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The word Bonjour on a cork notice board

Praktikum bei Westfalen France S. a. r. l.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir, Angela Rul und Clarissa Schellhove, sind im zweiten Ausbildungsjahr zur Kauffrau für Büromanagement bei der Westfalen Gruppe in Münster. Heute berichten  wir von unserem zweiwöchigen Auslandsaufenthalt bei unserer Tochtergesellschaft in Frankreich. Angela war im Sommer dort und Clarissa in den Herbstferien.

Angefangen hat alles schon vor ca. einem Jahr: Zu Beginn unserer Ausbildung erfuhren wir von der Möglichkeit, für mehrere Wochen in einer unserer ausländischen Tochtergesellschaften arbeiten zu können. Da wir in der Schule ein paar Jahre Französisch hatten und uns die Sprache vertraut war, interessierte uns besonders die Tochtergesellschaft in Frankreich (Rosselange). Wir wollten aber nicht nur unsere Französischkenntnisse verbessern, sondern auch jede Menge Erfahrungen in Bezug auf das Arbeiten im Ausland sammeln und Kultur und Alltag besser kennenlernen.
Pourqoui pas?  :-) 

Nachdem wir dann die Bestätigung aus Frankreich erhielten, dass wir dort für zwei Wochen willkommen sind, fingen wir an unseren Aufenthalt  zu planen. Wie kommen wir überhaupt nach Frankreich und wo sollen wir  wohnen?

Wie wir dorthin kommen, war schnell klar: Natürlich mit einem unserer Pool-Fahrzeuge. Netterweise haben wir auch ein paar Unterkunftstipps aus Frankreich bekommen. Als wir unser Hotel buchten, mussten wir unsere Französischkenntnisse das erste Mal unter Beweis stellen.
Westfalen_France
Der erste Tag in der Firma begann, wie dann an jedem Morgen, um halb neun mit einem Bisou (Küsschen). Das war bereits die erste kulturelle Umstellung für uns, denn wer in Frankreich in ein Büro kommt und nicht die bereits anwesenden Kollegen mit einem Küsschen links und einem Küsschen rechts begrüßt, gilt als unhöflich. Auch zur Verabschiedung gehört ein Bisou zu den festen Ritualen des französischen Alltags. Anfangs war es für uns sehr ungewohnt unsere Vorgesetzten und Kollegen morgens und abends mit Küsschen zu grüßen, aber dadurch hat man sich doch irgendwie direkt als Teil der Gruppe gefühlt. Außerdem duzen sich dort alle, was ebenfalls ein angenehm familiäres Klima schafft.

Was auch ganz anders in Frankreich gehandhabt wird als bei uns, ist die Mittagspause. Bei uns in Deutschland dient sie  dazu, kurz etwas zu Essen und einige Minuten zu entspannen, aber die Franzosen nehmen sich täglich zwei Stunden Zeit (von ca. 12:00 bis 14:00 Uhr), um ganz in Ruhe Essen zu können. Viele fahren mittags nach Hause zu ihrer Familie oder gehen in ein Restaurant. Dafür wird dann aber auch bis 18:00  Uhr gearbeitet. 

Insgesamt arbeiten um die 20 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der französischen Niederlassung. In unserem Büro saßen wir zu viert. Da in dem Zeitraum (jeweils) eine Kollegin im Urlaub war, konnten wir deren Schreibtische nutzen. Weil die Niederlassung in Frankreich wesentlich kleiner ist als die Muttergesellschaft in Münster, kannten wir schnell alle Kollegen mit Namen.

Viele  Aufgabenfelder sehen ganz anders aus, als in der Hauptverwaltung in Münster. Beispielsweise gibt es dort keine zentrale Poststelle, sondern jeder kümmert sich selbst darum. Die Post wegzubringen war dementsprechend auch eine unserer Aufgaben. Auch Recherche, die Kontrolle von Lieferscheinen und das Prüfen von Rechnungen gehörte zu unseren Aufgaben. 
Französische Vokabeln
Da wir nur über Schulfranzösisch verfügten, gab es viele neue Vokabeln, die wir gelernt haben. Lieferschein auf Französisch? Klar, dass wir solche Begriffe nicht kannten. Schnell musste ein Vokabelheft her! Neben dem Wort Lieferschein (Bon de Livraison) gab es noch unzählige weitere typische „Geschäftsvokabeln“, wie z. B. Rechnung (Facture), die wir schnell verinnerlichten. Aber auch Begrifflichkeiten und Redewendungen aus dem Alltag lernten wir in kürzester Zeit. Allein in den zwei Wochen in Frankreich haben sich unser Sprachverständnis und unser Vokabelschatz enorm verbessert. Allerdings hat unser Französisch noch nicht ganz gereicht, um beispielsweise Kundengespräche am Telefon zu führen. 

Das Wochenende verbrachte Angela mit einer Kollegin in Metz, die ihr alle wichtigen Sehenswürdigkeiten dieser wunderschönen Stadt zeigte. Zeit für eine Shoppingtour war aber trotzdem noch genügend :-).

Die Kollegen waren aller super nett und es herrschte eine lockere und lustige Atmosphäre. Da konnte es auch schon einmal vorkommen, dass einer der Kollegen den Schreibtischstuhl verstellt während man drauf sitzt oder die Maus stibitzt wird, wenn man gerade nicht hinguckt. Auch waren die Franzosen sehr interessiert daran ein bisschen Deutsch zu lernen. Die zwei Wochen vergingen durch den regelmäßigen Tagesablauf und das harmonische Arbeiten schnell. Nun hieß es: Verabschieden, Koffer packen und wieder in Richtung Deutschland aufbrechen. Kontakt zu den französischen Kollegen halten wir immer noch!

Insgesamt können wir sagen, dass sich „der Sprung ins kalte Wasser“ auf jeden Fall gelohnt hat und dass das Arbeiten mit den französischen Kollegen sehr viel Spaß gemacht hat.
Würden wir so eine Chance noch einmal nutzen?
Auf jeden Fall!! Denn wer hat schon die Möglichkeit im Rahmen seiner Ausbildung für einige Wochen mit Unterstützung der Firma ins Ausland zu gehen?

Liebe Grüße,
Angela und Clarissa


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Vom Assessment Center bis in die Abteilung

15.10.2014, 9:00 – 15:00 Uhr: Assessment  Center

Am 15.10.2014 wurde ich das erste Mal zur Westfalen Gruppe eingeladen, um mich in einem Assessment Center unter Beweis zu stellen. Zunächst gab es eine Begrüßung von Frau Florath, meinem jetzigen Ausbildungsbeauftragten Michael Kipp und einer weiteren Beobachterin. 

Der Vormittag beinhaltete viele Überraschungen und diverse Aufgaben für uns Bewerber, um unsere Fähigkeiten und Kompetenzen unter Beweis zu stellen und den Ausbildern einen Eindruck unserer Person zu geben. Hier fiel auf, dass ich mit 27 Jahren und einem vorherigen Studium im Bereich Geowissenschaften schon deutlich mehr Erfahrung und Jahre auf dem Buckel hatte als andere Teilnehmer.  Für die anschließende Mittagspause wurden wir durch die Auszubildende Lisa Matenar abgeholt und konnten ihr während des Essens jede Menge Löcher über die Ausbildung und das Unternehmen in den Bauch fragen.  Am Nachmittag standen dann noch die Feedbackgespräche an. Jeder Bewerber wurde nach und nach für das Gespräch abgeholt und gegen 15 Uhr hatten es alle geschafft und das Warten auf den Anruf von Frau Florath konnte beginnen.

20.-24.10.2014: Praktikum

Einen Tag nach dem Assessment Center kam dann auch der Anruf: Frau Florath bot mir ein einwöchiges Praktikum an, damit ich  einen ersten Einblick in das Unternehmen und den Ausbildungsberuf bekommen konnte. Aufgrund meines Alters und der Tatsache, dass ich – im Gegensatz zu meinen jungen Mitbewerbern – schon das ein oder andere graue Haar habe, war dieses Praktikum eine gute Idee, um eventuelle Zweifel auf beiden Seiten auszuräumen.

Dementsprechend habe ich in dieser Woche versucht, deutlich zu überzeugen, um mir den Ausbildungsplatz bei der Westfalen Gruppe zu sichern. In dieser Woche hatte ich viele Gespräche mit den Auszubildenden, Mitarbeitern und Ausbildungsbeauftragten. So konnte ich ausführlich aus erster Hand erfahren, welche Aufgaben und Verantwortungen der Beruf mit sich bringt. Auch praktische Aufgaben wurden mir näher gebracht wie z.B. die Kommunikation mit Kunden, die Rückerfassung von Leergut durch die entsprechenden Lieferscheine der Ladekontrolle, Tourenplanung für die Kundenbelieferung oder die Erstellung von Aufträgen.  Nach einem Wochenende Bedenkzeit für beide Seiten kam zum Glück montags der erlösende Anruf. Die Frage, ob ich meine Ausbildung zum Kaufmann für Spedition- und Logistikdienstleistungen im folgenden August beginnen möchte beantwortete ich ohne Zögern mit „ja!“.

09.06.2015, 13:30 – 18:30 Uhr: Kennenlernnachmittag

KennenlernenDer Kennenlernnachmittag der neuen Azubis für den Ausbildungsbeginn 2015 fand etwa ein dreiviertel Jahr nach den Assessment Centern statt. Wir hatten die Möglichkeit, uns in einer Stadtrallye und einem anschließenden Essen näher kennenzulernen.  Der Nachmittag hat das erste Kennenlernen deutlich einfacher gemacht und erwies sich als erstes Teambuilding für die neuen Azubis. 

03. – 10.08.2015: Einführungswoche

Am 3. August 2015 startete nun für alle Azubis der Westfalen Gruppe die Ausbildung bzw. das duale Studium. Zum Glück kannten wir uns schon zum größten Teil, weshalb die anfängliche Nervosität sich bei allen schnell legte.
 
Die Woche startete u.a. mit der Begrüßung von Frau Florath und Frau Rauterkus, der JAV, des Betriebsrats und einigen Ausbildern. Jeden Tag gab es für uns Azubis jede Menge neue Informationen und Besichtigungen, um erst einmal zu verstehen, was die Westfalen Gruppe im Detail macht und was im Umkreis von Münster genau passiert.

Für die Stärkung sorgte das Personal des Betriebsrestaurants jeden Mittag mit leckeren Speisen. Nicht selten mussten wir im Anschluss erst einmal einige Schnelligkeitsspiele machen, um nicht in ein Suppenkoma zu fallen. :-)

Nachmittags wurde uns gezeigt, was das Tagesgeschäft in Werk I beinhaltet. Flaschen, Bündel oder Behälter waren uns vorher kein Begriff, zudem wurde uns gezeigt wie die Abfüllung, Qualitätskontrolle und Kommissionierung der Flaschen oder die Beladung von LKWs durchgeführt wird. Nach den vielen Informationen gingen wir schon am ersten Tag mit glühenden Köpfen (was nicht nur an Temperaturen von über 30°C lag) in den Feierabend.

In den folgenden Tagen besichtigten wir u.a. das Werk II und die riesigen Propankugeln in Gremmendorf, die Luftzerlegungsanlage in Hörstel oder das riesige Tanklager in Gelmer (wo sich der ein oder andere gerne ein paar Liter Kraftstoff mitgenommen hätte, würde bei den mehreren Millionen Litern ja vielleicht nicht auffallen 😉  )

An zwei Tage der Woche beschäftigten wir uns mit dem Telefontraining sowie den Werten der Westfalen Gruppe. Das Telefontraining sollte uns die Grundlagen eines erfolgreichen Telefonats näher bringen und auf diverse Situationen im Arbeitsalltag vorbereiten. Für die meisten waren „Meldeformel“ oder „Sender-Empfänger-Modell“ jedoch kaum ein Begriff, weshalb wir uns nach und nach die Regeln erarbeiteten und anhand von Rollenspielen einen praktischen Bezug formten.
Einführungswoche
Das Seminar zur den Westfalen Werten „Wach, Vital, Nah“ bestand zum großen Teil aus Gruppenarbeiten und Präsentationen. Wir haben viel dazu gelernt, wie wir alle ein Stück dazu beitragen können diese Werte zu leben, um gemeinsam an einem Strang zu ziehen.

Das Highlight der Woche war jedoch die Pressekonferenz mit dem Vorstand. Herr und Frau Fritsch-Albert sowie Herr Ropohl (Herr Dr. Wilken war verhindert) stellten sich all unseren Fragen und gaben uns detaillierte Einblicke in das Unternehmen, aber auch in private Dinge. So konnten wir beispielsweise erfahren,  welche Gesprächsthemen es beim Ehepaar Fritsch-Albert am Frühstückstisch gibt.

Nach sechs aufregenden und informativen Tagen quer durch das Unternehmen waren wir nun alle gespannt auf unsere Abteilungen und konnten es kaum erwarten, am nächsten Tag endlich zu starten.

11.08.2015: Erster Tag in der Abteilung sowie Einschulung am Berufskolleg

Der erste Tag in der Abteilung begann für die meisten Azubis gegen 7:30 Uhr. Gut vorbereitet, aber trotzdem mit leichter Aufregung ging es das erste Mal in die Abteilungen. Ich wurde zunächst eingewiesen und durch die Auszubildende aus dem 2. Lehrjahr, Lisa Matenar, vorgestellt. Ich lernte viele neue Kollegen kennen, jedoch noch längst nicht alle, da einige Mitarbeiter noch den Sommerurlaub genießen konnten.

Gegen 9:30 Uhr musste ich nach kurzer Einarbeitung aber schon in Richtung Hansa Berufskolleg zur Einschulung und Infoveranstaltung. Auch hier lernte ich wieder viele neue Gesichter kennen und bekam eine Menge Infos zum Schulstart.  Wieder im Unternehmen angekommen wurden die ersten Erfahrungen in den neuen Abteilungen bzw. Schulklassen unter den Azubis beim Mittagessen ausgetauscht. 

Die ersten Tage der Ausbildung vergingen wie im Flug und ich freue mich auf die kommende, spannende Zeit bei der Westfalen Gruppe.

Viele Grüße 
Marc-Phillip Hansen
Lernen draußen auf dem Schulhof

BOM: Der Startschuss ist gefallen

Am 16. und 17. Juni 2015 fand die alljährliche BOM in Warendorf statt. Damit war auch für die Westfalen Gruppe die diesjährige Saison der Ausbildungsmessen eröffnet.
Darüber möchten wir, Leonie Klümper und Kira Pätzold, Ihnen in diesem Blogeintrag gerne berichten:

BOM – was soll das denn heißen?

Die BerufsOrientierungsMesse wird seit 22 Jahren erfolgreich durchgeführt. Jedes Jahr treffen an zwei Tagen Schüler und Schülerinnen sowie deren Eltern und Lehrer auf zahlreiche Unternehmen, Organisationen und Institutionen aus dem Umkreis, um sich über das wichtige Thema Berufswahl zu informieren und erste Eindrücke zu sammeln. Sie erhalten einen Überblick über verschiedenste Berufsbilder, Studiengänge oder Freiwilligendienste. Zudem haben sie die Möglichkeit ganz individuelle Informationen einzuholen und es kann ein erster persönlicher Kontakt zu potenziellen Ausbildungsbetrieben hergestellt werden.

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So, alles fertig, die Besucher können kommen! :-)

So machte sich auch das Team der Westfalen Gruppe auf den Weg nach Warendorf, wo der aufgebaute Messestand schon auf seinen letzten Feinschliff wartete. Tüten mussten mit Präsenten gefüllt und Ständer samt Flyer in die rechte Position gerückt werden. Und dann konnte es auch schon losgehen. Wenn auch etwas schüchtern und zurückhaltend kamen schnell erste interessierte Schülerinnen und Schüler zu unserem Stand, um sich über die Möglichkeiten bei der Westfalen Gruppe zu informieren.

„Tankstellen – braucht man dafür überhaupt ´ne Ausbildung?“

Diese Frage führte zu häufigem Schmunzeln. Die meisten Schülerinnen und Schüler brachten den Namen Westfalen erst einmal nur mit Tankstellen in Verbindung. Klar, da war schließlich jeder schon einmal! Ein kurzer Einblick in unsere vielfältige Produktpalette änderte schnell die Meinungen. Und das Staunen ließ bei der großen Anzahl der verschiedenen Ausbildungsberufe, die die Westfalen Gruppe an mehreren Standorten in Deutschland anbietet, nicht nach. Das Interesse war geweckt!

Und jetzt zum eigentlichen Teil:

Nun galt es zu schauen, welcher der kaufmännischen oder gewerblich-technischen Ausbildungsberufe sowie der dualen Studiengänge am besten zu den jeweiligen Interessenten passt. Nachdem dieses klar war, konnten wir detailliert auf die einzelnen Tätigkeitsfelder und den Ablauf der Ausbildung eingehen. Durch die regelmäßigen Abteilungswechsel und die damit verbundenen neuen Aufgaben wird es bei der Westfalen Gruppe nie langweilig. Aus eigenen Erfahrungen berichteten wir zudem über das tolle Miteinander der Azubis.

Wenn keine Fragen mehr offen waren, gab es zum Schluss natürlich für jeden etwas zum Mitnehmen: Kugelschreiber, Süßes, … – und natürlich auch Info-Flyer 😉

BOM-Tuete

Zwei erfolgreiche Tage…

…mit vielen spannenden Eindrücken und vielversprechenden Interessenten gingen somit schnell vorbei. Es hieß also: Sachen einpacken! Denn schon am nächsten Tag fand das IHK-Azubi-Speed-Dating in der Halle Münsterland statt und natürlich wollten wir auch dort die Standbesucher mit den nötigen Materialien versorgen.

In diesem Jahr folgen noch einige weitere Ausbildungsmessen, auf die wir uns schon freuen! Ganz besonders aber auf die zahlreichen Bewerbungen der zukünftigen Azubis der Westfalen Gruppe! :-)

Liebe Grüße

Leonie Klümper & Kira Pätzold


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Office space

Studentenleben = Feiern und Freizeit?!

Am 1. August 2014 habe ich mit drei weiteren Auszubildenden das duale Studium begonnen. Die Westfalen Gruppe kooperiert mit dem Institut für Duale Studiengänge (IDS) in Lingen. Karla, Matthias und ich studieren im Bereich Betriebswirtschaft und Christoph im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen. Wir sind die ersten Studenten aus der Westfalen Gruppe, die in Lingen studieren.

„Genieß das Studentenleben!“

Am 3. November 2014 begann unsere Studienzeit am IDS. Wir vier waren schon ein wenig aufgeregt. Schließlich hatten wir keine Möglichkeit, uns bei den dualen Studenten aus dem zweiten und dritten Lehrjahr zu informieren, da sie zur VWA nach Münster gehen. Wir waren also sozusagen die „Versuchskaninchen“ :-) .

Mir wurde im Voraus von Freunden und Bekannten oft gesagt, dass ich mich auf das Studentenleben freuen soll, ständig Partys stattfinden und und und. Naja, ich wollte mich da einfach mal überraschen lassen. Aber eins kann ich schon einmal vorweg nehmen: So, wie man mir das Studentenleben vorher beschrieben hatte, war es letztendlich dann doch nicht ganz. Aber ich möchte nicht vorgreifen.

Ganz schön durchorganisiert!

So, wie man es bei den Vollzeitstudenten kennt, dass die erste Woche der Orientierung dient, Stadtrallyes veranstaltet werden etc. war es bei uns nicht. Nach einer Begrüßung am ersten Tag fanden im Anschluss die ersten Vorlesungen statt. Das ist aber aufgrund der sehr beschränkten Theoriezeit von 10 Wochen verständlich. Eine Semestereinstiegsparty gab es aber trotzdem! Diese stand unter dem Motto „Party Safari“. Hierfür haben sich alle Erstsemester am Mittwochabend mit den Mentoren getroffen und verschiedene Spiele gespielt. Danach ging es in die Stadt. Dort begegneten uns auch ältere Semester und zusammen haben wir das ein oder andere Bier getrunken :-) .

Unsere Tage waren ziemlich „“durchgetaktet”. Viele Vorlesungen und wenn diese geschafft waren, fanden an manchen Abenden auch Treffen mit den jeweiligen Paten im IDS statt, die uns bei unserer Hausarbeit betreuten. Durch die verschiedenen Studiengruppen, in denen jeweils zwischen 25 und 30 Studenten sind, hat man viele neue Leute kennengelernt. Man konnte sich austauschen und hat den ein oder anderen lustigen Abend zusammen verbracht!

Neuer Lieblingsplatz: Schreibtisch

Am Ende der Theoriephase standen die Klausuren auf dem Plan. Diese werden entweder in der vorletzten und/oder letzten Woche der Theoriephase geschrieben. Das heißt, wir mussten uns auf fünf Klausuren vorbereiten.

Nun war nicht mehr wirklich Raum für Freizeit. Aber wir hatten ja ein Ziel vor Augen und die Gewissheit, dass das Ende der ersten Theoriephase abzusehen war. Wenn das mal keine Motivation ist!  
Die letzte Woche der Theoriephase bestand aus drei Klausuren und einem Tagesablauf, der nicht wirklich vielseitig war. Der Schreibtisch war unser neuer (Lieblings-)Platz. Am Freitag hieß es dann zum letzten Mal: Aufstehen, Frühstücken und die letzte Klausur hinter sich bringen. Zwei Stunden später war dann alles vorbei!

Überall konnte man in erleichterte Gesichter sehen und das Lernen hatte für das Erste ein Ende gefunden.

Direkt am Montag darauf begann für uns vier die zweite Praxisphase in einer neuen Abteilung bei Westfalen.

Kein Spaziergang, aber ein interessanter Mix aus Theorie und Praxis!

Unser Fazit: Nachdem wir die erste und zweite Praxis- sowie die erste Theoriephase beendet haben, können wir sagen, dass das duale Studium keineswegs ein Spaziergang ist. Wir haben jedoch Spaß an wechselnden Anforderungen hat und dem Mix aus Theorie und Praxis! Daher ist diese Form des Studiums genau das Richtige für uns!

Wir für unseren Teil können zum jetzigen Zeitpunkt sagen, dass wir die Entscheidung, ein duales Studium zu absolvieren, keineswegs bereuen. Wir sind gerne in die nächste Theoriephase gestartet, die am 27. April begann!


Viele Grüße
Janine Lukas


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Girls’Day 2015. Gewerblich-technische Berufe – nicht nur was für Jungs?

Mein Name ist Maren Lensing,  ich bin Mitarbeiterin im Bereich Personalentwicklung/Ausbildung bei der Westfalen Gruppe. 

Jedes Jahr auf’s Neue legen wir uns am Girls‘Day für weibliche Azubis von morgen ins Zeug.

„Traut euch, in Jobs reinzuschauen, die ihr bisher eher durch eure Väter kennt!“ – „Habt Mut, Fragen zu stellen, um zu erfahren, was hinter den Ausbildungsberufen ‚für Jungs‘ steckt!“ – „Stellt euer handwerkliches Geschick unter Beweis!“

Mit diesen Botschaften im Kopf erkundeten wir mit sechs Mädchen der Klassen 7 bis 9 am 23. April 2015 unser Werk II in Gremmendorf. 

Aktiv mit Spaß

Beim Girls’Day sollen die Schülerinnen den Fachkräften nicht nur passiv über die Schultern schauen. Praxisbezug ist angesagt und wichtig: Die Mädchen sollen sich Dinge zeigen und erklären lassen, das Gesehene aber auch aktiv ausprobieren können und so einen ersten Einblick in Aufgaben bekommen, die für Frauen bislang eher untypisch sind. Dies ist der Grundgedanke des bundesweiten Zukunftstages.

Girls’Day bei Westfalen

Um 8 Uhr hießen wir die Schülerinnen herzlich willkommen. Wir – das waren die Ausbilder Heinz Bätker und Frank Heiermeier, der stellvertretende Leiter unserer Kfz-Werkstatt Johannes Hölscher, der Auszubildende Patrick Kuhnert, unsere Praktikantin Dorothea Donges und ich.

Direkt im Anschluss folgte die Sicherheitsunterweisung, ohne die man sich im Werk gar nicht erst bewegen darf. (Hier wurde die wohl schlimmste Nachricht des Tages überbracht: die Handys müssen ausgeschaltet werden und in der Tasche bleiben 😉 ).

Nachdem die Mädchen mit Sicherheitsbrille und Schutzhelm ausgestattet waren, ging es los: Zusammen mit Herrn Bätker wurde das Werk mit all seinen unterschiedlichen Bereichen erst einmal genau unter die Lupe genommen. Dabei konnten die Schülerinnen sich erste Einblicke in die verschiedenen gewerblich-technischen Berufe verschaffen.

Und ganz ohne Zweifel: hier arbeiten mehr Männer als Frauen! Das Highlight der Werksführung war das Besteigen der Kugel (Propanlager). Mutig erklommen die Sechs die „durchsichtigen“ Stahlgitter-Stufen und genossen den Ausblick über die Dächer von Münster.

Als alle wieder festen Boden unter den Füßen hatten, wurden bei einem gemeinsamen Frühstück  erste Kontakte geknüpft. Themen wie „Und, welche Stunden fallen bei dir heute so aus?“ oder auch „In welchem Unternehmen ist denn deine beste Freundin heute?“  standen hoch im Kurs.

Souveniers, selbst entgratet und gekörnt

Weiter ging es zur Lehr- und Kfz-Werkstatt. Hier schnupperten die Schülerinnen in zwei Gruppen á drei Mädchen in den Arbeitsalltag der Ausbildungsberufe Industriemechanikerin, Maschinen- und Anlagenführerin, Berufskraftfahrerin sowie Kfz-Mechatronikerin. 

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Patrick Kuhnert, angehender Industriemechaniker im zweiten Lehrjahr, schnappte sich die eine Gruppe und führte sie durch die Lehrwerkstatt. Nachdem sich die Mädels eine Übersicht über die Werkstatt inklusive Schweißraum und über die Tätigkeiten während und nach der Ausbildung verschafft hatten, durften sie ihre ganz persönlichen Metallplatten bearbeiten. Zuerst hieß es, die scharfen Kanten zu entgraten (dem ein oder anderen von uns sagt vielleicht eher „abrunden“ mehr :-) ). Anschließend war Körnen angesagt, wobei die Schülerinnen die Platte unter anderem mit ihrem Namen versehen haben (laienhaft würde ich die Tätigkeit als „lochen“ bezeichnen :-) ).

Klasse, ein ganz individuelles Erinnerungsstück,  um den Lieben zu zeigen, wie sehr man handwerklich begabt ist, war geschaffen!

Jede Menge PS für die Königin der Straßen

Zeitgleich, eine Werkstatt weiter, erklärte Johannes Hölscher, Kfz-Meister, der zweiten Gruppe interessante Tätigkeiten rund um den LKW und zeigte auf, mit welchen Problemen ein KFZti sich tagtäglich befasst. Die Mädchen griffen Herrn Hölscher tatkräftig beim Zusammenbauen eines PKW-Motors unter die Arme.

Anschließend konnten sie in der Fahrerkabine eines Tankwagens bei einer kleinen Rundfahrt über das Werksgelände für einen Moment das Gefühl genießen, Königin der Straße zu sein.
Fahrerkabine
Nach ca. zwei Stunden schwirrte allen dann ganz schön der Kopf, und es wurde Zeit für das Mittagessen.

Ein bisschen k. o., aber frisch gestärkt ging es danach wieder Richtung Werkstätten, um dort die beiden Gruppen zu tauschen. Denn am Ende des Tages sollten ja alle Sechs auf demselben Stand sein. Für Johannes Hölscher und Patrick Kuhnert hieß es also: auf in die nächste Runde!

Die Zeit verging wie im Flug, und schon war es kurz nach zwei Uhr. Wir versammelten uns im Besprechungsraum, um uns über den Tag und die damit verbundene Informationsflut auszutauschen. 

Entscheidungshilfe 

Bei der Antwort auf die Frage, wer sich von ihnen denn nun eine Ausbildung im gewerblich-technischen Bereich vorstellen könne, waren sich alle Sechs einig: Keine.

Trotzdem waren die Rückmeldungen der Mädchen zu dem Tag durchweg positiv. Wir hatten den Schülerinnen bereits bei der Begrüßung und mehrmals im Laufe des Tages zu verstehen gegeben, dass auch eine Entscheidung gegen einen bestimmten Ausbildungsberuf oder -bereich eine wichtige Erkenntnis und Erfahrung ist. Wie soll man sich auch sonst in dem großen Dschungel der Ausbildungsberufe zurechtfinden? 

In diesem Jahr haben wir also wohl nicht unsere vierte weibliche Auszubildende im gewerblich-technischen Bereich gefunden, aber wir geben die Hoffnung nicht auf! Denn letztes Jahr hatten wir eine Schülerin bei unserem Girls’Day dabei,  die uns mit den Worten „Ich möchte auf jeden Fall wiederkommen. Den Beruf der Kfz-Mechatronikerin finde ich super!“ verlassen hat.

Ein schöneres Feedback kann ich mir für unseren Mädchen-Zukunftstag nicht wünschen.
Ich freue mich schon jetzt auf den Girls’Day 2016 und bin gespannt, wie die Mädels im nächsten Jahr drauf sein werden. :-)

Viele Grüße
Maren Lensing