beste Design des selbstgebauten bunten Flitzers zu holen. Die letzten 15 Minuten wurden dann für die Finalisierung genutzt: unter Hochdruck wurden alle Materialien angeschraubt, lackiert und geklebt – wir hatten sogar noch etwas Zeit, um die Lenkung zu optimieren.

 

Dann war es so weit: das erste Rennen stand bevor. Jan Hammelmann hat sich als Erster in den „Westfalen“-Flitzer gewagt und ist die 30 Meter lange Startrampe heruntergerast – zum Glück hat alles gehalten und auch die Bremsen haben funktioniert.

Blog Beitrag2

Die anschließenden Runden haben auch Patrick Lappe und Steffen Maslowski unfallfrei überlebt. Somit stand Jannik Holmer nun noch die letzte Fahrt bevor. Mit einigen Bedenken bzgl. der Lenkung, da diese bei der vorherigen Fahrt Probleme bereitet hat, stieg er in die Seifenkiste ein. Leider hat sich sein Gefühl bestätigt: beim Versuch zu lenken hat er einen filmreifen Stunt hingelegt – zum Glück auch diesen ohne Verletzungen!

Insgesamt konnte jeder Fahrer für zwei Runden in die „Kiste“ steigen und gegen die anderen Gegner antreten. Zum Schluss wurden die Zeiten aus jedem Team summiert und der Gewinner wurde bekannt gegeben: leider hat es bei der Westfalen Gruppe nicht ganz gereicht! L Auch beim Design-Preis hatten wir leider keine Chance gegen das flinke Schaf der Remondis-Azubis.

Trotz Hitze und Niederlage hatten wir einen tollen Tag mit jeder Menge Spaß und hätte es die Kategorie „Sieger der Herzen“ gegeben, hätten unsere Jungs hier den Pokal ganz sicher nach Hause gebracht! J J J