Alle Beiträge von Clarissa Schellhove

Seit August 2014 absolviere ich meine Ausbildung bei der Westfalen AG zur Kauffrau für Büromanagement.
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Eltern – Azubis – Ausbilder.

Das war das Thema eines Elternnachmittags am 28. Oktober 2016. Für die kaufmännischen Auszubildenden fand er in der Hauptverwaltung in Münster und  für unsere Auszubildenden in technischen Berufen in Werk II in Gremmendorf statt.

Münster, Hauptverwaltung (es berichten die Organistorinnen)

Der komplette Tag wurde von Greta Pohlmann, Marie Honerpeick, Doreen Hoppe und Clarissa Schellhove organisiert. Um ca. 15:30 Uhr sind die Eltern der Azubis aus dem ersten und zweiten Lehrjahr bei Westfalen im Werk I angekommen und haben sich bei schönstem Ausblick über die Stadt im Raum Münster zusammengefunden. Gestartet sind wir Azubis in den Elternnachmittag mit einer Tasse Kaffee und selbstgebackenem Kuchen, der von unserem netten Bewirtungsteam liebevoll angerichtet wurde. Erster Programmpunkt war eine kurze Unternehmenspräsentation. Wir haben den Eltern die wichtigsten Fakten über das Unternehmen, die drei Geschäftsbereiche und natürlich über die Ausbildung näher bringen können. Anschließend kam der Höhepunkt der Veranstaltung: eine experimentelle Vorstellung unserer Gase von Herrn Dr. Frey.

Ganz entspannt und nichts ahnend, gingen die Eltern (von uns begleitet) in das Westfalen Forum, wo Herr Dr. Frey schon ganz experimentierfreudig darauf wartete, loslegen zu können. 

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Herr Dr. Frey eröffnete die Vorstellung direkt mit einem „Knallfrosch“.  Er ließ einen mit Wasserstoff gefüllten Ballon durch ein Feuerzeug platzen. Somit hatte er die Aufmerksamkeit der Eltern sicher 😉 . Weiter ging es mit flüssigem Stickstoff und Rosen, mit Sauerstoff und einer Zigarre, brennendem Propan sowie Helium. Die darauf folgenden Experimente endeten mit lautem Knall, riesiger blauer Stichflamme, hoher bzw. tiefer Stimme oder brodelnden flüssigen Gasen.   Um keinem den Verlauf so einer Vorstellung vorweg zu nehmen, führen wir die Experimente an dieser Stelle nicht weiter aus… :-)  Aber eins können wir noch dazu sagen: Herr Dr. Frey experimentierte leidenschaftlich und schaffte es nur schwer, seine Vorstellung pünktlich zu beenden (er hatte noch genügend Experimente parat, die er gerne noch gezeigt hätte, aber der Zeitplan hat es leider nicht erlaubt).

An dieser Stelle auch ein riesengroßes Dankeschön an Herrn Dr. Frey, dass er sich die Zeit genommen und die Mühe gemacht hat, diesen Tag mitzugestalten.

Nach Ende der Vorstellung wurden die Eltern in zwei Gruppen durch das Gebäude der Westfalen AG geführt. Frau Florath übernahm dabei die Vorstellung der Räumlichkeiten. Beginnend mit dem Betriebsrestaurant, den Schulungsräumen in Ebene 3 bis hin zu einer Offenen Bürowelt (Etage 9), bekamen die Eltern einen guten Eindruck wie Ihre Kinder ihre Arbeitszeit verbringen.

Im Anschluss trafen dann alle Eltern wieder im Raum Münster ein, wo sie noch einmal die Aussicht aus unserem Tower  genießen konnten. Dann begannen die Gespräche mit den verschiedenen Ausbildern, die ab 17:00 Uhr eingeladen waren und für Fragen und Antworten bereit standen. Auch die Azubis konnten ab  dem Zeitpunkt dazu stoßen und noch das ein oder andere Stück Kuchen „absahnen“.

Nachdem alle Fragen, die den Eltern auf der Zunge brannten, beantwortet wurden, löste sich die Veranstaltung gegen 18:00 Uhr auf und die Eltern traten langsam aber sicher den Heimweg an.

Insgesamt können wir Organisatoren sagen, dass es ein mit viel Aufwand verbundener aber trotzdem sehr gelungener Nachmittag war und es hoffentlich noch viele weitere Veranstaltungen dieser Art geben wird.

Ach, übrigens: Zuhause angekommen, haben unsere Eltern noch den ganzen Abend von  Herrn Dr. Freys Vorstellung und seiner humorvollen Art geschwärmt.

Werk II, Münster-Gremmendorf (es berichten die Organisatoren)

Als Patrik Kuhnert und mir, Janis Kleuter, diese Aufgabe übertragen wurde haben wir uns sehr gefreut. Zuerst musste natürlich festgestellt werden, wer überhaupt kommen wollen würde. Die Idee der Werksführung für die Eltern und/oder die Partner erhielt sehr positive Resonanz  und wurde gut angenommen. Danach musste ein Termin her. Zu diesem Zweck setzten wir uns mit unseren Ausbildungsbeauftragten zusammen, um einen passenden Termin zu finden. Nachdem ein Termin gefunden war musste natürlich noch geklärt werden wie der Tag genau ablaufen sollte. Mein Kollege und ich machten uns Gedanken und gingen damit wieder zu unseren Ausbildungsbeauftragten, mit denen wir noch Änderungen und weitere Ideen besprachen. Nachdem nun alles geklärt war konnte es los gehen.

Zur besprochenen Zeit waren alle Gäste angekommen und Frau Florath, unsere Ausbildungsbeauftragte, begrüßte uns und wir erhielten einen Überblick über die Ausbildungsberufe im Werk Gremmendorf. Unser Ausbilder informierten dann über den Ablauf einer solchen Ausbildung. Nachdem sich alle Azubis vorgestellt hatten brachen wir gemeinsam auf. um die Zentralwerkstatt zu besichtigen. Es war speziell für mich und Patrik sehr spannend, selbst die Führung zu übernehmen. Natürlich mit freundlicher Hilfestellung von unseren Ausbildern :-) .

Zuerst ging es darum, die Zentralwerkstatt grundsätzlich vorzustellen. Bedeutet: Was wo steht und welcher Raum welchen Zweck hat. Weiter ging es beim Bündelbau wobei wir erklärten, warum wir unsere Verteilerkränze selber bauen. Weiter ging es in die Dreherei zu den CNC-Maschinen und allem was zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfung Teil 1 und Teil 2 nötig ist. Wir konnten auch Werkstücke für ehemalige Zwischenprüfungen zeigen und wie sie funktionieren. Azubis aus den anderen Lehrjahren kamen zu Wort und durften erklären, was sie momentan alles machen. Als nächstes ging es in unser Flaschenprüfzentrum. Dort wurden die Arbeitsabläufe erklärt, warum die Flaschen geprüft werden und in welchen Intervallen, worauf geachtet werden muss und wann so eine Flasche verschrottet werden muss. Es wurde erklärt welche Gase in welche Flaschen gefüllt werden, warum die Flaschen unterschiedliche Farben tragen und wofür manche Gase da sind. Alles in allem war es eine sehr erfolgreiche Führung bei der alle Beteiligten viel Spaß hatten und einen guten Eindruck davon bekommen haben was ihre Kinder und/oder Partner alles so den ganzen Tag machen :-) .

Wir freuen uns schon darauf, wenn so etwas nochmal durchgeführt wird.


The word Bonjour on a cork notice board

Praktikum bei Westfalen France S. a. r. l.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir, Angela Rul und Clarissa Schellhove, sind im zweiten Ausbildungsjahr zur Kauffrau für Büromanagement bei der Westfalen Gruppe in Münster. Heute berichten  wir von unserem zweiwöchigen Auslandsaufenthalt bei unserer Tochtergesellschaft in Frankreich. Angela war im Sommer dort und Clarissa in den Herbstferien.

Angefangen hat alles schon vor ca. einem Jahr: Zu Beginn unserer Ausbildung erfuhren wir von der Möglichkeit, für mehrere Wochen in einer unserer ausländischen Tochtergesellschaften arbeiten zu können. Da wir in der Schule ein paar Jahre Französisch hatten und uns die Sprache vertraut war, interessierte uns besonders die Tochtergesellschaft in Frankreich (Rosselange). Wir wollten aber nicht nur unsere Französischkenntnisse verbessern, sondern auch jede Menge Erfahrungen in Bezug auf das Arbeiten im Ausland sammeln und Kultur und Alltag besser kennenlernen.
Pourqoui pas?  :-) 

Nachdem wir dann die Bestätigung aus Frankreich erhielten, dass wir dort für zwei Wochen willkommen sind, fingen wir an unseren Aufenthalt  zu planen. Wie kommen wir überhaupt nach Frankreich und wo sollen wir  wohnen?

Wie wir dorthin kommen, war schnell klar: Natürlich mit einem unserer Pool-Fahrzeuge. Netterweise haben wir auch ein paar Unterkunftstipps aus Frankreich bekommen. Als wir unser Hotel buchten, mussten wir unsere Französischkenntnisse das erste Mal unter Beweis stellen.
Westfalen_France
Der erste Tag in der Firma begann, wie dann an jedem Morgen, um halb neun mit einem Bisou (Küsschen). Das war bereits die erste kulturelle Umstellung für uns, denn wer in Frankreich in ein Büro kommt und nicht die bereits anwesenden Kollegen mit einem Küsschen links und einem Küsschen rechts begrüßt, gilt als unhöflich. Auch zur Verabschiedung gehört ein Bisou zu den festen Ritualen des französischen Alltags. Anfangs war es für uns sehr ungewohnt unsere Vorgesetzten und Kollegen morgens und abends mit Küsschen zu grüßen, aber dadurch hat man sich doch irgendwie direkt als Teil der Gruppe gefühlt. Außerdem duzen sich dort alle, was ebenfalls ein angenehm familiäres Klima schafft.

Was auch ganz anders in Frankreich gehandhabt wird als bei uns, ist die Mittagspause. Bei uns in Deutschland dient sie  dazu, kurz etwas zu Essen und einige Minuten zu entspannen, aber die Franzosen nehmen sich täglich zwei Stunden Zeit (von ca. 12:00 bis 14:00 Uhr), um ganz in Ruhe Essen zu können. Viele fahren mittags nach Hause zu ihrer Familie oder gehen in ein Restaurant. Dafür wird dann aber auch bis 18:00  Uhr gearbeitet. 

Insgesamt arbeiten um die 20 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der französischen Niederlassung. In unserem Büro saßen wir zu viert. Da in dem Zeitraum (jeweils) eine Kollegin im Urlaub war, konnten wir deren Schreibtische nutzen. Weil die Niederlassung in Frankreich wesentlich kleiner ist als die Muttergesellschaft in Münster, kannten wir schnell alle Kollegen mit Namen.

Viele  Aufgabenfelder sehen ganz anders aus, als in der Hauptverwaltung in Münster. Beispielsweise gibt es dort keine zentrale Poststelle, sondern jeder kümmert sich selbst darum. Die Post wegzubringen war dementsprechend auch eine unserer Aufgaben. Auch Recherche, die Kontrolle von Lieferscheinen und das Prüfen von Rechnungen gehörte zu unseren Aufgaben. 
Französische Vokabeln
Da wir nur über Schulfranzösisch verfügten, gab es viele neue Vokabeln, die wir gelernt haben. Lieferschein auf Französisch? Klar, dass wir solche Begriffe nicht kannten. Schnell musste ein Vokabelheft her! Neben dem Wort Lieferschein (Bon de Livraison) gab es noch unzählige weitere typische „Geschäftsvokabeln“, wie z. B. Rechnung (Facture), die wir schnell verinnerlichten. Aber auch Begrifflichkeiten und Redewendungen aus dem Alltag lernten wir in kürzester Zeit. Allein in den zwei Wochen in Frankreich haben sich unser Sprachverständnis und unser Vokabelschatz enorm verbessert. Allerdings hat unser Französisch noch nicht ganz gereicht, um beispielsweise Kundengespräche am Telefon zu führen. 

Das Wochenende verbrachte Angela mit einer Kollegin in Metz, die ihr alle wichtigen Sehenswürdigkeiten dieser wunderschönen Stadt zeigte. Zeit für eine Shoppingtour war aber trotzdem noch genügend :-).

Die Kollegen waren aller super nett und es herrschte eine lockere und lustige Atmosphäre. Da konnte es auch schon einmal vorkommen, dass einer der Kollegen den Schreibtischstuhl verstellt während man drauf sitzt oder die Maus stibitzt wird, wenn man gerade nicht hinguckt. Auch waren die Franzosen sehr interessiert daran ein bisschen Deutsch zu lernen. Die zwei Wochen vergingen durch den regelmäßigen Tagesablauf und das harmonische Arbeiten schnell. Nun hieß es: Verabschieden, Koffer packen und wieder in Richtung Deutschland aufbrechen. Kontakt zu den französischen Kollegen halten wir immer noch!

Insgesamt können wir sagen, dass sich „der Sprung ins kalte Wasser“ auf jeden Fall gelohnt hat und dass das Arbeiten mit den französischen Kollegen sehr viel Spaß gemacht hat.
Würden wir so eine Chance noch einmal nutzen?
Auf jeden Fall!! Denn wer hat schon die Möglichkeit im Rahmen seiner Ausbildung für einige Wochen mit Unterstützung der Firma ins Ausland zu gehen?

Liebe Grüße,
Angela und Clarissa


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