Lean Challenge: And the winner is …

Ein unglaubliches Gefühl! Wir haben bei der Lean Challenge 2018 in Heidelberg gewonnen.

Ok, fangen wir von vorn an. Im Frühjahr 2017 fiel bei Westfalen die Entscheidung,  das Thema KVP (kontinuierlicher Verbesserungsprozess) einzuführen. Und wie das so ist: Wir haben dem Thema auch einen Namen gegeben. KVP + Westfalen= Jump!

Wir wollen die kleinen und großen Hürden, die uns täglich begegnen gemeinsam nehmen und überspringen.

Der Start

Nach einer erfolgreichen Pilotphase in unserem Werk Nohfelden war der erste Beweis erbracht. KVP bringt dem Unternehmen tatsächlich etwas. Die Skepsis, die bei den Mitarbeitern und Führungskräften vorhanden war, konnte gemeinsam in einen ersten kleinen Erfolg umgewandelt werden. Jetzt hieß es, das Thema Jump! ins Rollen zu bringen. Mit Hilfe unserer externen KVP-Experten von Conor Troy wurden in der ersten Welle zwölf Moderatoren und fünf Methodenspezialisten ausgebildet. Die Kolleginnen und Kollegen unterstützen seitdem die Mitarbeiter/innen der Westfalen Gruppe dabei, Verbesserungspotentiale zu finden und diese umzusetzen.

Die Einladung

Unser Berater, Matthias Fahr ( Conor Troy), hat uns Anfang 2018 auf die „Lean Challenge 2018“ von Conor Troy aufmerksam gemacht.

Was ist die Lean Challenge? Die Lean Challenge ist eine zweitägige Veranstaltung, die dabei hilft, in den Austausch mit anderen Unternehmen zu kommen. Aber das ist nicht alles. Es gibt spannende Vorträge und es gibt die Lean Challenge. In 3,5 Stunden treten ca. 20 Teams aus verschiedenen Unternehmen in fünf Lean-Spielen gegeneinander an.

Die Lean Challenge ist inspiriert von Olympia und dem Gedanken, Unternehmen zu verbinden.

Wir haben zwei Teams mit je drei Jump!-Experten gestellt. Angetreten für Westfalen sind Juliane Pinke, Christopher Morich und Marius Lohoff (Team 1) sowie Janine Lukas, Robert Krawiec und Nico Tawidde (Team 2).

Westfalen ist das Thema KVP wichtig. Um einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess einzuführen, bedarf es des Rückhaltes des Managements. Damit unsere Teams diesen Rückhalt auch spüren, hat neben dem Projektleiter Matthias Dieke auch Torsten Jagdt als Vorstand Finanzen an der Veranstaltung teilgenommen, um die beiden Teams zu unterstützen.

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Wir stehen noch ganz am Anfang

Während der „Ice Breaker Session“ am Abend vor der Challenge durften wir bereits die ersten Teilnehmer der anderen Unternehmen kennenlernen und haben schnell festgestellt: „Oooohhh Mannnn … Die machen seit Jahren KVP. Wie sollen wir denn da bei den Spielen abschneiden?“

Die spannenden Vorträge am Vormittag des ersten Tages haben uns gezeigt: „Wir stehen noch ganz am Anfang“. Aber hey, jeder hat mal angefangen. Wir konnten viele Ideen sammeln, welche wir nach der Veranstaltung für uns adaptieren können.

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Lasst die Challenge beginnen

Es war so weit: Wie es sich für ordentliche Athleten gehört, wurden alle Teilnehmer mit dem Bus zum Olympiastützpunkt in Heidelberg gefahren. Ein Fitness Coach hat die Teilnehmer in Bewegung gebracht und dabei geholfen in Schwung zu kommen. Der Träger der „Lean Challenge Flagge“ ist eingelaufen und wurde unter Beifall willkommen geheißen. Die Teilnehmer waren soweit, die Spannung stieg … und die Challenge wurde eröffnet. Fünf Stationen, jeweils 35 Minuten Zeit, 10 Minuten Pause zum Stationswechsel und viele herausfordernde Aufgaben standen auf der Nachmittagsagenda.

Es wurden:

  • Jenga-Türme (aber nicht die kleinen, nein, 1,50m große Türme mit Holzklötzen von 10x10x30 cm) gebaut, um Instandhaltungsthemen zu vermitteln
  • es wurden Nudelmaschinen genutzt, um den Problemlösungsprozess zur Herstellung der optimalen Nudel zu erproben
  • es wurde eine Produktionsplanung simuliert
  • es wurde eine Mini-Granulat-Produktion optimiert
  • und eine fahrradbetriebene Carrerabahn genutzt, um Transportaufträge zu erfüllen.

20180412_133258488_iOSAusgestattet mit einheitlichen Poloshirts und Turnschuhen (ein Dank an Westfalen) haben unsere „Lean-Athleten“gestrampelt, gelacht, geflucht und Schweiß gelassen.

Nach dem „Abpfiff“ (ok, es war eher ein „Ab-tröten“) ging es mit dem Bus zurück in die Hotels … (hört sich schon sehr Profi-Sportler-mäßig an).


Die ausgepowerten Athleten und die Motivatoren der Teams konnten durch eine anschließenden Stadtführung einen kleinen Eindruck von Heidelberg bekommen. Anschließend wurden alle Teilnehmer von Conor Troy in die Kulturbrauerei Heidelberg eingeladen und konnten sich ausreichend bei deftigem Essen (so gar nicht Lean) für den nächsten Tag stärken.

Kaffeeklatsch oder „World Café“

Auch der zweite und letzte Tag war richtig super. Drei spannende Vorträge haben erneut viel Input gegeben. Um den Austausch zu fördern, gab es vier „World Café“,  d.h. vier Themengebiete wurden mit Unterstützung eines Moderators und jeweils ungefähr 20 Teilnehmern besprochen und ausgearbeitet. Auch wir als „Neulinge“ konnten sehr viel zu einer regen Diskussion beitragen und es hat nochmals viel Input für uns gegeben. Danke dafür.

And the winner is….

Es war soweit … das mit Spannung erwartete Ergebnis der Challenges vom Vortag wurde präsentiert. Zunächst wurden die Plätze 12 bis 4 (es gab teilweise mehrere Teams je Platz) gebührend mit Publikumsapplaus gefeiert. Eines unserer Teams war mit dabei. Doch wo blieb das andere Team? Wahnsinn, wir müssen unter den Top 3 sein.

Wir waren aufgeregt: ein dritter Platz bei der ersten Teilnahme … STOP, wir sind nicht auf drei … und es geht weiter, wir sind nicht auf zwei … jaaaaaaaaaa, wir haben gewonnen! Unglaublich! Janine, Robert und Nico können es kaum glauben. Der Lean Challenge 2018 Sieg geht an Westfalen. Wir bekommen die Goldmedaillen und einen riesigen Wanderpokal. Es regnet goldenes Konfetti und wir sehen acht fröhliche Westfalen Gesichter. Ja, wir alle haben uns gefreut. Einer für alle und alle für Einen.

Glückwunsch!
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Wir haben das Potential und werden es nutzen

Überglücklich stoßen wir noch kurz mit ein paar alkoholfreien Bierchen auf den Sieg an, bevor es wieder auf die Autobahn Richtung Münster geht.

Was heißt das nun für uns? Jeder kann ein Lean-Champion sein. Jeder, auch wenn wir noch nicht so viel Erfahrung haben. Alle Kollegen und Kolleginnen, sowie unserer Führungskräfte sind aufgerufen Jump! zu leben. Denn KVP ist eine Philosophie. Projekte haben ein Ende, KVP ist eine Lebensaufgabe.

In 2019 gilt es, unseren Erfolg zu verteidigen. Wir werden wieder Kollegen nach Heidelberg schicken. Also nutzt 2018, um KVP zu verinnerlichen, Euch und eure Arbeitsumgebung, die Abläufe und Prozesse zu verbessern… denn es macht Spaß!

Viele Grüße 
Euer Team Projektmanagement

EinKlang-Philharmonie tanzt Tango im Westfalen Forum!

Als Lisa Bröker-Jambor und ich im Jahr 2011 das Orchester „Einklang-Philharmonie für Alle“ gründeten, war unsere Intention, ein künstlerisch hochklassiges Ensemble zu formen, das mit Begeisterung, Hingabe und Verständnis für die aufge­führten Werke musiziert; im Dickicht des Musikrepertoires die Werke zu finden, die Mitwirkende wie Zuhörende bereichern und die Fundstücke so geschickt zu kombinieren, dass diese Meisterwerke sich gegenseitig beleuchten. Darüber hinaus sollten die Konzerte in außergewöhnlichen Räumen stattfinden und sowohl Konzert-Kenner als auch Konzert-Neulinge begeistern. 

Wahr geworden ist unser Vorhaben mit einem Ensemble von 34 Musikern aus aller Welt, die im Münsterland leben. Wir erreichen mit unserem Konzept Menschen jeden Alters und jeden kulturellen Backgrounds. Für Alle bieten wir ein besonderes Konzerterlebnis, oft an besonderen Orten, denen man die Eignung als Konzertraum auf den ersten Blick nicht unbedingt angesehen hätte. Nach bereits 20 höchst vielfältigen Konzertprojekten -insgesamt 38 Konzerte- (vier DVD-Produktionen) sowie den umjubelten Aufführungsserien der beiden Mozartopern Così fan tutte (2012) und Le nozze di Figaro (2014) bieten wir in diesem Jahr vier Konzertprogramme mit sinfonischer Musik an. 

ankuendigung

EinKlang im Westfalen Forum

Bereits zum dritten Mal ist EinKlang zu Gast im atmosphärisch und akustisch besonders schönen Westfalen Forum der Westfalen AG.

EinKlang - Philharmonie für Alle, Konzert aus dem Jahre 2016 im Westfalen Forum
Dieses Foto wurde 2016 aufgenommen, als „EinKlang-Philharmonie für Alle“ das erste Konzert im Westfalen Forum gab.


Ein seltenes Konzerterlebnis mit einem Akkordeon plus sinfonischem Orchester erwartet unsere Zuhörer! Und gleich in zwei Varianten: zunächst in dem kurzweiligen Konzert des niederländischen Komponisten Herman Strategier und danach in den groovenden Tangominuten des münsterschen Komponisten Ulrich Schultheiss.

Als Solist und Kammermusiker ist  der zwanzigjährige Julius Schepansky bereits Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe. Der vielseitige Akkordeonist spielt auch als Pianist in seinem Jazzquintett und wurde mehrfach für seine Aktivitäten im Bereich Neue Musik und Improvisation ausgezeichnet.
akkordeonDieses „Akkordeon-Festival“ wird eingerahmt von zwei äußerst lebendigen und unterhaltenden Sinfonien: Haydns dramatisch startender Sinfonie la poule, für Paris komponiert, und der des Carmen-Komponisten Georges Bizet, mit Charme und Esprit des echten Franzosen.

Wer den Solisten Julius Schepansky und den Komponisten Ulrich Schultheiss in einem kurzweiligen Gespräch bereits vor dem Konzert kennen lernen will: die beliebte Konzerteinführung beginnt um 17.15 Uhr!

Ich freue mich sehr, wenn wir Sie im Westfalen Forum oder zu einem anderen unserer Konzerte begrüßen können. 

Karten für die Veranstaltung im Westfalen Forum können Sie noch an der Abendkasse  bekommen (23/10 €) oder im Vorverkauf bei WN Ticket Shop, bei Münster Marketing und online über www.philharmonie-muenster.de (20/10 €).

Joachim Harder


Programm für Sonntag, 15. April,18 Uhr
(Konzerteinführung um 17.15)
Westfalen Forum, Industrieweg 43, 48155 Münster

IN BEWEGUNG
Joseph Haydn Sinfonie Nr. 83 g-moll „La poule“
Herman Strategier Akkordeonkonzert  (Solist: Julius Schepansky)
Ulrich Schultheiss Tangominuten
Georges Bizet Sinfonie C-Dur



Lisa Bröker-Jambor
Seit Gründung der EinKlang-Philharmonie, die sie mitkonzipiert hat und in der sie als Soloflötistin mitwirkt, liegt das künstlerische und organisatorische Management dieses münsterschen Orchesters in ihren Händen. Von der Gesamtplanung der EinKlang-Projekte im Zusammen­wirken mit dem musikalischen Leiter, über die Verpflichtung der Mitwirkenden sowie der Öffentlich­keitsarbeit, bis zur Koordination von Personen, Räumen und Terminen setzt sie ständig eine Fülle von Aufgaben für die EinKlang-Philharmonie um. Lisa Bröker-Jambor ist beruflich außerdem der Westfälischen Schule für Musik verpflichtet. Dort arbeitet sie als Lehrerin für das Fach Querflöte, aber auch als Bezirks- und Projektleiterin, sowie Öffentlichkeitsreferentin.

Joachim Harder
Der in Hannover und Wien ausge­bildete Dirigent begann als Opern­kapellmeister  (Köln, Hagen, Münster) seine berufliche Laufbahn. Bei seinen späteren Enga­gements als Chefdirigent des Sinfonieorchesters von Concep­ción/Chile, seinen Gastdirigaten im In- und Ausland und seiner umfang­reichen Zusammenarbeit mit jungen Orchestern verstand der Professor für Dirigieren an der Musikhochschule Detmold (von 1991 bis 2015) die prägende Arbeit mit dem künstlerischen Nachwuchs immer als seine besondere Aufgabe. Die personelle Zusammensetzung der EinKlang-Philharmonie aus Berufsmusikern jeden Alters, in den Nationalitäten bunt gemischt, und einer Schar aufstrebender, enthusiastischer Instrumen­talisten „in Ausbildung“ ist für ihn ein Idealfall, dem er sich mit Hingabe verschrieben hat.

Mein erstes Mal…mobiles Arbeiten!

Seit einiger Zeit hat die Westfalen Gruppe mobiles Arbeiten eingeführt, d. h. statt im Büro können wir von zu Hause oder von unterwegs in die Tasten unseres Laptops hauen und unsere anstehenden Aufgaben erledigen. Das ist modern, das macht flexibel und wird von vielen Kollegen begeistert aufgenommen. Auch ich bin dabei und teste die neue Mobilität bei Westfalen. Das erste Mal…mobiles Arbeiten – eine besondere Erfahrung:

anzugMein Tag beginnt relativ normal. Mein Wecker klingelt um 6 Uhr, ich dusche, trinke einen „Wach-mach-Kaffee“ im Bademantel. Doch schon beim Anziehen zeigt sich der erste Unterschied beim Mobilen Arbeiten. Der Hosenanzug samt Bluse, Klamotten zu denen ich sonst immer greife, hat heute Pause und bleibt im Schrank. Stattdessen greife ich zu Jeans und Pulli und meinen rosafarbenen Flauschsocken. Wäre ja auch ein bisschen albern, mit Anzug am eigenen Esszimmertisch zu sitzen. Fast genauso albern wie mit Flauschsocken im Büro…

Ich fahre mein Dienst-Laptop hoch und wähle mich ins eigene Wlan ein. Dann kommt Citrix ins Spiel. Die Software macht es mir möglich, auf alle Programme und Daten zuzugreifen, die ich auch zur Verfügung habe, wenn ich an meinem Schreibtisch in der Unternehmenszentrale sitze. Ein Klick und ich sehe tatsächlich alle wichtigen Laufwerke, meinen Outlook-Kalender, mein E-Mail-Postfach und alles, was ich sonst noch zum Arbeiten brauche. Unser digitales Telefonbuch zeigt mich sogar als anwesend an…obwohl ich an meinem Esstisch sitze… Ich kann also meinen Autoschlüssel wieder weglegen, den ich vorsorglich neben dem Laptop positioniert habe, um bei einem Technikproblem das mobile Arbeiten abzubrechen und ins Büro zu fahren…Die Technik steht! Mein Pessimismus war komplett fehl am Platze.

Als nächstes stelle ich mein Diensthandy auf laut, leite mit ein paar Klicks mein Telefon im Büro auf meine Mobilnummer um und es kann losgehen!

Mails abrufen, Texte fertig schreiben, genauso wie immer. Genauso wie immer?

Wenn ich mich kurz umschaue, ist zumindest mein Umfeld nichts, in dem ich gerade den Vorstand selbstsicher zu einem Termin empfangen würde: Neben meinem heimatlichen Arbeitsplatz steht noch ein vollbehangener Wäscheständer, den ich eigentlich gestern Abend noch abhängen wollte. Auf dem Tisch der Teller mit Toastkrümeln. Und die Fenster sind auch nicht geputzt…Ich widerstehe dem Gedanken, meine Arbeitszeit zu unterbrechen und noch schnell aufzuräumen. Im normalen Büroalltag würde ich das ja auch nicht tun!  Also wird die Hausarbeit ausgeblendet und weiter konzentriert am Text für die Mitarbeiterzeitschrift gearbeitet. Mobiles Arbeiten erfordert dann doch nochmal ein Stück mehr Selbstdisziplin, als wenn man einfach ins Büro fährt und der Wäscheständer unbeachtet zu Hause bleibt. Das wird mir erst jetzt klar…

Einmal „selbst dizipliniert“ schaffe ich sehr viel weg! Hier ein Artikel, da eine Interviewvorbereitung und noch kurz was fürs Intranet. Hohe Konzentration, keine Ablenkung durch versehentlich aufgeschnappte Gespräche im Büro, keiner telefoniert außer mir selbst, kein Kollege weit und breit, der mir kurz mal von seinem Wochenende erzählen möchte…Kein Kollege…Wenn ich es mir recht überlege, ist das aber nicht nur schön! Im Gegenteil! Nach ein paar Stündchen mobilem Arbeiten vermisse ich den ein oder anderen plötzlich schon ein bisschen. Keiner, der mich fragt, wie es mir heute geht, keine auf meinem Schreibtisch abgelegten Schokoriegel als Nervennahrung, kein über den Schreibtisch geflüstertes „Kannste mal über meinen Text gucken?“ Hm…

Das Diensthandy klingelt. Ich setze mich unwillkürlich gerade hin und nehme quasi „Geschäftshaltung“ an. Die Kollegin möchte kurz etwas abstimmen: „Ach, Sie sind ja gar nicht im Hause…dann will ich nicht weiter stören!“ – „Sie stören nicht. Ich arbeite mobil!“ Anscheinend müssen wir uns alle noch ein bisschen an die neue Arbeitsform gewöhnen. Beim Telefonat schaue ich kurz auf meine Flauschsocken und bin froh, dass wir kein Bildtelefon haben.

Die Mittagspause naht…aber ich bin gerade gut im Fluss und schreibe weiter. Auch hier muss man zu Hause wahrscheinlich besser auf sich aufpassen als im Büro, wo einen die Kollegen mit ins Betriebsrestaurant nehmen, damit man nicht vom Fleisch fällt…Selbstdisziplin und eigenständiges Arbeiten im mobilen Büro heißt eben auch, mal eine Pause einlegen. Also: Stift gezückt, aktuelle Zeit notiert und Pause.

Nach einer halben Stunde, mit einer im Gegensatz zu der Menüauswahl im Betriebsrestaurant doch eher kargen Mahlzeit (nur Brot da), lege ich wieder los und bekomme noch die ein oder andere Aufgabe, die schon etwas länger liegt, abgehakt.

Mein erstes Mal mobiles Arbeiten neigt sich dem Ende zu und es wird Zeit für ein erstes Fazit. Auf der Haben-Seite steht für mich definitiv die hohe Konzentration, in der ich ohne jegliche Ablenkung arbeiten konnte. Auch die Flexibilität, die Arbeit von zu Hause erledigen zu können, ist ein dicker Pluspunkt. Sicherlich auch und gerade für Eltern. Für viele Pendler ist das mobile Arbeiten ein kilometer- und stausparender Segen. Und ich als Frischluftfanatikerin träume schon davon, im Sommer hin und wieder auf dem heimischen Balkon zu arbeiten.

Warum dann nicht ausschließlich mobil arbeiten? Besprechungen nur noch über Skype und Co.? Mit Kollegen telefonieren statt sie zu sehen?

Vielleicht sieht so die Zukunft aus. Vielleicht werden wir uns alle daran gewöhnen und uns den heutigen Büroalltag gar nicht mehr vorstellen können. Aber bis dahin möchte ich lieber beides: mal im Unternehmen und mal zu Hause arbeiten. Je nachdem, welche Aufgabe gerade ansteht. Denn manchmal hilft ein Gespräch vis-à-vis dann doch den entscheidenden Schritt weiterzukommen. Also heißt es morgen wieder: Hosenanzug statt Jeans, Schuhe statt Flauschsocken. So flexibel kann arbeiten sein! 😉

Viele Grüße 
Simone Kötter

Header-Bild: fotolia #38325273 | Urheber: cristi180884

It’s a match!

In zehn Minuten zur Lehrstelle? Mit dem IHK-Azubi-Speed-Dating für Schülerinnen und Schüler ist das durchaus möglich. Am 8. März hatten jede Menge Schüler aus ganz Münster die Möglichkeit, sich bei verschiedenen Unternehmen für ihren gewünschten Ausbildungsplatz, ein Praktikum oder ein duales Studium vorzustellen. Nur Zehn Minuten hatten die Schüler, um von sich zu überzeugen! Wir von Westfalen waren auch in diesem Jahr wieder vor Ort und trafen auf viele interessante Kandidaten.
speeddating

Meine Kollegin aus dem Bereich Ausbildung bei Westfalen und ich, derzeit Praktikantin in der Personalabteilung, führten an diesem Tag gemeinsam die Gespräche mit den Schülern. Nachdem wir morgens unseren Stand aufgebaut hatten, trudelten auch schon langsam die ersten Schülerinnen und Schüler ein.

Aufbau
Wir waren ganz gespannt auf unser erstes Azubi-Date, das auch nicht lange auf sich warten ließ! Bereits vor offizieller Terminvergabe saß die erste Schülerin schon bei uns am Tisch, um sich für einen Ausbildungsplatz bei Westfalen zu bewerben.

sanduhrKaum hatten wir über Wünsche, Motive, Erfahrungen, den Ausbildungsablauf bei Westfalen und den Bewerbungsprozess gesprochen, war die Zeit auch schon abgelaufen und die nächste Bewerberin wartete bereits vor der Tür. Insgesamt führten wir an diesem Tag Gespräche mit 16 Schülern. Unter ihnen waren einige dabei, die einen bleibenden positiven Eindruck hinterlassen haben.
 
Besonders heraus stachen drei Schüler/-innen, die bereits vor kurzem an unserer Veranstaltung „Schule und Dann?“ teilgenommen hatten. Sie waren von den Informationen über die verschiedenen Ausbildungsberufe bei Westfalen, die sie dort von unseren Auszubildenden bekommen hatten,  immer noch so angetan, dass sie sich auch diese Chance nicht entgehen lassen wollten, sich bei uns vorzustellen.

Insgesamt zeigten viele Schüler großes Interesse an einer Ausbildung oder einem dualen Studium bei Westfalen und einige hatten auch bereits eine auf uns zugeschnittene Bewerbung vorbereitet. Besonders beliebt waren nach wie vor die Ausbildung zum Industriekaufmann bzw. zur Industriekauffrau sowie das duale betriebswirtschaftliche Studium. Dennoch war vom Berufskraftfahrer über Industriemechaniker bis hin zum Fachinformatiker eine rundum gemischte Vielfalt an Interessen vertreten.

Zum Abschluss des Tages konnten wir mit einem sehr guten Gefühl auf eine gelungene Veranstaltung zurückblicken. Wir haben einige Kandidaten kennen gelernt, die sich nach Beendigung der Schule ganz konkret bei Westfalen bewerben möchten. Und dann kann es vielleicht ganz schnell heißen: It’s a Match!  

Wir würden uns freuen!

Viele Grüße
Anna Batz

Header-Bild: Fotolia #124587590 | Urheber: BillionPhotos.com

Unterwegs mit Wasserstoff

Liebe Leser und Leserinnen,

mein Name ist Dierk Winter, ich bin 56 Jahre alt und seit 1994 bei Westfalen beschäftigt, seit 2007 als Vorsitzender des Betriebsrates in Münster. 

Seit Dezember 2016 findet man an der Westfalen Tankstelle in Münster-Amelsbüren eine Wasserstoffstation .  Ein besonderes Highlight ist das Angebot,  diese spannende Antriebstechnologie auszuprobieren und sich direkt vor Ort ein mit Wasserstoff betriebenes Auto zu leihen.  Dieses Angebot habe ich wahrgenommen und eine Probefahrt gemacht. 

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„Mein“ wasserstoffbetriebenes Auto 🙂 .


Das Auto  gibt keine Motorengeräusche von sich, ebenso wenig wie ein strombetriebenes Fahrzeug. Das Fahrverhalten ist das eines  Autos mit Verbrennungsmotor und die Beschleunigung sehr zufriedenstellend. 

Wasserstoffbetriebene Autos funktionieren so ähnlich wie Elektroautos. Doch anstatt von einer Batterie wird der Motor von einer Brennstoffzelle angetrieben.  In der Brennstoffzelle reagieren Wasserstoff und Sauerstoff in einem chemischen Prozess. Die im Wasserstoff gespeicherte Energie wird dann als Strom im Elektromotor genutzt. Ein Wasserstoffauto verursacht  bei der Nutzung keinerlei schädliche Emissionen – als Abfallprodukt entsteht beim Antrieb nur reines Wasser. Das macht diese Antriebsenergie höchst interessant und zukunftsweisend. 

Auch für eine Dienstfahrt von Münster nach Weißenhorn habe ich mir das Auto ausgeliehen und mich vorher mit der Infrastruktur des Tankstellennetzes intensiv beschäftigt. Je nach Fahrweise reicht bei diesem Auto eine Tankfüllung für 400 Kilometer.  Damit man also ohne Antriebsprobleme zum Ziel kommt, muss man die Route sorgfältig planen. In Deutschland sind gut 50 Wasserstofftankstellen in Betrieb. Ich nutzte eine App, in der man sich über die genauen Standorte und die Funktionsfähigkeit der Wasserstoffstationen zeitnah informieren kann. Zum Tankvorgang muss man wissen, dass eine Einweisung unbedingt dazu gehört, ansonsten bekommt man die Zugangsdaten für Wasserstofftankstellen nicht.  Kompliziert ist der Tankvorgang aber nicht, wie dieses Video beweist.

 

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Volltanken beim Start meiner Reise: Westfalen Tankstelle in Münster-Amelsbüren.

Nach der Einweisung an der Westfalen Tankstelle erhielt ich eine Tankkarte, die es mir erlaubt, an allen 50 Tankstellen der CEP zu tanken. In den meisten Fällen sind diese Stationen 24 Stunden geöffnet.  Über ein Rechnungssystem der Betreibergemeinschaft „Clean Energy Partnership“ werden die Betankungen später in Rechnung gestellt. 

Üblicherweise nehme ich die Strecke Münster-Dortmund-Kassel-Würzburg-UlmWeißenhorn. Die ist mir gut bekannt und hat erfahrungsgemäß die wenigsten Störungen. Allerdings finden sich die meisten H2-Tankstellen in den Ballungszentren.  Also änderte ich meine Streckenplanung: Münster-Dortmund-Siegen-Frankfurt-Heidelberg-Karlsruhe-Ulm-Weißenhorn.

Während der Fahrt hatte ich die Reichweitenanzeige immer fest im Blick. Die erste Tankstelle nach Abreise lag bei Heidelberg in Hirschberg direkt neben der Autobahn. Die Betankung war – wie bereits gewohnt – völlig unproblematisch und in fünf Minuten erledigt.

Tankstelle in Hirschberg
Tankstelle in Hirschberg
Wasserstoffstation in Hirschberg
Wasserstoffstation in Hirschberg

In Ulm tankte ich das Auto noch einmal voll. 1 ½ Tage später machte ich mich auf dem Heimweg. Auch hier wollte ich zügig wieder zurück und nutzte die Erfahrungen aus der Hinfahrt. Also wieder zur H2 -Tankstelle in Hirschberg und dann zurück nach Münster. Um noch Reichweite zu haben rund um Münster, habe ich in Amelsbüren nochmals getankt. 

Wenn man große Entfernungen zurücklegen möchte, sollte man die „weißen Stellen“ auf den Landkarten kennen und auch abschätzen können, wie weit man mit einer Tankfüllung fahren kann. Denn da liegt im Moment noch der große Unterschied zu anderen Antrieben:  Ein Stromfahrzeug hängt man notfalls an die Steckdose, ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor hat keine Probleme bei über 6.000 Zapfsäulen in der Bundesrepublik und notfalls hilft auch ein Reservekanister. Bei einem H2-Auto gibt es im Moment keinen Plan B. 

Eine Fahrt von Münster nach Berlin, Hamburg, Ulm oder auch nach München würde ich mit einem wasserstoffbetriebenen Auto jederzeit wieder antreten, ob ich aber die ostfriesischen Inseln besuchen würde oder Usedom, ist fraglich. 

Trotzdem bin ich optimistisch, dass gerade an den großen Verkehrsadern im Laufe der Zeit eine gute Infrastruktur zustande kommt, die einem ein sorgloses Fahren von Nord nach Süd und Ost nach West erlaubt.

Denn Wasserstoff ist eine ganz und gar zukunftsfähige Energie. 

Viele Grüße 
Dierk Winter