Fast Road Through The Countryside

Prozessoptimierung Logistik und Transport: Tagung in Wanzleben

Liebe Leser & Leserinnen,

ich absolviere bei der Westfalen Gruppe eine Ausbildung zur Kauffrau für Spedition- und Logistikdienstleistungen. In meinem ersten Blog-Beitrag berichte ich über die Tagung zum Thema Prozessoptimierung Logistik und Transport in Wanzleben, die ich im Rahmen meiner Ausbildung besuchen durfte.

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Die Tagung fand statt im schönen Hotel Burg Wanzleben.
Ich habe während dieser Tagung  viel gelernt und konnte eine Menge Hintergrundwissen gewinnen. Viele Zusammenhänge meiner Tagesaufgaben sind mir besser bewusst geworden.

Gute Kommunikation ist das A & O

Ein Tagesordnungspunkt war die Lösung von Problemen, wie sie oft im Tagesgeschäft auftauchen. Wie können wir diese meistern, wer kann uns am besten dabei helfen und wie sollten wir kommunizieren?

Da sich Schwierigkeiten bekanntermaßen nicht in Luft auflösen, ist ein Austausch mit den Kollegen – auch in den anderen Werken – sehr wichtig. Wir stellten uns während der Schulung die Frage, wie wir zukünftig das Entstehen von Missverständnissen bei der Kommunikation vermeiden können.

Wir lernten, dass es oft unvermeidlich ist, mehr als einmal nachzufragen, bis dann auch wirklich alle Unklarheiten beseitigt sind. Davor sollen wir uns nicht scheuen. Natürlich ist das persönliche Gespräch nicht immer möglich, daher besteht die Kommunikation oft aus Telefonaten oder aus E-Mails. Hier gelten für eine gute Kommunikation noch besondere Regeln, da beim Telefonieren nur die Stimme zum Transport von Emotionen zur Verfügung steht. Bei einer Mail lassen sich Emotionen gar nicht übermitteln, man muss sich daher möglichst genau und unmissverständlich ausdrücken.

Gute Kommunikation verhindert Missverständnisse – und wie gute Kommunikation aussehen kann, darüber haben wir bei dieser Tagung viel gelernt.
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Die Wirtschaftlichkeit erhöhen

Ein weiterer wichtiger Punkt der Tagung war das wirtschaftliche Fahren. Unsere eigenen Fahrer schulen wir regelmäßig in Bezug auf einen wirtschaftlichen Umgang mit ihren Fahrzeugen. Aber auch die Fahrer der Speditionen, die für uns oder unsere Lieferstellen fahren, schulen wir immer wieder. Durch den Einsatz von Telematik- Systemen werden Verbrauchs- und Verschleiß- Faktoren erkannt und den Fahrern können so Tipps zum wirtschaftlicheren Fahren gegeben werden.

Ganz wichtig: Sicherheitsbestimmungen

Im Transportgewerbe nehmen Sicherheitsvorschriften einen wichtigen Platz ein. Auch während der Tagung lag hier ein Schwerpunkt. Ein wesentlicher Aspekt der Sicherheitsvorschriften im Transportgewerbe ist die Ladungssicherung. Besonders beim Umgang mit Gasen gibt es vieles zu beachten, viele Vorschriften, die einzuhalten sind. Unsere Fahrer werden sehr gründlich und umfassend geschult. Die Einhaltung der strengen Vorschriften prüfen wir auch selbst immer wieder durch stichprobenartige Unterwegskontrollen.

Fahrsicherheitstraining mit perfekt gesicherter Ladung
Fahrsicherheitstraining mit perfekt gesicherter Ladung
Die Einhaltung der vorgeschriebenen Arbeitszeit gehört ebenfalls zu den Sicherheitsvorschriften. Viele Unfälle passieren auf Grund von Übermündung der Fahrer. Bei uns wird daher sehr streng auf die Einhaltung der Vorschriften und ausreichende Ruhezeiten geachtet.

Fazit

Die Tagung hat das Verständnis der Kollegen untereinander gestärkt, das Bewusstsein für die schwierigen Aufgaben, mit denen natürlich auch andere zu „kämpfen“ haben, ist gewachsen.

Für mich war es ganz besonders schön, meine Kollegen aus den anderen Werken kennen zu lernen, da ich jetzt den Namen auch ein Gesicht zuordnen kann. Das wird unsere Zusammenarbeit sicher weiter fördern.

Viele Grüße
Lisa Matenar


Header-Bild: Fast Road Through The Countryside © James Thew – Fotolia
lachendes clownpaar

Lustige Westfalen – so etwas gibt es?

„Der Westfale geht zum Lachen in den Keller“

Diesen oder ähnliche Sprüche hören wir als Mitarbeiter der Westfalen Gruppe natürlich oft. Was aber viele nicht wissen: Wir bei Westfalen haben einen eigenen Betriebskarnevalsverein: die „Lustigen Westfalen“ mit rund 150 Mitgliedern!
unsere_KappenUnd ich bin eines davon. Mein Name ist Lisa Hölscher und ich bin mit 25 Jahren das jüngste Mitglied im Elferrat. Vor genau 60 Jahren schlossen sich damals karnevalsbegeisterte Kollegen zusammen, um die Karnevalstraditionen im Unternehmen zu feiern. Sogar der damalige Vorstandsvorsitzende befürwortete die Vereinsgründung, stiftete ein Westfalen-Schaukelpferd als Maskottchen und unterstützte den Verein tatkräftig.

Diese Unterstützung aus der Gründerfamilie ist bis heute ungebrochen und dafür sind wir sehr dankbar!

„Da sind doch nur alte Leute im Verein“

Noch so ein Vorurteil. Der Verein hat sich in den letzten Jahren immer weiter verjüngt und jeder ist herzlich eingeladen, sich mit neuen Ideen einzubringen und die zahlreichen Feiern zu genießen.

Vom 11.11. bis Aschermittwoch feiern wir die „fünfte Jahreszeit“ mit zahlreichen Events. Auch Fahrten zu Veranstaltungen in die Karnevalsstadt schlechthin,  nach „Kölle“,  und weitere Touren prinzgehören in unseren Karnevalskalender. Unsere Kostümsitzung feiern wir mit tollen Künstlern und bei toller Musik. Wir dürfen auch immer wieder das Prinzenpaar mitsamt Adjutanten bei uns begrüßen. 

Weiberfastnacht feiern alle Mitarbeiter der Westfalen Gruppe gemeinsam ab 11:11 Uhr auf dem Betriebsgelände. So stärken wir durch unseren Karnevalsverein den Teamgeist und das Zusammengehörigkeitsgefühl.
Altweiber

Aber auch außerhalb der Session treffen wir uns zum eigenen Schützenfest, zum Bowlen oder zur Pättkestour, damit die Zeit bis zur nächsten „fünften Jahreszeit“ nicht zu lang wird.

„Im Elferrat dürfen doch nur Männer sein“

Wieder falsch – ich bin ja auch im Elferrat. Und nicht nur das: Wir werden geleitet von unserer Präsidentin Anke! Elferrat
Sie hält die Gruppe zusammen, die Termine im Blick und leitet souverän die monatlichen Elferratssitzungen. Zusammen mit mir und ihr sind wir vier Frauen im Elferrat und ergänzen uns prima mit den Männern der Runde. Wir bauen zusammen fleißig jedes Jahr einen Karnevalswagen für den Rosenmontagsumzug und gestalten ihn nach einem MKarnvalswagenotto, das wir alle zusammen ausdenken. In diesem Jahr haben die „Westfälischen Nachrichten“ unseren Wagen zu einem der zehn schönsten Wagen des Umzugs erklärt, worauf wir sehr stolz sind.

„Das ist doch ein geschlossener Verein“

Verein ja, geschlossen auf keinen Fall! Unser Verein freut sich über jedes neue Mitglied mit Freude daran, die Veranstaltungen zu besuchen oder sogar sich selbst einzubringen. Jeder ist herzlich willkommen die Tradition dieses tollen Vereins mit der Unterstützung der Familie Fritsch-Albert aufrecht zu erhalten. Wir würden uns freuen!

Ich hoffe, ich konnte mit Vorurteilen zu humorlosen Westfalen und zu unserem Verein aufräumen und würde mich über neue Gesichter bei uns sehr freuen.

Karnevalistische Grüße
Lisa Hölscher

Header-Bild: lachendes clownpaar © Picture-Factory – Fotolia

Different laboratory glassware with color liquid

Vom Reinstgas bis zum Gasgemisch: Exakt bis ins millionste Teilchen

Der Westfalen Blog bietet eine gute Gelegenheit mal über den Tellerrand zu schauen: Womit beschäftigen sich die Kollegen Tag für Tag?

Wenn Sie sich immer schon gefragt haben, womit sich das Team vom Produktmanagement Spezialgase eigentlich so befasst: hier die Antwort…

Vom Kindergarten bis zur Kneipe

Was unseren Job sehr interessant macht, sind die vielfältigen Anwendungsbereiche, in denen Gase eingesetzt werden: vom Kindergarten bis zur Kneipe, von der Müllkippe bis zum Schwimmbad, von harmlos bis giftig. Da gibt es die geographische Herkunftsbestimmung von Lebensmitteln und die Altersbestimmung von Gestein. Den Einsatz bei endoskopischen Untersuchungen und bei Kernspinuntersuchungen. Prüfgase für die Emissionsmessung oder Reingase um Kinderaugen strahlen zu lassen, beim Anblick eines aufsteigenden Heliumballons.
bunte Ballons Himmel Wolken

Mischen possible

Wir vom Produktmanagement Spezialgase betreuen die Produktgruppen

wobei jeder Bereich seine eigenen Anforderungen in Bezug auf gesetzliche Vorgaben oder die Produktion hat. Und die gilt es umzusetzen. 

Damit unsere Produktgruppen wachsen und gedeihen, führen wir neue Produkte ein, bereiten Prospekte vor, organisieren Messen und fungieren als Schnittstelle zwischen Vertrieb, Produktion und Logistik. Wann immer es speziell wird in Bezug auf Gase und deren Anwendungen kommen wir ins Spiel.
Westfalen Prüfgase
Prüfgase sind ein wesentlicher Teil unserer Arbeit. Dabei kann es sich um ganz banale Zweikomponentengemische handeln, aber auch um Gemische, die bis zu 25 Komponenten enthalten, deren Herstellung vier Wochen (oder länger) dauert. Wir beraten, kalkulieren, klären und prüfen was immer erforderlich ist, damit ein Gemisch so gefertigt wird, dass es dem Kundenwunsch entspricht. Wir sind ein Team aus Naturwissenschaftlern und Kaufleuten. Liebevoll werden wir von Kollegen auch „die Giftmischer“ genannt.

Wenn’s eilt, gibt’s Kuchen

Die Machbarkeit der gewünschten Prüfgase wird zunächst mit unseren Spezialisten im Sondergasezentrum in Hörstel besprochen, mit denen wir eng zusammen arbeiten und die uns immer wieder unsere Fragen beantworten und uns unterstützen, wenn es gilt, ein besonders eiliges Gemisch zu produzieren. (Auch wenn wir hier gelegentlich mit Kuchen nachhelfen).

Und natürlich arbeiten wir ebenfalls eng mit den Kollegen im Außen- und Innendienst zusammen, die den direkten Kontakt zum Kunden haben. Auf diese Weise lernen wir immer wieder neue Anwendungen kennen. Und weil Gase – und vor allem deren Anwendungsgebiete – alles andere als langweilig sind, werden wir in nächster Zeit immer mal wieder ein Thema rausgreifen und darüber berichten – und über die Menschen, die dahinter stehen.

Ihr Spezialgase Team 

Header-Bild: © Africa Studio – Fotolia.com
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Akkreditierung: was ist das?

Liebe Leserinnen und Leser,

darf ich mich kurz vorstellen. Mein Name ist Volker Frey und ich bin im Sondergasezentrum der Westfalen Gruppe in Hörstel beschäftigt.  Hier bin ich zum einen der Stellvertreter der Werkleiterin, zum anderen ist mein Aufgabenbereich Forschung und Entwicklung – oder auch „Basteln und Spielen“.  Denn unsere Kunden benötigen häufig neue Gasgemische in bisher nicht gefertigten Konzentrationsbereichen oder mit Inhaltsstoffen, die noch nicht in unserem Sortiment enthalten sind.

SGZ_Hoerstel4343_LH_55prozentUm die 27.000 unterschiedliche Gemische haben wir bislang gefertigt. Unsere Produktpalette  umfasst ca. 200 Substanzen, von denen wir maximal 25 zu einer Mischung kombinieren. Die Namen dieser Substanzen umfassen fast das gesamte Alphabet.  Es beginnt bei A wie Argon und endet bei X wie Xylol. Dazwischen liegen Substanzen wie Hexamethyldisiloxan oder tertiär Butylmercaptan. Wir mischen Gasbestandteile bis in den ppm- (parts per million) oder ppb-Bereich (parts per billion).

Verdeutlichen lassen sich solche Werte vielleicht an diesen Beispielen : Bei 1,5 ppm sind Sie der einzige „Preuße“ in München (München hat ca. 1,5 Millionen Einwohner).  Bei 1,4 ppb sind Sie der einzige Deutsche in China (in 2014 betrug die Einwohnerzahl 1,4 Milliarden Einwohner).  

Zertifiziert und akkreditiert

Wir sind als Unternehmen nach diversen Normen „zertifiziert“.  

Unser Sondergasezentrum – wurde Ende 2014 vom DAkkS darüber hinaus erfolgreich als Prüf- und Kalibrierlabor reakkreditiert. Beim DAkkS handelt es sich weder um die neue Schreibweise eines Aktienindexes noch um eine falsch geschriebene Tierart, sondern um die „Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH“.  

Worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen Zertifizierung und Akkreditierung?

Bei einer Zertifizierung wird in bestimmten Zeiträumen zum Beispiel durch den Auditor eines Zertifizierungsanbieters geprüft, ob Arbeitsabläufe in Unternehmen bestimmten  anerkannten Standards und Normen (z. B. DIN-EN-ISO) genügen. Geprüft wird in erste Linie die Strukturqualität.

Eine Akkreditierung ist die Anerkennung der Kompetenz einer Einrichtung . Berücksichtigt werden Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität. Die eigens dafür ausgebildeten Fachgutachter verfügen nicht nur über die notwendigen Kenntnisse zu QM-Prozessen und -Systemen sondern auch über die jeweils benötigten speziellen Fachkenntnisse.

Man tut, was man kann – und kann, was man tut

Im Rahmen der Akkreditierung unseres Kalibrier- und Prüflabors geht es um  die internationale Vergleichbarkeit bei der Konzentrationsmessung. Neben der Angabe wie zum Beispiel 1 Mol. % muss auch die Unsicherheit oder der Fehler der Messung (korrekt: Messunsicherheit)  mit angegeben werden. 

Unsere Gasgemische werden beispielsweise in der AU-Messung, oder bei Motorenprüfständen eingesetzt, bei denen Abgasemissionen untersucht werden. Hier verlangt der Gesetzgeber „rückführbare“ – also international vergleichbare Messungen.  

Mit der Akkreditierung haben wir unsere Kompetenz nachgewiesen, solche international vergleichbaren Messungen durchführen zu können.

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Kompetent messen

Früher wurden Längen zum Beispiel mit der „Elle“ (Länge eines Unterarms) gemessen. (Da war es doch hilfreich, einen Hünen von Einkäufer zu haben und einen Zwerg von Verkäufer :-) ). Eine Vorreiterrolle bei der internationalen Standardisierung von Maßen spielte übrigens Frankreich, weshalb auch das Urmeter und das Urkilogramm im BIPM in Sèvres, Frankreich stehen.

Nehmen wir an, wir möchten eine Küchenzeile einbauen. Wir messen also von Wand zu Wand und gehen mit den Angaben zum Möbelhaus. Bei der Lieferung ist die Küchenzeile jedoch einen Zentimeter zu lang. Denn wir haben bei der Messung keinen geprüften Gliedermaßstab (Zollstock) genommen sondern ein abgebrochenes Stück vom Lineal, welches wir 20 Mal hintereinander angelegt haben. Bei jedem Anlegen haben wir einen „Fehler“ von ca. 1 mm gehabt. Unsere Längenangabe war eigentlich ganz gut, aber gepasst hat die Küche trotzdem nicht.

Da fehlte ganz einfach die Kompetenz zum Messen :-)

Viele Grüße
Volker Frey


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F-Gas-Verordnung: Die Auswirkungen

Nicht nur wegen der erfolgreichen Fußballweltmeisterschaft :-) , sondern auch wegen der Verabschiedung der neuen F-Gas-Verordnung war es für mich als Mitarbeiter des Produktmanagements Kältemittel ein ereignisreiches Jahr 2014. 

Die neue EU-Verordnung, die seit dem 1. Januar 2015 Gesetzeskraft erlangt hat, zielt darauf ab, die Emissionen bestimmter fluorierter Treibhausgase zu reduzieren und hierdurch einen Beitrag zur Umsetzung der Klimaschutzziele der EU zu leisten.

Es wird ein Anreiz zur Verwendung von Alternativen zu den treibhauswirkenden F-Gasen geschaffen, die unter anderem als Kältemittel zur Verwendung kommen. Einige sehr wichtige Themen der neuen F-Gas-Verordnung möchte ich an dieser Stelle aufgreifen. 

Phase-Down-Szenario

Durch das „Phase- Down-Szenario“ strebt die EU-Verordnung bis 2030 eine noch nie dagewesene stufenweise Mengenreduzierung von F-Gasen an.
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Die verfügbare Menge an synthetischen Kältemitteln – berechnet in CO2 Äquivalenten – wird bis zum Jahre 2030 auf 21% reduziert. Stark betroffen hiervon sind unter anderem der Lebensmitteleinzelhandel und das produzierende Gewerbe mit Kältebedarf.

Das Inverkehrbringen und die Verwendung vielfach eingesetzter Kältemittel mit GWP-Werten (Global-Warming-Potential, direkter Beitrag zum Treibhauseffekt) ≥ 2500 wie zum Beispiel R-404A, R-507, R-422A und R-422D werden reglementiert.

Alternativen

Als Alternativen kommen Kältemittel mit niedrigen GWP-Werten – wie zum Beispiel die R-407er Reihe – zum Einsatz. Die großen Kältemittelhersteller entwickeln derzeit neue Kältemittelblends auf HFO-Basis (ungesättigte Fluorkohlenwasserstoffe „Hydro-Fluor-Olefine“) mit niedrigen GWP-Werten – sowohl  für neue als auch für bestehende Systeme. Letztere werden auf die neuen Stoffe umgerüstet. Diese neuen Kältemittel sind notwendig, um die neue F-Gas-Verordnung umzusetzen.

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Neue Wege gehen – eine Branche auf dem Weg in ein neues Zeitalter

Mit der Produkteinführung der ersten neuen Kältemittel wie R-1234yf, R-1234ze und Einführung neuer Kältemittelgemische wie Opteon® XP40 (R-449A) und Opteon® XP44 (R-452A) haben wir innerhalb der Westfalen-Gruppe die ersten Schritte vollzogen.

Weitere neue synthetische Kältemittelgemische mit niedrigen GWP-Werten werden in naher Zukunft folgen und in unser Produktprogramm aufgenommen . 

Eine bedeutende Alternative zu den synthetischen Kältemitteln ist das natürliche Kältemittel R-744 (CO2). Es hat einen GWP-Wert von 1, ist somit „umweltneutral“ und wird nicht in der F-Gas-Verordnung geregelt. Immer mehr Anlagenbetreiber entscheiden sich für CO2-Systeme.  Auch Kälteanlagen mit brennbaren Kältemitteln wie z. B. R-290 (Propan) gewinnen an Bedeutung. 

Aufbereitung 

Die Aufbereitung gebrauchter synthetischer Kältemittel wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Aufbereitete Kältemittel sind nicht vom Phase-Down-Szenario der neuen F-Gas-Verordnung betroffen und können zusätzlich wieder in den Markt gebracht werden. 

Die Weichen werden gestellt

Auf dem Kältemittelmarkt werden aktuell die Weichen für die Zukunft der Kältemittel neu gestellt. Bleibt abzuwarten, welche Kältemittel von welchem Hersteller sich für welche Anwendungen durchsetzen werden.

Der Weg in die Zukunft ist durch die neue F-Gas-Verordnung vorgegeben, die Westfalen-Gruppe ist bereits die ersten Schritte in die richtige Richtung gegangen.  

Es bleibt interessant und spannend.

In diesem Sinne: Viele Grüße
André Knabke


Headerbild: Icy flowers © bizoo_n – Fotolia