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F-Gas-Verordnung: Die Auswirkungen

Nicht nur wegen der erfolgreichen Fußballweltmeisterschaft :-) , sondern auch wegen der Verabschiedung der neuen F-Gas-Verordnung war es für mich als Mitarbeiter des Produktmanagements Kältemittel ein ereignisreiches Jahr 2014. 

Die neue EU-Verordnung, die seit dem 1. Januar 2015 Gesetzeskraft erlangt hat, zielt darauf ab, die Emissionen bestimmter fluorierter Treibhausgase zu reduzieren und hierdurch einen Beitrag zur Umsetzung der Klimaschutzziele der EU zu leisten.

Es wird ein Anreiz zur Verwendung von Alternativen zu den treibhauswirkenden F-Gasen geschaffen, die unter anderem als Kältemittel zur Verwendung kommen. Einige sehr wichtige Themen der neuen F-Gas-Verordnung möchte ich an dieser Stelle aufgreifen. 

Phase-Down-Szenario

Durch das „Phase- Down-Szenario“ strebt die EU-Verordnung bis 2030 eine noch nie dagewesene stufenweise Mengenreduzierung von F-Gasen an.
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Die verfügbare Menge an synthetischen Kältemitteln – berechnet in CO2 Äquivalenten – wird bis zum Jahre 2030 auf 21% reduziert. Stark betroffen hiervon sind unter anderem der Lebensmitteleinzelhandel und das produzierende Gewerbe mit Kältebedarf.

Das Inverkehrbringen und die Verwendung vielfach eingesetzter Kältemittel mit GWP-Werten (Global-Warming-Potential, direkter Beitrag zum Treibhauseffekt) ≥ 2500 wie zum Beispiel R-404A, R-507, R-422A und R-422D werden reglementiert.

Alternativen

Als Alternativen kommen Kältemittel mit niedrigen GWP-Werten – wie zum Beispiel die R-407er Reihe – zum Einsatz. Die großen Kältemittelhersteller entwickeln derzeit neue Kältemittelblends auf HFO-Basis (ungesättigte Fluorkohlenwasserstoffe „Hydro-Fluor-Olefine“) mit niedrigen GWP-Werten – sowohl  für neue als auch für bestehende Systeme. Letztere werden auf die neuen Stoffe umgerüstet. Diese neuen Kältemittel sind notwendig, um die neue F-Gas-Verordnung umzusetzen.

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Neue Wege gehen – eine Branche auf dem Weg in ein neues Zeitalter

Mit der Produkteinführung der ersten neuen Kältemittel wie R-1234yf, R-1234ze und Einführung neuer Kältemittelgemische wie Opteon® XP40 (R-449A) und Opteon® XP44 (R-452A) haben wir innerhalb der Westfalen-Gruppe die ersten Schritte vollzogen.

Weitere neue synthetische Kältemittelgemische mit niedrigen GWP-Werten werden in naher Zukunft folgen und in unser Produktprogramm aufgenommen . 

Eine bedeutende Alternative zu den synthetischen Kältemitteln ist das natürliche Kältemittel R-744 (CO2). Es hat einen GWP-Wert von 1, ist somit „umweltneutral“ und wird nicht in der F-Gas-Verordnung geregelt. Immer mehr Anlagenbetreiber entscheiden sich für CO2-Systeme.  Auch Kälteanlagen mit brennbaren Kältemitteln wie z. B. R-290 (Propan) gewinnen an Bedeutung. 

Aufbereitung 

Die Aufbereitung gebrauchter synthetischer Kältemittel wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Aufbereitete Kältemittel sind nicht vom Phase-Down-Szenario der neuen F-Gas-Verordnung betroffen und können zusätzlich wieder in den Markt gebracht werden. 

Die Weichen werden gestellt

Auf dem Kältemittelmarkt werden aktuell die Weichen für die Zukunft der Kältemittel neu gestellt. Bleibt abzuwarten, welche Kältemittel von welchem Hersteller sich für welche Anwendungen durchsetzen werden.

Der Weg in die Zukunft ist durch die neue F-Gas-Verordnung vorgegeben, die Westfalen-Gruppe ist bereits die ersten Schritte in die richtige Richtung gegangen.  

Es bleibt interessant und spannend.

In diesem Sinne: Viele Grüße
André Knabke


Headerbild: Icy flowers © bizoo_n – Fotolia

Eine kleine Reise nach Bayern

Liebe Leserinnen und Leser,

mein Name ist Christina Sporer und ich mache bei der Westfalen Gruppe im Verkaufsbüro Regensburg meine Ausbildung zur Industriekauffrau.
Derzeit befinde ich mich im dritten Ausbildungsjahr.

Doch was machen wir hier im Verkaufsbüro Regensburg eigentlich?
Darüber möchte ich heute in meinem ersten Blog-Beitrag berichten.

Daten, Fakten, Zahlen

Vorab ein paar allgemeine Infos: das Büro wurde 1995 eröffnet und befand sich bis 2010 noch im Industriegebiet Haslbach in der Nähe von Regensburg. Vor 4 Jahren erfolgte schließlich der Umzug in das derzeitige Büro in der Frankenstraße im Norden Regensburgs. Mit fünf Mitarbeitern im Innendienst, inklusive mir als Auszubildende, sowie neun Außendienstmitarbeitern und einem Vertriebspartnerbetreuer ist das Arbeitsklima sehr harmonisch und familiär. Besonders der gute Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft unter den Kollegen sind hervorzuheben. Die Hauptprodukte, die wir hier in Regensburg verkaufen, sind Industriegase, wie zum Beispiel Argon, Stickstoff und Sauerstoff; Kältemittel aller Art; Medizinische Gase; Lebensmittelgase; Schweiß-, Schneid-, und Lasergase; sowie Sondergase, beispielsweise Stickstoff mit hoher Reinheit.  Um unserer Disposition im Werk Weißenhorn bei der Belieferung der rund 3.200 Kunden in unserem Verkaufsgebiet tatkräftig unter die Arme greifen zu können, haben wir Vertriebspartner vor Ort. Diese liefern nach unserer Vorgabe direkt zu Kunden, bieten aber selbstverständlich auch die Möglichkeit, sich das gewünschte Produkt vor Ort abzuholen.  Zu unseren Haupt- bzw. Großkunden gehören vor allem Hochschulen, Universitäten, Kliniken, Pharmaunternehmen, Klima- und Kältefachbetriebe, Automobilzulieferer, Metall- und Maschinenbauunternehmen, Laserkunden und Brauereien.  Diese beziehen hauptsächlich Stickstoff und Sauerstoff / medizinischen Sauerstoff in Tanks, aber auch Flaschen sind sehr gefragt. Ebenso werden Schweißgase und verschiedene Kältemittel von diesen Kunden häufig benötigt.

 

Langweilig wird‘s nie!


Mein Arbeitstag beginnt um 8:00 Uhr morgens. Täglich bearbeite ich Kundenanfragen und Kundenbestellungen, lege Kunden im System an, schreibe Angebote, schicke Nutzungsverträge zu Kunden, pflege Nutzungsverträge und Konditionen ins System ein, lege Nutzungsverträge ab, bearbeite verschiedene Listen, erstelle Gut- und Lastschriften und nehme Telefonate entgegen. Anfangs war es schwer für mich, die Welt der  Gase zu verstehen, da es ein komplett neuer Bereich war, den ich kennenlernen durfte. Doch mit jeder Anfrage, jedem Angebot, jeder Bestellung und jedem Telefonat mit Kunden konnte ich mehr über die Eigenschaften und den Anwendungsbereich von Gasen lernen.
Auch ein Tag im Außendienst mit unserem Kundenberater Herrn Booß trug viel zu meinem Verständnis für Gase und die Kundenbetreuung bei.  Mittlerweile finde ich mich in dem großen „Gase-Urwald“ ziemlich gut zurecht und kann einige Fragen von Kunden schon selbst beantworten. Für Fragen zu besonderen Gasen oder speziellen Anwendungsbereichen stehen mir meine Kollegen aus den jeweiligen Abteilungen in Münster zur Seite.  Selbstverständlich treten bei all den Aufgaben hin und wieder Schwierigkeiten auf, beispielsweise Lieferverzüge, nicht korrekte Mietberechnungen, Fehler beim Lieferscheinerfassen und falsche Bestände. Auch wenn solche Unklarheiten nicht immer durch uns im Verkaufsbüro, sondern ebenso durch Lieferstellen oder Kunden entstehen, liegt es letztendlich doch in unserer Hand, diese zu klären.

Nebenbei…

… fallen den Tag über noch kleinere Arbeiten an. So gießen wir abwechselnd die Blumen, räumen den Geschirrspüler ein und aus, kümmern uns um den Getränke-, Kaffee- und Teevorrat und holen Brotzeiten für Besprechungen mit unseren Kundenberatern. Auch das eigenständige Holen und Wegbringen der Post ist feste Aufgabe unseres Verkaufsbüros.

Eine tolle Erfahrung

Hierbei wird klar, dass sich der Arbeitsalltag in einer Niederlassung doch in einigen Punkten von dem der Hauptverwaltung in Münster unterscheidet. Erfreulicherweise durfte ich auch den Arbeitsalltag der Hauptverwaltung im Zuge eines mehrwöchigen Aufenthalts in Münster kennenlernen. Zusammen mit anderen Auszubildenden aus den Niederlassungen bewohnte ich eine der beiden Azubiwohnungen und durchlief die Abteilungen, die im Verkaufsbüro in Regensburg nicht vertreten sind. Durch diese großartige Erfahrung, die ich dank  Westfalen machen durfte, lernte ich viele neue Leute kennen und wurde selbstständiger und selbstbewusster.

Sicher wäre es auch für Azubis und Mitarbeiter aus Münster interessant, den Alltag in unserem Verkaufsbüro kennenzulernen. Zumal die Stadt Regensburg mit ihren vielen gemütlichen Lokalitäten und der wunderschönen Altstadt eine Reise wert wäre.

Ich hoffe, dass ich Ihnen und euch einen guten Eindruck über den Berufsalltag in unserem Verkaufsbüro vermitteln konnte.


Viele Grüße aus Bayern
Christina Sporer
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Die neue F-Gas-Verordnung

Als am 06. August der Westfalen Blog online ging, dachte ich: „Das ist die ideale Plattform, um über meine Arbeit bei der Westfalen Gruppe zu berichten“. 

Mein Name ist André Knabke. Ich bin seit 2008 bei der Westfalen Gruppe beschäftigt. Im Jahre 2013 wechselte ich als Techniker von der Abteilung „Technische Dienste Gaseproduktion“ ins Produktmanagement Kältemittel in die Hauptverwaltung nach Münster. Insbesondere die Entwicklung und Zukunft des Kältemittelmarktes fällt nun in mein Arbeitsgebiet. Zu meinen ersten Tätigkeiten gehörte die Ausarbeitung, Interpretation sowie die Publizierung von Informationsmaterial zur neuen F-Gas-Verordnung (EU) Nr. 517/2014. Diese Verordnung löst ab 2015 die alte F-Gas-Verordnung (EG) Nr. 842/2006 ab. In dieser Verordnung werden u.a. die teilfluorierten Kohlenwasserstoffe H-FKW geregelt. H-FKW sind beispielsweise die Kältemittel R-134a, R-404A, R-507, R-407A/C/F und R-410A. Ziel der EU-Direktive ist es, die Emission bestimmter fluorierter Treibhausgase zu reduzieren.

Wissen weitergeben

Für unsere Kunden und deren Anlagenbetreiber, die teilfluorierte Kohlenwasserstoffe in ihren Systemen einsetzen, habe ich European Union flags in front of the Berlaymont building (Europezusammen mit Kollegen auf unserer Internetseite „Revision der F-Gas-Verordnung“ alle wichtigen Fakten zusammengefasst. Darüber hinaus haben wir vom Produktmanagement Kältemittel einen Flyer erstellt. Die Informationen, die wir auf unserer Internetseite publizieren, stießen in der Kälte- und Klimabranche auf großes Interesse. Bei der Suchmaschine Google erscheint unsere Internetseite unter dem Suchbegriff „ F-Gas-Verordnung 2014“ unter den ersten fünf Ergebnissen. Das ist für uns ein Zeichen, dass unsere Internetseiten umfangreiche und wichtige Informationen für die ganze Branche bieten. Darauf sind wir natürlich besonders stolz.

Wohin geht die Reise?

In naher Zukunft werden einige vielfach eingesetzte Kältemittel reglementiert und durch neue Kältemittel ersetzt. Darüber werde ich in diesem Blog noch ausführlich berichten.  Mein Augenmerk ist derzeit auf die Messe Chillventa (Internationale Fachmesse für Kälte, Klima, Lüftung und Wärmepumpen vom 14. – 16. Oktober 2014 in Nürnberg) gerichtet. Die Kältemittelbranche wird sich hier mit der neuen F-Gas-Verordnung befassen. Wir als Westfalen Gruppe präsentieren uns unter dem Motto „Leitfaden für die Kältemittelauswahl“ am Stand 5-207. Rund 950 Aussteller sind auf der Chillventa vertreten und bis zu 30.000 Besucher werden erwartet. Verschiedene Fachforen und Symposien zu aktuellen Themen ergänzen das Ausstellerangebot . Von der Chillventa aus werde ich meine ersten Tweets auf Twitter absetzen und Ihnen direkt von der Veranstaltung berichten. Ich freue mich, wenn Sie mir auf dem Twitter-Kanal der  Westfalen Gruppe  folgen . Meine Beiträge erkennen Sie am Kürzel /ak

Viele Grüße
André Knabke