Archiv der Kategorie: Gastbeiträge

Bottle of essential oil with herbs on white background

Natur pur! Das Betriebsrestaurant von Westfalen

Mein Name lautet Dennis Wietlake, ich arbeite bei apetito catering – seit November 2016 als Gastronomieleiter im Betriebsrestaurant bei  Westfalen.  

Die technisch sehr anspruchsvoll ausgestattete Küche, die ich bei Westfalen vorgefunden habe, ist der Traum eines jeden Kochs. 😀
Auch heute noch freuen mein Team und ich uns jeden Tag an dieser Austattung. Hier können wir unser Know-how so richtig entfalten und tolle Speisen für die Kollegen bei Westfalen zaubern. Ob exotische Gerichte, typisch Westfälisches, Speiseeis, Smoothies, frische Salate usw., usw., …: wir arbeiten gänzlich ohne Geschmacksverstärker oder andere Zusätze, sämtliche Speisen werden täglich frisch zubereitet.

Ich freue mich, Ihnen in diesem Blog-Beitrag die Küche der Westfalen AG vorstellen zu können und Ihnen einen Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen.

Die Vario Cooking Center sind das Herzstück unserer Küche. Diese Geräte sind außergewöhnlich leistungsfähig und können quasi alles. Kochen, braten, frittieren oder sous-vide garen. Konventioneller Küchentechnik sind wir damit weit voraus. 

Darüber hinaus haben wir insgesamt drei Kombidämpfer von Rational in unserer Küche im Einsatz. Mit diesen Öfen können wir sowohl dämpfen als auch backen – und das mit Temperaturen bis zu 300 Grad.

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Sie mögen Eis? In regelmäßigen Abständen bieten wir Ihnen eigene Eiskreationen wie Rote-Bete-Eis oder Meloneneis an. Besonders cremig wird das Eis, weil wir es mit einem Paco Jet zubereiten können. Dieses Gerät hobelt feinste Schichten von dem gefrorenen Speiseeis-Block ab, was zu einer ultrafeinen Konsistenz führt. Von Vorspeisen bis hin zu Desserts, Konzentraten, Mousses und Eiscremes: mit dem Paco Jet lassen sich viele leckere Speisen zubereiten, wobei die natürlichen Aromen frischer Zutaten erhalten bleiben.

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Bei unseren Lebensmitteln legen wir sehr viel Wert auf Qualität und nachhaltigen Einkauf.  Fleisch, Obst, Gemüse und mehr beziehen wir zum Beispiel von regionalen Anbietern, mit denen wir langfristig und vertrauensvoll zusammenarbeiten. 

Über Ihre Anregungen und Ihr Feedback freuen wir uns immer. An unserer Front-Cooking-Station bereiten wir Ihre Speisen vor Ihren Augen zu, unsere Köche stehen Ihnen dabei gerne Rede und Antwort oder verraten auf Wunsch auch Rezepte. :-)

Wir freuen uns auf Ihren Besuch

Ihr Denis Wietlake

Header-Bild: Fotolia #151239681 | Urheber: lily

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Frühjahrsdemo statt Frühjahrsempfang

Schwulendemo damals – LSBTI*-Bewegung heute

Hallo liebe Leser_innen, 

mein Name ist Tobias Gehre, ich arbeite in der Unternehmenszentrale der Westfalen AG im Apetito Catering. Ehrenamtlich engagiere ich mich als Vorstandsmitglied des Christopher Street Day Münster e.V. (kurz: CSD Münster). Und in dieser Funktion möchte ich heute von unserer Frühjahrsdemo berichten, die wir in diesem Jahr zum ersten Mal durchgeführt haben. In den letzten Jahren haben wir stets einen Frühjahrsempfang veranstaltet, in diesem Jahr – wie gesagt – eine Frühjahrsdemo. Und das hat einen ganz besonderen Grund. 

Demo 1972
Am 29. April 1972 fand in Münster die Erste Demo für die Rechte von Homosexuellen der Bundesrepublik Deutschland statt. Was eigentlich nur als Diskussion mit der Bevölkerung anlässlich des ersten Geburtstags von Münsters schwuler Studenteninitiative HSM gedacht war, sollte sich als wichtiges Signal erweisen, das zur Gründung weiterer Gruppen im ganzen Land führte. Ganz langsam konnte sich so eine homosexuelle Bewegung etablieren, deren Ausgangspunkt tatsächlich Münster war. Schon damals wurde auf Missstände aufmerksam gemacht, wie zum Beispiel Diskriminierung im privaten und beruflichen Bereich und Unterdrückung von sexueller Vielfalt und Aufklärung in Schulen.

2745 Jahre nach der Ersten Homosexuellendemo beschloss die LSBTIQ*-Community Münsters, an diese Anfänge zu erinnern. Am Samstag, den 29. April haben wir die Demo von damals auf der Originalroute von 1972 wieder aufleben lassen, für Akzeptanz und Vielfalt geworben und gegen den aktuellen Rechtsruck protestiert.
Beteiligt waren der CSD Münster e.V., das Autonome Schwulenreferat der Uni Münster, das KCM Schwulenzentrum e.V., der LiVas Verein für lesbische Frauen sowie die Aidshilfe Münster.

Mehrere Hundert Menschen sind dem Aufruf gefolgt und forderten gemeinsam das Ende gesetzlicher Diskriminierungen sowie die gesellschaftliche Akzeptanz aller Sexualformen und Geschlechter. Die Demo führte vom Schlossplatz über den Domplatz und Prinzipalmarkt.  Auf der Stubengasse schließlich fand zum Abschluss der Demo eine Kundgebung mit Redner_innen aus der Community statt. Musikalisch untermalt wurde die Kundgebung durch die Münsteranerin Linda Lulka
 

Zu den Redner_innen gehörten:

  • Sigmar Fischer: Aktivist und Mitglied der HSM (Homophile Studenten Münster) 1972
  • Felix A. Schäper: Selbsthilfegruppe TransIdent
  • Stefan Schmidt: KCM Schwulenzentrum e.V.
  • Andreas Sahner: CSD Münster e.V.
  • Dr. Birgit Bosold: Vorstand Schwules* Museum Berlin + Botschafterin CSD Münster 2017
Sigmar Fischer erinnerte sich zurück an 1972. Er selbst konnte damals nicht an der Demo teilnehmen, da sein Vater ihn nach Hause bat nach Bielefeld. Zwei Wochen zuvor hatte er dort auf seinem Schreibtisch ein Schriftstück liegen lassen, das ihn eindeutig als schwul outete. Anstatt zu demonstrieren habe er somit, so Fischer, damals sein Coming-Out bei seinen Eltern gehabt. Umso schöner sei es für ihn, nun nach 45 Jahren an der Demo teilnehmen zu können.
Andere Redner stellten eher in den Mittelpunkt, was seitdem passiert ist. Stefan Schmidt erinnerte an die Aidskrise der 80er und 90er und den gesellschaftlichen Druck unter dem Homosexuelle standen, ganz abgesehen von den persönlichen Schicksalsschlägen. Und Felix Schäper machte deutlich, dass die Community seit 1972 vielfältiger geworden ist. Mittlerweile gehe es auch um Themen wie geschlechtliche Vielfalt. Trans* und Inter*personen leiden noch immer unter gesellschaftlichen Geschlechternormen. Umso wichtiger sei es, dass Menschen lernen, was es bedeutet, wenn Individuen ihr Geschlecht ablehnen. Birgit Bosold hingegen blickte in die Zukunft und wies daraufhin, dass Deutschland immer noch nicht Spitzenreiter in der Verwirklichung von Gleichberechtigung sei.

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Der CSD Münster e.V. nahm die Kundgebung auch zum Anlass, sein diesjähriges Motto vorzustellen:

Mensch_enskinder, bleibt bunt!

Der Christopher Street Day Münster findet am 26. August 2017 am Aasee bei den Kugeln statt.

Ich freue mich schon heute darauf und hoffe, die/den eine_n oder andere_n von Euch dort zu treffen. 

Viele Grüße und bleibt bunt!
Tobias

* Lesbisch Schwul Bi Trans* Inter* Queer
Old Letters

5 Tipps für gute Blogbeiträge

Guten Tag liebe Leserinnen und Leser, 

mein Name ist Daniela Sprung, ich bin Kommunikationsberaterin, Content-Marketing- & Social-Media-Managerin und möchte Ihnen (insbesondere, wenn Sie bislang noch keinen Text verfasst haben :-) ) ein wenig Motivation und Mut für das Verfassen von Beiträgen geben.

„Aber ich kann doch gar nicht schreiben“. Diesen Gedanken äußern viele Menschen, sobald sie gebeten werden, einen Blogartikel zu verfassen. Dabei besteht gar kein Grund zur Sorge. Denn ein guter Beitrag setzt sich immer aus den gleichen Schritten zusammen und welche das sind, verrate ich heute.

Wer schreibt, der führt

Eine knackige Überschrift (Headline) ist ein Garant für neugierig gewordene Leser. Warum? Weil sie ein Versprechen macht. Beispielsweise, dass der Leser mehr Informationen zu einem Thema erhält oder ihn etwas Unterhaltendes erwartet. So ist die Überschrift „Hund beißt Mann“ nicht sehr spannend, „Mann beißt Hund“ dagegen schon. Interessante Überschriften können somit z.B. sein:

  • Wasserstoff tanken, wie funktioniert das?
  • Erfolgreich bei Westfalen: So läuft die Ausbildung zur Bürokauffrau ab
  • Protadur®: Eine Marke für Lebensmittel

Aber auch Headlines die Zahlen oder die W-Fragen Warum, Wie, Wer, Was oder Wann beinhalten, sorgen für neugierige Leser. Ebenso Vergleiche. Beispielsweise titelt Sascha Pallenberg im Mitarbeiterblog der Daimler AG „Eben noch Taipeh, jetzt schon Untertürkheim“. Mich persönlich macht die Überschrift sehr neugierig. Denn ich möchte wissen, was ihn bewegt hat, von Asien in das eher konservative Stuttgart zu ziehen und was er zu berichten hat.

Grundsätzlich gilt: Eine Überschrift darf gerne lustig, aufzählend, fragend usw. sein. Nur nicht langweilig, denn sie ist der Türöffner zwischen Leser und Artikel.

Erst der Leser, dann der Autor

Wir als Blogger stehen beim Schreiben komplett im Hintergrund. Es ist nicht wichtig was wir wollen, sondern was unsere Leser möchten. Darum gilt der Ausspruch „Relevanter Content zählt“ oder alternativ „Content is King“. Aber was bedeutet das konkret?

Ein Artikel sollte immer hilfreich sein und Probleme der Leser lösen bzw. deren Fragen beantworten. Beispielsweise in Form einer Anleitung wie in „Wasserstoff marsch“. Hier beschreibt die Autorin sehr anschaulich mit Hilfe eines Artikels und eines Videos, wie sich ein mit Wasserstoff betriebenes Auto betanken lässt. Der Artikel wird durch die Kombination von Text und Bewegtbild zu einem kurzweiligen Erlebnis. Dieser Blogpost beantwortet konkret die Frage, ob das Tanken eines wasserstoffbetriebenen Autos mit Schwierigkeiten verbunden ist. Das ist hilfreich für Personen, die eventuell angenommen haben, dass das Tanken aufwändig  sein könnte. 

Ebenso kann die Zusammenfassung eines Events samt der daraus gezogenen Erkenntnisse ein sehr interessanter Artikel sein. Denn die Personen, die nicht auf der Veranstaltung waren, erfahren so mehr über den dort vermittelt Inhalt. Unter Umständen haben sie mit dem Gedanken gespielt, ebenfalls dort hin zu gehen und entscheiden sich beim nächsten Mal anders. Oder sie hatten keine Zeit und können auf diesem Weg von dem Artikel profitieren.

Alternativ könnten Fragen, die oft von Kunden gestellt werden, zu einem spannenden Artikel verarbeitet werden. Beispielsweise in dem man diese in einem Artikel beantwortet und mit einem Video, einer erklärenden Bilderserie oder vielleicht sogar mit einer Audiospur beantwortet. Es gibt viele Möglichkeiten, um einen interessanten Beitrag zu verfassen, der dem oder den Leser(n) weiterhilft.

Tipp: Denken Sie immer daran welche Fragen Sie beantworten oder welches Problem Sie mit ihrem Artikel lösen können.

Zwischenüberschriften leiten

Ein guter Artikel leitet seine Leser. Zwischenüberschriften sind dabei hervorragende Helfer, denn sie bieten mehrere Vorteile.
Sie geben Orientierung
Nachdem der Leser in den Text eingestiegen ist und die ersten Informationen zum Artikel erhalten hat, leitet die Zwischenüberschrift auf den nachfolgenden Absatz bzw. die nachfolgenden Absätze weiter. Leser, die wenig Zeit zum lesen haben und denText nur überfliegen, können mit Zwischenüberschriften abgeholt und über den Inhalt informiert werden.
Sie machen neugierig
Gut formulierte Zwischenüberschriften sind spannend, informativ oder unterhaltend. Ebenso wie die Headline machen sie neugierig auf mehr.
Sie bieten Zeit zum Verschnaufen
Zwischenüberschriften stoppen den Lesefluss. Das liegt in der Natur der Sache, denn sie unterbrechen den Fließtext. Der Besucher muss also inne halten und sich kurzfristig neu orientieren. Zwischenüberschriften bieten damit die Möglichkeit, den Leser eine kurze Pause zu gewähren und ihn auf die nachfolgenden Absätze vorzubereiten.
Relevanz zählt

Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern. Dieser alte Journalistenspruch gilt auch für Blogartikel. Da unsere Leser an vorderster Stelle stehen, sind wir als Autoren gefordert, immer wieder aktuelle und interessante Themen zu finden, die sie fesseln. Das können branchenrelevante Informationen sein, neue Entwicklungen im Unternehmen, Einblicke in den eigenen Werdegang (wie z. B. bei „Aus dem Sattel auf den Bürostuhl“), Artikel zum Umgang mit den Produkten des Unternehmens usw.

Erinnern Sie sich an die Sendung mit der Maus. Fanden wir es nicht alle spannend, wenn wir Einblicke in die dort vorgestellten Berufe erhalten haben, wie beispielsweise den Glasbläser oder Schornsteinfeger?

Darum ein Tipp von mir: Ein Blick hinter die Kulissen, Produktionsabläufe oder die Funktionsweise von Produkten sind oftmals sehr spannend für die Leser, da sie die täglichen Abläufe nicht kennen.

Präzision zählt

Ein guter Beitrag zeichnet sich dadurch aus, dass er nicht nur spannend, informativ und oder unterhaltend ist, sondern auch auf den Punkt kommt. Schachtelsätze oder Wortwiederholungen sind langweilig für den Leser und sorgen dafür, dass das Lesen anstrengend wir. Ein Beispiel aus Dürrenmatt „Der Auftrag“:

„Von Lambert empfing sie in seinem Studierzimmer, verlangte unverzüglich gefilmt zu werden, ließ willig alle Vorbereitungen über sich ergehen, erklärte dann vor der laufenden Kamera, hinter seinem Schreibtisch sitzend, er sei am Tode seiner Frau schuldig, weil er die oft unter schweren Depressionen Leidende immer mehr als Fall statt als Frau behandelt hätte, bis sie, nachdem ihr seine Notizen über ihre Krankheit durch Zufall zu Gesicht gekommen, kurzerhand das Haus verlassen habe, nach der Meldung der Hausdame nur in ihrem roten Pelzmantel über einen Jeansanzug geworfen und mit einer Handtasche, seitdem habe er nichts mehr von ihr gehört, doch habe er auch nichts unternommen, von ihr etwas zu erfahren, um ihr einerseits jede Freiheit zu lassen, andererseits ihr, käme sie auf seine Nachforschungen, das Gefühl zu ersparen, sie würde von ihm weiterhin beobachtet, doch jetzt, da sie ein so entsetzliches Ende genommen und er nicht nur in seiner Methode ihr gegenüber, jener der kühlen Beobachtung, die der Psychatrie vorgeschrieben sei, sondern auch in seinem Unterlassen jeder Nachforschungen seine Schuld erkenne, erachte er es für seine Pflicht, die Wahrheit zu erfahren, mehr noch, sie der Wissenschaft zugänglich zu machen, herauszufinden, was sich ereignet habe, sei er doch an die Grenze seiner Wissenschaft gestoßen, die sich im Schicksal seiner Frau abzeichne.“

Möchten Sie das lesen? Ich hoffe, nicht. Darum ist es sinnvoll, Sätze so kurz wie möglich zu formulieren. Und aus einem langen Satz mehrere kleine zu machen. Ähnliches gilt für Wortwiederholungen. Es ist sinnvoll, immer wieder zu prüfen, ob es nicht ein Synonym für wiederkehrende Begriffe gibt. So werden Artikel abwechslungsreicher und das freut den Leser.

Fazit

Einen guten Blogartikel zu schreiben ist nicht schwer. Wichtig ist immer das Ziel des Artikels im Auge zu behalten: „Was will ich meinem Leser vermitteln?“ Das kann in Form verschiedener Formate geschehen: Videos, Text, Bilder usw., gerne auch in Kombination. Eine Headline, die neugierig auf den zu erwartenden Text macht,  ist dabei schon die halbe Miete. Zwischenüberschriften leiten den Leser weiter, Absätze strukturieren einen Artikel und kurze Sätze sorgen für mehr Leserlichkeit. Relevante Themen sorgen für den nötigen Informationswert und verbinden alles zu einem lesenswerten Beitrag.

Ich wünsche Ihnen viel Freude und Erfolg mit Ihrem nächsten Blogbeitrag. 

Daniela Sprung

Header-Bild: Fotolia #120498446 | © Barbara Pheby 

stack of the colorful magazines

Schreiben, telefonieren, koordinieren

Spannendes Praktikum bei Westfalen 
Ich bin Ann-Christine Narloch und ich studiere Strategische Kommunikation in Münster. Bevor ich ins dritte Master-Semester startete, wollte ich die Semesterferien für ein weiteres Praktikum nutzen. Zwei Monate lang habe ich nun in der Abteilung Unternehmenskommunikation der Westfalen Gruppe gearbeitet.

Ich hatte schon einmal ein Praktikum im gleichen Bereich gemacht. Weil das ein paar Jahre her ist, wollte ich schauen, ob mir der Aufgabenbereich immer noch Spaß macht. Das habe ich schon in der ersten Woche herausgefunden: Ja, das ist für mich genau das Richtige.

Der Weg zu Westfalen
Wie bin ich überhaupt auf die Idee gekommen, mich bei  Westfalen für ein Praktikum zu bewerben?

Schon vor meinem Studium war ich oft in Münster  – meistens mit dem Zug. Bei der Einfahrt in den Hauptbahnhof führte der Weg am Bürogebäude der Westfalen AG vorbei. Natürlich kannte ich auch die Westfalen Tankstellen schon. Allerdings wusste ich nicht,  wie viel eigentlich hinter dem Namen „Westfalen“ steckt. Als ich mir dann überlegt habe, in den Semesterferien ein Praktikum zu machen, ist mir die Westfalen AG wieder eingefallen und ich habe mich auf der Website informiert.

Das Unternehmen war für mich sofort interessant. Besonders sympathisch finde ich, dass es sich um ein Familienunternehmen handelt und die Unternehmenswerte schon über mehrere Generationen weitergegeben werden. Das Schöne an einem Praktikum bei einem mittelstänidschen Unternehmen ist auch,  dass viele Abläufe denen in größeren Unternehmen ähneln, der Kontakt zu den Kollegen aber häuftig auf einer persönlicheren Ebene stattfindet. 

Reizvoll war für mich insbesondere die Tatsache, dass die Westfalen AG drei sehr unterschiedliche Geschäftsbereiche hat (Gase, Energieversorgung und Tankstellen). Für mich machte es das Unternehmen interessant, weil ich mich auf mehrere Bereiche einstellen und unterschiedlichste Themen für Magazine und Pressemitteilungen bearbeiten konnte. Die Arbeit war also schon von den Themen her nicht eintönig. 

Angekommen in der Abteilung
Einen „typischen Tag“ gibt es in der Abteilung Unternehmenskommunikation nicht. Das ist auch gut so, denn genau das finde ich spannend. Schließlich ist die Arbeit dadurch besonders abwechslungsreich. Morgens hatte ich aber immer eine schöne Routine: Ich erstellte die Presseschau. Dazu sah ich in einem Online-Portal Zeitungen durch und hielt nach Artikeln Ausschau, die für das Unternehmen interessant sein können. Ich sorgte also dafür, dass alle anderen gut informiert sind – und selbst war ich es dann auch. :-)
reporterEinen großen Teil der Arbeit nehmen das Kundenmagazin „Westfalen Reporter“ und das Mitarbeitermagazin „intern aktuell“ ein: Ich unterstützte meine Kollegen dabei, Artikel für die beiden Magazine zu schreiben. Die Magazine informieren  über alles, was rund um die Westfalen Gruppe in der letzten Zeit geschehen ist oder zukünftig geschehen wird. Für mich war das eine spannende Aufgabe, weil ich sehr gerne schreibe. Das Ganze hatte noch einen schönen Nebeneffekt: Ich erfuhr jeden Tag wieder aufs Neue eine ganze Menge über das Unternehmen und die Mitarbeiter. :-)

Zusammen mit meinen Kollegen habe ich auch an Veranstaltungen teilgenommen. Zum Beispiel, als das Westfalen Hafentanklager in Münster-Gelmer seinen 50. Geburtstag gefeiert hat. Bei der Jubiläumsfeier waren wir die Ansprechpartner für Medienvertreter. Wir haben eine Menge Fotos von der Veranstaltung gemacht, denn die Presse wurde – sofern sie nicht anwesend war – nach der Jubiläumsveranstaltung mit Pressemitteilungen versorgt. 
zelt-jubilaeumWie man schon an den unterschiedlichen Aufgaben sehen kann, ist die Arbeit in der Unternehmenskommunikation vielseitig: Deshalb wurde mir nie langweilig.

Spaß bei der Arbeit
Die Arbeit machte mir viel Spaß. Das lag aber nicht nur an den spannenden Aufgaben, sondern auch an meinen Kollegen: Wir hatten ein tolles Arbeitsklima. Besonders gefiel mir, dass mich meine Kollegen auf Augenhöhe behandelten. Sie haben mir von Anfang an viele Aufgaben übertragen, wodurch ich einen guten Einblick in die Aufgabenbereiche bekam.

Eine tolle Sache war auch das Praktikanten-Essen. Immer mittwochs trafen wir Praktikanten uns zum gemeinsamen Mittagessen und tauschen uns darüber aus, was wir in unserer Abteilung so machen, was wir erlebt haben und wie unsere Erfahrungen sind.

Ich habe mich bei Westfalen wirklich sehr wohl gefühlt und erinnere mich gerne daran zurück. 

Viele Grüße,

Ann-Christine Narloch

 

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Stellt Euch Quer!

So lautet das diesjährige Motto des CSD Münster e.V.

Dies war aber nur eins von vielen Themen, die am 16.04.2016 bei unserem 2. Frühjahrsempfang angesprochen worden sind. Auch in diesem Jahr durften wir unsere Veranstaltung wieder in den Räumlichkeiten der Westfalen Gruppe, genauer gesagt in Raum Münster des Westfalen Towers abhalten.

Geladen waren Gäste aus Politik, Stadtgesellschaft, Mitglieder, Vereine der LSBTIQ*- Gesellschaft, Helfer_innen und natürlich auch unsere Hausherrin Frau Fritsch-Albert.

meyerholzNach ein paar Klängen von Singer/Songwriterin Hanna Meyerholz, durfte ich auch in diesem Jahr wieder die Veranstaltung im Namen des gesamten CSD- Vorstandes eröffnen und später dann auch moderieren.

Mein Name ist Tobias Gehre und ich bin seit Oktober 2014 Vorstandsmitglied des CSD Vereins. Mein Aufgabengebiet umfasst das Veranstaltungsmanagement, also die Organisation unserer Veranstaltungen und somit auch die Organisation des Frühjahrsempfangs. In wochenlanger Vorarbeit haben meine Vorstandskollegen (Lydia Dietrich, Andreas Sahner, Silke Gronhoff, Norman Devantier) und ich diese Veranstaltung geplant. Wir schrieben Einladungen und versendeten diese an Politiker_innen, Bürgermeister_innen, Vereine u.v.m.
Machten uns Gedanken um die Gestaltung und den Rahmen der Veranstaltung. Recht schnell war klar, dass wir in diesem Jahr eine musikalische Umrahmung der Veranstaltung möchten. Hierbei fiel uns die aus Münster stammende Singer/Songwriterin Hanna Meyerholz ein.

Mit ihren gefühlvollen und eingehenden Texten hatte sie unsere Gäste recht schnell in ihren Bann gezogen. Es sollten noch einige Songs an diesem Tag  folgen und nicht zuletzt kam sie so gut an, dass unsere Gäste um eine Zugabe baten, und so kamen wir noch einmal in den Genuss ihrer Texte und Stimme.

Frau Fritsch- Albert richtete einige Grußworten an unsere Gäste und erzählte kurz etwas zur Firmengeschichte und den Produkten der Westfalen Gruppe. Hierzu sagte sie: „Die Produkte unseres Hauses wie Benzin, Strom oder Gas mögen vielleicht nicht sexy sein, aber durch unsere Offenheit in Richtung Vielfalt können wir sie sexy machen!“

Ihr Angebot, unsere Veranstaltung in das Westfalen Forum zu verlegen, wenn unsere Veranstaltung immer weiter wachsen sollte, haben wir sehr wohl vernommen und bedanken uns für dieses Angebot recht herzlich.

Auch Frau Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson war zu Gast und stellvertretend für Herrn Oberbürgermeister Markus Lewe gekommen. Sie wies darauf hin, wie wichtig es ist, gemeinsam gegen Rechtspopulismus, Homo- und Trans*phobie auf- und für eine vielfältige und bunte Gesellschaft einzustehen. Und Christoph Strässer, Bundestagsabgeordneter aus Münster und ehemaliger Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe, versprach seinen Einsatz für eine Gesetzesinitiative des Bundesrats zur Öffnung der Ehe für alle Menschen, unabhängig von sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität.

Vielen Dank an möchten wir auch an Aminta Schlaack für einen klugen und wunderschönen Text sagen. Hierbei geht es um die Vielfalt in jeglicher Hinsicht.

Für den Vorstand des CSD Münster e.V. konnte mein Vorstandskollege Andreas Sahner in seiner Rede zunächst auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurückblicken. Das Motto „BeKenntnis: Vielfalt“ war Inspiration für viele schöne, informative und unterhaltsame Veranstaltungen der LSBTIQ*-Community Münsters während der Pride Weeks und des Christopher Street Day am 29.8.2015. Weil sich zu Vielfalt nur bekennen kann, wer Vielfalt auch wirklich kennt, hat der Verein viele Möglichkeiten der Begegnung, des Kennenlernens und der Information geschaffen, und so um Respekt für die verschiedenen Lebensentwürfe geworben.

Für 2016 lautet das Motto des CSD Münster: „Stellt euch quer!“
In diesem Jahr wenden wir uns gegen den Rechtsruck in Teilen der Gesellschaft und die Versuche, Stimmung zu machen gegen Minderheiten. Hiervon sind auch Menschen betroffen, die nicht der heterosexuellen Norm entsprechen und denen vorgeworfen wird, sie gefährdeten die Zukunft von „Familie und Staat“. Dass in Regenbogenfamilien längst Verantwortung gemeinsam geteilt wird und dass die Selbstbestimmung von Menschen keine Gefahr für das Glück anderer Menschen ist, spielt dabei keine Rolle.

Der CSD Münster e.V. möchte denen eine Stimme geben, die man in der öffentlichen Diskussion nicht hört, weil nur über sie gesprochen wird und nicht mit ihnen. Daher werden in diesem Jahr zum ersten Mal die Queer Refugees for CSD teilnehmen und über die Situation queerer Geflüchteter in Deutschland und die Menschenrechtslage weltweit berichten. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit wird daher darauf liegen, die geflüchteten Menschen in unserer bunten Gesellschaft willkommen zu heißen und ihnen neue Perspektiven im gemeinsamen Zusammenleben zu bieten. Wer sich gegen Homo- und Trans*phobie stellen möchte, muss auch gegen Rassismus die Stimme erheben.

Der CSD Münster e.V. wird auch in diesem Jahr bei vielen Aktionen für Akzeptanz und Respekt auftreten. Am 17.5.2016 feiern wir gemeinsam mit den LSBTIQ*-Vereinen und Einrichtungen Münsters vor dem Stadthaus I den Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie mit einer Kundgebung ab 17 Uhr. Unsere Pride-Weeks beginnen mit dem traditionellen Hissen der Regenbogenflagge vor dem Stadthaus I am 6.8.2016 um 12 Uhr. Höhepunkt wird der Christopher Street Day am 27.8.2016 mit der CSDemo durch die Innenstadt und dem Kulturfest im Innenhof des Rathauses sein.

Eine weitere Aktion ist es, Münster bunt zu gestalten. Auf einer Wiese ganz in der Nähe des Aasees soll  mit Blumen geschrieben stehen: “Münster bekennt Farbe“.
Daran wollen wir anknüpfen und viele Geschäfte und Firmen bitten, sich eine Regenbogenflagge zu kaufen und diese in der Zeit der Pride-Weeks an ihrem Geschäft zu hissen. Auch die Westfalen AG soll angefragt werden und wir hoffen hier auf Unterstützung.

So nun hoffe ich, ihnen auch in diesem Jahr wieder einen kleinen Einblick in unsere Arbeit gegeben zu haben. Scheuen sie sich nicht mich bei Unklarheiten  anzusprechen.

Zum Schluss ein kleiner Tip von uns: Stellt Euch ruhig öfter mal quer. Nur dann seht Ihr, welche wundervollen Menschen Euch an Eurer Seite begleiten. Es lohnt sich.

Vielen Dank
Tobias Gehre


www.facebook.com/csdmuenster