Der Turnschuhadmin

Liebe Leserinnen und Leser,

mein Name ist Markus Winde und ich bin seit Dezember 2013 Mitarbeiter des IT-Supports bei Westfalen. Schon im Februar 2016 gab es hier einen Blog-Beitrag über den spannenden und auch abwechslungsreichen Alltag im IT-Support zu lesen. An jedem Tag kann hier was Unerwartetes passieren. Jeder der zu Hause einen Computer nutzt (und wer tut dies in der heutigen Zeit nicht), weiß, dass ein gestern noch funktionierender Drucker schon heute seinen Dienst quittieren kann,  obwohl sich auf den ersten Blick nichts verändert hat.

Wie aber genau unterscheidet sich meine Tätigkeit im IT-Support von der meiner Kollegen. Um es kurz und knapp auszudrücken: Ich bin der Support, der zu Ihnen kommt.  :-)

Die meisten Probleme lassen sich mit Hilfe sogenannter Fernwartungstools wie z.B. TeamViewer lösen. Doch gibt es auch Probleme, die sich auf diesem Wege nicht lösen lassen und da komme ich nun ins Spiel. 😀

Der Turnschuhadmin

Schon vor der offiziellen Einweihung des „Westfalen Tower“ 2014 habe ich häufig die aufgetretenen Computerprobleme  direkt vor Ort gelöst. Ein loses Mauskabel zum Beispiel war in den alten Modellen der Schreibtische nicht so schnell gefunden. Häufig waren Kabelschächte durch Monitor, Drucker und Co. zugestellt und für den Laien nicht sofort zu erkennen. Eine vor Ort-Besichtigung im entsprechenden Büro war meist unausweichlich. Da ich schon während meiner Ausbildung häufig als externer Dienstleister im IT-Support tätig war, hatte ich sehr gute Erfahrungen mit der Präsenz direkt vor Ort gesammelt. Denn so wird signalisiert: „Hey, wir sind da und kümmern uns um dein Problem.“

Häufig lassen sich nämlich Probleme nicht genau identifizieren, so dass es deutlich einfacher ist, sich vor Ort  ein Bild zu machen, um schnell helfen zu können. Die Erfahrung zeigt einfach, dass jeder Mitarbeiter ein anderes Computer-Verständnis mitbringt und es manchen leichter fällt, das Problem einem Techniker persönlich vor Ort zu erklären. Besonders wenn zusätzliche Geräte wie Drucker, Dokumentenscanner etc. involviert sind und es nicht immer sofort klar ist, welches Gerät nun den Fehler verursacht.

Da ich so ständig im Hause unterwegs bin, entwickelte sich unter meinen Kollegen in der IT recht schnell der Begriff „Turnschuhadmin“. :-)

Im Laufe der Zeit übernahm ich immer mehr „vor-Ort-Tätigkeiten“ hier am Industrieweg und koordiniere inzwischen fast alle diese Vorgänge in der Hauptverwaltung.  Sei es, dass Wirtschaftsprüfer oder Projektteams einen Raum benötigen mit passenden IT-Equipment, oder gar ganze Abteilungen in neu geschaffene offene Bürowelten ziehen.  Hier wird vorab durch uns alles fertig verkabelt, damit am Tag des Umzuges alle schnellstmöglich wieder arbeiten können.

IT-Support und Gebäudemanagement arbeiten häufig Hand in Hand, da es abgesehen von den größeren Umzügen auch kleinere Umstrukturierungen innerhalb einer Abteilung gibt. Und wenn es nur ein Platzwechsel auf einer Etage ist, irgendwo habe ich da immer meine Finger mit im Spiel.  :-)

„Hast du mal eine Sekunde Zeit?“

Natürlich werde ich bei meinen „Reisen“ durch die Hauptverwaltung dann auch häufiger angesprochen:  „Gut das du da bist, kannst du dir das eben mal anschauen“ oder „Diese komischen Geräusche machte der Drucker bisher nicht.“ Ich versuche dann natürlich bestmöglich zu helfen und das Problem schnell zu lösen. Aber auch kurze Einweisungen für einen neuen großen Abteilungsdrucker oder für die Arbeit an zwei großen Monitoren parallel sind Teil meiner Arbeit hier im Hause. 

Von bunten Azubis und abwechslungsreichen Aufgaben

Selbstverständlich trifft man dann, früher oder später, auch auf lustige Szenarien. Wie zum Beispiel einen „bunten“ Azubi der den Rest-Tonerbehälter tauschen wollte, aber leider anschließend aussah wie ein bunter Vogel. Hier kam ein spezieller Tonerstaubsauger zum Einsatz, der wieder für Ordnung sorgte am Drucker …  und am Azubi.  😀

Das Auswechseln eines PCs im Gase Shop während des laufenden Betriebes oder die Anbringung einer speziellen Kamera für besonders vergrößerte Aufnahmen von Schweißarbeiten im Schweißtechnikum sind nur zwei Beispiele für die Vielfalt von Lösungen, die wir täglich erarbeiten. 

Jeder Tag bringt neue Aufgaben mit sich – Überraschungen inklusive.  Aber so ist die Arbeit jeden Tag aufs Neue spannend und abwechslungsreich. Gerade das und die Zusammenarbeit mit den Kollegen machen mir unheimlich viel Spaß. 

Viele Grüße und bis zum nächsten Computer-Problem 

Ihr Markus Winde

Header-Bild: #157632501 | © sirastock – Fotolia.com

 

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Im Kreise der Gasflaschen

Als meine Kollegin mich fragte, ob ich mir vorstellen könnte, als Model für das Titelbild der Broschüre „Die ganze Welt der Gase – Unser Lieferprogramm“ zur Verfügung zu stehen, war ich ziemlich erstaunt. Damit hatte ich nicht gerechnet, war aber natürlich gerne bereit, mitzuwirken.

Zur Vorbereitung erhielt ich ein Briefing mit vier Motiv-Vorschlägen und die Anweisung, meinen Schrank nach sportlich-chicer Kleidung zu durchforsten. Jede Frau kennt das… Ich stand vor meinem Schrank und mir fiel auf, dass ich eigentlich gar nichts zum Anziehen habe! Zum Glück fand ich doch noch passende Sachen. :-)

Auf meine Nachfrage hin, wie es denn mit Schminken aussähe, erhielt ich die Info, ich solle mich dezent schminken, gerne auch mit etwas Lippenstift. Lippenstift? Meinen letzten und einzigen Lippenstift hatte meine kleine Tochter vor einem Jahr erfolgreich in ihren Haaren verschmiert. Aber dafür gibt es ja den Drogeriemarkt  – dort erstand ich das fehlende Utensil.

Dann war es soweit… An einem Montag Morgen ging es los: Wir fuhren nach Telgte zum Fotostudio Heller. Markus Heller machte einen sympathischen Eindruck auf mich, was mich doch sehr beruhigte.  :-)

Alles war perfekt vorbereitet – sogar ein frischer weißer Anstrich des Studios auf Boden und Wänden war für das Shooting vorgenommen worden. Meine Kollegin Daniela und unsere Auszubildende Lisa halfen mir bei der Kleiderauswahl.

Die erste Einstellung – ein Kreis von Gasflaschen mit mir in der Mitte – wurde von oben fotografiert. Teppichreste wurden ausgelegt, damit der frisch gestrichene Boden nicht direkt verschmutzt wurde. Vorsichtig wagte ich  mich in die Mitte vor (OK, es war kein roter Teppich, aber ein bisschen Model-Feeling hatte ich schon).

Nun kam die erste Anweisung meiner Kollegin: „Bitte die Arme ausbreiten und das Gesicht fröhlich gen Sonne richten.“ Die Sonne war in diesem Falle ein Metallträger an der Decke und das Ausbreiten der Arme in die richtige Position die erste Herausforderung. „Den linken Arm etwas nach hinten! Die rechte Hand etwas nach vorne drehen!“ Und so weiter.
Wie ich nach kurzer Zeit feststellte, können Arme ganz schön schwer werden! Nach einer gefühlten Ewigkeit wurde ich erlöst und das Bild war im Kasten.

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Es folgte das nächste Motiv: Helium, Stickstoff & Co. im Hintergrund – und ich davor mit verschränkten Armen. Das sollte ja wohl kein Problem sein! Na ja – der richtige Gesichtsausdruck dufte auch nicht fehlen. Meine Kollegin Daniela gab mir Tipps: „Ein bisschen fröhlicher! Noch ein bisschen selbstsicherer!“ Daraus ist ein richtig schönes Bild entstanden.

Das dritte Motiv war schon etwas herausfordernder. Nun sollte ich vor den Gasflaschen springen – quasi  davor her fliegen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt musste der schöne weiße Boden leiden und meine Kondition auch. Trotz genauer Anweisungen war ich der Meinung, mir fehlte gänzlich die Arm-Bein-Motorik. Die daraus  entstandenen Bilder haben mich aber am Ende wirklich positiv überrascht.

Die letzte Einstellung sollte eine „begrüßende Hand“ vor den Gasflaschen darstellen. Hatte ich bereits erwähnt, dass ich meine Hände nicht gerade als grazil bezeichne? „Na gut, dachte ich, die werden schon wissen, was sie tun!“ Somit streckte ich meine rechte Hand nach vorne, als ob ich einen Staatspräsidenten begrüßen wollte. „Die Hand ein bisschen nach rechts drehen! Die Finger etwas mehr nach innen! Und den Daumen etwas mehr nach unten!“ So eine Hand ist schon sehr bewegungsfähig. Als dann die Worte „Das war´s!“ fielen, war ich trotz des Spaßes an der Sache etwas erleichtert. Wir waren im Zeitplan geblieben und es hatte dank des tollen Teams alles gut geklappt.

Abschließend kann ich sagen, es waren aufregende und schöne Stunden für mich mit vielen neuen Erfahrungen. Und ich fühlte mich wohl im Kreise der Gasflaschen von Westfalen – sind es doch „gute alte Bekannte“ von mir.

Viele Grüße
Sabine Heese

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Mit Vollgas durch die eisige Kälte

Hei liebe Leserinnen und Leser,

sind Sie schon mal mit dem Schneemobil, Eisbrecher oder Huskyschlitten gefahren?

Nun ja, wir können sagen – ja, das sind wir :-) . All das und noch vieles mehr durften wir als Gewinner der Teamoffensive 2016* im Februar 2017 in Lappland erleben. Die Freude war natürlich riesig, als wir erfuhren, dass es in diesem Jahr nach Finnland gehen wird. Aber im nächsten Augenblick schon fragten wir uns „Was zieht man nur bei  minus 40°C an?“

Einige Tage vor dem Abflug erhielten wir alle wichtigen Informationen zur Reise. Uns fiel allen ein großer Stein vom Herzen als wir erfuhren, dass für geeignete Kleidung gesorgt werden würde. Wir waren also bereit, Finnland konnte kommen!

Voller Neugier trafen wir uns am 16. Februar 2017 am Düsseldorfer Flughafen. Von dort aus flogen wir bis nach Helsinki und anschließend mit einem Inlandflug nach Rovaniemi. Angekommen und begeistert von den ersten Eindrücken der lappischen Landschaft nahmen wir im Bus Platz. Auf dem Weg zu unseren Bungalows kreuzte der Zoll (in Form eines touristischen Events :-) ) unseren Weg und stellte uns allen unseren lappischen Pass aus 😉 . Hierbei wurde aus Lisa  „Liisi“ und aus Otto „Orto“. Den „Pass“ trugen wir nun immer bei uns, um uns die Highlights dieser Tour dokumentieren und abzeichnen zu lassen. Im Anschluss bekamen wir noch unsere finnische Winterbekleidung.

Nach dem Bezug der Bungalows trafen wir uns mit der Gruppe am Bus und fuhren zu einem Iglu.  
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Im Innern des Iglus bewunderten wir vor allem die schönen Eisskulpturen und genossen das gute Rentier-Gulasch mit Preiselbeeren. Selbstverständlich lernten wir auch hier unsere ersten finnischen Worte, welche uns beim Anstoßen mit Wein und/oder Bier unterstützen – hölleken kölleken!

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Am zweiten Tag unserer Reise hieß es für uns „volle Fahrt voraus!“ Nach kurzer Einweisung durften wir zum ersten Mal auf unsere Schneemobile steigen. Wir können Euch sagen, da haben so einige Augen gestrahlt 😀 . Die Fahrt ging über den bottnischen Meerbusen und führte uns bis zu einem Eisbrecher.

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Dieser wartete samt gehisster Westfalen-Flagge auf uns. Nach einer Tour durch das Schiff und einem leckeren Mittagessen durften wir in einem speziellen Wärme-Anzug in das eisige Wasser springen. Ein unglaubliches Erlebnis!

_DSC5211_2Am Abend wurden wir im Restaurant vom Wirt Matti herzlich empfangen. Bei einer großen Portion Hirschrücken erklärte er uns   einige ungewöhnliche Musikinstrumente. Wussten Sie, dass man mit einer gewöhnlichen Säge wohlklingende Töne erzeugen kann? Matti kann. Außerdem spielte er einige Stücke auf seiner Kantele (ein urtypisches finnisches Zupfinstrument). Unsere Truppe unterstütze ihn bei seinen Gesängen mit einem kräftigen „lähtö lappi!“ (Besucht Finnland!)  

Am dritten Tag starteten wir wieder mit den Schneemobilen durch. Hintereinanderher fuhren wir durch die verschneiten Wälder. Auf dieser Fahrt gab es zwei Schockmomente, als eines der Schneemobile mit zwei Kollegen umkippte und ein weiteres Team samt Schneemobil gegen einen Baum stieß. Es waren jedoch keine gesundheitlichen Schäden zu beklagen und wir erreichten ohne weitere Zwischenfälle unser Ziel. Ein finnischer Schamane begrüßte uns bei den Rentieren. Er trieb bei uns alle eventuell vorhandenen “bösen Geister“ aus :-) . Anschließend durften wir mit den Rentierschlitten eine Runde durch den Wald düsen.

IMG_3881Später wurden wir in mehrere Gruppen eingeteilt, denn wir wollten eine Westfalen-Olympiade ausrichten. Hierbei kam es nicht nur auf die Schnelligkeit, sondern auch auf die Performance an. Und das musste man uns natürlich nicht zwei Mal sagen, schließlich hatten wir alle unser Engagement schon einmal unter Beweis gestellt. Der eine oder DIE andere flog mit dem Schneemobil im wahrsten Sinne des Wortes über Ziel hinaus 😉 . Die Olympiade bestand aus vier Disziplinen: Eier braten auf dem selbst entfachten Feuer, mit einem alten Stockcar, einem Buggy und einem Motorschlitten eine Strecke bewältigen. Alle Aufgaben natürlich immer auf der Jagd nach der besten Zeit– das war eine rutschige Angelegenheit.

Als die Sonne unterging packten wir unsere Sachen und stiegen auf die uns inzwischen schon ganz vertrauten Schneemobile. Nach einer cirka zweistündigen Tour durch die Wälder kamen wir an unserem Ziel, der „Bärenhütte“, an. Sichtlich geschafft pellten wir uns aus unseren Overalls. Die Saunen waren bereits angeheizt und einige von uns nahmen das Angebot gerne an, um sich aufzuwärmen. 

Anschließend wurde das Sieger-Team „Die Eisbezwinger“ der Westfalen-Olympiade geehrt. Das i-Tüpfelchen dieser Reise wären natürlich die Polarlichter gewesen. Doch obwohl wir den nördlichen Polarkreis überschritten und somit die höchste Wahrscheinlichkeit hatten, sie zu sehen, suchten wir an diesem Abend vergebens den sternenklaren Himmel ab. Ein weiterer Grund nach Finnland zurückzukehren. :-)

Am Abreisetag stand eine Husky Farm auf dem Plan. Jeweils zwei von uns bekamen einen Schlitten mit jeweils fünf bis sechs Hunden zugeteilt. Wir waren erstaunt, welche Kraft in unseren neuen Freunden steckte. Nach einer wilden Fahrt durch den Schnee und ganz neuen Erfahrungen als Hundeschlittenführer verteilten wir jede Menge Streicheleinheiten an die Hunde, bevor wir die Farm auch schon wieder verlassen mussten.

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Bevor wir uns wieder auf dem Heimweg machten, stärkten wir uns noch in der „Rentierhütte“ mit karelischen Piroggen, karamellisierter roter Bete und einem Wild-Eintopf.

Leicht betrübt und mit der Frage „Wer hat an der Uhr gedreht?!“ traten wir den Weg zum Flughafen an. Pünktlich um 17 Uhr landeten wir wieder in Deutschland.

Durch diese atemberaubende Reise sind wir alle als Team noch ein Stück näher zusammengewachsen. Wir haben Dinge erlebt, die wir sonst vermutlich nie erlebt hätten. Jede einzelne Station des Trips war unvergesslich und wir werden sicherlich auch in einigen Jahren noch mit einem Lächeln daran zurückdenken. Durch diese Erlebnisse wird die Motivation für die nächste Teamoffensive 2017 noch einmal gesteigert, da jeder Einzelne auch gerne in Schottland dabei sein möchte.

Zum Schluss bleibt uns nur noch eines zu sagen:

Kiitos & Näkemiin!

Eure Liisi und Orto

*Die Teamoffensive

Der Bereich Energieversorgung der Westfalen AG startet in jedem Jahr eine Teamoffensive.  Das erfolgreichste Außendienst-Team gewinnt und darf auf  Reisen gehen.

In der Regel dürfen die dazugehören Innendienst-Kollegen ebenfalls mitfahren, da der Erfolg auf einem guten „Tandem“ aus Innendienst und Außendienst beruht.

Als Gewinner bei der Teamoffensive darf man also Teil einer ereignisreichen und unvergesslichen Reise sein und das spornt uns alle jedes Jahr aufs Neue an. :-)

Kreuzfahrtschiff

Was haben 40-Tonner und Kreuzfahrtschiffe gemeinsam?

Hallo zusammen,

mein Name ist Anna-Katharina Dirkmann und ich befinde mich im ersten Ausbildungsjahr zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung. Seit Beginn meiner Ausbildung bin ich nun im Supply Chain Management Cylinder (SCM Cylinder) eingesetzt. Jetzt möchte ich hier die Gelegenheit nutzen, diesen Bereich einmal vorzustellen.

Für viele ist die Dispo Münster das „Kellerkind“ (kurze Erklärung für alle, die sich in Münster nicht so auskennen: Man findet die Dispo in der untersten Etage des Westfalen Towers :-) ). Hier kümmern sich insgesamt 19 Mitarbeiter/innen und in der Regel zwei Azubis um viele unterschiedliche und vor allem spannende Dinge.

Wie der Name schon sagt, wird im Dispo-Team disponiert, es werden also Einsatz und die Beladung der LKWs geplant. Aber so einfach und so schnell, wie manch einer es sich vorstellt, ist dieser Vorgang nicht abgeschlossen.

Zunächst bestellt ein Kunde ein Produkt. (Wenn es nur ein Kunde wäre, wäre das natürlich schlecht für Westfalen, aber entspannt für die Disponenten 😀 .)

Täglich werden hier unzählige Aufträge angenommen, eingegeben und weiterverarbeitet. Sie können sich vorstellen, dass es da manchmal turbulent zugeht und der Termindruck sowie der Lärmpegel steigen.

Es ist nämlich so, dass hier ein Zahnrad in das andere greift: Sobald der Auftrag angelegt ist, wird er weiterverarbeitet und einer Tour, die am nächsten Tag gefahren wird, zugeordnet. Hört sich auch erst mal ganz einfach an. Aber auch hier sind wieder gaaaanz viele Dinge zu beachten:

Welcher LKW soll genutzt werden?  Den roten, den gelben oder doch lieber den grünen? Aber es sind natürlich alle LKW, die für uns fahren, blau und gemäß Spezifikation in der Farbe RAL 5013 lackiert.
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Es kommt auf andere Dinge an:

  • Wie hoch ist die Zuladung?
  • Bekomme ich alle meine Produkte auf einen Motorwagen oder brauche ich doch einen LKW mit Anhänger?
  • Wie sieht es beim Kunden vor Ort aus? Brauche ich ein kleines oder großes Fahrzeug?

Eine Flaschenanlieferung in der Innenstadt mit einem 40-Tonner wäre nämlich doch nicht die richtige Lösung. 

Sie können sich natürlich selbst ausmalen, dass es für Gefahrguttransporte sehr viele Regeln, Beschränkungen und Verbote gibt. All das wird durch die Mitarbeiter in der Dispo berücksichtigt und geplant.

Sobald die Tour steht, die Kommissionierung beauftragt wurde, alle Produkte zu packen, die Lieferscheine und Beförderungspapiere gedruckt sind, finden die Kollegen dann auch mal Zeit für ihr Disponentenwasser (Kaffee).

Zwischendurch hat man sich natürlich um die vielen kleinen und großen Probleme der Fahrer, die gerade auf Tour sind, gekümmert. Da hilft ein Disponent natürlich telefonisch schon mal gerne aus, wenn der Fahrer die richtige Ausfahrt des Kreisverkehrs nicht findet und eine Runde nach der anderen fährt (in der Praxis wirklich passiert :-) ).

Das zweite große Team ist das „Team Versorgung Werke/Handelsware“. Hier wird die Bezeichnung den vielfältigen Aufgaben gar nicht gerecht. Das Team ist für die ausreichende Produktversorgung unserer Werke und ausländischen Tochtergesellschaften zuständig. Kunden im europäischen Ausland werden in Einzelfällen ebenfalls direkt von Münster aus beliefert.

Haben Sie gewusst, dass von Münster aus auch die Belieferungen vieler großer europäischer Seehäfen koordiniert werden? Stichwort: „Gase im Koffer“. Große Kreuzfahrtschiffe (z. B. Aida Mare) benötigen Prüfgase zur Kalibrierung ihrer Geräte für Abgasuntersuchungen. Diese verpacken wir in einen extra dafür gefertigten Koffer, der dann zu den entsprechenden Hafenspediteuren geliefert wird. Die Zollabwicklung wird ebenfalls durch die Kollegen begleitet.

Wie heißt es so schön? Andere Länder, andere Sitten. Nahezu jede Lieferung macht so ihre kleinen „Problemchen“, die aber bisher immer prima gelöst werden konnten.

Weiterhin kommt die Beschaffung von Produkten wie Ammoniak in Flaschen und Fässern, Wasserstoff, Antifrogen und Trockeneis hinzu, die wir bei diversen Lieferanten zukaufen. Auch in diesem Bereich werden Aufträge angelegt, Touren geplant etc.

Ich könnte noch endlos weitere Aufgaben des SCM Cylinder aufzählen wie z. B. Notdienstübernahme. Dann würde mein Blogbeitrag aber sicherlich einen Umfang von über zehn Seiten haben und Sie wären vielleicht am Ende dann doch etwas genervt :-) .

Ich möchte an dieser Stelle noch mal kurz auf meine Aufgaben als Azubi in diesem spannenden Bereich zurückkommen. Mir und auch den anderen Azubis werden verantwortungsvolle und wichtige Aufgaben übertragen und wir haben das Gefühl, ein Teil der Abteilung zu sein. Man ist auf unsere Hilfe angewiesen und wir kommen uns nicht vor wie ein „Klotz am Bein“. Eine unserer Aufgaben ist zum Beispiel die Rückerfassung der Lieferscheine. Nun könnte man sagen: „Na prima… Rückerfassung, was ist das schon??“ Das sehe ich ganz anders: Falsche Rückerfassung, falsche Rechnung, falsche Bestandsführung und das Schlimmste: Unstimmigkeiten und Aufwand für unsere Kunden. 

Ich hoffe, mein kleiner Einblick in diesen so vielfältigen Bereich hat Ihnen gefallen.

Ach ja… ich bin Ihnen die Auflösung aus der Überschrift noch schuldig:

Was haben 40-Tonner und Kreuzfahrtschiffe gemeinsam? Zum einen ist es sicherlich die regelmäßig erforderliche Abgasuntersuchung, zum anderen ein tolles Dispoteam, auf das man sich in jeder Situation verlassen kann!

An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, um mich bei meiner Abteilung für die spannende Zeit zu bedanken.

Ihre Anna-Katharina Dirkmann

Header-Bild: Fotolia #84589134 | Urheber: Marco2811

Juli 2011 Teenager vor der Htte

Schule mal anders

Liebe Leser/-innen ,

bald ist es wieder soweit!

Für viele Schüler/-innen steht die heiße Phase der Bewerbung an. Auch für die SchülerInnen der Realschule Wolbeck – mit der Westfalen eine Kooperation unterhält –  geht es in den Endspurt.

Mit dem Ziel vor Augen, den Schülern den Absprung von der Schule in das Berufsleben zu  erleichtern, haben wir – vier Auszubildende von Westfalen  (mit Unterstützung einer Praktikantin aus dem Personalwesen) den Schülern der Realschule Wolbeck ein Knigge- sowie ein Bewerbertraining gegeben.

Knigge Training am 08.03.2017

Knigge ?! Wer ist denn das?! So lautete das Motto unseres ersten Trainingstages.

Nach einer freundlichen Begrüßung durch einen der Lehrer und einer kurzen Absprache zum Tagesverlauf konnten wir direkt starten. Einmal auf der anderen Seite des Klassenraumes stehen :-) . Na, dann mal los!

Nachdem die ersten Fragen am Morgen zum Thema
„Knigge ?! Wer ist das?! Was möchte er uns auch heute noch vermitteln?!“ geklärt waren, konnten die SchülerInnen gemeinsam mit uns hilfreiche Informationen und Übungen, die für ein gelungenes Auftreten im Praktikum wichtig sind, erarbeiten.

Know the Rules / Wrfel mit Symbole
Zum Einstieg in den Tag sprachen wir zum Beispiel über die Bereiche Begrüßung, Handschlag und das Duzen bzw. Siezen. Für die SchülerInnen sind diese Informationen und Übungen eine wertvolle Stütze für den ersten Praktikumstag und unsere Tipps können hoffentlich vor dem einen oder anderen Fettnäpfchen bewahren :-)

Für den zweiten Teil des Trainings hatten wir uns eine Übung überlegt, bei der alle schnell gemerkt haben, wie wichtig nicht nur Körperhaltung und Körpersprache, sondern auch die Gestik, Mimik und Sprache im Berufsleben und im Alltag sind. Denn die ersten drei bis vier Sekunden sind entscheidend, um ein gutes Erscheinungsbild zu vermitteln.

Zum Abschluss gingen wir auf das wohl derzeit wichtigste Thema der Jugend  – die Handynutzung – ein. Über den ganzen Tag konnten wir dieses immer wieder gut in den drei Klassen beobachten. Daher gaben wir den SchülerInnen noch ein paar wichtige Informationen bezüglich der Nutzung am Arbeitsplatz und die Wirkung auf andere Personen mit auf den Weg.

Beendet haben wir das Training in jeder der drei Klassen mit einer offenen Fragerunde, in der interessante Fragen gestellt wurden und wir die einen oder anderen Befürchtungen ausräumen konnten.

Bewerbertraining am 26.04.2017

Zusammen mit den SchülerInnen erstellten wir eine Mindmap zum Thema „Bewerbung“.

Über die Suche und den Weg zum passenden Ausbildungsberuf konnten wir unsere eigenen Erfahrungen bezüglich Jobmessen, Agentur für Arbeit usw. weitergeben. 

Anschließend ging es dann ans „Eingemachte“. Die SchülerInnen waren aufgefordert, ihre Kenntnisse im Zusammenhang mit der Erstellung von Bewerbungsunterlagen unter Beweis zustellen.

Wir präsentierten den SchülerInnen ein Negativ-Beispiel eines  Anschreibens und eines Lebenslaufs und begaben uns zusammen mit ihnen auf die Fehlersuche. Im Zuge dessen konnten wir den Schülern auch gleich die wichtigsten Dos und Don’ts rund um das Anfertigen einer überzeugenden Bewerbung aufzeigen.

Als nächstes sollten die SchülerInnen das Erlernte direkt umsetzen, indem sie in Kleingruppen eine Reihe von Papierschnipseln zu einem perfekten Anschreiben und Lebenslauf zusammensetzten. Da die SchülerInnen zuvor sehr gut aufgepasst hatten, lief die anschließende Besprechung der Ergebnisse zur Freude aller Beteiligten wie am Schnürchen.

Den letzten Teil des Trainings bildeten Informationen, Tipps und Tricks zum klassischen Vorstellungsgespräch und dem  Assessment Center, welches mittlerweile immer häufiger zum Einsatz kommt. Auch in der Westfalen Gruppe werden unsere Auszubildenden zunächst in einem Assessment Center ausgewählt. 

Mit Hilfe von kleinen Übungen konnten wir den SchülerInnen die Aufgabentypen und das Ziel des Assessment Centers auf praktische und spaßige Weise vermitteln. Dass es vorteilhaft ist, authentisch zu sein und sich mit Individualität abzuheben, war vielen SchülerInnen vorher gar nicht bewusst.

Zum Schluss durften alle ihre eigenen Fragen loswerden, uns Feedback geben und unsere extra für die SchülerInnen gestaltete Mappe mit allen Materialien rund um das Thema „Bewerbung“ entgegen nehmen.

Unser Fazit

Es waren zwei schöne Tage, an denen wir die Möglichkeit hatten, einmal auf der anderen Seite des Klassenzimmers zu stehen.

Da wir vier vor nicht all zu langer Zeit selbst in dieser Situation waren, konnten wir uns gut in die Schüler hineinversetzen und Ihnen hilfreiche Tipps geben.

Wir hoffen, dass die Schüler viel mitnehmen konnten und wir einige Gesichter hier bei  Westfalen wiedersehen dürfen! :-)

Viele Grüße
Sven Benger, Nane Stohldreier, Maike Schwering und Kathalina Kirchhoff


Header-Bild: Fotolia #38763651 | Urheber: shootingankauf

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