Alle Beiträge von Victoria Jagalski

Mein Name ist Victoria Jagalski. Ich arbeite seit Dezember 2016 im Marketing-Team des Bereichs Energieversorgung und beschäftige mich mit allen Themen rund ums Online Marketing.

Haggis, Highland-Games und schottisches Wetter

Die Gewinner der Teamoffensive* unseres Bereichs Energieversorgung fuhren in diesem Jahr ins schöne Schottland. Ich durfte dabei sein und habe mich bereits im Vorfeld sehr auf diese Reise gefreut.

Sicher gelandet in Edinburgh (nach einer doch wackeligen Landung) ging es für insgesamt 25 Kollegen mit einem roten Doppeldeckerbus in die imposante Hauptstadt. Am ersten Tag haben wir die mittelalterliche Altstadt, Edinburgh Castle sowie die schöne Neustadt in einer Stadttour am Tage und einem Pub-Rundgang am Abend näher kennengelernt. Der erste schottische Whisky durfte dabei natürlich nicht fehlen und so wurde die Nacht zum Tage gemacht.

Früh am nächsten Morgen ging es bereits weiter ins Hochland. Bei Highland-Games mit echten Schotten und aufgeteilt in Clans haben wir schottische Tänze gelernt, Baumstammwurf geübt und uns im Dudelsack-Spielen ausprobiert. Gar nicht mal so einfach, wie es aussieht. Die Spiele haben sehr viel Spaß gemacht, auch wenn nicht der objektiv beste Clan gewonnen hat. Man hatte wohl Mitleid mit mir und gestattete mir ein paar Extra-Würfe, so dass ich die Tabellenspitze im Baumstammwurf belegen konnte. 😉



Sogar innovativ waren wir tätig. Die Frage: „Was trägt der Schotte unterm Kilt?“ konnte beantwortet werden 🙂

Am Nachmittag haben wir uns auf dem Gelände des Schloss-Hotels eine spannende Falken-Show angeschaut: Habicht, Falke, Eule, Adler – hautnah! Sehr schöne und beeindruckende Tiere!



Nach einer kurzen Pause gab es am Abend ein BBQ und wir konnten gemeinsam in gemütlicher Runde den Abend ausklingen lassen.



Am letzten Tag ging es dann mit dem Geländewagen quer durch die Highlands – immer der nächsten Essenspause entgegen und bei typisch schottischen Wetter konnten wir die traumhafte Landschaft der Highlands bewundern: Wildromantisch mit atemberaubenden Berggipfeln, kargen Hochebenen, schroffen Felslandschaften, dunklen Seen und vielen Schafherden. Die Highlands sind eben das Herz von Schottland.

Einen sehr gelungenen Ausklang der schönen Reise bildete ein Whisky-Tasting samt anschließendem 6-Gänge-Menü mit Köstlichkeiten und dem typischen schottischen Gericht: Haggis. Und wahrhaftig: Es hat jedem geschmeckt – Zubereitung und Gewürz sind dabei wohl alles.

Es waren sehr aufregende Tage mit vielen Highlights und tollen Programmpunkten. Ein Dank an die sehr gute Organisation und das super Schottland-Team.

PS: Unterm Schottenrock wird übrigens meistens Unterwäsche getragen.

Viele Grüße
Victoria Jagalski

* Die Teamoffensive
Der Bereich Energieversorgung bei Westfalen startet in jedem Jahr eine Teamoffensive. Das erfolgreichste Außendienst-Team gewinnt und darf auf Reisen gehen.
In der Regel dürfen die dazugehören Innendienst-Kollegen ebenfalls mitfahren, da der Erfolg auf einem guten „Tandem“ aus Innendienst und Außendienst beruht.
Als Gewinner bei der Teamoffensive darf man also Teil einer ereignisreichen und unvergesslichen Reise sein und das spornt uns alle jedes Jahr aufs Neue an.

Meine berufliche „Digitalisierung“

Ja ja, die gute alte oder doch neue Digitalisierung. Wer hat die Slogans „Die Digitalisierung kommt!“, „digital first“ oder Buzzwords (Schlagworte) wie „Cloud-Lösungen, Big Data und Web 2.0“ nicht schon einmal gehört und sich gefragt: „Was steckt dahinter und wann hört das wieder auf?“

Schon mein Ausbildungsberuf hat kurz vor meinem Berufsleben den Wandel von der klassischen „Verlagskauffrau“ zur „Medienkauffrau digital und print“ absolviert. Hört sich ja auch viel innovativer an. Doch erst beim Eintritt in das Berufsleben habe ich erfahren, was das bedeutet: Vom Verlag zum Medienhaus, von der Zeitschrift zum medienneutralen Content, vom Druck zum E-Book. Dabei lässt sich die Digitalisierung im Alltag viel besser integrieren als im Beruf: Online Bestellungen sind Gang und Gäbe – aber der eigene Kunde soll doch bitte immer noch zum Hörer greifen…

Nach dem Verlag hat es mich in eine Mediaagentur gezogen. Für diverse namenhafte Kunden die Werbemaßnahmen planen und umsetzten. Spannend! Zunächst in den klassischen Medien (Print, Radio, TV). Doch da kam sie (oder war schon längst da?) – die Digitalisierung – und so wurde umstrukturiert: Neue Abteilungen und neue Jobbezeichnungen wurden ins Leben gerufen und das Werbebudget der Kunden, weg vom klassischen, hin zum digitalen geshiftet. Und so änderten sich auch meine Aufgaben.

Parallel habe ich berufsbegleitend Medienmanagement studiert: Da ging es gewiss auch nicht mehr um Gutenberg und den Buchdruck, sondern den oben genannten Buzzwords auf die Spur zu kommen.

Digitalisierung

Und nun bin ich seit Dezember 2016 bei der Westfalen AG im Marketing für den Bereich „Energieversorgung“ tätig. Mein Wunsch war es: Nicht nur als Kundenberater in der Agentur Empfehlungen zu geben und anschließend doch ganz andere Dinge umsetzen zu müssen, bei denen man gar nicht weiß, wie die Entscheidung zustande gekommen ist. Hinter die Kulissen eines Konzerns zu blicken, Dinge voranzutreiben, Produkte einzuführen und Marken bekannter zu machen. Neun Tage nach Antritt wurde vor der festlichen Weihnachtsfeier noch ein Jahresrückblick und -ausblick gegeben. Das erste Chart der PowerPoint Präsentation „Digitalisierung“.

Déjà-vu? Verfolgungswahn?

Ich musste schmunzeln bei dem Anblick der Folie und den Worten, die mir schon bekannt vorkamen, obwohl ich neu war. Es freute mich, denn der stetige Wandel – die Digitalisierung – ist bereits gelernte Gewohnheit und löst kein Unbehagen bei mir aus – ganz im Gegenteil. So freute es mich, dass ich im Laufe des Jahres viele Projekte und neue Aufgaben im Bereich „Online Marketing“ erhalten habe. Kein Tag ist wie der andere und zunächst heißt es: Grundlagen aufbauen, um für die Zukunft gut gerüstet zu sein.

Man könnte meinen, dass mein erster Arbeitgeber die Digitalisierung eher begonnen und daher bereits „überwunden“ hat – aber Fehlanzeige. Der Verlag kämpft weiterhin gegen sinkende Auflagen und fehlende Umsätze im digitalen Geschäft. Ein „Überwinden“ würde auch ein Ende einer Phase voraussetzen, was es (meiner Meinung nach) nicht gibt. Sie entwickelt sich nur stetig weiter.

Was die Digitalisierung etwas uncharmant erscheinen lässt? Die vielen englischen Begrifflichkeiten und Buzzwords, welche teilweise keinen eindeutigen Definitionen unterliegen, doch als alt bekannt unterstellt und meistens auch noch im Rudel genannt werden. So nehme ich mir in Terminen mit Kollegen extra vor, die Themen aus dem Bereich Online Marketing ohne (oder mit ganz wenigen) Fachbegriffe zu beschreiben. Das gelingt mir zum Teil schon ganz gut und ich werde mir weiterhin Mühe geben, alle Begrifflichkeiten (bei Bedarf) zu erklären. Falls einige Begrifflichkeiten selbstständig recherchiert werden wollen oder neue Worte fürs „Buzzword-Bingo“ gesucht werden, kann ich diese Website empfehlen: Lexikon digitales Marketing. Denn: Man muss ja nicht alles wissen, nur wissen, wo es steht.

Also: Die Digitalisierung bleibt und hört nicht wieder auf. Ich freue mich, den spannenden Weg bei der Westfalen mitgestalten und vorantreiben zu dürfen.

Beste Grüße
Victoria Jagalski