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Singapur – Stadt des Löwen

Liebe Leserinnen und Leser,

vor ziemlich genau zwei Jahren habe ich einen Blog-Beitrag geschrieben, weil die Westfalen Gruppe den Auftrag erhalten hatte, WIG-MAG-Rohrschweißanlagen aus dem Bereich EKONOR auf den Weg nach Singapur zu schicken. Wir konnten den  Zeitplan für das Projekt einhalten, so dass der Aufbau bzw. die Montage im März bzw. Oktober 2015 erfolgen konnten.

Meine Kollegen, die das Projekt begleiteten, waren insbesondere von der Stadt Singapur beeindruckt und haben eine Menge Fotos mitgebracht. Bis der Foto-Reisebericht jedoch fertiggestellt war, hat es eine Weile gedauert :-) . Aber hier ist er nun – wie versprochen.

Die Stadt des Löwen

Der Name „Singapur“ setzt sich zusammen aus den Begriffen Singha (Löwe) und Pura (Stadt). Singapur ist ein Stadtstaat mit ca. 5,5 Mio. Einwohnern. Zahlungsmittel ist der Singapur-Dollar (SGD). Es gibt vier Amtssprachen: Chinesisch, Englisch, Malaiisch und Tamil. Verkehrssprache ist vor allem Englisch. Gegenüber MEZ  ist Singapur im Sommer sechs und im Winter sieben Stunden voraus. Hauptsächlich gibt es zwei Jahreszeiten: Die Regenzeit mit Temperaturen von ca. 23 °C und die Trockenzeit mit durchschnittlich 33 °C.

loewe
 Meine Kollegen Lukas Langemeyer und Dirk Vrenegor berichten :
Ankunft in Singapur
ankunft-flughafen
Beim Verlassen des Flughafens traf uns wirklich der Schlag. Es war zwar keine Sonne zu sehen, dafür empfing uns eine Menge schwülwarme Luft. 34 °C gepaart mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Nach 14 Stunden Flug und gefühlt noch längerer Taxifahrt bezogen wir unsere Zimmer in unserem sehr schönen Hotel. 

Unser erster Eindruck von Singapur war atemberaubend: Die Stadt ist nachts ein beeindruckendes Lichtermeer. Gebäude, Parks und Straßen sind in allen Farben beleuchtet. Es flackert und flimmert an jeder Ecke. 

christmas2

Am nächsten Morgen freuten wir uns auf das Frühstück. Das Angebot war jedoch übersichtlich: zwei halb rohe Eier, ein süßes Sandwich mit Wasser und eine braune Flüssigkeit (….könnte Kaffee gewesen sein). Unsere Auswahl:

wasserflasche-und-toast

Nach dem Frühstück fuhren wir gemeinsam zur Keppel Werft, um mit der Arbeit zu beginnen.

Daraus wurde allerdings nichts, denn um in der Werft arbeiten zu dürfen, ist eine Sicherheitsunterweisung notwendig. Diese Unterweisung war jedoch auf den nächsten Tag verschoben, so dass es für uns hieß:  „Nur gucken, nichts anfassen“.
Am nächsten Tag wurde die Unterweisung nachgeholt und wir konnten mit unserer Arbeit beginnen.


Bei vielen Dingen laufen die Uhren in Asien etwas langsamer als bei uns. Auch die Betriebsstätte weist Besonderheiten auf. So steht zum Bepiel in jeder Halle ein Altar, an dem Lichter angezündet werden können.

altar

heisse-doseAuf der Suche nach einem Kaffee haben wir in der Werft einen Automaten gefunden. Aber der Kaffee wird nicht in einem Becher, sondern als „heiße“ Dose serviert.


Und hier ein Foto von der Kantine der Werft: 

kantine
Am Abend fuhren wir in die Stadt, um etwas zu essen.  Dirk Vrenegor: „Ich entschied mich für ein regionales Gericht. Nach gefühlten zehn Minuten konnte ich wieder sprechen und das Bier auch wieder schmecken. Super scharf! Die Speisen werden allerdings sehr frisch zubereitet“.
krabbe

Lukas Langemeyer: „Zum Thema Essen habe ich auch noch etwas beizusteuern. Ich habe mir direkt am zweiten Tag fürchterlich den Magen verdorben und musste drei  Tage lang das Bett hüten. Beim zweiten Besuch in Singapur war ich dann schon vorsichtiger und alles ist glatt gelaufen.“

Nach fünf Tagen Arbeit bei 34 °C und 89 % Luftfeuchtigkeit, freuten wir uns auf den Sonntag. Wir wollten uns etwas die Stadt ansehen oder den Pool genießen, aber das Wetter spielte leider nicht mit. bild-monsunregen-2

Die zweite Woche verlief arbeitsmäßig und auch von den Temperaturen her ähnlich, und  – am Wochenende – dann wieder das:

bild-monsunregen-1

Dennoch ist es uns gelungen, ein paar schöne Fotos zu machen:

 Lukas Langemeyer: „Besonders lohnenswert ist ein Besuch des Hotels Marina Bay Sands am Abend. Die beleuchtete Kulisse der Stadt von der obersten Etage ist atemberaubend.“

Bevor man nach Singapur reist, sollte man sich unbedingt mit den Ge- und Verboten dort auseinandersetzen. Sonst droht ein böses Erwachen. Zwei Beispiele: Wer achtlos Müll – wie zum Beispiel ein Stück Papier – auf die Strasse wirft, muss mit hohen Geldstrafen rechnen. Auch mit Kaugummi sollte man vorsichtig sein: Kaugummi zu kauen oder auf die Straße zu spucken kann Geldstrafen in vierstelliger Euro-Höhe nach sich ziehen.

Es ist ein sehr beeindruckendes Erlebnis, in dieses Land zu reisen. Wir tauchten in eine völlig andere Kultur ein. Menschen werden dort akzeptiert, wie sie sind und alle sind sehr freundlich und hilfsbereit.

Auf Wiedersehen oder Selamat tinggal!

Silke Hoferichter

P.S.

Ein neuer Auftrag steht an. Diesmal geht die Reise nach Dubai. In 2017 soll der Aufbau einer Ekonor-Anlage stattfinden. Der genaue Termin steht zur Zeit noch nicht fest. Auch hier gibt es aus Sicht des Arbeitsschutzes klare Regeln zu beachten. So muss jeder immer eine volle Wasserflasche bei sich tragen, kann jederzeit klimatisierte Räume aufsuchen und in der Mittagszeit darf im Freien nicht gearbeitet werden. Das wird sicherlich noch einmal spannend.

Unser Video „Rohrschweißen EKONOR“

Ein Gedanke zu „Singapur – Stadt des Löwen“

  1. Liebe Frau Hoferichter, liebe Kollegen,

    ein ganz wunderbarer Bericht, mit dem Sie die Eigenarten und besonderen Herausforderungen solcher „Auslandseinsätze“ herrlich dokumentiert haben. Mit Ihren eindrucksvollen Schilderungen haben Sie alle übrigen Kolleginnen und Kollegen mitgenommen auf Ihre Reise ins ferne Singapur. Danke dafür!! Bin schon auf den nächsten Bericht aus Dubai gespannt 😉

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