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Bei der Westfalen Gruppe absolvierte ich meine Ausbildung zur Industriekauffrau im Verkaufsbüro Regensburg. Seit Juni 2015 arbeite ich nun in der Niederlassung Weißenhorn als Assistentin unseres Regionalleiters Süd.

Stickstoff flüssig mit mobilem Service: Ein kalter Tag in München

„Zieh dich warm an!“ haben meine Kollegen mir geraten.


Dienstag früh morgens startete ich gemeinsam mit Herrn Merl, unserem Gebietsverkaufsleiter, zu unserem Vertriebspartner Demmel Gase in München. Statt den Tag im warmen Büro zu verbringen, durfte ich mit Robert (einem Mitarbeiter von Demmel Gase) tiefkalt verflüssigten Stickstoff im mobilen Behälter ausliefern. Dieses Angebot der Westfalen Gruppe nennt sich LIN-Service
Hier wird ein mobiler Behälter mit tiefkalt verflüssigtem Stickstoff befüllt.
Hier wird ein mobiler Behälter mit tiefkalt verflüssigtem Stickstoff befüllt.

LIN – was ist das?

LIN (Liquefied Nitrogen) ist tiefkalt verflüssigter Stickstoff.  Er wird für zahlreiche Prozesse in der Industrie, im Labor und in der Medizin verwendet. Der mobile Kälteservice der Westfalen Gruppe eignet sich speziell für die Bereitstellung kleinerer Mengen von tiefkaltem Flüssigstickstoff. 

Ausgeliefert wird das minus 196 Grad Celsius kalte flüssige Gas mit einem Servicefahrzeug. Befüllen können wir mit dem Servicefahrzeug mobile Behälter bis 350 Liter und stationäre Tanks bis 1.000 Liter.

In  unserem Vertriebsbereich bieten aktuell zwei unserer Vertriebspartner (in Nürnberg und  in München) diesen Service  an.  Aktuell bereiten wir die Zusammenarbeit mit einem weiteren Vertriebspartner für die mobile Stickstoffversorgung in Regensburg und Umgebung vor. 

Und los geht’s!

Ausgestattet mit Sicherheitsschuhen, -brille und -handschuhen machten Robert und ich uns auf den Weg zu unserer ersten Station, einem Automobilzulieferer in München. Bei der Befüllung des mobilen  Behälters des Kunden zeigte Robert mir, wie dabei vorgegangen wird und auf was geachtet werden muss.

Das Befüllen funktioniert im Prinzip bei allen Tanks gleicherweise: zuerst das Absperrventil Gasphase des zu befüllenden Tanks öffnen, um den Druck abzulassen, dann den Schlauch anschließen, befüllen, die Gasphase beim zu befüllenden Tank wieder schließen, den Haupttank zudrehen und zum Schluss den zu befüllenden Tank zudrehen.

Weiter ging es nach Freising zu einem Kunden mit einem stationären Tank. „Wichtig ist, große Tanks anfangs zu beliefern, damit bei der Befüllung genügend Druck aufgebaut wird. Denn hat unser LIN-Service-Behälter nur noch wenig Inhalt, wird dies nicht mehr richtig gewährleistet“, erklärte Robert.

Mit gekonnten Handgriffen schloss er den Tank an und nun hieß es
Befüllung einer Kryokanne mit tiefkalt verflüssigtem Stickstoff
Befüllung einer Kryokanne mit tiefkalt verflüssigtem Stickstoff
 warten…
Nach etwa einer halben Stunde war der Tank voll und wir fuhren weiter zu unserem nächsten Kunden, ebenfalls in Freising.

Dort warteten bereits viele mobile Lager- und Einfrierbehälter auf eine Befüllung mit Stickstoff. So viele, dass der Inhalt unseres 1.000 Liter LIN-Service-Tanks zum Befüllen aller Behälter nicht mehr ausreichte. Das hieß nachfüllen! Befüllt wird das Servicefahrzeug direkt an dem stationären 10.000-Litertank bei der Demmel Gase, welcher einmal in der Woche von unserer TKW-Disposition in Hörstel beliefert wird. 

„Hauptsächlich versorgen wir Labore, Kinderwunschzentren, Universitäten, Hochschulen sowie Metall- und Maschinenbauunternehmen im Großraum München. Natürlich fahren wir auf Anfrage auch weitere Strecken“, informierte mich Robert auf dem Weg zurück nach München. 

Und für was brauchen unsere Kunden den Stickstoff?  Zu den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten zählen unter anderem das Einfrieren und Lagern von Zellmaterial, Pilzkulturen und Umweltproben, die Kryochirurgie, -therapie und -biologie, das Rohrfrosten, Kaltdehnen, Entlacken und Entschichten, sowie die Trennung von Gummi- und Metallverbindungen.

Da der Stickstoffbedarf bei manchen Anwendungen dauerhaft gering ist, sich auf mehrere Arbeitsplätze verteilt, oder nur unregelmäßig entsteht, eignet sich unser mobiler Kälteservice optimal.

Endspurt!

Mit dem vollen Tank tourten wir noch einmal los nach Freising, um die restlichen Behälter zu befüllen. Unser letzter Stopp an diesem Tag war Schweitenkirchen. Dort hatten wir mehrere Kryokannen eines Kunden zu befüllen.
Ziemlich beeindruckend, wie viele Behälterarten wir mit dem Servicefahrzeug befüllen können! Anders als bei geschlossenen Behältern wurde der Füllschlauch  hier aber nicht angeschlossen, sondern lediglich in die Kannen gehängt. Als Robert den Tank aufdrehte, sprudelte und spritzte der Stickstoff nur so in die Kannen. Genau deshalb hatten wir auch die Sicherheitsausrüstung an. „Wichtig ist ein gesunder Respekt vor dem Produkt, Angst darfst du aber nicht haben“, zwinkerte Robert mir zu. 

Abschließend kann ich sagen, dass ich an diesem Tag in München viele neue und interessante Erfahrungen machen durfte und wieder einiges dazulernen konnte.

Viele Grüße aus Bayern
Christina Sporer



Header-Bild: © sola_sola – Fotolia

Alles was dazu gehört

Hallo liebe Leserinnen und Leser, 

beim Einsortieren  unserer Prospekte stieß ich vor kurzem auf eine dicke Broschüre. Darin wimmelte es nur so von Gewindeschlauchtüllen, Reduzierstücken, Muffen,  Anschlussbögen und Eckventilen.

Gehört hatte ich das alles schon einmal, aber: was genau hat das mit Gasen zu tun?

Das Rundum-Programm für die Gasentnahme. 
Neugierig wie ich bin, fragte ich meine Kolleginnen und Kollegen im Verkaufsbüro.  Die Erklärung dazu war ganz simpel: diese Bauteile sind – neben vielen anderen – Bestandteile unseres Equipments für die Entnahme von Gas. Gasetechnik_003
Denn bei uns bekommt man nicht nur alle möglichen Gase, sondern auch alles, was rundherum dazu gehört. Seien es Druckminderer, Schläuche, Sicherheitsausstattung, Hochdruckregelstationen, Behälter oder Rohrleitungen und Armaturen. 

Was darf’s sein?
In unserem Verkaufsbüro haben wir eine feste Ansprechpartnerin, die sich um Angebote, Kundenanfragen und Bestellungen für das Gase-Equipment kümmert. Die meisten Anfragen ergeben sich durch Kundenbesuche unserer Kundenberater. Diese verteilen zudem fleißig unseren Hardware-Katalog, um auf unser Leistungsspektrum aufmerksam zu machen.

Doch auch per Telefon, Fax und E-Mail erhalten wir häufig Anfragen und Bestellungen für unser Entnahme-Equipment. Die Mehrheit der Anfragen erhalten wir von Hochschulen, Universitäten und Laboren. Unsere Ansprechpartnerin kann die meisten Fragen rund um Druckminderer und Co. selbst beantworten. Möchte ein Kunde beispielsweise wissen, welchen Druckminderer er für ein bestimmtes Gas benötigt, kann sie anhand der Eigenschaften der Gase zuordnen, welcher Druckminderer am besten geeignet ist. Wichtige Entscheidungskriterien sind hierfür zum Beispiel die Brennbarkeit eines Gases, der Flaschendruck oder die Art des Gases. Bei speziellen Fragen rund um unser Equipment und dessen Anwendung stehen Gasetechnik_006uns jederzeit unsere Experten aus der Gase-Technik in Münster zur Seite.

Und wie geht’s dann weiter?
Erhalten wir aufgrund eines Angebotes eine Bestellung, wird der Auftrag in unserem EDV-System angelegt. Den exakten Liefertermin teilt uns der technische Verkauf in Münster mit. Binnen weniger Tage erhält der Kunde das gewünschte Produkt. Für eventuell auftretende Fragen oder Probleme stehen unsere Kundenberater unseren Kunden jederzeit zur Verfügung und geben ihr Bestes, das Anliegen zu klären.  Nicht zuletzt deshalb können wir stolz auf unseren Erfolg blicken,  denn unser Verkaufsbüro ist beim Vertrieb der Hardware von allen Niederlassungen die umsatzstärkste in Deutschland.
Gasetechnik_004
Wieder was gelernt!
Auch wenn ich bisher nicht viel mit unserem Hardware-Programm zu tun hatte war es super interessant, auch über diesen Bereich etwas zu erfahren. Und wer weiß, vielleicht ergibt sich ja für mich in Zukunft die Möglichkeit, in diesen Bereich näher einzusteigen!

Viele Grüße aus Bayern

Christina Sporer

Die Bilder habe ich aus unserem Katalog „Equipment für die Gasentnahme“

Eine kleine Reise nach Bayern

Liebe Leserinnen und Leser,

mein Name ist Christina Sporer und ich mache bei der Westfalen Gruppe im Verkaufsbüro Regensburg meine Ausbildung zur Industriekauffrau.
Derzeit befinde ich mich im dritten Ausbildungsjahr.

Doch was machen wir hier im Verkaufsbüro Regensburg eigentlich?
Darüber möchte ich heute in meinem ersten Blog-Beitrag berichten.

Daten, Fakten, Zahlen

Vorab ein paar allgemeine Infos: das Büro wurde 1995 eröffnet und befand sich bis 2010 noch im Industriegebiet Haslbach in der Nähe von Regensburg. Vor 4 Jahren erfolgte schließlich der Umzug in das derzeitige Büro in der Frankenstraße im Norden Regensburgs. Mit fünf Mitarbeitern im Innendienst, inklusive mir als Auszubildende, sowie neun Außendienstmitarbeitern und einem Vertriebspartnerbetreuer ist das Arbeitsklima sehr harmonisch und familiär. Besonders der gute Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft unter den Kollegen sind hervorzuheben. Die Hauptprodukte, die wir hier in Regensburg verkaufen, sind Industriegase, wie zum Beispiel Argon, Stickstoff und Sauerstoff; Kältemittel aller Art; Medizinische Gase; Lebensmittelgase; Schweiß-, Schneid-, und Lasergase; sowie Sondergase, beispielsweise Stickstoff mit hoher Reinheit.  Um unserer Disposition im Werk Weißenhorn bei der Belieferung der rund 3.200 Kunden in unserem Verkaufsgebiet tatkräftig unter die Arme greifen zu können, haben wir Vertriebspartner vor Ort. Diese liefern nach unserer Vorgabe direkt zu Kunden, bieten aber selbstverständlich auch die Möglichkeit, sich das gewünschte Produkt vor Ort abzuholen.  Zu unseren Haupt- bzw. Großkunden gehören vor allem Hochschulen, Universitäten, Kliniken, Pharmaunternehmen, Klima- und Kältefachbetriebe, Automobilzulieferer, Metall- und Maschinenbauunternehmen, Laserkunden und Brauereien.  Diese beziehen hauptsächlich Stickstoff und Sauerstoff / medizinischen Sauerstoff in Tanks, aber auch Flaschen sind sehr gefragt. Ebenso werden Schweißgase und verschiedene Kältemittel von diesen Kunden häufig benötigt.

 

Langweilig wird‘s nie!


Mein Arbeitstag beginnt um 8:00 Uhr morgens. Täglich bearbeite ich Kundenanfragen und Kundenbestellungen, lege Kunden im System an, schreibe Angebote, schicke Nutzungsverträge zu Kunden, pflege Nutzungsverträge und Konditionen ins System ein, lege Nutzungsverträge ab, bearbeite verschiedene Listen, erstelle Gut- und Lastschriften und nehme Telefonate entgegen. Anfangs war es schwer für mich, die Welt der  Gase zu verstehen, da es ein komplett neuer Bereich war, den ich kennenlernen durfte. Doch mit jeder Anfrage, jedem Angebot, jeder Bestellung und jedem Telefonat mit Kunden konnte ich mehr über die Eigenschaften und den Anwendungsbereich von Gasen lernen.
Auch ein Tag im Außendienst mit unserem Kundenberater Herrn Booß trug viel zu meinem Verständnis für Gase und die Kundenbetreuung bei.  Mittlerweile finde ich mich in dem großen „Gase-Urwald“ ziemlich gut zurecht und kann einige Fragen von Kunden schon selbst beantworten. Für Fragen zu besonderen Gasen oder speziellen Anwendungsbereichen stehen mir meine Kollegen aus den jeweiligen Abteilungen in Münster zur Seite.  Selbstverständlich treten bei all den Aufgaben hin und wieder Schwierigkeiten auf, beispielsweise Lieferverzüge, nicht korrekte Mietberechnungen, Fehler beim Lieferscheinerfassen und falsche Bestände. Auch wenn solche Unklarheiten nicht immer durch uns im Verkaufsbüro, sondern ebenso durch Lieferstellen oder Kunden entstehen, liegt es letztendlich doch in unserer Hand, diese zu klären.

Nebenbei…

… fallen den Tag über noch kleinere Arbeiten an. So gießen wir abwechselnd die Blumen, räumen den Geschirrspüler ein und aus, kümmern uns um den Getränke-, Kaffee- und Teevorrat und holen Brotzeiten für Besprechungen mit unseren Kundenberatern. Auch das eigenständige Holen und Wegbringen der Post ist feste Aufgabe unseres Verkaufsbüros.

Eine tolle Erfahrung

Hierbei wird klar, dass sich der Arbeitsalltag in einer Niederlassung doch in einigen Punkten von dem der Hauptverwaltung in Münster unterscheidet. Erfreulicherweise durfte ich auch den Arbeitsalltag der Hauptverwaltung im Zuge eines mehrwöchigen Aufenthalts in Münster kennenlernen. Zusammen mit anderen Auszubildenden aus den Niederlassungen bewohnte ich eine der beiden Azubiwohnungen und durchlief die Abteilungen, die im Verkaufsbüro in Regensburg nicht vertreten sind. Durch diese großartige Erfahrung, die ich dank  Westfalen machen durfte, lernte ich viele neue Leute kennen und wurde selbstständiger und selbstbewusster.

Sicher wäre es auch für Azubis und Mitarbeiter aus Münster interessant, den Alltag in unserem Verkaufsbüro kennenzulernen. Zumal die Stadt Regensburg mit ihren vielen gemütlichen Lokalitäten und der wunderschönen Altstadt eine Reise wert wäre.

Ich hoffe, dass ich Ihnen und euch einen guten Eindruck über den Berufsalltag in unserem Verkaufsbüro vermitteln konnte.


Viele Grüße aus Bayern
Christina Sporer