Unterwegs mit Wasserstoff

Liebe Leser und Leserinnen,

mein Name ist Dierk Winter, ich bin 56 Jahre alt und seit 1994 bei Westfalen beschäftigt, seit 2007 als Vorsitzender des Betriebsrates in Münster. 

Seit Dezember 2016 findet man an der Westfalen Tankstelle in Münster-Amelsbüren eine Wasserstoffstation .  Ein besonderes Highlight ist das Angebot,  diese spannende Antriebstechnologie auszuprobieren und sich direkt vor Ort ein mit Wasserstoff betriebenes Auto zu leihen.  Dieses Angebot habe ich wahrgenommen und eine Probefahrt gemacht. 

wassestoffauto
„Mein“ wasserstoffbetriebenes Auto 🙂 .


Das Auto  gibt keine Motorengeräusche von sich, ebenso wenig wie ein strombetriebenes Fahrzeug. Das Fahrverhalten ist das eines  Autos mit Verbrennungsmotor und die Beschleunigung sehr zufriedenstellend. 

Wasserstoffbetriebene Autos funktionieren so ähnlich wie Elektroautos. Doch anstatt von einer Batterie wird der Motor von einer Brennstoffzelle angetrieben.  In der Brennstoffzelle reagieren Wasserstoff und Sauerstoff in einem chemischen Prozess. Die im Wasserstoff gespeicherte Energie wird dann als Strom im Elektromotor genutzt. Ein Wasserstoffauto verursacht  bei der Nutzung keinerlei schädliche Emissionen – als Abfallprodukt entsteht beim Antrieb nur reines Wasser. Das macht diese Antriebsenergie höchst interessant und zukunftsweisend. 

Auch für eine Dienstfahrt von Münster nach Weißenhorn habe ich mir das Auto ausgeliehen und mich vorher mit der Infrastruktur des Tankstellennetzes intensiv beschäftigt. Je nach Fahrweise reicht bei diesem Auto eine Tankfüllung für 400 Kilometer.  Damit man also ohne Antriebsprobleme zum Ziel kommt, muss man die Route sorgfältig planen. In Deutschland sind gut 50 Wasserstofftankstellen in Betrieb. Ich nutzte eine App, in der man sich über die genauen Standorte und die Funktionsfähigkeit der Wasserstoffstationen zeitnah informieren kann. Zum Tankvorgang muss man wissen, dass eine Einweisung unbedingt dazu gehört, ansonsten bekommt man die Zugangsdaten für Wasserstofftankstellen nicht.  Kompliziert ist der Tankvorgang aber nicht, wie dieses Video beweist.

 

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Volltanken beim Start meiner Reise: Westfalen Tankstelle in Münster-Amelsbüren.

Nach der Einweisung an der Westfalen Tankstelle erhielt ich eine Tankkarte, die es mir erlaubt, an allen 50 Tankstellen der CEP zu tanken. In den meisten Fällen sind diese Stationen 24 Stunden geöffnet.  Über ein Rechnungssystem der Betreibergemeinschaft „Clean Energy Partnership“ werden die Betankungen später in Rechnung gestellt. 

Üblicherweise nehme ich die Strecke Münster-Dortmund-Kassel-Würzburg-UlmWeißenhorn. Die ist mir gut bekannt und hat erfahrungsgemäß die wenigsten Störungen. Allerdings finden sich die meisten H2-Tankstellen in den Ballungszentren.  Also änderte ich meine Streckenplanung: Münster-Dortmund-Siegen-Frankfurt-Heidelberg-Karlsruhe-Ulm-Weißenhorn.

Während der Fahrt hatte ich die Reichweitenanzeige immer fest im Blick. Die erste Tankstelle nach Abreise lag bei Heidelberg in Hirschberg direkt neben der Autobahn. Die Betankung war – wie bereits gewohnt – völlig unproblematisch und in fünf Minuten erledigt.

Tankstelle in Hirschberg
Tankstelle in Hirschberg
Wasserstoffstation in Hirschberg
Wasserstoffstation in Hirschberg

In Ulm tankte ich das Auto noch einmal voll. 1 ½ Tage später machte ich mich auf dem Heimweg. Auch hier wollte ich zügig wieder zurück und nutzte die Erfahrungen aus der Hinfahrt. Also wieder zur H2 -Tankstelle in Hirschberg und dann zurück nach Münster. Um noch Reichweite zu haben rund um Münster, habe ich in Amelsbüren nochmals getankt. 

Wenn man große Entfernungen zurücklegen möchte, sollte man die „weißen Stellen“ auf den Landkarten kennen und auch abschätzen können, wie weit man mit einer Tankfüllung fahren kann. Denn da liegt im Moment noch der große Unterschied zu anderen Antrieben:  Ein Stromfahrzeug hängt man notfalls an die Steckdose, ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor hat keine Probleme bei über 6.000 Zapfsäulen in der Bundesrepublik und notfalls hilft auch ein Reservekanister. Bei einem H2-Auto gibt es im Moment keinen Plan B. 

Eine Fahrt von Münster nach Berlin, Hamburg, Ulm oder auch nach München würde ich mit einem wasserstoffbetriebenen Auto jederzeit wieder antreten, ob ich aber die ostfriesischen Inseln besuchen würde oder Usedom, ist fraglich. 

Trotzdem bin ich optimistisch, dass gerade an den großen Verkehrsadern im Laufe der Zeit eine gute Infrastruktur zustande kommt, die einem ein sorgloses Fahren von Nord nach Süd und Ost nach West erlaubt.

Denn Wasserstoff ist eine ganz und gar zukunftsfähige Energie. 

Viele Grüße 
Dierk Winter




Badminton 4 you

Hallo zusammen,

mein Name ist Britta Wils, seit 2016 arbeite ich bei Westfalen in der Personalabteilung. 

Bereits vor meiner Zeit bei Westfalen war ich in der Freizeit sehr gern aktiv unterwegs, ob beim Joggen oder im Verein beim Handball oder Badminton. So war es für mich auch klar, dass ich mich nach dem Start bei Westfalen an meinem neuen Wohnort in Münster auf die Suche nach einem Hobby machen würde. Die Frage war nur: Was? Ein paar Monate im Fitnessstudio und diverse Kurse und Zirkeltrainings später wurde mir von Kollegen die Badminton-Truppe bei Westfalen vorgeschlagen. „Na klar, wieso nicht einmal ausprobieren?“ dachte ich mir und schaute bei einer Schnupperstunde vorbei. Ich lernte eine bunt gemischte Truppe und so einige mir bis dato unbekannte Kolleginnen und Kollegen kennen. Obwohl meine Badminton-Fähigkeiten sicherlich noch weeeeit Luft nach oben boten, wurde ich ganz herzlich von allen aufgenommen und voll ins Training integriert. ? Die erste Stunde in der Runde machte mir schon wirklich viel Spaß und so blieb es nicht nur bei der einen Schnupperstunde, sondern ich nahm ein weiteres Mal teil, dann noch einmal und noch einmal.

Jeden Mittwoch um 17 Uhr treffen sich Kolleginnen und Kollegen aus den unterschiedlichsten Abteilungen im „Sportline Tennis- und Badminton-Center“ zu einer Runde Badminton. Es kann sich jeder vorab via Doodle für den Trainingstag eintragen es wird für genügend Badminton-Felder gesorgt, auf denen die Gruppe dann für 1,5 Stunden spielen kann. Selbst wenn der Terminkalender es nicht jede Woche zulassen sollte, zum Training zu kommen, ist das kein Problem. Wenn man Zeit hat, einfach in die Doodle-Liste eintragen und man ist beim nächsten Training herzlich willkommen. ?

badmintonspielDie Badminton-Session beginnen immer mit einem Aufwärmen, bei dem der Schläger zunächst locker geschwungen wird. Haben sich dann alle warmgespielt, fliegt der Federball auch schon mal im schnelleren Tempo über das Netz. Es folgen mehrere Spielsätze, in denen die Abwechslung nicht zu kurz kommt, weil Spielpartner und „Gegner“ immer wieder durchgewechselt werden. Was ich toll finde: Sobald die 1,5 Stunden dann vorbei sind, heißt es aber noch nicht unbedingt Feierabend. Alle, die im Anschluss an das Training noch Zeit und Lust haben, setzen sich auf die ein oder andere Erfrischung und zum Plausch an die Sportbar. Nach so viel Bewegung ist ja schließlich ein isotonisches Getränk notwendig.?

Schöne Highlights neben den wöchentlich stattfindenden Trainings sind das Saisonabschlussturnier (das nächste findet am 05. Mai 2018 statt) und die Stadtmeisterschaften der Münsteraner Betriebssport-Mannschaften, an denen jeder teilnehmen kann, der Zeit und Lust hat. Beim Saisonabschlussturnier treffen sich verschiedene Betriebssportgruppen aus Münster und es wird einen Tag lang ganz nach dem Motto „jeder mit jedem und jeder gegen jeden“ gespielt. Bei den Stadtmeisterschaften wiederum geht die Badminton-Truppe von Westfalen in regelmäßigen Spielen mit dem Team SWAT – steht für „Stadt Münster, Westfalen, Agravis und Techniker Krankenkasse“ –  gegen andere Mannschaften an den Start. Die nächsten Stadtmeisterschaften finden von Oktober 2018 bis Februar 2019 statt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Es bringt mir wirklich Spaß, in dieser so bunten und netten Truppe mitzuspielen, und ich kann es jedem nur wärmstens empfehlen. Gleichgültig ob Anfänger/in oder Fortgeschrittene/r – jede/r ist herzlich willkommen! Einfach in die Doodle-Liste im Intranet eintragen, Termine wählen und los geht’s! Kommt vorbei! ?

Viele Grüße
Britta Wils

Front-Cooking bei Westfalen: Das Aktions-Menü

Im Juni letzten Jahres habe ich hier im Mitarbeiter-Blog von Westfalen über die hochmoderne Einrichtung unserer Küche geschrieben und wie sehr uns die tolle Ausstattung das Köche-Leben erleichtert und die Herstellung vieler Gerichte erst möglich macht. 

Heute möchte ich über ein besonderes Angebot unserer Küche schreiben: das Aktions-Menü. Drei Köche und weitere Mitarbeiter sind täglich mit der Herstellung der Speisen beschäftigt.
Das Aktions-Menü wird stets vollständig von einem Koch betreut – von der Planung bis zum Finishing, zum Anrichten auf den Tellern und zur Ausgabe an den Gast.

Einmal wöchentlich setzt sich das Team  zusammen und wir besprechen dann unter anderem, welche Gerichte wir in der Aktions-Küche anbieten wollen.  Dabei bringt jeder seine eigenen Ideen ein. Wichtig ist natürlich immer, dass die Gerichte auch saisonal  in die Aktionslinie passen.  Die Rezepte aus der Apetito-Datenbank sind dabei eine gute Unterstützung, darüber hinaus haben wir auch ein großes Portfolio von à-la-carte-Rezepten, das wir mit einfließen lassen.

Den Großteil aller Speisen bereiten wir täglich selbst frisch zu, ganz besonders gilt das natürlich für die Angebote der Aktions-Küche.

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Hier erfolgt das Finishing der Speisen vor dem Gast. Fleisch oder Fisch zum Beispiel werden im Beisein des Gastes ganz nach Wunsch auf den Punkt gebraten oder gedünstet, das Gemüse erhält den letzten Schliff im Wok. 

Im Vorfeld haben wir das Menü bereits auf einem Probeteller angerichtet, damit nicht nur die Zubereitung, sondern auch das Anrichten problemlos von der Hand gehen und die Speise auf dem Teller schön und professionell angerichtet an den Gast übergeben wird. Denn das Auge isst schließlich mit!

Das Aktionsmenü (wie auch alle anderen Speisen) wird von Westfalen bezuschusst. In den meisten Fällen würde es im Restaurant bis zum fünffachen des bei Westfalen verlangten Preises kosten. 

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Unser Aktionsmenü am 27.02.2028: „Osso-Buco“ (geschmorte Kalbshaxen auf Selleriepüree, dazu Fingermöhren und Gremolata)
Da wir nur beste frische Zutaten einkaufen, müssen wir darauf achten, dass am Ende des Tages keine Lebensmittel übrig sind. Das gilt in besonderem Maße für die oft teuren Zutaten für das Aktions-Menü. Hier planen wir möglichst knapp. Daher kann es vereinzelt schon einmal passieren, dass ein Bestandteil des Menüs gegen Ende der Mittagsausgabe nicht mehr vohanden ist. Für solche Fälle halten wir allerdings immer einen passenden Ersatz bereit. 

Speisen, die sich bereits in der Ausgabe (also in der Ausgabetheke) befunden haben, verwenden wir nicht weiter, sondern entsorgen sie. Allerdings planen wir so sorgfältig und nachhaltig, dass dieser Fall so gut wie nie eintritt. 

Wir freuen uns immer über Ihre Resonanz auf unsere Gerichte, über Ihr Lob und auch über Kritik, denn nur so können wir unser Angebot weiterentwickeln.

Viele Grüße
Dennis Wietlake

Header-Bild: Unser Aktionsmenü vom 26.02.2018 (Orangengarnelen mit Zuckerschoten und Frühlingszwiebel in Kokosmilch auf Basmatireis)

Gentlemen, übernehmen Sie!

Beruflich wie im Privaten werden wir regelmäßig gefragt: „Was machst du eigentlich?“
Wir sind die „Stabsstelle Projektmanagement.“ Nun ja, was heißt denn Projektmanagement? Wer bei Wikipedia nachschaut, findet (Stand 03. Februar 2018) folgende Definition:

Als Projektmanagement (PM) wird das Initiieren, Planen, Steuern, Kontrollieren und Abschließen von Projekten bezeichnet. Viele Begriffe und Verfahrensweisen im Projektmanagement sind etabliert und standardisiert.

Ja, genau, das machen wir… aber halt… da steht noch mehr…

Abgrenzung: Das ergänzende Gegenstück zum Projektmanagement ist das Prozessmanagement. Damit werden Prozesse standardisiert und strukturiert, die auf ein effizientes Erreichen von Unternehmenszielen ausgerichtet sind, welche nicht in Form von ‚Projekten‘ bearbeitet werden. Das Projektmanagement (als Spezialfall von Prozessen) kann somit auch Gegenstand von Aktivitäten im Prozessmanagement sein.

 Waaaasss? Puuuhh, nochmal lesen…. Ok, das machen wir auch.

Ja, was denn nun? Projektmanagement oder Prozessmanagement?

Sagen wir mal so: Von allem etwas und noch viel mehr. Wir sind Projektmanager, Prozessmanager, Berater, Trainer, Moderatoren, Mentoren, Sparringspartner, Motivatoren, mal „guter Cop“ und auch mal „böser Cop“. Wir bauen viele Powerpoints, kalkulieren in Excel, stellen uns vor Brown-Paperwände oder Flipcharts und werden zusammen mit den Kollegen aus den Fachbereichen kreativ.

Wer sind wir eigentlich?

Fangen wir noch mal an. Wir sind zwei (bis vor kurzem drei) Jungs, die Spaß haben, die Westfalen Welt mitzugestalten und zu verbessern. Und weil der Artikel nicht nur für einen von uns steht, wird der Blogbeitrag in der „Wir“-Form geschrieben. Wir sind ja schließlich ein kleines Dream-Team.  😉

Gegründet wurde die „Stabstelle Projektmanagement und Unternehmensorganisation“ vor knapp vier Jahren von Henning. Henning hat vorher sieben Jahre in einem großen Beratungshaus den klassischen Beraterwerdegang durchlebt. Vom Junior Berater zum Teamleiter. (Er ist übrigens der, der nicht mehr dabei ist. Er hat jetzt einen neuen coolen Job bei Westfalen. Aber für uns gehört er trotzdem noch dazu – hat ja schließlich alles aufgebaut.)
Dann gibt es noch Markus. Auch er war einige Jahr in verschiedenen Beratungsunternehmen tätig und hat nebenbei promoviert. Vor knapp zwei Jahren ist dann noch Matthias ins Team gekommen. Er kommt aus der Automobilindustrie und hat da knapp zehn Jahre etwas mit Projekten und Prozessen gemacht. Ach ja, in der Beratung war er auch mal zwischendrin. Wir haben also ein paar Jahre Projekterfahrung auf dem Buckel.

Und seit ein paar Monaten gibt es noch Janine, unsere Trainee. Wir nehmen sie seit Beendigung ihres BA-Studiums, Schwerpunkt BWL, unter unsere Fittiche, um eine gute Projektleiterin aus ihr zu machen. 

Und was machen wir so den lieben langen Tag? Das Schöne an unserem Job ist: Kein Tag ist wie der andere.

Jeder darf es wissen

Wir stellen sicher, dass Projektmanagement-Standards bei  Westfalen etabliert und weiterentwickelt werden.

Wenn man sich die Westfalen Gruppe anschaut, befinden wir uns in einer super spannenden Zeit. In den letzten vier Jahren hat sich viel getan. Neue Gebäude und Bürowelten. Neue Programme zur Absicherung der Vollversorgung unserer Kunden im Sinne von „One Face to the customer“.

Und was haben wir damit zu tun? Ja, mindestens einer von uns ist bei solchen Themen direkt oder indirekt involviert.

Unseren Arbeitsauftrag bekommen wir meistens vom Vorstand oder der Geschäftsleitungsebene… dann heißt es: „Gentlemen, übernehmen Sie!“

Das Einführen eines CRM-Systems über alle Geschäftsbereiche in möglichst kurzer Zeit. Mal einen Leuchtturm setzen. Oder aber das Thema Onlinehandel auf- und ausbauen. Auch hier wieder: „Gentlemen, übernehmen Sie!“

Ganz wichtig: Die genannten Beispiele „wuppen“ wir nicht etwa alleine. Solche Projekte werden von den Experten der Fachbereiche – einem Projektteam –  maßgeblich ausgeführt. Irgendjemand muss aber den Überblick behalten, da sind wir dann als Projektleiter tätig. Oder einfach mal die „alte Welt“ hinterfragen (hier kommt der Berater in uns durch), ja, auch das machen wir gern… 😉

Diese Projekte sind natürlich sehr aufmerksamkeitsstark innerhalb der Westfalen Gruppe. Deshalb werden wir gern mal in eine Schublade gesteckt. „Ach, ihr macht One Face“ oder „ihr seid doch für Salesforce verantwortlich.“ Bis zu einem gewissen Punkt stimmt das auch. Aber jedes dieser Projekte ist irgendwann abgeschlossen und dann übernehmen die Fachbereiche bzw. die IT die Verantwortung für die Prozesse und den Betrieb.

Nur für den kleinen Kreis

Dann gibt es bei uns noch Projekte, die kennen nur ganz wenige Kollegen. Das sind Projekte, dafür wird kein Intranet- oder Blog-Beitrag geschrieben. Da heißt es einfach „Gentlemen, übernehmen Sie! Bitte vertraulich“. Meist sind dies strategische oder organisatorische Themen. Wir helfen dabei, Standorte zu bewerten. Moderne Produktionsstrukturen zu planen und vieles mehr. Da sind wir zur Verschwiegenheit angehalten. Die Projekte sind genauso spannend, es wird aber nicht viel darüber berichtet.

Mehr als nur Projekte

Neben Projekten machen wir noch viele andere coole Sachen. Wir moderieren Workshops mit Teilnehmern vom Vorstand, über die Geschäftsleitung bis hin zu den Fachbereichen. Wir werden von vielen Seiten bezüglich Prozessanalysen angefragt, ohne dass wir gleich ein Projekt aufsetzen. Wir stehen mit Rat und Tat zu Seite und sind methodisch und inhaltlich gerne Sparringspartner.

Wir entwickeln auch spannende Lean-Simulationen, die wir dann unter dem Motto „Let’s play, but don’t talk about it“ mit ausgewählten Kollegen spielerisch erproben, bevor sie ausgerollt werden. (Was meinen die Autoren denn jetzt? Bleibt gespannt, liebe Westfalen Leser… kommt alles im Frühjahr… und so lange heißt es PSSSSST). So viel sei verraten, es hat mit unserem KVP-Programm Jump! zu tun. Ja, auch da sind wir ganz vorn dabei und stellen die nächsten Jahre sicher, dass die Philosophie des KVP bei uns in der Westfalen Gruppe etabliert und verinnerlicht wird.

Einfach machen

Was richtig Spaß macht an unserem Job: Wir haben im Rahmen unserer Aufträge viele Freiheiten, das Ziel zu erreichen. Sei es das Erproben von neuen Methoden (Stichwort: Agil oder DesignThinking) oder das Durchführen von Workshops an coolen Locations, wie dem DigtitalHub.  

Es macht einfach Spaß, unser Unternehmen aktiv mitzugestalten, sich selbst und die vorhandenen Prozesse zu hinterfragen.

Wir haben Euch / Ihnen einen kleinen Einblick in unsere Arbeit gegeben. Wenn Ihr mehr wissen möchtet, kommt gerne einmal in unserem Büro vorbei. 

 Wir bedanken uns fürs Lesen und sagen „Bis die Tage.“

Markus, Matthias und Janine

P.S. Wenn das Traineeprogramm für Janine abgeschlossen ist, heißt es dann „Lady or Gentlemen, übernehmen Sie!“


Bilder: 152679719 | © Aliaksei Lasevich, 153998927 | © peshkova, 177912003 | © Vasyl, Fotolia

Besser spät als nie: Die „Ehe für alle“ ist da!

Am 1. Oktober 2017 gab es Grund zu feiern: Die „Ehe für alle“ trat in Kraft. Der Paragraf 1353 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) besagt jetzt:

„Die Ehe wird von zwei Personen verschiedenen oder gleichen Geschlechts auf Lebenszeit geschlossen“.

Nun ist es also möglich, dass zwei Männer heiraten. Oder dass zwei Frauen heiraten. Und dieser Bund heißt ebenfalls „Ehe“ und weist keinerlei Unterschiede zur traditionellen Verbindung zwischen Mann und Frau auf. Wir haben also jetzt endlich gleiches Recht für alle. Lange hat’s gedauert, aber besser spät als nie. Cheers!

Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur „Ehe für alle“ war das Lebenspartnerschaftsgesetz, das im August 2001 in Kraft trat. Es sah vor, dass zwei Männer oder zwei Frauen eine Lebenspartnerschaft eintragen lassen konnten. Mein Mann und ich haben das im Juli 2003 getan. Es war ein bewegendes Erlebnis, ein unvergessliches Fest mit Familie, Kollegen und Freunden, an das ich gerne zurückdenke. Für mich gab es nie einen Unterschied zur Ehe: Ich habe immer gesagt „verheiratet“ und nicht „verpartnert“, „Ehemann“ und nicht „Partner“, „Hochzeit“ und nicht „Verpartnerung“– auch wenn das damals juristisch nicht korrekt war.

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Die Lebenspartnerschaft wurde anfangs – auch von vielen Schwulen und Lesben – als „Ehe zweiter Klasse“ mit mehr Pflichten als Rechten kritisiert. Tatsächlich blieben Benachteiligungen etwa im Miet-, Erb- und Steuerrecht. Und auch Adoptionen waren nicht möglich. Aber das Rechtsinstitut war zumindest ein Anfang – der Einstieg in die „Ehe für alle“. Die Unterschiede zur herkömmlichen Ehe wurden – wenn auch oft erst auf Druck des Bundesverfassungsgerichts – nach und nach beseitigt. Zum Schluss war der Unterschied zwischen Lebenspartnerschaft und Ehe gar nicht mehr so groß. Und nun? Bestehende Lebenspartnerschaften können in eine Ehe umgewandelt werden, wenn die Partner das wollen. Wenn nicht, besteht die Lebenspartnerschaft einfach weiter. Neue gleichgeschlechtliche Partner können allerdings nur noch eine Ehe schließen. 2015 lebten 43.000 Homo-Paare in Deutschland in eingetragenen Lebenspartnerschaften – gut möglich, dass es mit der „Ehe für alle“ nun deutlich mehr werden!

Mein Mann und ich waren uns im Herbst des letzten Jahres schnell einig: Wir werden noch einmal aufs Standesamt marschieren und unsere Lebenspartnerschaft in eine Ehe umwandeln. Meine bessere Hälfte hatte allerdings einen speziellen Wunsch: „Wir machen das am gleichen Datum wie 2003 – ich habe keine Lust auf einen zweiten Hochzeitstag!“

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Diskriminierungen zu beseitigen und eine aufgeschlossene Atmosphäre zu schaffen, in der sich auch Minderheiten wohlfühlen, gehört zu den Aufgaben des Gesetzgebers – aber auch des Arbeitgebers. Hier hat die Westfalen Gruppe vieles richtig gemacht.

Die Westfalen Führungsriege unterstützt aktiv die Sache unserer LGBT-Community*. So ermöglichte Renate Fritsch-Albert, dass 2015 und 2016 der Frühjahrsempfang des Münsteraner CSD-Vereins** in der Unternehmenszentrale stattfinden konnte. Sie beteiligte sich aktiv mit Redebeiträgen an diesen Veranstaltungen. „Wir sind zwar konservativ, aber modern und aufgeschlossen“, betonte sie. „Wir begrüßen Ihr Engagement!“

Ich habe in meinen über 20 Dienstjahren nicht die leiseste Diskriminierung erfahren – weder von Kollegen noch von Führungskräften. Im Gegenteil: Zu meiner Verpartnerung 2003 habe ich als erster schwuler Bräutigam des Unternehmens anstandslos die gleichen Boni erhalten wie jeder Hetero-Hochzeiter: Geldbetrag, Blumenstrauß und Glückwunschkarte. Westfalen hat also schon 2003 die „Ehe für alle“ gelebt!

Viele Grüße
Stefan Jung

* Die LGBT-Gemeinschaft umfasst Lesben und Schwule (=Gays), aber auch Bi- und Transsexuelle.

** Der CSD-Verein aus Münster organisiert alljährlich die sommerlichen Prideweeks rund um den Christopher Street Day (CSD), den Fest-, Gedenk- und Demonstrationstag der LGBT-Community.




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