Das schönste Geschenk, das man jemandem machen kann

Alle 15 Minuten erhält ein Mensch in Deutschland die Diagnose Blutkrebs. Bringen Strahlen- und Chemotherapien keinen ausreichenden Erfolg, ist eine Stammzelltransplantation oft die letzte Chance, geheilt zu werden. Nur etwa ein Drittel aller Blutkrebspatienten findet einen Spender innerhalb der Familie – Alle anderen sind demnach auf Fremde angewiesen, die bereit sind, einen Teil ihrer Stammzellen zu spenden. Jeder zehnte Patient findet gar keinen Spender.

Eine solche Statistik hat mich vor drei Jahren, kurz nach meinem 18. Geburtstag, dazu veranlasst, mich bei der DKMS zu registrieren. Dazu musste ich zunächst nur online ein Formular ausfüllen und bekam ein paar Tage später das Registrierungsset samt Infomaterial, Stäbchen und Anleitung bequem per Post nach Hause geschickt. Stäbchen rein, Spender sein – ist genau so einfach, wie es klingt. Laut DKMS kommt es bei weniger als 5 von 100 potenziellen Spendern in den ersten 10 Jahren nach der Registrierung zu einer Stammzellspende. Ich bin diesbezüglich also eher die Ausnahme und möchte deshalb hier von meiner Spende berichten.

Anfang Mai diesen Jahres bekam ich von der DKMS die Nachricht, dass ich als Stammzellspenderin für einen Blutkrebspatienten in Frage komme. Zwei Tage später saß ich bereits bei meinem Hausarzt, da für einen genaueren Test Blut abgenommen werden musste. Die Gewebemerkmale von Spender und Patient müssen zu 100% übereinstimmen, damit der Körper die Zellen annimmt – Man spendet also sozusagen an seinen genetischen Zwilling. Es dauerte circa drei Wochen, bis ich die Nachricht erhielt, dass ich die passende Spenderin bin. In einem Telefongespräch mit der DKMS wurde mir dann ausführlich alles rund um die Stammzellspende erklärt.

Eine Stammzellspende wird in 80% der Fälle als periphere Stammzellspende durchgeführt. Das bedeutet: Es wird Blut entnommen, die Stammzellen „herausgefiltert“ und alle anderen Bestandteile in die Blutbahn zurückgeführt (sieht also auch erstmal so aus wie bei einer normalen Blut- oder Blutplasmaspende). Das Verfahren dauert etwa 4-8 Stunden und wird meist an einem, manchmal auch an zwei aufeinander folgenden Tagen durchgeführt.

In 20% der Fälle wird dem Spender in einer OP unter Vollnarkose Knochenmark entnommen. Welches Verfahren gewählt wird, richtet sich zunächst nach dem Stammzell-Empfänger, aber natürlich werden auch gesundheitliche und persönliche Faktoren des Spenders berücksichtigt. Auch hier gehöre ich wieder in die Kategorie der ungewöhnlicheren Fälle: Mein genetischer Zwilling brauchte eine Knochenmarkspende. Natürlich gibt es jederzeit die Möglichkeit, Nein zu sagen, aber für mich war schnell klar, dass ich auf jeden Fall spenden möchte. Da vor allem die Operation oft vor einer Registrierung abschreckt (und mich zugegeben im ersten Moment auch verunsichert hat), bin ich froh, an dieser Stelle mit ein paar Unklarheiten und Gerüchten aufräumen zu können.

Was den meisten oft nicht klar ist: Das Knochenmark hat nichts mit dem Rückenmark zu tun! Knochenmark existiert praktisch in jedem Knochen und ist verantwortlich für die Bildung von Blutzellen. Im Beckenknochen befindet sich die größte Menge blutbildender (Stamm-)Zellen. Bei der OP wird daher mit einer Nadel am hinteren Becken Knochenmark entnommen, um möglichst viele Stammzellen zu gewinnen. Die Entnahme wird zwar in Bauchlage vorgenommen, ist allerdings weit entfernt von Wirbelsäule und Rückenmark (und somit auch vom Nervensystem – also keine Panik).

Um vor der Spende mögliche Risiken für den Spender auszuschließen, wird jeder zunächst zu einem großen Gesundheitscheck eingeladen. Die DKMS arbeitet mit spezialisierten Partnerkliniken zusammen, in denen die Voruntersuchung und ein paar Wochen später auch die Stammzell-/Knochenmarkspende durchgeführt werden.



Die nächstgelegene Klinik für mich befand sich in Köln, wo ich dann zum ersten Mal im Juni zum Check-Up hinfuhr. Neben einem ausführlichen Arztgespräch zur bisherigen Krankengeschichte und dem genauen Vorgang der Spende wurde unter anderem Blut abgenommen, ein EKG gemacht und eine Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane durchgeführt. Mitte Juli stand dann der Tag meiner Spende an. Am Vortag der OP fuhr ich mit dem Zug nach Köln und wurde in der Klinik aufgenommen. Da jeder Spender auf Kosten der DKMS eine Begleitperson mitbringen darf, konnte ich noch einen gemütlichen Abend mit meiner Mutter in der Stadt verbringen, bevor der nächste Morgen mit den Vorbereitungen für die OP startete.



Auf dem Weg zum OP-Saal war meine Aufregung natürlich groß, immerhin war dies die erste Operation in meinem Leben. Als ich eine Stunde später langsam wieder wach wurde, war der Schmerz am Rücken erstmal deutlich zu spüren, aber nach ein wenig Schmerzmittel, ausreichend Bettruhe und dem ersten Essen an diesem Tag schnell vergessen.

Bereits am nächsten Morgen konnte ich die Klinik mit zwei kleinen Pflastern am Rücken wieder verlassen. Sport und jegliche Anstrengung waren für die nächsten zwei Wochen verboten, doch ansonsten gab es außer einem leichteren Schmerz, der circa eine Woche anhielt, keine Einschränkungen. Das Knochenmark kann der Körper innerhalb weniger Wochen vollständig regenerieren. Geblieben sind mir heute zwei winzige Narben, die für alle Unwissenden wohl kaum sichtbar sind. Mich wird es für immer an meine Spende erinnern.

Schon ein paar Stunden nach der OP hatte ich von der DKMS einige wenige Informationen zum Empfänger meiner Stammzellen bekommen: Mein Knochenmark war auf dem Weg in die USA zu einer ca. 30-jährigen Frau. Genauere Angaben sind aufgrund rechtlicher Bestimmungen nicht erlaubt, da für die ersten zwei Jahre zunächst eine Anonymitätsfrist besteht, in der keine persönlichen Daten ausgetauscht werden dürfen. Trotzdem ist es möglich, über anonyme Briefe, die die DKMS weiterleitet, Kontakt aufzunehmen. Vor einigen Wochen habe ich das erste Mal Post erhalten: ein selbstgemaltes Bild der Tochter meiner Stammzell-Empfängerin. Ein kleines Zeichen, über das ich mich riesig gefreut habe. Für mich gibt es nichts Schöneres, als zu wissen, dass ich jemandem mit ein paar Tagen meiner Zeit und einem Teil meiner Stammzellen eine Chance auf ein neues, gesundes Leben geben konnte.

Auch bei der Westfalen AG gab es im letzten Jahr eine Typisierungsaktion, bei der sich einige Mitarbeiter als Spender registriert haben. Neben der Übernahme der Kosten, die der DKMS für die Registrierung eines Spenders entstehen, spendete die Westfalen AG außerdem 4000€, um die Organisation im Kampf gegen Blutkrebs zu unterstützen. Mit jeder weiteren Registrierung kommen wir dem Ziel näher, irgendwann für jeden Patienten einen passenden Spender zu finden. Also: Stäbchen rein – Spender sein!

Viele Grüße, Marie Junker

Übung der Freiwilligen Feuerwehr am Kesslerweg in Münster

Mein Name ist Florian Keßler. Ich arbeite im Equipmentmanagement der Westfalen AG am Kesslerweg und engagiere mich seit zwölf Jahren ehrenamtlich als Brandmeister im Löschzug der freiwilligen Feuerwehr Münster Angelmodde. Damit nicht nur graue Theorie vermittelt wird, stand etwas Besonderes auf unserem Dienstplan: Übungsthema „Umgang mit Gasen“.

An einem kalten Novemberabend fuhren wir mit unserem Löschzug zum Technologiezentrum der Westfalen AG am Kesslerweg in Münster. Der Abend startete für die Kameraden der Feuerwehr mit einer kurzen Theorie-Einleitung, in der unter anderem die Gase sowie die Explosionsgrenzen erläutert wurden.


Anschließend ging es zum praktischen Teil über. Meine Kollegen von Westfalen machten es möglich, dass wir eine MCC-Einheit (mobile cold converter) zur Sonderbrandbekämpfung für unsere Übung nutzen konnten. Dieser mobile Kaltvergaser beinhaltet tiefkalt verflüssigten Stickstoff, der über die nachgeschalteten Aluminium-Luftverdampfer geleitet wird und durch die daraus folgende Erwärmung in den gasförmigen Zustand übergeht. Dabei entsteht aus dem flüssigem Stickstoff so viel gasförmiger Stickstoff wie in knapp 30 Stickstoff-Bündeln enthalten ist.

Dieses Versorgungskonzept eignet sich somit hervorragend für größere Mengen Stickstoff, die nicht durch Flaschen oder Bündel bereitgestellt werden können. Eine solche mobile Versorgungseinheit wird zum Beispiel bei Silobrandbekämpfungen eingesetzt. Das Ziel bei der Sonderbrandbekämpfung mit Stickstoff ist es, die Sauerstoffkonzentration von 20,9 % auf unter 2% zu reduzieren, um die Glimmbrände wirkungsvoll zu bekämpfen. Eine Brandbekämpfung mit Wasser / Schaum ist nicht sinnvoll, denn:

  • Durch das Gewicht des Wassers können die Behälter einstürzen
  • Das gelagerte Schüttgut wird meistens unbrauchbar und muss teuer entsorgt werden
  • Durch plötzliche Bildung von Wasserdampf ist eine Explosion möglich

Nachdem am mobilen Kaltvergaser geübt wurde, ging es weiter zum stationären Kaltvergaser. Diesmal wurde der Stickstoff allerdings flüssig entnommen, das hieß: mit einer Temperatur von circa -196°C. Ausgerüstet mit Gesichtsschutz und Handschuhen für tiefkalte Anwendungen, wurde das Gefahrenpotenzial schnell deutlich, als eine Rose innerhalb weniger Sekunden im flüssigen Stickstoff schockgefroren wurde.

Hier endete der Dienstabend und die Kameraden und Kameradinnen des Löschzugs waren positiv überrascht über die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von technischen Gasen. O-Ton eines Kameraden: „Ein sehr gelungener Übungsabend; wir üben zwar schon seit Jahren in Zusammenarbeit mit der Westfalen AG in deren Werken in und um Münster, es gibt aber immer wieder neue spannende Einblicke und Übungsmöglichkeiten.“

An dieser Stelle möchte ich mich als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr ganz persönlich und ganz herzlich bei meinen Kollegen des Technologiezentrums von Westfalen für die fortwährende Unterstützung bedanken.

Viele Grüße Florian Kessler

BEST BKF – Noch nie gehört?

Unser Berufskraftfahrer-Azubi Chris Wißmann hat den zwölften Platz von knapp 650 Teilnehmern bei dem bundesweiten Wettbewerb „BEST BKF“ belegt. Als Gewinn konnte er sich über ein Eco-Training bei Mercedes in Wörth freuen. Da Chris eher praktisch veranlagt ist und nicht so gerne schreibt, habe ich das Verfassen dieses Blog-Beitrages für ihn übernommen. Ich heiße Kimberley Ceyhan und mache gerade ein Praktikum im Bereich Personal bei Westfalen.

Bis dato hatte ich tatsächlich noch nie von diesem Wettbewerb gehört – natürlich vor allem, weil ich als theoriegeplagte Studentin der Geisteswissenschaften keinen wirklichen Bezug zu dem Beruf „Kraftfahrer“ hatte. Daher habe ich mich umso mehr auf das Interview mit Chris gefreut.

Der Wissenswettbewerb wird bereits zum fünften Mal von der Nachwuchsinitiative der Logistikbranche “Hallo, Zukunft“ und dem Mautbetreiber Toll Collect durchgeführt. Um den Beruf attraktiver zu gestalten und den Status Deutschlands als “Logistikweltmeister“ zu halten, haben die Initiatoren den Wettbewerb ins Leben gerufen.





Interview mit Chris Wißmann (24 Jahre alt, Auszubildender zum Berufskraftfahrer im dritten Lehrjahr, seit 2016 bei der Westfalen AG.)
F:Hallo Chris. Vielen Dank, dass Du mir meine Fragen zum Wettbewerb „Best BFK“ beantworten willst. Wie bist du denn überhaupt auf den Wettbewerb gestoßen?
A:„Durch die Berufsschule. Ich dachte mir: ‚Warum nicht? Der 1. Platz bekommt ein Preisgeld von 3000 €, der zweite 2000 € und der dritte 1000 €. Landet man unter den besten 25, erhält man ein Jahresabo vom “TRUCKER“ (Zeitschrift) und man nimmt automatisch an der Verlosung für das ECO- Training von Mercedes teil. Da lohnt sich eine Teilnahme auf jeden Fall, das ist schon echt top!‘
F:Das stimmt wohl. Und wie genau ist der Wettbewerb abgelaufen?
A:„Insgesamt mussten wir vier Fragebögen ausfüllen, wovon wir drei online in der Schule bearbeitet haben. Den letzten Fragebogen haben wir zuhause bearbeitet und dann eingeschickt. Die Fragen drehten sich querbeet um die Ausbildungsinhalte zum Berufskraftfahrer. Das Ergebnis habe ich dann ein paar Monate später bekommen. Da ich den zwölften Platz belegen konnte, habe ich an der Verlosung zum ECO-Training bei Mercedes in Wörth teilgenommen und tatsächlich gewonnen.“
F:Herzlichen Glückwunsch. Aber was genau ist ein ECO–Training?
A:„In so einem Training lernt man, wie man wirtschaftlicher fährt, also bewusster und effizienter unterwegs ist. Dabei werden z. B. Einflüsse von Reifen, Aerodynamik oder der Fahrweise auf den Kraftstoffverbrauch analysiert.“
F:Das hört sich spannend an, wie darf ich mir das denn konkret vorstellen? Wie lief das Training ab?
A:„Stattgefunden hat es 12.10.18 in Wörth bei Karlsruhe. Ich bin dann schon einen Tag eher mit dem Zug hingefahren. Abends sind wir mit den Redakteuren von „Hallo, Zukunft!“ essen gegangen. Insgesamt waren wir 15 Teilnehmer aus verschiedenen Lehrjahren – quer durch Deutschland. Das Training ist freitag morgens gestartet. Es gab jeweils zwei Blöcke, bestehend aus einem Theorie- und einem Fahrteil. Der Referent hat uns zum Beispiel in Fahrzeugtechnik oder Assistenzsystemen geschult. Für den praktischen Teil sind wir mit den LKWs von Mercedes eine bestimmte Strecke gefahren. Der Trainer ist mitgefahren, hat uns dabei aber nicht verbessert. Vor dem zweiten Übungsblock hatten wir Gelegenheit, uns das neue Modell von Mercedes (Actros) anzuschauen. Das war sehr interessant, der hat z. B. anstelle der Rückspiegel Kameras (MirrorCam). Im dann folgenden zweiten Block gab es erst theoretischen Input und dann sind wir wieder gefahren- diesmal jedoch mit Tipps durch den Trainer.“
F:Hat es dir gefallen und konntest du etwas mitnehmen?
A:„Es hat mir echt gut gefallen! Alle waren sehr nett und kompetent. Ich habe vor allem zahlreiche neue Kontakte knüpfen können. Vieles war mir schon bekannt, da wir schon in der Ausbildung lernen wirtschaftlich bzw. effizient und kraftstoffsparend zu fahren. Wir werden bei Westfalen echt gut vorbereitet, so dass ich schon sehr viel Vorwissen mitgebracht habe.“


Das Interview mit Chris hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich konnte selbst viel Neues Wissen mitnehmen. Es ist echt eine tolle Leistung unter so vielen Teilnehmern eine so gute Platzierung zu belegen, daher nochmals: herzlichen Glückwunsch Chris!

Viele Grüße

Kimberley Ceyhan

Aus den Augen aus dem Sinn!?

Von wegen! Mitarbeiterbindung über den Renteneintritt hinaus…

Kaum 6 Monate in der „Familie Westfalen“ durfte ich mit meiner Kollegin Alexa Jurisch das Betriebsrentnertreffen planen und begleiten. Dieses Treffen ist DAS Highlight für die ehemaligen Westfalen.

Mein Name ist Tanja Stanke und ich habe die spannende Aufgabe, Westfalen als attraktiven Arbeitgeber zu platzieren. „Employer Branding“ heißt das heutzutage. Dabei geht es darum, Westfalen als einzigartigen, positiv erlebbaren und unwiderstehlich anziehenden Arbeitgeber zu positionieren. Dies sollte sowohl von innen – also von den Mitarbeitern – als auch von außen so wahrgenommen werden. Ziel ist es also, von innen nach außen zu leuchten. Mitarbeiterbindung führt dann gleichzeitig zur Mitarbeiteranziehung. Klingt so einfach wie anspruchsvoll. Ach, und es sollte natürlich immer authentisch: also „echt“ sein.

Und was steckt im Kern unserer Arbeitgebermarke? Ganz einfach: bei Westfalen zu arbeiten, fühlt sich wie Familie an! Wie Familie? Wir reden hier doch über Arbeit…! Das kann ja jeder behaupten. Und woran merkt man das? Zum Beispiel daran, dass diese Familienzugehörigkeit bei Westfalen nie aufhört. Das ist wie in einer echten Familie: man bleibt für immer verbunden. Rein genetisch bedingt. Und bei Westfalen? Wer bei Westfalen in Rente geht, bleibt „Westfale“. Alle unsere Rentner bleiben auf dem Laufenden. Denn sie bekommen regelmäßig unsere Mitarbeiterzeitschrift zugeschickt. Und alle drei Jahre gibt es ein Highlight: das Betriebsrentnertreffen.



Anfang November war es wieder soweit. Unsere Rentner wurden herzlich in die Unternehmenszentrale am Industrieweg in Münster eingeladen. Rund 120 Ehemalige haben zugesagt, sich in Schale geworfen und zum Teil lange Anreisen auf sich genommen, um ihre ehemaligen Kollegen wieder zu treffen. „Ich habe mir extra diese neue Jacke für heute gekauft“, sagte ein Ankömmling stolz, als ich ihm das Namensschild auf die Brust klebte. Das Treffen begann in unserem Forum, der ehemaligen Maschinenhalle, die 2014 zur stylischen Veranstaltungs-Location umgestaltet wurde. Eine sehr würdige Umgebung für einen sehr würdigen Anlass.



Am Nachmittag trudelten die ehemaligen Mitarbeiter nach und nach ein. Zum Teil weit vor Beginn der Veranstaltung. Denn die Vorfreude war groß. Als das Treffen offiziell mit der Begrüßung durch Finanzvorstand Torsten Jagdt und den neuen Vorstandsvorsitzenden Dr. Thomas Perkmann begann, saßen die Herrschaften schon rege plaudernd an den appetitlich gedeckten Kaffeetischen. Den Rentnern waren die beiden Sprecher nur aus der Presse und der Mitarbeiterzeitung bekannt. Aber jetzt konnten sie die beiden Herren auch persönlich erleben. Perkmann ließ es sich nicht nehmen, von Tisch zu Tisch zu gehen, um zahlreiche Rentner persönlich kennenzulernen. „Ohne Sie wäre Westfalen heute nicht da, wo es jetzt ist“ sprach Perkmann seinen Respekt aus. Und in jedem seiner vielen Gespräche, war er beeindruckt von den spannenden Geschichten der erfahrenen Westfalen. Auch Jagdt sprach mit vielen Ehemaligen. Unter anderem mit einem seiner Vorgänger, dem ehemaligen Finanzvorstand. Ein reger familiärer Austausch über Generationen.



So ein Rentnertreffen ist wie ein Klassentreffen. Man holt alte Geschichten raus, lacht über gemeinsame Erlebnisse und genießt die Gemeinschaft. Als die zehn Dutzend Pensionäre in die bereitstehenden Busse stiegen, um zum nächsten Programmpunkt zu fahren, glich das Treiben einem quirligen Klassentreffen. Schnell fand jeder seinen Platz neben seinem Lieblingskollegen und das Geschnatter ging wieder los. Einfach köstlich. „Zu ehemaligen Kollegen habe ich leider gar keinen Kontakt mehr. Deshalb bin ich sehr froh, dass es dieses Treffen gibt.“ verrät uns eine ehemalige Assistentin im Bereich Gase. Die Dame sieht aus wie das blühende Leben und man kann kaum glauben, dass sie schon Rentnerin ist.



Die zwei voll besetzten Busse fuhren nach Havixbeck zum historischen Brauhaus Klute. Dort wartete neben selbst gebrautem leckerem Bier ein reichhaltiges westfälisches Buffet von Koch Murat Sür. Und der Höhepunkt des Treffens: der Firmeninhaber Wolfgang Fritsch-Albert war gekommen und begrüßte alle Rentner herzlich. Fritsch-Albert ist der Firmeninhaber, war über 40 Jahre in der Unternehmensleitung bei Westfalen und ist seit kurzem selbst Rentner im (Un-)Ruhestand. Man spürte, dass es den ehemaligen Mitarbeitern sehr wichtig ist, Fritsch-Albert persönlich zu treffen. Ein Firmeninhaber bzw. Familienmitglied zum Anfassen eben. Auch er ließ es sich nicht nehmen, jeden einzelnen persönlich zu begrüßen und hier und da angeregt über alte Zeiten zu plaudern.



Nach sechs gemeinsamen Stunden fuhren die Busse wieder zurück zur Unternehmenszentrale in Münster. Die Gespräche im Bus ließen keineswegs nach, von Müdigkeit keine Spur. Die rüstigen Rentner stiegen aus, waren sichtlich glücklich und bedankten sich herzlich für die Organisation des Treffens. „Bis in drei Jahren“ verabschiedeten sie sich strahlend und traten ihren Heimweg an. Nun sind sie wieder aus den Augen unsere Rentner – aber keineswegs aus dem Sinn. Das Westfalen Familiengefühl ist spürbar echt und bleibt. Auch über den Renteneitritt hinaus. Das ist wirklich einzigartig!

Es ist ein großes Vergnügen, so ein Treffen zu organisieren und zu begleiten. Vor allem mit Dir Alexa, Danke!



Viele Grüße
Tanja Stanke

Der erste Karrieresprung

Mein Name ist Anke Wienrank, ich bin 19 Jahre alt und seit dem 01.08.2017 bei Westfalen in der Ausbildung zur Industriekauffrau. Aktuell bin ich im Branchenmanagement im Bereich Gase eingesetzt.

Zeitweise dürfen wir Auszubildenden die Personalabteilung bei Berufsmessen unterstützen, so wurde unter anderem auch ich gefragt, ob ich bei der Berufsmesse „Der erste Karrieresprung“ in der NINFLY Halle in Münster aushelfen möchte. Da ich bislang nur als Bewerberin an solchen Messen teilgenommen habe, fand ich es sehr spannend, das mal aus einer anderen Perspektive zu sehen.

Am Sonntag den 16.09.2018 war es dann soweit. Meine Azubi-Kollegin Helena und ich machten uns auf den Weg zur Berufsmesse.

Normalerweise stellt man sich eine Berufsmesse so vor: verschiedene Unternehmen stellen sich an Messeständen vor, damit sich die Schüler über die einzelnen Ausbildungsberufe informieren und schon mit den ein oder anderen zukünftigen Kollegen ins Gespräch kommen können.

Doch bei der Messe am Sonntag lief das Ganze ein bisschen anders.



Da alles in der NINFLY Halle in Münster stattgefunden hat (einer großen Trampolinhalle) konnten sich die Schüler nicht nur über Ausbildungsberufe informieren, sondern auch Trampolin springen. Die Messe wurde von der Industriegemeinschaft Münster organisiert und veranstaltet. Damit die Westfalen AG sich interessant präsentieren konnte, mussten wir – genau wie alle weiteren 17 münsteraner Unternehmen – eine Menge vorbereiten – von der Zusammenstellung von Materialien bis hin zur gemeinsamen Vorbesprechung und Zuweisung der Aufgaben.

Der erste Weg aller Interessenten führte zur Anmeldung, dort erhielten die Schüler eine Stempelkarte.

Schüler, die noch nicht genau wussten, wo ihre berufliche Reise einmal hingehen soll, konnten den Berufsfinder der Industriegemeinschaft Münster nutzen. Dafür stand den Schülern ein IPad zur Verfügung.

Viele der Schüler waren erstaunt darüber, wie vielfältig die Berufsfelder bei uns aussehen und wie viele ihrer Interessen und Fähigkeiten sie verwirklichen können. Industriekaufmann/frau, Industriemechaniker oder auch ein duales Studium im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen: das sind nur einige Ausbildungswege, die Westfalen bietet.

Viele konnten sich ein erstes Bild davon machen, welcher Beruf gut zu ihnen passen würde. In vielen Fällen stimmte das Ergebnis sogar mit dem Wunschberuf überein.:-)

Die Fragen zum alltäglichen Azubi-Alltag bei Westfalen konnte ich beantworten. Diese „Beratung“ hat mir am meisten Spaß gemacht. Bei weitergehenden Fragen habe ich die Schüler an meine Kollegen verwiesen, die auf verschiedene Stände aufgeteilt waren.

Jeder Ausbildungsberuf hatte einen eigenen Stand, sowohl kaufmännische als auch gewerblich technische Berufe waren zu finden. Die Stände waren mit Ausbildungsleitern und natürlich auch mit Azubis besetzt. Gerade die Azubis können ja am besten sagen, wie eine Ausbildung z.B als Mediengestalter/in üblicherweise verläuft.


Um sich nachher auf den Trampolinen austoben zu können, brauchte jeder Teilnehmer fünf Stempel auf seiner Stempelkarte.

Diese Stempel hat man bekommen, wenn man großes Interesse an einem Berufsfeld gezeigt hatte. Oft gab es auch mehr als einen Stempel 🙂

Manchen Schülern fehlt die Motivation, zu Berufsmessen zu gehen, doch wenn man dabei noch Trampolin springen kann, kommt der ein oder andere doch eher, um sich zu informieren. Die meisten Schüler sind nach dem Trampolinspringen direkt nach Hause gefahren, denn Trampolin ist anstrengender als man denkt. 😉

Insgesamt kann ich sagen, dass es ein sehr aufregender und spannender Tag war. Viele Schüler gingen mit einem Lächeln und vielen neuen Informationen nach Hause.

Vielleicht sogar der ein oder andere, der jetzt eine bessere Vorstellung von seiner beruflichen Zukunft hat.

Viele Grüße

Anke Wienrank