Berufskraftfahrer will keiner lernen – oder doch?

Eine Anmerkung vorweg: Im Text wird zwar nur der männliche Berufskraftfahrer erwähnt, aber bei uns fahren natürlich auch Mädels. Denn bei uns sind alle Geschlechter (m/w/d) willkommen!

Der Fahrermangel in Deutschland ist kein Geheimnis mehr. Speditionen haben große Not, genug Fahrer zu finden, um alle Kundenaufträge termingerecht zu erfüllen. Auch die ganz großen wie DHL & Co. müssen ganz schön kreativ werden, um die begehrten Fahrer für sich zu gewinnen. Der Beruf hat halt nicht den besten Ruf in der Gesellschaft. Nicht nur dass man über die vielen LKWs stöhnt, die unsere Straßen verstopfen. Viele stellen sich den typischen LKW-Fahrer eher ungepflegt und nicht sonderlich qualifiziert vor. Das Image ist im Keller. Und selbst bei den unbestritten hervorragenden Zukunftsperspektiven für diesen Beruf: Wer will da noch Berufskraftfahrer lernen?

Westfalen hat zwar aktuell keine Probleme, ausgebildete Fahrer zu finden, aber beim Nachwuchs wird’s schwer. Um dem wachsenden Fahrermangel frühzeitig entgegen zu wirken, will Westfalen künftig jedes Jahr zehn junge Leute zu Berufskraftfahrern ausbilden. ZEHN! Aber wie sollen wir die zehn finden, wenn es bislang schon schwer war, jährlich zwei bis drei zu finden? Eine sportliche Challenge. Also: das Ziel stand fest und es musste eine Kampagne her. Schnell ergaben sich diese Ansatzpunkte:

  • Bekanntheitsgrad: Die wenigen Jugendlichen, die schon wissen, dass sie den Beruf lernen wollen, haben zwar Speditionen als Ausbildungsbetrieb im Kopf, aber nicht Westfalen.
  • Das Image des Berufs: Das Image ist so gar nicht sexy. Das ist dann auch für viele Jugendliche uncool.
  • Wettbewerbsvorteile: Westfalen bietet deutlich attraktivere Ausbildungsbedingungen in diesem Beruf als die meisten anderen Ausbildungsbetriebe.

Wie haben wir das alles herausgefunden? Naja, neben einer Marktbeobachtung brauchten wir Einblicke in die Zielgruppe. Also in die Welt der Jugendlichen, die für diese Ausbildung in Frage kommen könnten. Wie ticken die, was ist denen wichtig, wie kann man die für diese Ausbildung bei Westfalen begeistern? Das große Glück ist ja, dass wir die „Experten“ im Hause haben: nämlich die Zielgruppe selbst. Unsere Azubis, die im ersten, zweiten bzw. dritten Lehrjahr Berufskraftfahrer bei Westfalen lernen. Wir haben die Mädels und Jungs in lockeren Interviews befragt und ganz spannende Erkenntnisse gewonnen.

Als Mutter zweier Söhne im Alter der Zielgruppe hatte ich zugegebenermaßen selbst krasse Vorurteile diesem Beruf gegenüber. Aber in den Interviews, war ich schwer beeindruckt von unseren angehenden Berufskraftfahrern. Von wegen ungepflegt und kaum kommunikationsfähig. Mir saßen sehr clevere Jugendliche gegenüber, die mit voller Begeisterung diesen Beruf lernen. Schnell stellte sich heraus, dass der Ausbildungsberuf nicht nur aus dem bloßen Steuern von dicken Fahrzeugen besteht, um Waren von A nach B zu transportieren. Bei Westfalen kommen auch sehr viele technische Tätigkeiten dazu. Das Fahren selbst macht vielleicht 50 % der Arbeitszeit aus. Letzten Endes ist dieser Ausbildungsberuf so ganz anders, als die meisten anderen: es ist weder ein bewegungsarmer Bürojob, noch ein Handwerksberuf, wo man als „Stift“ vielleicht erst einmal nur Handlanger ist. Als LKW-Fahrer ist man viel auf Achse und auch als Azubi schon früh sein eigener Chef im Fahrerhaus. Diese Freiheit hat was.

Das finden unsere Berufskraftfahrer Azubis bei Westfalen besser als bei vielen anderen Ausbildungsbetrieben:

  • verlässliche Tourenplanung, Freizeit ist also planbar
  • Fahrten über Nacht sind selten
  • Überstunden werden erfasst und zu Freizeit
  • Azubis kommen schnell ans Steuer
  • technisch bestens ausgestattete Fahrzeuge
  • Vielfalt der Fahrzeuge: bis zu vierachsige LKW, Tankwagen, Sattel- und Anhängerzüge, Gabelstapler
  • Ausbildungsplan über die ganze Logistikkette: Tourenplanung, Vorbereitung von Transporten, Checken von LKW, Kommissionierung, Beladung, Lagerhaltung, Fahrzeugwartung
  • ein eigener Azubi Truck
  • 1.000 € schon im ersten Lehrjahr
  • nur 37,5 Stunden in der Woche
  • 30 Tage Urlaub pro Jahr
  • gesetzliche Regelungen zu den Arbeitszeiten werden eingehalten
  • coole Azubi Community über alle Ausbildungsberufe, die jährlich eine Party schmeißt

Also, der Beruf ist doch so ziemlich der abgefahrenste ever – vor allem bei Westfalen!

Und wie kriegt man das in die Köpfe?

Wir haben eine eigene Landingpage für diesen Ausbildungsberuf geschaffen und drehen im April ein cooles Video mit unseren Azubis. Kern der Kampagne und des Videos ist das Besondere an der Ausbildung: nämlich der Gegenpol zum Bürojob. Auch in den Sozialen Netzwerken sind wir mit dem Thema unterwegs. Seit kurzem berichten unsere Azubis auf unserem neuen Instagram Account aus ihrem Leben bei Westfalen 🙂 .
#truckit #ichrollemitdenbesten

Von wegen Berufskraftfahrer will keiner lernen! Doch!

Wer weiß, vielleicht ist es ja auch dein Traumberuf und du wusstest es noch gar nicht. Oder, vielleicht ist es die perfekte Ausbildung für Ihre (Enkel-/ Stief-/Paten-)Tochter, Ihren (Enkel-/ Stief-/Paten-)Sohn, Ihre Nichte, Ihren Neffen, das Nachbarkind oder wessen Zukunft auch immer Ihnen am Herzen liegt. Sie dürfen das Geheimnis gerne weitergeben: Dieser Ausbildungsberuf ist zukunftssicher, vielseitig und absolut empfehlenswert! Vor allem natürlich bei Westfalen.

Ich jedenfalls habe meine Vorurteile begraben. 🙂

Tanja Stanke
Employer Branding bei Westfalen

Video Ausbildung zum Berufskraftfahrer bei Westfalen: TruckIt

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Nadine Wermeling sagt:

    Tolle Kampagne und so wichtig. Kennt ihr schon die Initiative von BVL „Die Wirtschaftsmacher“? Verfolgt ein ähnliches Ziel, nämlich die Logistikbranche wieder attraktiver für junge Leute zu machen.
    Bin schon gespannt auf das fertige Video mit euren Azubis.
    Ein schönes Osterfest!

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